Stefan Holtkötter Dreikönigssingen

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Inhaltsangabe zu „Dreikönigssingen“ von Stefan Holtkötter

Härter als die Polizei erlaubt: Westfälische Dickköpfe. Kurz vorm Dreikönigstag wird in einer Sturmnacht Alfons Kerkering auf seinem Bauernhof brutal ermordet. Die Polizei vermutet einen Einbrecher als Täter, aber Tönne Oldenkott, Landwirt im Unruhestand und chronisch unterbeschäftigt, glaubt nicht an diese Version. Alfons hatte einen Windpark im Dorf verhindert, wodurch eine Menge Leute viel Geld verloren haben. Motive gibt es also genug. Da kommt der Dreikönigstag Tönne wie gerufen. Als Fahrer einer Kinder-Sternsinger-Truppe bietet sich ihm nämlich die ideale Gelegenheit, sich auf den Höfen in der Nachbarschaft umzusehen, ohne Verdacht zu erregen ... Der Autor Stefan Holtkötter wuchs auf einem Bauernhof im Münsterland auf und lebt heute als freier Autor in Berlin. Wer die Fernsehserie „Mord mit Aussicht“ und Holtkötters erfolgreiche Krimireihe um den Münsteraner Ermittler Bernhard Hambrock mag, wird „Dreikönigssingen“ lieben. Denn wehe, wenn Bauer Oldenkott wütend wird. Dann haben die Verbrecher nichts zu lachen. Die Leser dafür umso mehr. "Dreikönigssingen" zum eBook-Einführungspreis von € 2.99

"Miss Marple und Mister Stringer" auf Münsterländisch

— lila-luna
lila-luna

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    Dreikönigssingen
    lila-luna

    lila-luna

    18. July 2016 um 16:17

    Stefan Holtkötter - Dreikönigssingen Provinz-Krimi, Paperback, 237 Seiten Verlag Topp + Möller,  November 2015 Holtkötters neues selbsternanntes Ermittlerduo hat gerade seinen ersten Fall bravourös gemeistert, da geschieht schon wieder ein Mord im beschaulichen münsterländischen Dorf Buddenbeck. Miss Marple und Mister Stringer, ach nein, Tönne Oldenkott, landwirt im Ruhestand und Dorfpolizistin Lisbeth, die richtig Gül Yilmaz heißt kümmern sich auch um diesen neuen Fall. Sie kennen ihre Buddenbecker besser als die ganzen "Kriminalen" in Münster und die beiden ahnen, dass die Kripo gewaltig auf dem Holzweg ist. In einer stürmischen Nacht in Buddenbeck zündet mancher alte Münsterländer noch eine geweihte Kerze an, um Unheil von Mensch,  Vieh und Haus abzuwenden. Ein christlicher Brauch, der immer mehr in Vergessenheit gerät, findet auch Tönne Oldenkott und beobachtet schlaflos, was bei seinem Nachbarn auf dem Hof passiert. Fahrzeuglichter kann er ausmachen, mehr nicht. Am nächsten Tag wird sein Nachbar Bauer Alfons Kerkering tot auf dem Hof gefunden. Brutal erschlagen. War es ein Einbrecher, wie die Kriminalbeamten aus Münster vermuten? Der selbsternannte Ermittler traut der Kripo nicht zu, den Fall zu lösen, so ermittelt er mit Hilfe von "Lisbeth" auf eigene Faust. Das Dreikönigssingen seiner beiden Enkeltöchter bietet Tönne die Möglichkeit sich auf den Höfen im Dorf umzuschauen ohne Argwohn zu erregen. Holtkötters neue Romanfiguren sorgen für einen unbeschwerten Ausflug aus dem Alltag und sind eine nette Lektüre für zwischendurch mit einem Hauch von Lokalkolorit. Der Lesespaß wird einzig durch eine äußerst mangelhafte Lektorierung getrübt, es wimmelt nur so von Fehlern, und so hat sogar das Mordopfer zwei verschiedene Vornamen.  

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  • Tönne ist wieder da

    Dreikönigssingen
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    10. November 2015 um 07:57

    Traditionsbewusst stellt Tönne bei dem aufkommenden stürmischen Wetter eine Kerze ins Fenster, um Ungemach von sich und seiner Familie abzuhalten. Obwohl Alfons Kerkering sein unmittelbarer Nachbar ist, bekommt Tönne nicht mit, dass sich auf dessen Hof in dieser Nacht einiges tut. Kerkering ist brutal ermordet worden, die Polizei sieht anfänglich das ganze als Tat eines Einbrechers. Später jedoch wird Kerkerings Frau verhaftet. Tönne kann nicht glauben, dass sie die Täterin sein soll und ihren Mann umbrachte. Es gibt viele im Dorf, denen Kerkering ein Dorn im Auge war, war er doch derjenige, der den Bau eines Windparkes im Dorf verhindern wollte. Viele wollten mit Hilfe des Windparkes ihre finanzielle Situation verbessern und das wäre ins Schwanken gekommen, wenn er gar nicht erst gebaut werden würde. Hat der Tod etwas mit dem geplanten Bau der Windräder zu tun oder musste er aus anderen Gründen sterben?... Tönne, ein pensionierter Landwirt, lässt dieser Mord keine Ruhe, zumal er auch noch in unmittelbarer Nachbarschaft geschah. Das kann er nicht auf sich beruhen lassen. Er muss diesem Mord auf den Grund gehen. Glücklicherweise findet ja demnächst das Dreikönigssingen statt und Tönne als Kassenwart sieht es als seine Aufgabe an, die Sänger zu begleiten. Natürlich nicht ganz uneigennützig, denn so hat er Gelegenheit, bei dem ein oder anderen ein wenig herumzuschnüffeln. Auch bei diesen "Ermittlungen" mag er nicht auf Lisbeth (eigentlich Gül) verzichten, schließlich arbeitet sie bei der Polizei und kann doch so nebenbei das ein oder andere abchecken. Auch wenn Gül immer wieder darauf hinweist, dass der Dienstweg eingehalten werden muss, ist sie Tönne behilflich. Die beiden machen ein ausgesprochen effektives Duo aus. Tönne, ein wenig schrullig, aber mit dem Herzen am rechten Fleck. Er ist für seine Familie da, nun ja, zumindest solange, wie er nicht gerade dabei ist, einen Mord aufzudecken. Da kann es schon mal passieren, dass er vergisst, aufs Enkelkind aufzupassen. Mit wunderbaren, nicht ganz legalen, Mitteln gelingt es ihm, dem Mörder auf den Pelz zu rücken. Gül ist die türkischstämmige Dorfpolizistin und versucht, Tönne, ein wenig zurückzuhalten bzw. zu bremsen, leider mit eher geringem Erfolg. Im Gegenteil, sie wird von Tönne eingespannt und leider kann sie ihm irgendwie nichts entgegenbringen, so dass sie ihm im Rahmen ihrer Möglichkeiten hilft. Wo sie jedoch vollkommen versagt, ist in ihrer türkischen Familie. Ihre Mutter will sie partout unter die Haube bringen und so kommt es schon mal vor, dass Tante Fatma anrollt und aus dem Kaffeesatz liest. Dem Autor Stefan Holtkötter ist mit diesem Band ein hervorragender 2. Teil um den Pensioär Tönne Oldenkott gelungen. Mit Humor und kriminalistischem Spürsinn lässt er Tönne und Gül einen Mord aufklären. Auch dieses Mal sind keine langwierigen Verhöre, langatmige Ermittlungen oder forensische Gutachten nötig, um den Mörder dingfest zu machen. Mit der richtigen Kombinationsgabe und der Ahnung, wo man ansetzen muss, meistern die beiden ihre Zusammenarbeit. Da, wo die mit dem Fall beauftragten Ermittler die Flinte ins Korn werfen, weil sie ja die Mörderin bereits dingfest gemacht haben, setzen Tönne und Gül an. Dem Zufall ist es zu verdanken, dass der Mord gerade um die Zeit der Dreikönigssinger stattfindet, so dass Tönne dort voll einsteigen kann. Dem Autor ist es schon zu Beginn gelungen, Spannung zu erzeugen, die sich stetig bis zum Ende hin steigerte. Die Auflösung des Mordes hat mich überrascht, denn mit so einem Ende hätte ich nicht gerechnet. Das Buch verspricht nicht nur für Münsterländer Unterhaltung, man kann ihn auch gut in anderen Regionen Deutschlands genießen. Man lernt auf die Weise ein wenig vom Schlag der Münsterländer kennen, ob man sie jedoch verallgemeinern kann, wage ich zu bezweifeln. Es ist eine Story, die der Autor mit bravour umgesetzt hat. Ich habe mich mit dem Buch sehr gut unterhalten gefühlt und empfehle es sehr gern weiter. 

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213
    kubine

    kubine

    01. November 2015 um 14:35
  • Leserunde zu "Dreikönigssingen: ein Fall für Tönne Oldenkott" von Stefan Holtkötter

    Dreikönigssingen
    Stefan_Holtkoetter

    Stefan_Holtkoetter

    Hallo! Diesen Monat erscheint mein Regionalkrimi "Dreikönigssingen - ein Fall für Tönne Oldenkott". Der Verlag hat sich erfreulicherweise bereit erklärt, 15 Exemplare zur Verfügung zu stellen - was bedeutet: Meine erste Leserunde auf Lovelybooks kann beginnen!!! Ich würde mich sehr freuen, wenn die Leserunde zustande kommt! Natürlich werde ich sie aktiv begleiten! Also los geht's! Zum Inhalt:  Kurz vorm Dreikönigstag wird in einer Sturmnacht Alfons Kerkern auf seinem Bauernhof brutal ermordet. Die Polizei vermutet einen Einbrecher als Täter, aber Tönne Oldenkott, Landwirt im Unruhestand und chronisch unterbeschäftigt, glaubt nicht an diese Version. Alfons hatte einen Windpark im Dorf verhindert, wodurch eine Menge Leute viel Geld verloren haben. Motive gibt es also genug. Da kommt der Dreikönigstag Tönne wie gerufen. Als Fahrer einer Kinder-Sternsinger-Truppe bietet sich ihm nämlich die ideale Gelegenheit, sich auf den Höfen in der Nachbarschaft umzusehen, ohne Verdacht zu erregen … Leseprobe (Das erste Kapitel) Die Leserunde soll am 24. September beginnen! Ich freue mich auf eure Bewerbungen und wünsche viel Glück bei der Verlosung!! Liebe Grüße Stefan Holtkötter

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    • 182
    abetterway

    abetterway

    28. October 2015 um 19:22
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  • Dreikönigssingen

    Dreikönigssingen
    abetterway

    abetterway

    28. October 2015 um 19:21

    Der Autor hat es geschafft den Leser wirklich in die Region zu entführen und macht dem Genre Regionalkrimi alle Ehre. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und machen es wirklich spannend, der Schreibstil macht es noch leichter das Buch zu verschlingen, da es wirklich flüssig und gut geschrieben ist. Im großen und ganzen ein toller Krimi, der auch sehr humorvoll ist, voller Liebe zum Land und durch und durch Regional. Was mir nochs ehr gut gefallen hat ist die Tradition, da ich selbst am Land aufgewachsen bin verstehe ich die Landwirte und ihre Denkweise obwohl diese manchmal sehr banal erscheinen. Allen in allem ist der Krimi Dreikönigssingen dem Autor sehr gut gelungen nur war er sehr schnell vorüber.

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  • Spannung, Humor und Lokalkolorit

    Dreikönigssingen
    irismaria

    irismaria

    24. October 2015 um 09:45

    "Dreikönigssingen: ein Fall für Tönne Oldenkott" von Stefan Holtkötter ist ein spannender und humorvoller Regional-Krimi aus dem Münsterland. der Autor, der selbst auf einem Bauernhof im Münsterland aufwuchs, führt die Eigenheiten und Traditionen der ländlichen Bevölkerung sowie des dörflichen Lebens heute auf. Da gibt es neben dem Bauern, der nachts bei Gewitter mit der Lichtmesskerze betend im Zimmer sitzt die Polizistin türkischer Herkunft, die einerseits sehr tough ist, andererseits aber ihrer Mutter die gefährlichen Einsätze verschweigt. Der Fall dreht sich um den Tod eines Landwirts, der scheinbar von einem Einbrecher erschlagen wurde. Aber es bestehen Zusammenhänge zu einem Windkraftprojekt, das der Tote verhindern wollte. Auch die Frau des Ermordeten ist eher erleichtert als verzweifelt... Neben der Polizei ermittelt auch der Rentner Tönne Oldenkott, der die Sternsingeraktion der Gemeinde nutzen will, unbemerkt in die Häuser verdächtiger Personen zu gelangen. Spannung, Humor und Lokalkolorit - so wünsche ich mir Regionalkrimis und all das hat dieser Krimi zu bieten. Ich vergebe eine absolute Leseempfehlung!

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  • Lesenswerter Krimi vom Land mit ungleichem Ermittlerduo

    Dreikönigssingen
    zessi79

    zessi79

    15. October 2015 um 21:01

    Klappentext: Kurz vorm Dreikönigstag wird in einer Sturmnacht Alfons Kerkern auf seinem Bauernhof brutal ermordet. Die Polizei vermutet einen Einbrecher als Täter, aber Tönne Oldenkott, Landwirt im Unruhestand und chronisch unterbeschäftigt, glaubt nicht an diese Version. Alfons hatte einen Windpark im Dorf verhindert, wodurch eine Menge Leute viel Geld verloren haben. Motive gibt es also genug. Da kommt der Dreikönigstag Tönne wie gerufen. Als Fahrer einer Kinder-Sternsinger-Truppe bietet sich ihm nämlich die ideale Gelegenheit, sich auf den Höfen in der Nachbarschaft umzusehen, ohne Verdacht zu erregen … Meinung: Mir hat das Buch total gut gefallen. Der Schreibstil war locker, die Charaktere waren super sympathisch. Die Handlung hat mir gut gefallen. Tönne und Gül sind ein tolles Ermittlerpaar. Gül ist türkische Polizistin im Dorf und unterstützt Tönne bei seinen Ermittlungen. Es hat mir unheimlich gut gefallen zu lesen, wie die verschiedenen Kulturkreise des älteren Tönne (Katholik der alten Schule) und der jungen Gül (Muslimin) aufeinander prallen. Die Geschichte wurde aus zwei Sichtweisen geschrieben, aus der Sicht von Tönne und aus der Sicht von Gül. Das Buch war von Anfang an spannend, es wurden einige falsche Fährten gelegt aber am Ende wurde alles schlüssig aufgeklärt. Es gibt bereits einen ersten Teil dieses tollen Ermittlerpaares, den ich bisher nicht kenne. Es war überhaupt kein Problem, dass ich das erste Buch noch nicht gelesen hatte. Nach Beendigung dieses Buches muss ich den ersten Teil aber unbedingt noch lesen und ich freue mich schon auf hoffentlich noch folgende Bände dieses tollen Paares. Fazit: Ein toller Krimi mit einem Landwirt im Ruhestand als Ermittler. Der Humor kommt hier auch nicht zu kurz. Ich hatte viel Spaß beim lesen. Unbedingt selbst lesen!

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  • Klasse Krimi mit Humor und westfälischen Landflair

    Dreikönigssingen
    Julitraum

    Julitraum

    11. October 2015 um 15:18

    Es ist kurz vorm Dreikönigstag, einem hohen katholischen Feiertag. Im Münsterland herrscht ein schlimmer Wintersturm. Tönne Oldenkott, früherer Landwirt und jetzt im Ruhestand, sitzt mit der Lichtmess-Kerze in der Küche und wartet darauf, daß der Sturm sich beruhigt. Er pflegt noch die alten Traditionen und kommt nicht so einfach damit zurecht, daß die jungen Leute anders über diese Dinge denken, so auch seine Tochter Susanne, die mit Mann und Kindern mit im ehemaligen Bauerngehöft wohnen. Beide bemerken in dieser stürmischen Nacht ein Auto, daß vom Nachbarhof, dem Hof der Kerkerings fährt und wundern sich noch darüber, welcher Besucher zu dieser nachtschlafenen Zeit und noch dazu bei einem solchen Unwetter dort zu Besuch war. Am Tag darauf gibt es dafür eine schlimme Erklärung. Offenbar gerhörte das vom Hof der Kerkerings wegfahrende Auto zu einem Einbrecher, den Alfons Kerkering auf seinem Hof gestellt hatte. Der Einbrecher hat Kerkering jedoch brutal mit einem Spaten niedergeschlagen und ihn mit mehreren Schlägen furchtbar zugerichtet. Kerkering ist tot. Er wurde offenbar von diesem Einbrecher ermordet. Tönne und das ganze Dorf sind fassungslos. Tönne hingegen kann die Theorie des Einbrechers von Anfang an nicht wirklich glauben und sein Spürsinn ist geweckt. Steckt nicht vielleicht etwas ganz Anderes hinter der Ermordung von Kerkering? Er war kein einfacher Mensch, nicht liebenswert und seine Familie kam nur schwer mit ihm zurecht. Selbst die Ehefrau sagt ungerührt zu Tönne, daß nun eine besseres Leben für sie beginnen kann. Auch bei vielen Bauern im Dorf hatte sich Kerkering sehr unbeliebt gemacht. Er hatte verhindert, daß ein geplanter Windpark, der fast allen finanziell zu Gute gekommen wäre, gebaut werden konnte. Könnte hier vielleicht auch ein Motiv zu finden sein? Tönne kann es nicht lassen und strebt mit Gül, der jungen türkischen Streifenpolizistin des Ortes eigene Ermittlungen an. Dieser Krimi aus dem Münsterland ist einfach klasse. Schreibstil und Handlung überzeugen absolut. Der Spannungsbogen wird wunderbar geschickt aufgebaut, falsche Fährten werden gelegt und auch einige überraschende Wendungen gibt es bis zum Ende hin alles gekonnt schlüssig aufgeklärt wird. Dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz und eine ums andere Mal kann man schmunzeln bis herzhaft über die herrlich angelegten Protagonisten lachen. Zudem wartet der Krimi noch mit dem typischen Landflair auf und als Nicht-Katholik erhält man auch einen interessanten Einblick in deren Riten.

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  • Im Münsterland wird ermittelt

    Dreikönigssingen
    Athene100776

    Athene100776

    08. October 2015 um 10:46

    Es ist eine stürmische Nacht .  Tönne Oldenkott sitzt in der Küche mit Wetterkerze und Rosenkranz, um das Unwetter von seinem Haus und seiner Familie abzuwenden. Seine Tochter sieht das Ganze eher nüchterner und regt sich gelegentlich über die Handlungen ihres Vaters auf.  Doch genau in dieser Nacht, nachdem Susanne ihren Vater wieder einmal zurecht gewiesen hat und sich wieder ins Bett gelegt hat, beobachtet Tönne auf dem Nachbars-Bauernhof einen Lichtschein, der von einem Auto herrühren muss. Wer ist nur bei diesem Wetter unterwegs?  Am nächsten Morgen, Tönnes Haus wurde verschont, ist wieder Ungewöhnliches auf dem Nachbarshof los. Polizeiautos, Absperrband,.... Da muss doch was vorgefallen sein, also springt Tönne auf seinen altern Traktor, der auch zum Glück gleich anspringt und versucht über einen Feldweg näher zum Geschehen zu gelangen. Dort angekommen wird er umgehend wieder nach Hause geschickt, da er Spuren in einem Mordfall verwische... Zum Glück sieht er Gül, seine türkischstämmige Freundin, die ihn immer wieder in Polizeiarbeit mit hineinzieht. Nach einigem Drängen ermitteln die zwei trotz Altersunterschied gemeinsam, was in dieser stürmischen Nacht geschehen ist, ob es etwas mit dem geplanten Windenergie-Park zu tun hat ? Der Krimi hat mir sehr gut gefallen, denn die Charaktere und auch die Handlung entsprachen genau meinem Geschmack. Tönne, ein rüstiger Rentner, der nicht viel zu tun hat und somit eine Menge Zeit mit Beobachtungen der Nachbarshöfe verbringen kann. Gül, eine Türkin, laut ihrer Mutter und Tante im heiratsfähigen Alter, die nicht nur mit den Tücken ihrer Familie zu kämpfen hat , sondern auch mit ihren Gefühlen und bei der Polizei arbeitet. Beide Charaktere sind sehr lebendig beschrieben ,gleich auf den ersten Seiten schließt man sie ins Herz und beginnt mit ihnen gemeinsam zu ermitteln. Die Geschichte in sich ist schlüssig und durch den Schreibstil temporeich und spannend gehalten. Ebenso fand ich es als sehr lustig, die Eigenarten der Dorfbewohner gegenüber der "Stadtmenschen" zu erleben. Die Spannung bleibt bis zum Ende erhalten und Dank immer wieder falscher Fähren aus der Feder des Autors, erlebt man am Ende doch noch eine Überraschung.

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  • Rezension zu "Dreikönigssingen"

    Dreikönigssingen
    Zsadista

    Zsadista

    06. October 2015 um 17:37

    Es ist eine stürmische Nacht in Münster. Eine Nacht in der gute Dorfleute zur Heiligen Maria beten, damit ihnen nichts passiert. Doch auch das hilft alles nichts, morgens wird der Bauer Alfons Kerkering tot auf seinem Hof gefunden. Erschlagen. Die Polizei vermutet, dass es der Einbrecher war, der im Moment die Gegend unsicher macht. Aber Tönne Oldenkott wäre nicht Tönne Oldenkott, wenn er das glauben würde. Zumal seine Tochter auch noch etwas Verdächtiges gesehen hat. Aber dann kommt dem möchte gern Ermittler Tönne etwas Schwerwiegendes in seine Ermittlungen. Das Dreikönigssingen seiner Enkeltöchter, für die er privater Fahrer spielen soll … wobei … eigentlich kommt ihm das doch sehr gelegen. Immerhin kommt man dann in der Nachbarschaft herum ohne Verdacht zu erregen … „Dreikönigssingen“ ist der zweite Krimi um den selbsternannten Ermittler Tönne Oldenkott. Tönne ist ein typischer älterer Herr aus dem Dorf, der denkt, die Polizei hat keine Ahnung vom Dorfleben und weiß schon dreimal nicht, wie das Dorfleben tickt. Der Autor hat mit Tönne eine schöne schräge Figur geschaffen. Tönne ist ein typischer älterer Dorfmensch, den man auch gerne mal am Kragen aus den Wohnzimmern der Nachbarn ziehen würde. Ich lebe selbst auf dem Dorf und kenne solche Knalltüten in Natura und kann mir Tönne daher sehr gut vorstellen. Der Krimianteil hat mir auch gut gefallen. Die Spannung sowie die Vermutungen wer der Täter und wie der Tathergang nun wirklich war stieg. So weit so gut, hat mir das Buch gefallen. Was mir allerdings sehr quer lag, war die Polizistin Gül, von allen aber eher Lisbeth genannt. Eigentlich war Gül eine taffe Frau und hat mir gefallen. Jedoch mutierte sie alleine beim Gedanken an den einen Typen in eine hirnlose Dumpfbacke. Da ich Liebesgeschichten in keinem Buch, außer in Liebesgeschichten mag, lagen mir diese Szenen schwer im Magen. Zumal Gül halt auch noch in diesen Punkten hirnlich so total auf Null schaltete, dass ich nur noch mit den Augen rollen konnte. Das ging dann auch so weit, dass ich die Szenen irgendwann einfach überblättert habe. Daher auch nur die 3 Sterne der Bewertung. Für Krimileser, Liebhaber schräger Figuren und Liebesgeschichten mit dahinschmachtenden Frauen ist das Buch sehr zu empfehlen. 

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  • Westfälischer Dorfkrimi

    Dreikönigssingen
    katze-kitty

    katze-kitty

    02. October 2015 um 10:12

    Tönne Oldenkott hat eigentlich nicht viel zu tun ausser ab und an auf seine Enkelinnen aufzupassen. Da wird kurz vorm Dreikönigstag Alfons Kerkering auf seinem Hof ermordet. Tönne zweifelt an der Theorie eines Einbrechers und nimmt seine eigenen Ermittlungen auf. Unterstützt wird er von Gül, einer Dorfpolizistin. Hat der Mord vielleicht etwas mit dem geplanten Windpark zu tun ? "Dreikönigssingen" ist ein Regionalkrimi von Stefan Holtkötter. Der Schreibstil ist angenehm, gut und flüssig zu lesen. Der Krimi spielt in der Münsteraner Gegend, aber ich finde es könnte überall auf dem Dorf sein. Denn das Dorfleben ist doch recht ähnlich egal wo man ist. Der Autor hat die typischen Klischees und auch Wahrheiten (denn ich wohne auch auf dem Dorf) schön beschrieben und wiedergegeben.Vieles kommt einem bekannt vor, wenn man auch auf dem Dorf lebt.  Die Charaktere sind gut herausgearbeitet und besonders Tönne versprüht seinen ganz eigenen Charme. Hilfsbereit, neugierig , nicht immer einfühlsam , aber mit dem Herz auf dem rechten Fleck muss er einfach die Wahrheit herausfinden.  Ein weiterer Charakter , den ich persönlich sehr interessant fand ist Gül. Mit türkischen Eltern ist sie gefangen zwischen zwei Kulturen, was in dieser Geschichte sehr deutlich wird. Für sie ist es nicht immer leicht, das deutsche Leben mit dem türkischen Hintergrund ihrer Eltern und Tante zu vereinbaren.  Die Geschichte an sich ist nicht megaspannend, da gibt es viele spannendere Bücher, aber die Charaktere und dieses Dorfleben macht dieses Buch sehr interessant und liebenswert !

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  • Tönne wirds schon richten

    Dreikönigssingen
    Maddinliest

    Maddinliest

    30. September 2015 um 18:37

    Ein toller Regionalkrimi aus dem Münsterland mit einer treffenden Kombination aus Spannung und Humor. Tönnes Nachbar Alfons wird während einer Sturmnacht auf seinem Hof brutal erschlagen. Die Polizei nimmt die Ermittlungen auf und verdächtigt schnell die Ehefrau Hilde. Stark belastendes Beweismaterial ist nicht von der Hand zu weisen, aber Tönne kennt seine Nachbarin und ist sich sicher, dass jemand anderes hinter dem Tod von Alfons Kerkering steckt. Da sich die Polizei sicher ist, den Mörder dingfest gemacht zu haben, nimmt Tönne mit Unterstützung der jungen Polizistin Gül die Ermittlungen selber in die Hand. Schnell fällt ein anderes Licht auf den Fall und die beiden Ermittler begeben sich immer tiefer in die gefährlichen Recherchen... Stefan Holtkötter schafft es mit einer sehr ausgewogenen Mischung aus Spannung und Humor den Leser an das Buch zu fesseln. Der flüssige Schreibstil bereitet beim Lesen viel Spaß. Die Charaktere der Hauptprotagonisten werden schön herausgearbeitet und die beiden Ermittler sammeln schnell viele Sympathiepunkte. Die Geschichte ist immer nachvollziehbar und bietet oft die Gelegenheit auf einen Täter zu tippen. Der Spannungsbogen wird bis zum Schluss stets aufrecht gehalten, so dass der Krimileser stets gut unterhalten ist. Mir hat das Buch sehr viel Spaß gemacht und ich kann es nur wärmstens empfehlen.

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  • Vorsicht, hier kommt Tönne!

    Dreikönigssingen
    cyrana

    cyrana

    28. September 2015 um 14:01

    Tönne Oldenkott kann in einer Sturmnacht nicht schlafen und betet Rosenkranz und hat natürlich die Lichtmesskerze angezündet. Leider gehen solche Traditionen immer mehr verloren und auch seine Tochter hält nicht viel davon. Also ist es umso wichtiger, dass er daran festhält. Aber was ist denn dort auf dem Nachbarhof los? Wieso fährt ein Auto vom Hof? Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen! Sein kriminalistischer Instinkt ist erwacht und richtig, am nächsten Morgen erfährt er, dass Alfons Kerkering, sein Nachbar, brutal ermordet wurde. Der Sache muss er nachgehen! Also schwingt er sich auf seinen Traktor, der schon etwas zugestaubt ist und fährt los über den Wirtschaftsweg. Er trifft später einen weiteren Nachbarn, der es sich nicht nehmen lässt, jeden Morgen eine Radtour zu machen, um zu schauen, was der Pächter so alles (falsch) macht – aber so einer ist Tönne nicht und außerdem kommt er noch wunderbar auf seinen Traktor…. Tönne macht sich also daran, den Mordfall zu lösen und unterstützt wird er dabei von der jungen Streifenpolizistin Gül, die er jedoch Lisbeth nennt, denn wer nennt sein Kind schon nach „Gülle“? Tönne ist herrlich westfälisch sturköpfig und hat zu allem seine eigene Meinung, die natürlich richtig ist. So hält er was auf Traditionen, kann aber schlecht damit umgehen, dass sein Schwiegersohn Erzieher in einem Kindergarten ist. Gül muss aufpassen, dass ihre Eltern nicht zu viel von ihrer Arbeit mitbekommen und außerdem den Plänen ihrer Tante Fatma entgehen. Stefan Holtkötter ist ein witziger Krimi gelungen, der gut die münsterländische Bauerschaft aufs Korn nimmt. Die Geschichte ist jedoch auch spannend und es ist lange unklar, wer der Mörder ist und was seine Motive sind. Die Auflösung ist komplexer als ich es mir dachte, aber in allen Punkten nachvollziehbar. Es war für mich eine wunderbare Reise in meine alte Heimat.

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  • Tönne und Gül, Mulitkulti Ermittler am Land

    Dreikönigssingen
    Antek

    Antek

    Nach einer durchwachten Sturmnacht, in der Tönne neben der Lichtmesskerze den Rosenkranz gebetet hat um Schäden abzuwenden, erfährt er von Dorftratschel Aenne erschütternde Nachrichten. Sie hat sich eigentlich weitere Informationen erhofft und  kann gar nicht glauben, dass er als direkter Nachbar noch gar nicht weiß, dass Hilde Kerkerling am Morgen ihren toten Ehemann Alfons im Hof gefunden hat. Die Kripo aus Münster, von der Tönne im Übrigen gar nichts hält, geht von dem Einbrecher aus, der sich in letzter Zeit in der Gegend herumtreibt. Aber da Alfons brutal zugerichtet ist und das für Wut beim Täter spricht, will Tönne gar nicht an die Geschichte glauben. Außerdem hat der eigensinnige Alfons doch den Windpark verhindert, von dem alle Bauern im Dorf profitiert hätten, da liegt das Motiv ja fast auf der Hand. Tönnes Neugier ist schnell entfacht und auch Gül, die smarte Dorfpolizistin hat er schnell auf seiner Seite, wenn es heißt der städtischen Kripo zu zeigen, wie man am Land einen Mord aufklärt. Auch wenn es ein, zwei kleine Ungereimtheiten gab, hat mich der Krimi wirklich super gut unterhalten. Der Schreibstil liest sich locker flüssig und die Seiten sind nur so geflogen. Ich konnte wirklich viel schmunzeln, stellenweise war ich auch richtig gerührt und die Ermittlungen, an denen man hautnah mit dran ist, waren spannend. Der Tote lässt nicht lange auf sich warten, es geht also sofort spannend los und man kann gleich mit Rätseln beginnen. Es gibt genug Verdächtige, auch zahlreiche Finten, sodass für mich ganz lange nicht klar war, wer hinter dem Mord steckt. Den Täter hatte ich irgendwie gar nicht auf dem Radar, obwohl er schon die ganze Zeit mit vor Ort war. Die Ermittlungen werden hier mal auf etwas andere Art geführt. Ich fand die Idee mit dem Dreikönigssingen mehr über den Täter herauszubringen wirklich gut und auch die diversen Beziehungen und Verwandtschaftsverhältnisse wurden optimal genutzt, hier musste nicht auf völlig illegalen Wegen ermittelt werden, da bin ich froh. Die Charaktere waren mir richtig sympathisch. Allen voran der traditionsbewusste Tönne, das ist mein ganz großer Liebling. Ich könnte mich so gut in den alten Landwirt hineinversetzen, dessen Knochen zwar schon hin und wieder schmerzen, der aber noch längst nicht zum alten Eisen gehören will und ja eigentlich auch nicht gehört. Er hängt an alten Traditionen, ist sehr religiös aber trotzdem aufgeschlossen, schließlich hat er sich ja auch irgendwie damit arrangiert, dass sein Schwiegersohn kein Landwirt, sondern ein Kindergärtner ist. Er hat mich so oft zum Schmunzeln gebracht mit seiner Art. Da gibt es schon mal Handyprobleme oder auch das mit den Lauschangriffen per Hörgerät haut nicht immer so wie geplant hin. Richtig toll finde ich, welch ein gutes Multikulti Team er mit der jungen Dorfpolizistin Gül bildet. Die beiden ermitteln nicht nur Hand in Hand, sondern sie hat auch einen festen Platz in seinem großen Herz gefunden. Gül ist impulsiv, greift stets beherzt ein und weiß genau wie sie ihren Chef um den Finger wickeln kann. Tönne kann sie aber so gut wie keinen Wunsch abschlagen und bei ihren Eltern und besonders bei der resoluten Tante Fatma ist auch klar, dass Gül nicht den Ton angibt. Ich konnte über Güls Mutter und gerade auch über Fatma wirklich viel schmunzeln und auch der kleine Einblick in die türkische Familie hat mir gut gefallen. Regionalkrimi darf sich Dreikönigssingen meiner Meinung nach wirklich nennen. Man bekommt Dorfleben pur präsentiert. Da gibt es Dorfklatsch, da geht es um Traditionen und Werte, die auf dem Land noch gelten und auch um Dorfgemeinschaft und Zusammenhalt. Hier ist der Autor meiner Meinung nach wirklich ganz nah am wahren Leben. Alle in allem ein toller Krimi, der mich wirklich humorvoll, spannend unterhalten hat und der mit sympathischen Charakteren punkten kann. Ich hoffe es wird bald weitere Fälle für Tönne und Gül geben.

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    • 3
    danielamariaursula

    danielamariaursula

    27. September 2015 um 14:21
  • Toller Münsterlandkrimi mit Herz und Humor

    Dreikönigssingen
    yari

    yari

    In einer winterlichen Sturmnacht wird Alfons Kerkering auf seinem Bauernhof ermordet. Obwohl von einem Einbruch ausgegangen wird, glaubt Tönne Oldenkott, ein pensionierter Landwirt, der aber sehr umtriebig ist, nicht an diese Theorie. Kerkering hatte nämlich verhindert, dass ein Windpark im Dorf gebaut wird und so viele Leute Geld verloren haben. Also beginnt Tönne auf eigene Faust und mit Hilfe der Dorfpolizistin Gül zu ermitteln. Dass gerade der Dreikönigstag vor der Tür steht, ist der ideale Vorwand für Tönne um nachzuforschen, denn er kann somit die Sternsinger begleiten und sich auf den Nachbarhöfen umsehen und umhören.... Dreikönigssingen ist ein humorvoller Regionalkrimi, der spannend und flüssig geschrieben ist. Stefan Holtkötter hat den Spannungsbogen bis zum Ende hin stetig gesteigert, und dies ohne blutrünstige Szenen. Der Plot ist ebenfalls gut durchdacht und in sich schlüssig. Die Charaktere der Protagonisten sind ausführlich gezeichnet. Da ist Tönne, der pensionierte Landwirt, der in alten Traditionen und im Glauben fest verwurzelt ist, das Herz auf dem rechten Fleck hat und etwas schrullig ist. Oder Gül, die junge und mutige Dorfpolizistin, die mit den Problemen einer türkischen Familie zu kämpfen hat, allen voran ihre Tante Fatma, die sogar den Kaffeesatz liest, um herauszufinden, ob Gül noch einen Mann findet. Toll finde ich, dass die Mentalität der Münsterländer gut rüber kam. Wie in jedem Dorf gibt es auch hier Klatsch und Tratsch, aber wenn es darauf ankommt halten die Dorfbewohner zusammen. Die humorvollen Szenen haben mir besonders gut gefallen und zum Schmunzeln gebraucht, zum Beispiel Tönnes Probleme mit dem Handy oder als beim Beschatten sein Hörgerät zu laut stellt. Schon lange habe ich keinen Regionalkrimi mehr gelesen, der mich so gut und spannend unterhalten und mich zum Lachen gebracht hat. Die Personen sind mir ans Herz gewachsen, vor allem Tönne, und ich hoffe, dass es bald wieder einen neuen Fall für ihn zum Aufklären gibt. Dreikönigssingen bekommt von mir fünf Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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