Stefan Holtkötter Schützenbrüder

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Inhaltsangabe zu „Schützenbrüder“ von Stefan Holtkötter

regionaler Krimi für das Münsterland

Neues (selbsternanntes) Ermittlerduo löst Mordfall im Münsterland

— lila-luna

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    Schützenbrüder

    lila-luna

    18. July 2016 um 16:20

    Stefan Holtkötter - Schützenbrüder Provinz-Krimi, Paperback, 223 Seiten Verlag Topp + Möller,  November 2014 Mit seinem Wechsel zum Verlag Topp + Möller präsentiert Stefan Holtkötter zwei neue Provinzkrimis, die der Verlag mit einem Button "Münster kriminell" bewirbt. "Schützenbrüder" und "Dreikönigssingen" sind in der Heimat des gebürtigen Münsterländers angesiedelt, und sicher kann der Autor zahlreiche Erinnerungen aus seiner Kindheit und Jugend mit einbringen, die die Geschichten recht authentisch wirken lassen. Wer kennt nicht Miss Marple und Mister Stringer, die Protagonisten der Agatha Christie Krimis? Holtkötter nimmt sie sich als Vorbild, tauscht aber Miss Marple gegen den im Unruhestand befindlichen Landwirt Tönne Oldenkott und Mister Stringer gegen die junge türkischstämmige Dorf-Polizistin Gül Yilmaz. Lisbeth nennt er sie immer, weil ihn ihr Vorname doch zu sehr am Gülle erinnert. Beim Schützenfest wird hinter dem Festzelt die Leiche des Kassenwarts aufgefunden. Der eigenbrötlerische Mann wurde mit Kirsch-Aufgesetztem vergiftet. Für die Kriminalpolizei in Münster steht die Mörderin schnell fest, die Tochter des Ermordeten, denn zum einen hat sie ihrem geizigen Vater Werner Osthues den Aufgesetzten selber mitgegeben, weil der nichts anderes trinkt, und zum Anderen hat niemand sonst aus dessen gut bewachter Flasche getrunken. Wer sollte ihn also umgebracht haben und aus welchem Grund? Tönne kennt alle Buddenbecker, so ist er sich sicher, dass Mechthild Osthues ihren Vater nicht auf dem Gewissen hat. Der Mörder ist wo anders zu suchen. Um Mechthild aus der Untersuchungshaft zu holen, ihre Unschuld zu beweisen und den wahren Täter zu finden, sind Tönne auch nicht ganz legale Tricks recht. Dorfpolizistin Gül hilft widerstrebend mit. Den Auftakt zu seinem neuen Krimi gestaltet Stefan Holtkötter sehr witzig, leider verliert sich dieser Humor in der weiteren Geschichte schnell und funkt nur gelegentlich hier und dort wieder auf. Die Story selber ist schlüssig und bedient sich der üblichen Umwege, bis der Täter überführt ist. Kleine Nebenhandlungen vermitteln Atmosphäre und verraten dem Leser mit Hilfe seiner Phantasie mehr über die Personen, als es der Autor mit Worten bewerkstelligt. Insgesamt eine leichte Wochenendlektüre, die auch gerne mit ins Bett genommen werden darf, da sie mit Sicherheit keine bösen Träume provoziert.

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  • Gelungener Serienauftakt

    Schützenbrüder

    Gospelsinger

    29. December 2014 um 17:23

    Im Münsterland geht es traditionell zu. Das gilt auch für das Dorf Buddenbeck, und ganz besonders während des Schützenfestes. Eine dieser örtlichen Traditionen ist, dass man dringende Bedürfnisse hinter dem Festzelt erledigt. Das will auch Günni, der sich dringend übergeben muss. Aber die anvisierte ruhige Ecke ist schon besetzt - von einem Toten. Werner Osthues, der Kassenwart des Schützenvereins, wurde mit vergiftetem Kirschaufgesetzten ermordet. Die Dorfbewohner sind sich schnell einig: Die Täterin ist sicherlich seine Tochter Mechthild, die an ihr Erbe herankommen wollte. Nur Tönne Oldenkott, gelangweilter Landwirt im Ruhestand, glaubt nicht an Mechthilds Schuld. Denn seine verstorbene Frau Agnes hielt große Stücke auf das Mädchen, das einmal ihre Schülerin war, und Tönne hält große Stücke auf die Menschenkenntnis seiner Frau. Und wer könnte besser Mechthilds Unschuld beweisen und den wahren Täter finden, als Tönne, der schon seit Jahrzehnten im Ort wohnt und jeden Bewohner ganz genau kennt? Tönne sucht sich eine Verbündete unter den Ermittlern und findet sie in Lisbeth, die eigentlich Gül heißt, von den Dorfbewohnern aber kurzerhand umbenannt wurde, weil für einen Münsterländer Gül nicht nach Rose, sondern nach Gülle klingt. Ich freue mich, dass dieser Krimi der Auftakt zu einer neuen Serie ist, denn er hat mir sehr gut gefallen. Zwischendurch habe ich immer wieder überlegt, woher der Autor meinen - westfälischen - Lebensgefährten kennen könnte, denn Vieles an Tönne kam mir sehr, sehr bekannt vor. Das ist halt ein ganz eigener Menschenschlag... An diesem Dorfkrimi, der ohne Blutströme und Sadismus auskommt und trotzdem spannend ist, gefiel mir fast alles: Die urigen Charaktere, die lebendige Beschreibung des Dorflebens, die spannende Geschichte, der Humor und der außergewöhnliche Showdown. Aber dasss ausgerechnet eine Rhabarbertorte zu Schaden kommt! Wo die Landfrauen doch so gut backen! Ach, wie gemein! (Ich liebe diese westfälischen Tortenbüffets...)

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  • Ohne Tönne geht nichts

    Schützenbrüder

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    18. December 2014 um 10:12

    Tönne Oldenkott, ehemals Bauer, jetzt Pensionär. Seine Felder sind verpachtet, aber so richtig loslassen kann er nicht. Natürlich muss er regelmäßig kontrollieren, ob auch alles mit rechten Dingen zugeht. Auf dem Schützenfest wurde hinter dem Festzelt Werner Osthues tot aufgefunden. Verdächtigt, ihn ermordet zu haben, wurde dessen Tochter Mechthild, denn diese war bekannt für ihren Sauerkirsch-Aufgesetzten, der die Todesursache war, da er vergiftet war. Tönne ist einer der wenigen, die nicht glauben können, dass Mechthild ihren Vater umgebracht haben könnte, obwohl er ein furchtbarer Mann war. Tönne vertraute immer seiner Frau Agnes, die Lehrerin war und auch Mechthild unterrichtet hatte. Auf ihre Meinung hielt er große Stücke und wenn diese sagte, dass Mechthild ein gutes Mädchen ist, dann konnte er sich darauf verlassen. Obwohl seine Agnes schon tot ist, hört er noch heute auf ihre Worte. Da die Polizei an die Unschuld von Mechthild nicht glauben will, denn alles spricht gegen sie, beginnt er selbst zu ermitteln, wer Werner auf dem Gewissen hat. Als "Gehilfin" hat er sich Gül Yilmaz, eine Polizistin türkischer Herkunft auserkoren. Er nennt sie Lisbeth, denn es kann ja nicht angehen, dass ein Mädchen einen Namen hat, der sich wie Gülle anhört. Auch Gül hatte seine verstorbene Frau als Lehrerin gehabt und diese war von Gül sehr angetan. Also beschließt Tönne, dass Gül die richtige ist, um ihn zu unterstützen. Aber Gül will, wenn sie schon helfen soll, den Dienstweg einhalten und das ist genau das, was Tönne umgehen will, denn der Dienstweg hat Mechthild in die Untersuchungshaft gebracht ... Ein herrlich feinsinniger Krimi aus der Feder von Stefan Holtkötter. Der Münsterkrimischreiber hat ein weiteres Mal seine Protagonisten dort agieren lassen. Herzliche Grüße von Miss Marple und Mr. Stringer, wobei die Rollenverteilung bei diesem Krimi genau anders herum liegt. Tönne ermittelt und Gül ist der "Handlanger". Er kann es nicht lassen. Eigentlich soll Tönne gerade seine Enkel beaufsichtigen oder kutschieren. Aber das kann man doch auch mit einem Abstecher verbinden, indem man ganz unauffällig mal so eben nebenbei ein paar Befragungen durchführt. Ich habe während des Lesens Tönne, den Miss Marple-Abklatsch förmlich vor Augen gehabt. Ein Sympathisant durch und durch, besteht er doch auf Gerechtigkeit, die seiner Meinung nach Mechthild gerade nicht widerfährt. Das kann er so nicht stehen lassen und versucht ihre Unschuld zu beweisen und gerät dadurch selbst in Gefahr. Gül, die mit sich nicht einig ist, wie und ob sie Tönne helfen soll, hat auch das Herz am rechten Fleck und lässt sich, eher widerstrebend, auf die Schrullen von Tönne ein und erlebt ihr blaues Wunder. Dabei muss sie sich selbst mit der starken Männlichkeit im Schützenverein auseinandersetzen. Ihre Zweifel und ihr Bedürfnis, alles richtig zu machen und vor allem Dienst nach Vorschrift, macht sie auch menschlich und sympathisch. Sehr gut recherchiert und wiedergegeben hat der Autor die Aktivitäten rund um ein Schützenfest und die Belange, die so ein Verein mit sich bringen. Mit welchen Problemen, Sorgen und Nöten sich der Vorstand herumärgern muss fehlten genausowenig, wie die Schilderung des Ablaufs eines Schützenfestes mit all seinen Eigenheiten. Wer so etwas oder ähnliches schon erlebt hat, wird wie ich in diesem Buch einige Dinge wiedererkennen. Tönne Oldenkott, ein Mann, ein Wort. Vor allem ein Mann, mit dem man rechnen muss und ich hoffe doch, noch recht oft. Obwohl ein Krimi, hat dieses Werk doch großen Unterhaltungswert.  Ich habe mich auf diesen 221 Seiten bestens unterhalten und amüsiert. Ich habe einen unermüdlichen, dem Kontrollwahn unterliegenden, aber sehr sympathischen Rentner kennengelernt, mit dem man rechnen muss. Aber auch mit Gül habe ich mich bestens unterhalten, von der ich hoffe, dass sie noch ein wenig aus sich herausgehen möge. Auf jeden Fall ein Krimi, den ich sehr gern weiterempfehle.

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