Stefan Jäger Der Silberkessel

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Inhaltsangabe zu „Der Silberkessel“ von Stefan Jäger

120 vor Christus: Mehr als 100 000 Kimbern, Teutonen und Ambronen verlassen ihre unwirtliche Heimat Dänemark in Richtung Süden. In den Alpen treffen sie auf die gewaltigen Heere des Römischen Imperiums. Schändungen, blutige Schlachten und Raubzüge sind an der Tagesordnung. Eine gefährliche, rauhe Kulisse für die Liebe zwischen dem Römer Timaios und der Kimberin Svanhild … Mit seinem historischen Roman zur Zeit der Völkerwanderung, als die ersten germanischen Volksstämme auf die wehrhaften Römer trafen, erhellt Stefan Jäger das Dunkel zwischen Antike und Mittelalter in der Mitte Europas.

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  • Rezension zu "Der Silberkessel" von Stefan Jäger

    Der Silberkessel
    Huebner

    Huebner

    13. August 2012 um 17:17

    Ein Sachbuch oder ein historischer Roman. Da kann man sich auf Anhieb bei Jägers "Der Silberkessel" gar nicht so sicher sein. Auf jeden Fall eine 316-seitige Sammlung von Personennamen, Ortsnamen, altreligiösen und historischen Fakten. Wir befinden uns in der Antike, genauer im 2 Jh. vor Chr. Schon allein diese Tatsache macht es dem Leser von Anfang schwer, sich in die Historie hineinzuversetzen. Wer kennt den Lebensraum der Kimbern? Wer weiß, wann die Kimbern ihre Völkerwanderung nach Süden antreten, um sich mit keltischen Stämmen zu vereinen und im weiten Römischen Reich neues Siedlungsland zu finden. Im Klappentext lesen wir von einer "gefährlichen Kulisse" für die aufkeimende Liebe zwischen dem Römer (der aber ein Hellene ist, wie der Romantext uns belehrt) und der Kimberin Svanhild. Aber nicht nur die Kulisse ist gefährlich, sondern auch am Wort, an der Poetik und am Aufkeimen wird weitestgehend gespart. Figuren bleiben blass, Kriegsgeschehen und Fußnoten scheinen dem Autor wichtiger als die Gefühlsduselei, ohne die seine Zielgruppe eigentlich nicht auskommen möchte. Ein nicht durch und durch geschichtsfanatischer (Hobby-)Historiker würde dem sehr gut recherchierten, sehr um geschichtliche Fakten bemühten Roman keine große Chance geben. Und dennoch ertappt man sich während endloser, seitenlanger Dialoge des Helden und Jungunternehmer Timaos und seinem Kaufmannfreundes über Währung, Finanzdepression und Wrtschaftskrise (des 2.Jh. in Marsaille) beim Gedanken daran, einfach vorzublättern und zu schauen, wie es mit der jungen Kamberin Svanhild und ihrem älteren Bruder, einem kimrbischen Stammesanführer so geht und auch dort wird man enttäuscht, weil eben das Innenleben der Figuren ziemlich kalt bleibt. Jägers Sprache ist von einer gewissen Obszönität durchzogen, die sicherlich das Raue der Zeit des Römischen Imperiums widerspiegeln will, oftmals aber nur ein übertriebener, unangebrachter und ungewollt voyeristischer stilistischer Fehlgriff unter die Gürtellinie bleibt. Alles in allem Schade um eine sehr gute Grundidee für einen Roman, bleibt auf den zweiten Teil zu hoffen und auf ein bisschen mehr Herz für die geneigte LeserIn.

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