Stefan Kämpfen Flucht aus Babylon

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Inhaltsangabe zu „Flucht aus Babylon“ von Stefan Kämpfen

Der dreissigjährige Eddie Springer hat in seinem Leben noch nichts erreicht, ausser in möglichst viele Fettnäpfchen zu treten. Die einzige Konstante in seinem Leben ist sein Arbeitgeber, der ihm seit der Lehrzeit in regelmässigen Abständen kräftig in den Hintern tritt. Eines Morgens hat Eddie die glorreiche Idee, mit einem Weltrekord im Dauerfernsehen endlich durchzustarten. Aber statt Berühmtheit zu erlangen, wird er von seinem Chef auf die Strasse gesetzt. Zusammen mit 'Puppe', seiner besseren Hälfte, entschliesst Eddie sich daraufhin zu einer Weltreise, auf der er Kraft für ein neues, besseres Leben schöpfen will. Sie starten in Mexiko und finden sich in einer surrealen Welt wieder, die mit verqueren Desperados, korrupten Gesetzeshütern und gruseligen Hotels nur so gespickt ist. Das alles wäre ja noch recht amüsant, doch dann wird Eddie plötzlich ernsthaft krank …

Ein Buch mit viel ironischem Humor, mit dem man vielleicht auch mal den eigenen Alltag sehen sollte

— Suhani
Suhani

Nach 206 Seiten abgebrochen. War einfach nicht mein Fall.

— PollyMaundrell
PollyMaundrell

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  • Witzig, wortgewandt und ironisch

    Flucht aus Babylon
    Suhani

    Suhani

    03. August 2016 um 03:03

    Der Leserstimme vom Klapptext kann ich nicht so ganz zustimmen. Meine Lachmuskeln hatten keinen Frontalangriff, aber dennoch traf das Buch meinen Humor. Das Buch ist voll von Ironie, die teilweise mit einer Prise Sarkasmus angereichert ist. Eddie ist wirklich ein Antiheld, nämlich ein ganz normaler "Otto-Normalo". Allerdings macht er sich irgendwie mehr Gedanken über jede Alltagssituation, als wir "Otto-Normalos" es wohl tun würden. Egal wo er sich aufhält oder was er gerade macht, seine Gedankengänge und Beschreibungen trotzen nur so vor Ironie und diesem Hauch von Sarkasmus - und genau darin liegt der Witz und die Unterhaltung an und mit dem Buch. Sonst wäre es nur eine langweilige Geschichte über einen ganz normalen Bürger in seinem ganz normalen (meist langweiligen) Alltag. Der Autor versteht es mit Wortgewandtheit alles auf witziger und ironischer Weise die Situationen zu beschreiben, dass man sich des öfteren ein Grinsen nicht verkneifen kann.  Auch wenn man selbst in einer gleichen Situation ist, oder schon mal war, ist die Beobachtung von Eddie nicht so wie wir sie wohl sehen würden - aber ich hab sie dennoch widererkannt. Egal ob es Eddies Beobachtungen im Freibad sind, oder die Beschreibungen der Arbeitskollegen nebst Chef persönlich und noch viele mehr. Genau das macht das Buch aus! Wie man auf der Autorenseite lesen kann, ist Stefan Kämpfen selber ein Globetrotter und ist schon viel auf dem Globus rumgekommen - und ja, auch die Krankheit, die in diesem Buch Eddie befallen hat, hat er selber schon durchgemacht. Er kennt sich also aus und das merkt man dem Buch auch an. Die landschaftlichen Gegebenheiten werden sehr bildlich erzählt, so das man die Reise schön verfolgen kann - und Eddies Leiden auch ;) Alles in allem ein humorvolles Buch an dem ich viel Spaß hatte, weil ich Eddie einfach durch das ganze Buch folgen durfte und an seine Gedanken teil haben durfte, was mir bei dem Schreibstil nicht schwer fiel. Allerdings bleiben am Ende noch viele Fragen offen und Eddies Reise ist noch nicht zu Ende - Warum? Weil ich nun auf den nächsten Teil warten muss! Ich bin gespannt. :) Mein Fazit: Ein Buch in dem man den Protagonisten sowohl in seinem Alltag als auch auf seiner Reise mit viel Spaß folgen kann. Ein Buch, das auch mal zeigt, das Sprache vielseitiger sein kann, ohne aufgesetzt oder unverständlich zusein. Das Ganze mit viel ironischem Humor, mit dem man vielleicht auch mal den eigenen Alltag sehen sollte. ^^

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  • Konnte mich letztenendes durch die aufregenden Reisebeschreibungen überzeugen ...

    Flucht aus Babylon
    Die-wein

    Die-wein

    20. January 2016 um 15:13

    Der dreißigjährige Eddie Springer hat sich bisher kaum Gedanken gemacht über sein Leben. Tagein tagaus schuftet er, seit seiner Lehre, im Büro einer Firma für Tischgeschirr. Das ändert sich schlagartig, nachdem ihn seine Freundin "Puppe", nach einer durchzechten Nacht krankmeldet. Er verfällt ins Grübeln und fragt sich, was er eigentlich für Ziele und Wünsche hat und wie er sie erfüllen könnte. Sein Versuch einen Weltrekord im Dauerfernsehen aufzustellen, um im Guinnesbuch der Rekorde verewigt zu werden, scheitert kläglich und als er dann auch noch überraschend die Kündigung vom Chef erhält, wird es höchste Zeit, etwas zu ändern. Gemeinsam mit Puppe startet er zu einer Weltreise um neue Kräfte zu tanken für ein neues, besseres Leben. Sie starten in Mexico und erleben allerhand Abenteuer, bis Eddie schließlich durch eine Erkrankung ausgebremst wird. "Flucht aus Babylon" ist ein Buch, das ich mir höchstwahrscheinlich niemals selber gekauft hätte, da mich das Cover nicht so recht ansprach und ich hätte wohl aufgrund meines ersten Eindrucks auch nicht einen so interessanten und anspruchsvollen Roman erwartet. Aufmerksam wurde ich auf das Buch erst durch eine Rezensionsanfrage des Autors, und da die Meinungen der Leser durchweg positiv waren, wurde ich doch neugierig auf dieses Debüt. Eddie Springer war mir auf Anhieb sympathisch, da er herrlich chaotisch und spießig am Anfang der Geschichte wirkt. Er hängt in seinem Alltagstrott fest, ist unzufrieden mit seinem Job, der nicht mal eine richtige Berufsbezeichnung hat, und würde den meisten Menschen wohl nicht mal mehr auffallen auf offener Straße. "Hat sich das mütterliche Erbgut durchgesetzt, wird mein Haupthaar demnächst in den hellsten Grautönen schimmern. Und wenn ich wirklich Pech habe, teilt sich die Erbmasse zu meinen Ungunsten auf: vorne Ingo Apelt in Grau, hinten Zinedine Zidane. Da wurden seinerzeit bei der Manufaktur des Menschen folgenschwere Konstruktionsfehler begangen, für die jetzt Leute wie ich büßen müssen." (Seite 107) Die Geschichte ist in zwei große Teile unterteilt, die jeweils aus mehreren Kapiteln bestehen. Im ersten Teil lernen wir Eddie sowie seinen Alltag kennen und im zweiten geht es dann um die Weltreise, die ihren Anfang in Nordmexico nimmt, denn diese Stelle wählten sie zufällig per Fingerzeig auf einem Globus. Ich muss sagen, dass mir der zweite Teil der Geschichte insgesamt wesentlich besser gefiel als der erste, denn die ganze Reise (inklusive Hinflug) waren so realistisch beschrieben und zugleich durch die erlebten Missgeschicke humorvoller dargestellt als der gesamte erste Teil. Gerade am Anfang kamen mir einige Dinge etwas zu übertrieben und klischeehaft vor, sodass das weniger meinen Humor traf. Das änderte sich jedoch schlagartig als sich Eddie und "Puppe" auf Weltreise begeben. An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen, da ich mich schon sehr konzentrieren musste, immer wieder Sachen überlas und dann schließlich zurückblätterte und ein zweites Mal las. Da passierte oftmals innerhalb weniger Seiten so viel und gleichzeitig waren die Sätze lang und wortgewaltig geschrieben. Gespickt mit Eddies schrägen Gedankengängen, viel Ironie und Gesellschaftskritik fand ich das doch recht anspruchsvoll und musste viele kleinere Pausen beim Lesen einlegen. Die Geschichte endet mit einem Cliffhanger sowie dem Hinweis auf den zweiten Roman, was mich dann doch sehr freute, denn ich bin gespannt, was die beiden noch so alles erleben werden. Auch über "Puppe" würde ich gerne noch etwas mehr erfahren, da sie mir neben Eddie stellenweise etwas zu schlicht rüberkam. Mein Fazit: Auch wenn der Roman anfangs meinen Humor nicht so ganz traf, war ich über den zweiten Teil der Geschichte dann doch positiv überrascht. "Flucht aus Babylon" überzeugte mich letztenendes durch die aufregenden Reisebeschreibungen, bei denen man die Reiselust des Autors mehr als nachvollziehen konnte, sowie den außergewöhnlichen Schreibstil. Ich freue mich auf die Fortsetzung und empfehle euch, es einfach selbst zu lesen!

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  • Babylon und Eden

    Flucht aus Babylon
    Minje

    Minje

    Das Buch "Flucht aus Babylon" von Stefan Kämpfen erschien im August 2015. Es enthält 18 Kapitel sowie einen Prolog und eine Danksagung. Inhalt Eddie Springer führt ein 08/15 Leben als Angestellter. Aufgrund seiner überraschenden Kündigung muss er sich Gedanken machen über sein Leben. Er entschließt sich, gemeinsam mit seiner Freundin eine Weltreise zu machen. Diese startet in Mexiko. Meinung Flucht aus Babylon steht auf dem Titel. Direkt hinter dem Inhaltsverzeichnis lesen wir schon beinah das Gegenteil: "It´s a long road out of Eden". Das bringt zum Nachdenken. "Babylon-System oder kurz Babylon ist ein Ausdruck für das herrschende „westliche“ Gesellschaftssystem, das als korrupt und unterdrückend wahrgenommen wird. "(wikipedia) und Eden? Ist das Paradies! Dieser Gegensatz verdeutlicht, wo der Protagonist des Romans steht und wo er hinmöchte. Jedem Leser kann ich an dieser Stelle nur empfehlen, das Lied von den Eagles anzuhören und den Songtext in seiner Übersetzung zu lesen! Ausdruck: Der Autor hat eine klare Ausdrucksweise. Probleme wie Machtgier, Geldgier spricht er klar an. Demzufolge ist das Buch nicht nur 08/15 Roman, sondern enthält eine kräftige Prise Gesellschaftskritik. Ironie: Der Autor nimmt wirklich alles, was er kann, kräftig auf die Schippe. Ob es nun die Kollegen sind, die Vorgesetzten, oder Unbekannte, die er im Schwimmbad sieht. Meist war es ein Angriff auf die Lachmuskulatur. Das Lachen verging mir, als er sogar über Joyce Meyer schrieb. Erwartungshaltung: Man darf bei diesem Buch keinen der typischen 08/15 Romane erwarten. Es ist nicht so, dass du beim Lesen alles um dich herum vergisst und total eintauchst in eine fremde Welt. Das ermöglicht der Autor nicht, dass ist gar nicht sein Bestreben. Er holt dich immer wieder zurück in die Realität. Führt dir Situationen vor Augen, die du kennst. Entweder du kannst darüber lachen oder eben nicht. Fazit Wenn du einen schönen Roman lesen möchtest, der dich die Realität vergessen lässt, dann bist du hier an der falschen Adresse. Wenn du dir ein bisschne eigenständiges Denken bewahrt hast, wenn du bereit bist, Dinge zu überdenken, dann könnte dieses Buch für dich geeignet sein!

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    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    28. November 2015 um 08:44
    NiWa schreibt Klingt irgendwie interessant ...

    Dachte ich auch gerade