Stefan Kalbers

 3.5 Sterne bei 26 Bewertungen
Autor von Atmen, Ein wenig sterben und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Stefan Kalbers

Atmen

Atmen

 (19)
Erschienen am 25.08.2008
Ein wenig sterben

Ein wenig sterben

 (4)
Erschienen am 01.08.2009
Flecken

Flecken

 (2)
Erschienen am 01.02.2012
Notausgang

Notausgang

 (1)
Erschienen am 01.09.2013
Gefühle bewegen sich wie kleine Tiere

Gefühle bewegen sich wie kleine Tiere

 (0)
Erschienen am 28.11.2016
Fleisch

Fleisch

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Erschienen am 17.03.2014
Staub

Staub

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Neue Rezensionen zu Stefan Kalbers

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Rezension zu "Atmen" von Stefan Kalbers

Atmen von Stefan Kalbers
GothicQueenvor 5 Jahren

In diesem Buch geht es um den Wahnsinn "Leben". Der Protagonist des Buches scheitert mehr als einmal an diesem Irrsinn. Er fällt oft tief in den Drogensumpf, ist aber auch ohne Drogen nie glücklich. Die Einnahme der Drogen dient keineswegs als Rechtfertigung. Ob mit, oder ohne Drogen, die Hauptfigur schafft es nie aufzuatmen, und sagen zu können: "Das Leben ist schön". Eine wirkliche Hommage an die Hölle ist dieses Buch- so wie jedes Buch dieses kleinen Verlags. Das ist keine Schleichwerbung, aber es hat schon seinen Grund warum man Bücher von diesem Verlag so gut wie nie in öffentlichen Buchhandlungen findet. Wer gerne etwas Ausgefallenes haben will und mit diesem Main-Steam-Bestseller-Kram unzufrieden ist, sollte gerne mal zu diesem Buch (oder einem Anderen von diesem Verlag) greifen. Ein wirklich interessantes, lebensnahes Buch! 

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Rezension zu "Atmen" von Stefan Kalbers

Rezension zu "Atmen" von Stefan Kalbers
Medienjournalvor 6 Jahren

Atmen – Jemand muss atmen! hört sich spannend an, löst aber nicht wirklich die Versprechen ein, die die Werbetrommel zu geben bereit war.

Mehr gibt es unter:
http://medienjournal-blog.de/2012/06/review-atmen-jemand-muss-atmen-buch/

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Skys avatar

Rezension zu "Atmen" von Stefan Kalbers

Rezension zu "Atmen" von Stefan Kalbers
Skyvor 7 Jahren

Jemand muss atmen!
Sein Leben war schon immer ein einziger Trümmerhaufen. Eine Misere nach der anderen folgte im Leben und er schlich sich durch die Alltäglichkeit hindurch, rutsche einfach irgendwo rein und blieb dort, seinem eigenen Unglück entgegenfristend. Im Auto ist Fleisch, illegal besorgt, wer weiß schon woher und soll an den Mann gebracht werden. Gemeinsam mit Sergej hat er die Aufgabe die Sache zu erledigen, das Ding durchzuziehen. Doch während Sergej alles aushandelt und er Schmiere steht, fliegen sie auf und er drückt aufs Gas. Die Nacht ist kalt und undurchsichtig.
In der Badewanne seiner Wohung liegt der tote Sergej und muss forgeschafft werden... und irgendwie ist es nicht nur das einzige Problem.

In psychedelischen Bildern entwirft Stefan Kalbers einen Absturzroman über einen Verlierer, der nichts als verlieren kann. Er rutscht einfach in Dinge hinein, kommt nicht mehr heraus und scheint sich selbst zu drangsalieren, die Schlinge enger um seinen Hals zu ziehen, es selbst bemerkend und doch nicht ausweichend. Rauschend durch die Nächte, vorbeiziehend an Frauen und tiefbetroffener Schuld wabbert er durch seine Sphäre, durch sein Leben, welches er versucht aufrecht zu erhalten. Doch trotz aller Mühe, ist der Alltag für ihn kalt und herzlos, lässt nichts für ihn übrig, so dass er im Sumpf der Pillen zu ertrinken droht.
Durch einen stetigen Zeitwechsel zwischen verschiedenen Tagen und der Gegenwart, werden wir durch dunkele Betonklotzpoesie gepeitscht und lassen uns vom Chaos und der Zerrissenheit des Ich-Erzählers anstecken. Sein Weg im planlosen Rennen gegen sich selbst, beschreiten wir, und stoßen auf seinen Lebensweg als Krimineller, der Hoffnung durch die Liebe einer Frau und dem tristen Grau seiner kaputten Persönlichkeit. Man landet mitten im Irrsinn seiner Existenz, seines Kopfes und versucht durch den Irrgarten des alltäglichen Lebens Klarheit zu bekommen.
Verschlungen im Meer aus Drogen und stetigen Aufstehen um endlich ein Leben leben zu können, findet man sich in einem Verwirrspiel zwischen Realität, Absurdität und wahnhaften Vorstellungen, bei der die Grenzen verwischen.
Gefangen im Sog, liest man Seite und Seite und wird nicht mehr losgelassen, versinkt selbst zwischen dem Wahn und die Wirklichkeit, ist ergriffen, bestürzt, todtraurig, melancholisch, aggressiv, mordlustig, klein, leer und mündet schlussendlich in einer Pointe, die alles vorhergehende in den Schatten stellt. Zahnrad für Zahnrad bewegen sich und zuletzt sieht man die ganze böse Maschinerie, die einem Angst macht und erzittern lässt, so dass selbst das Atmen sich einstellt.

Fazit
"Atmen. Jemand muss atmen!" ist ein psychedelischer Roman, in dunkler Metaphorik gekleidet, mit nervenaufreibender Spannung und einem Höhepunktende. Atemberaubend, atemberaubend erschreckend und tiefsining. Ein Reise in die Welt einer gescheiterten Existenz.

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