Stefan Kalbers Atmen

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Inhaltsangabe zu „Atmen“ von Stefan Kalbers

«Atmen. Jemand muss atmen. Und ich weiß nicht wie viel Zeit mir noch bleibt. Jeden Tag mache ich weiter und beginne wieder von vorn. Aller Hoffnungslosigkeit zum Trotz. Ich weiß nicht, wovon andere Menschen träumen. Doch in meinen Träumen bewege ich mich stets durch ein dunkles, kaltes All. Geräuschlos, unfähig auch nur einen Laut von mir zu geben, gleiche ich einem leeren Gefäß, ohne Emotion, ohne einen klaren Gedanken in mir zu tragen. Es gibt nur das Bewusstsein dafür, anwesend zu sein, und meine Augen, an denen alles, was geblieben ist, vorüberzieht. Namenlose Planeten verglühen, schicken ihr Licht wie eine Botschaft durch den Raum. Empfänger unbekannt. Diesen Träumen liegt eine tiefe Sehnsucht nach Frieden und Ruhe zugrunde. Schicht um Schicht gilt es meine Einsamkeit aufzugraben, bis die Schaufel am Grund der Wahrheit zerbricht. Das Bild einer sich drehenden Erde, bläulich schimmernd in endloser Weite, bedeutet grenzenlose Freiheit für mich.»

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  • Atmen von Stefan Kalbers

    Atmen
    GothicQueen

    GothicQueen

    05. April 2014 um 12:46

    In diesem Buch geht es um den Wahnsinn "Leben". Der Protagonist des Buches scheitert mehr als einmal an diesem Irrsinn. Er fällt oft tief in den Drogensumpf, ist aber auch ohne Drogen nie glücklich. Die Einnahme der Drogen dient keineswegs als Rechtfertigung. Ob mit, oder ohne Drogen, die Hauptfigur schafft es nie aufzuatmen, und sagen zu können: "Das Leben ist schön". Eine wirkliche Hommage an die Hölle ist dieses Buch- so wie jedes Buch dieses kleinen Verlags. Das ist keine Schleichwerbung, aber es hat schon seinen Grund warum man Bücher von diesem Verlag so gut wie nie in öffentlichen Buchhandlungen findet. Wer gerne etwas Ausgefallenes haben will und mit diesem Main-Steam-Bestseller-Kram unzufrieden ist, sollte gerne mal zu diesem Buch (oder einem Anderen von diesem Verlag) greifen. Ein wirklich interessantes, lebensnahes Buch! 

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  • Rezension zu "Atmen" von Stefan Kalbers

    Atmen
    Medienjournal

    Medienjournal

    31. December 2012 um 03:16

    Atmen – Jemand muss atmen! hört sich spannend an, löst aber nicht wirklich die Versprechen ein, die die Werbetrommel zu geben bereit war.

    Mehr gibt es unter:
    http://medienjournal-blog.de/2012/06/review-atmen-jemand-muss-atmen-buch/

  • Rezension zu "Atmen" von Stefan Kalbers

    Atmen
    Sky

    Sky

    15. May 2012 um 14:33

    Jemand muss atmen! Sein Leben war schon immer ein einziger Trümmerhaufen. Eine Misere nach der anderen folgte im Leben und er schlich sich durch die Alltäglichkeit hindurch, rutsche einfach irgendwo rein und blieb dort, seinem eigenen Unglück entgegenfristend. Im Auto ist Fleisch, illegal besorgt, wer weiß schon woher und soll an den Mann gebracht werden. Gemeinsam mit Sergej hat er die Aufgabe die Sache zu erledigen, das Ding durchzuziehen. Doch während Sergej alles aushandelt und er Schmiere steht, fliegen sie auf und er drückt aufs Gas. Die Nacht ist kalt und undurchsichtig. In der Badewanne seiner Wohung liegt der tote Sergej und muss forgeschafft werden... und irgendwie ist es nicht nur das einzige Problem. In psychedelischen Bildern entwirft Stefan Kalbers einen Absturzroman über einen Verlierer, der nichts als verlieren kann. Er rutscht einfach in Dinge hinein, kommt nicht mehr heraus und scheint sich selbst zu drangsalieren, die Schlinge enger um seinen Hals zu ziehen, es selbst bemerkend und doch nicht ausweichend. Rauschend durch die Nächte, vorbeiziehend an Frauen und tiefbetroffener Schuld wabbert er durch seine Sphäre, durch sein Leben, welches er versucht aufrecht zu erhalten. Doch trotz aller Mühe, ist der Alltag für ihn kalt und herzlos, lässt nichts für ihn übrig, so dass er im Sumpf der Pillen zu ertrinken droht. Durch einen stetigen Zeitwechsel zwischen verschiedenen Tagen und der Gegenwart, werden wir durch dunkele Betonklotzpoesie gepeitscht und lassen uns vom Chaos und der Zerrissenheit des Ich-Erzählers anstecken. Sein Weg im planlosen Rennen gegen sich selbst, beschreiten wir, und stoßen auf seinen Lebensweg als Krimineller, der Hoffnung durch die Liebe einer Frau und dem tristen Grau seiner kaputten Persönlichkeit. Man landet mitten im Irrsinn seiner Existenz, seines Kopfes und versucht durch den Irrgarten des alltäglichen Lebens Klarheit zu bekommen. Verschlungen im Meer aus Drogen und stetigen Aufstehen um endlich ein Leben leben zu können, findet man sich in einem Verwirrspiel zwischen Realität, Absurdität und wahnhaften Vorstellungen, bei der die Grenzen verwischen. Gefangen im Sog, liest man Seite und Seite und wird nicht mehr losgelassen, versinkt selbst zwischen dem Wahn und die Wirklichkeit, ist ergriffen, bestürzt, todtraurig, melancholisch, aggressiv, mordlustig, klein, leer und mündet schlussendlich in einer Pointe, die alles vorhergehende in den Schatten stellt. Zahnrad für Zahnrad bewegen sich und zuletzt sieht man die ganze böse Maschinerie, die einem Angst macht und erzittern lässt, so dass selbst das Atmen sich einstellt. Fazit "Atmen. Jemand muss atmen!" ist ein psychedelischer Roman, in dunkler Metaphorik gekleidet, mit nervenaufreibender Spannung und einem Höhepunktende. Atemberaubend, atemberaubend erschreckend und tiefsining. Ein Reise in die Welt einer gescheiterten Existenz.

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  • Rezension zu "Atmen" von Stefan Kalbers

    Atmen
    MOROUGE

    MOROUGE

    12. June 2011 um 00:10

    Schreckliches Wirrwar. Vielleicht dachte sich der Autor etwas dabei, konnte es aber schlichtweg nicht in die Tat umsetzen. Erinnerte mich an einen Fünfte-Klasse-Aufsatz über die erlebten Ferien.
    Bitte Amazon, bringe ATMEN nie mehr in Verbindung mit Bernemann. Merci.

  • Rezension zu "Atmen" von Stefan Kalbers

    Atmen
    Schattenkaempferin

    Schattenkaempferin

    Dass der Alltag nicht immer ein Vergnügen und leicht zu ertragen ist, dürfte für niemanden etwas Neues sein. Doch was der Protagonist in diesem Buch durchmachen muss, liegt hart an der Grenze zum Wahnsinn. Ob die Drogen, die der Ich-Erzähler gleich zu Anfang des Buches einwirft, dafür verantwortlich sind oder ob es ganz einfach eine der vielen unschönen Nebenwirkungen des Lebens ist, muss jeder Leser selbst interpretieren. Mit unheimlich vielen ineinander verknüpften Spannungsbögen, die in Passagen der Gegenwart und kleine Rückblenden auf die eigentliche Geschichte unterteilt sind, schafft Kalbers mit Atmen eine lebendige Achterbahnfahrt durch die Hölle, die sich Leben nennt. Von einem kriminellen Job zum nächsten stolpernd findet sich der Protagonist in einer Spirale des Irrsinns wieder, die auch dann kein Ende nimmt, als er eine Frau kennen lernt, die das Licht am Ende des Tunnels bedeuten könnte. Er versucht zwar, die Chance auf Rettung wahrzunehmen, scheitert jedoch kläglich und fällt umso tiefer, zurück in den Strudel aus Angst, Wahnsinn, Kriminalität und Drogen. Mit 135 Seiten eigentlich viel zu wenig Platz für eine anständige Geschichte bietend, gehört dieses Buch zu denen, die man immer wieder lesen muss. Ein einmaliger Ausflug in die Abgründe des Protagonisten ist nicht ausreichend, um das Ausmaß von Murphy zu verstehen, das hier um sich greift. Die Darstellung eines Lebens, das sich nicht Leben nennen darf, verpackt in gemeine, aber doch auch irgendwie poetische Sätze, an deren Ende dann doch klar wird, dass es selbst zum Atmen nicht mehr reicht. Natürlich enthält auch dieses Buch als besonderes Gimmick wieder einige tolle Buchempfehlungen aus dem UBooks-Sortiment. Fazit: Eine Achterbahnfahrt, die mehr Tiefen als Höhen aufweist, aber sehr anschaulich darstellt, wie schnell man abrutschen kann, wenn man einen Augenblick lang unaufmerksam ist. Nichts für schwache Gemüter, aber immer eine Reise wert. Wertung: Handlung: 4/5 Charaktere: 4/5 Lesespaß: 4/5 Preis/Leistung: 4/5

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  • Rezension zu "Atmen" von Stefan Kalbers

    Atmen
    LostSymphony

    LostSymphony

    24. March 2010 um 18:32

    da ich oefters mal bei Amazon einkaufe und mir dort mehrere Buecher vom geliebten Dirk Bernemann gekauft habe, hat mir die Empfehlungen-Funktion von Amazon das Buch "Atmen" vorgeschlagen, weil es denen vom Dirk aehnlich waere. habe ich mir das Buch mal bestellt und an einem Tag durchgelesen. so dick ist es nun eh nicht, aber ich musste es auch einfach zu Ende lesen. man wird mitten hinein in das kaputte Leben des Protagonisten geschmissen und eiskalt mit der Wahrheit konfrontiert. es geht hauptsaechlich um Kriminalitaet, Drogen und Wahnsinn. Stefan Kalbers laesst seinen Protagonisten seine Geschichte erzaehlen. aber nicht so, wie das normalerweise ablaeuft. er wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, hat staendig Flashbacks und man erfaehrt auch nur alle Einzelheiten, wenn man das Buch bis zum Ende liest. und wenn man dachte, das waere schon alles gewesen, findet man doch im naechsten Kapitel noch etwas, was man nicht wusste. so findet der Protagonist zum Beispiel ploetzlich die Leiche seines Freundes in seiner Badewanne und es wird nicht wirklich klar, wann und warum er diesen getoetet hat. zu diesem ganzen Wahnsinn der Geschichte kommt der unbeschreibliche Schreibstil Kalbers'. ich will Dirk Bernemann und Stefan Kalbers keinesfalls vergleichen, denn das kann man gar nicht, aber sie haben beide den Schreibstil, den ich so liebe. alles in allem finde ich das Buch sehr lesenswert, auch wenn es nichts fuer schwache Nerven ist. bei der ganzen Dunkelheit gibt es ab und an mal ein paar Lichtblicke, aber der Protagonist versteht es, selbst diese auszuloeschen.

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