Stefan Kiesbye

 3.5 Sterne bei 81 Bewertungen
Autor von Hemmersmoor, Nebenan ein Mädchen und weiteren Büchern.

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Hemmersmoor

Hemmersmoor

 (63)
Erschienen am 21.02.2011
Nebenan ein Mädchen

Nebenan ein Mädchen

 (16)
Erschienen am 03.05.2010
Messer, Gabel, Schere, Licht

Messer, Gabel, Schere, Licht

 (2)
Erschienen am 21.02.2014
Fluchtpunkt Los Angeles

Fluchtpunkt Los Angeles

 (0)
Erschienen am 31.01.2015
Steroids

Steroids

 (0)
Erschienen am 19.10.2007
How Should Obesity Be Treated?

How Should Obesity Be Treated?

 (0)
Erschienen am 14.08.2009
How Should the U.S. Proceed in Afghanistan?

How Should the U.S. Proceed in Afghanistan?

 (0)
Erschienen am 17.07.2009
Can Busy Teens Succeed Academically?

Can Busy Teens Succeed Academically?

 (0)
Erschienen am 01.05.2009

Neue Rezensionen zu Stefan Kiesbye

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Xirxes avatar

Rezension zu "Hemmersmoor" von Stefan Kiesbye

Der alltägliche Horror, über den niemand spricht
Xirxevor 10 Monaten

Hemmersmoor, ein kleines Dorf im Teufelsmoor, irgendwann in den Fünfzigern des letzten Jahrhunderts. Urbanes Leben, wie es bereits in Hamburg oder Bremen teilweise schon damals stattfindet, scheint hier noch Lichtjahre entfernt. Noch immer beherrschen Aberglauben, Gewalt und Roheit den Alltag der Bewohner in einem Maße, wie man es sich für diese Zeit mitten in Deutschland kaum vorstellen kann. Davon erzählt dieses Buch über eine Spanne von ca. zehn Jahren, stets abwechselnd aus der Sicht mehrer BewohnerInnen, die zu jener Zeit Kinder und miteinander befreundet waren.
Es ist kein fortlaufender Roman mit einer kontinuierlich fortschreitenden Entwicklung; vielmehr könnte jeder Abschnitt auch für sich stehen, dessen 'Höhepunkt' meist Gewalt oder Tod darstellt. Chronologisch bauen diese Abschnitte aufeinander auf, aber es wird eher beiläufig auf die vorangegangenen Geschehnisse verwiesen bzw. eingegangen, sodass man eher nebenher erfährt, was tatsächlich geschah oder wie es endete.
Mir hat diese Form des Erzählens sehr gut gefallen, denn jede einzelne dieser Geschichten ist so unglaublich, entsetzlich und/oder haarsträubend, dass ich danach immer erst einmal eine Pause einlegte. Dass die Firnis unserer Zivilisation sehr dünn ist, zeigt sich ja stets wieder auf's Neue. Aber dass sie in manchen Teilen Deutschlands vor nicht einmal 70 Jahren praktisch nicht existierte, hat mich doch ziemlich entsetzt und mich nach jedem Abschnitt das Buch zuklappen lassen.
Ich weiß leider nicht, wieviel Realität tatsächlich in diesen Geschichten steckt, denn trotz längeren Suchens habe ich leider kein Interview mit dem Autor gefunden, in dem er darüber Auskunft gibt. So bleibt die Hoffnung, dass er vielleicht 'etwas' übertrieben hat bei seinen Erzählungen und die Menschen doch nicht so schlecht sind ;-) Auf jeden Fall ist das Buch eine schaurigschöne Lektüre.

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C

Rezension zu "Hemmersmoor" von Stefan Kiesbye

Hemmersmoor, der Eingang zur Hölle
CabotCovevor 3 Jahren

Da hat der Autor nicht übertrieben...

Ich ging ganz erwartungslos an das Buch heran und war absolut begeistert. So schnell hatte ich selten ein Buch gelesen !

Stephan Kiesbye´s Geschichte um vier Jugendfreunde, zwei Jungen und zwei Mädchen, in einem kleinen Dorf im norddeutschen Teufelsmoor, packt einen von der ersten Seite an und lässt einen auch nicht mehr aus seinen "Krallen". Man schwankt zwischen Entsetzen ob der grausamen Taten der Dorfbewohner und ungläubigem Staunen, das sowas überhaupt möglich ist und sie damit durchkommen. Kiesbye beleuchtet sehr detailliert menschliche Abgründe - manch anderer Autor hätte vielleicht an der einen oder anderen Stelle gezögert, aber Kiesbye schreibt schonungslos weiter, was allerdings auch den Reiz dieses Buches ausmacht.

Die Kapitel werden abwechselnd von einem der vier jungen Freunde erzählt und diese unterschiedlichen Wahrnehmungen und Charaktere geben dem Buch zusätzlich Würze, auch wenn es das bei einem einzigen Erzähler meiner Meinung auch absolut gehabt hätte.

Fazit: ein wenig brutal manchmal, nichts für Angsthasen, düster-dunkel, beklemmend, aber spannend und für mich absolut ein Buch, das viel mehr Leser verdient hat !

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A

Rezension zu "Hemmersmoor" von Stefan Kiesbye

Der Eingang zur Hölle, wahrlich...
AKRDvor 4 Jahren

Stephan Kiesbye erzählt mit „Hemmersmohr“ über das gleichnamige Dorf und bezeichnet dieses als „den Eingang zur Hölle“, was meines Erachtens nach nicht übertrieben ist, denn mit Inzest, Gewalt, Intrigen, Mord, „Hexenverfolgung“, Irrlichtern und Aberglauben ist so ziemlich alles dabei, was einen guten Krimi ausmacht.

 

Kiesbye nutzt abwechselnd verschiedenen Erzählperspektiven: Christian, Martin, Linde oder Anke, vier jungendliche Freunde, deren Schicksal miteinander verwoben ist, berichten von ihren Erlebnissen und Taten, was den Leser regelrecht strudelartig in dieses Dorf zieht, als sei man dabei gewesen. Man kann sich den Erzählungen der Protagonisten irgendwie einfach nicht entziehen, schildern sie auch noch so schreckliche Verfehlungen der Dorfbewohner.

Durch das Moor wirkt die Geschichte düster und atmosphärisch und der Autor schafft es, sich mit den ganz großen, amerikanischen Namen zu messen, die dieses Genre ja leider oft für sich beanspruchen.

 

Die Leseprobe hatte mich schon gefesselt, der ganze Roman hat mich nun überzeugt. Ich kann ihn gar nicht recht zusammenfassen, soviel geschieht in Hemmersmohr. Stefan Kiesbye schreibt offen und eingängig, man fühlt als Leser mit und kann Vieles nachvollziehen, da er bekannte und immer wieder auch in den Medien präsente Themen aufgreift und schonungslos schildert; uns quasi „den Spiegel vorhält“.

Und doch wirkt das Dorf Hemmermoor auch leicht weltfremd, man mag sich gar nicht recht vorstellen, dass es so ein Dorf geben könnte... Könnte es aber. Die verschworene Dorfgemeinschaft zumindestens kann ich mir auch in der heutigen Zeit ganz gut vorstellen.

 

Mein Urteil: ein sehr gutes und wirklich spannendes Buch - eine Mischung aus Krimi, Drama und Horrorroman, das absolut die Höchstpunktzahl verdient hat ! Ich hätte mir mehr als nur 206 Seiten gewünscht !

 

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