Stefan Klein

 3,9 Sterne bei 152 Bewertungen

Lebenslauf

Stefan Klein ist 1965 in München geboren. Bekannt geworden ist er als erfolgreicher Wissenschaftsautor der deutschen Sprache. Er studierte Physik und analytische Philosophie in München, Grenoble und Freiburg. Zusätzlich führte er einige Forschungen in der theoretischen Biophysik durch. Sein Interesse für das Schreiben fand er, weil er "die Menschen begeistern wollte für eine Wirklichkeit, die aufregender ist als jeder Krimi“. Mit seinem Bestseller „Die Glücksformel“ gelang Stefan Klein auch internationale Bekanntheit. Er schrieb weitere Bestseller, welche ebenfalls mehrfach ausgezeichnet und in 25 Sprachen übersetzt wurden. Stefan Klein arbeitete für das Zeit-Magazin als Vortragsredner und führte regelmäßig große Konversationen mit führenden Wissenschaftlern aus aller Welt. Stefan Klein ist mit der Wissenschaftsjournalistin Alexandra Rigos verheiratet. Zusammen haben die beiden drei Kinder.Er lebt als freier Schriftsteller mir seiner Familie in Berlin.

Alle Bücher von Stefan Klein

Cover des Buches Die Glücksformel (ISBN: 9783809438229)

Die Glücksformel

(38)
Erschienen am 19.03.2018
Cover des Buches Träume (ISBN: 9783596188017)

Träume

(17)
Erschienen am 27.04.2016
Cover des Buches Alles Zufall (ISBN: 9783596030835)

Alles Zufall

(17)
Erschienen am 23.07.2015
Cover des Buches Zeit - Der Stoff, aus dem das Leben ist (ISBN: 9783596521944)

Zeit - Der Stoff, aus dem das Leben ist

(14)
Erschienen am 22.08.2018
Cover des Buches Das All und das Nichts (ISBN: 9783596523276)

Das All und das Nichts

(10)
Erschienen am 26.10.2022
Cover des Buches Wir alle sind Sternenstaub (ISBN: 9783104032023)

Wir alle sind Sternenstaub

(5)
Erschienen am 06.06.2014
Cover des Buches Wie wir die Welt verändern (ISBN: 9783596035748)

Wie wir die Welt verändern

(4)
Erschienen am 26.06.2024

Neue Rezensionen zu Stefan Klein

Cover des Buches Der blaue Sommer (ISBN: 9783711721709)
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Rezension zu "Der blaue Sommer" von Stefan Klein

yellowdog
Die sechziger Jahre

Roman über einen kleinen, lebhaften Jungen, der Anfang der sechziger Jahre bei den Großeltern aufwächst. In Briefen der Eltern, die zwischen den Kapiteln geschoben sind, erfährt man, warum sie nicht zusammen gekommen sind. Tatsächlich bekommen beide durch die Briefe ein Profil, das man glaubt, sie kennen gelernt zu haben.

Der Roman hat Zeitkolorit, die vom Autor, der 1950 geboren ist, authentisch dargestellt wird.

Cover des Buches Der blaue Sommer (ISBN: 9783711721709)
shilos avatar

Rezension zu "Der blaue Sommer" von Stefan Klein

shilo
Ein Sommer, der Spuren hinterlässt

Simon zieht mit seiner Mutter in ein Dorf, in dem Zugezogene lange außen vor bleiben. Der Alltag ist ruhig, das Leben folgt festen Mustern.

Das Dorf ist wenig offen für Neues. Simon bleibt lange der Junge ohne Vater und damit ein Außenseiter. Halt findet er vor allem in der Freundschaft zu Proto. Bei ihm öffnet sich ein kleiner Blick in eine andere Welt, etwa durch den Fernseher, der mehr zeigt als das, was das Dorf bereithält. So beginnt Simon langsam, sich zurechtzufinden und seine Umgebung zu entdecken.

Die Zeit, in der die Geschichte spielt, zeigt sich im Alltag, in Gesprächen und in den Gewohnheiten der Menschen. Damit entsteht ein stimmiger Eindruck dieser Jahre.

Besonders auffällig ist der Schriftverkehr zwischen Simons Mutter, den Großeltern und dem Vater. Die Briefe sind knapp und sachlich. Dabei wird deutlich, dass Versäumnisse bestehen und wichtige Entscheidungen zu spät getroffen werden.

Der blaue Sommer verändert einiges für Simon. Ereignisse und Begegnungen führen dazu, dass sich Beziehungen verschieben und neue Einsichten entstehen. Einige Teile der Geschichte beruhen auf tatsächlichen Begebenheiten, andere sind frei erfunden.

Zurück bleibt ein nachdenkliches Lesegefühl. Kein Buch für schnelle Spannung, sondern für Leserinnen und Leser, die sich auf Beobachtungen, Zwischentöne und das stille Geschehen einlassen möchten.

5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die ruhige, ehrliche Romane über Kindheit, Herkunft und Verantwortung schätzen.

Cover des Buches Wie wir die Welt verändern (ISBN: 9783596035748)
Hubertus_Feldmanns avatar

Rezension zu "Wie wir die Welt verändern" von Stefan Klein

Hubertus_Feldmann
Vom Faustkeil zur KI

Was unterscheidet den modernen Menschen, Homo sapiens, von anderen Homo-Arten und den übrigen Lebewesen? Gibt es Verbindungen oder gar Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Lebewesen und warum hat sich gegebenenfalls gerade der Mensch zum „Weltenherrscher“ aufgeschwungen? Waren die dazu erforderlichen Schritte zwangsläufig oder waren doch eher Zufälle am Werk? Und letztendlich: Gibt es eine Grenze dieser Entwicklung oder befindet sich der Mensch in einer Sackgasse, aus der es kaum ein Entrinnen gibt?

Diesen und anderen Fragen geht der Physiker und Wissenschaftsautor Stefan Klein mit der gewohnten Präzision auf unterhaltsame Art nach. Es handelt sich insofern bei diesem Buch um eine gelungene populärwissenschaftliche Darstellung eines recht umfassenden Themas. Dabei gelingt es dem Autor aus der Fülle des derzeitigen Wissens die entscheidenden „Splitter“ so zusammenzuführen, dass sich ein stimmiges Bild ergibt. Dieses Bild erlaubt allerdings Freiräume für eigene Gedanken und der spannenden Fragen: Und was macht das alles mit mir?

Eine ganze Menge, denn als Teil einer inzwischen acht Milliarden Individuen umfassenden Art können wir uns der persönlichen Verantwortung nicht entziehen, denn der Mensch stellt durch sein egoistisches Handeln „seinen eigenen Fortbestand in Frage“ – und so resümiert der Autor im Schlusskapitel: „Von unseren Entscheidungen hängt ab, ob die Erde künftig noch von Menschen bewohnt werden kann – oder ob Homo sapiens selbst zu den vielen von Homo sapiens ausgerotteten Geschöpfen zählen wird […].“

Warum es so weit kommen konnte und welche Ursachen dieser Entwicklung zugrunde liegen wird hier von den Anfängen („vor mehr als 3,3 Millionen Jahren, als unsere Vorfahren lernten, wie man Steine zu Klingen behaut.“) bis in die Gegenwart dargestellt. Bei all den aktuelle drohenden Gefahren und Unwägbarkeiten bleibt nach dieser „kurzen Geschichte des menschlichen Geistes“ nicht nur ein Hoffnungsschimmer übrig. Auch wenn die KI uns in vielen Belangen überlegen scheint, so fehlt ihr doch ein entscheidender menschlicher Faktor: sein Gefühl. Denn zusammen mit den rationalen Aspekten unseres Handelns sind es die Gefühle, die uns von den Zwängen (dem ein Rechner durch seine Programmierung unterliegt) befreit, die uns die Freiheit verschaffen, „Absichten zu ändern“ und die es uns ermöglichen, sich mit Hilfe unserer Gedanken „zu neuen Horizonten aufzumachen“.

Wer dieses Buch gelesen hat, wird vieles verstehen, was uns als Menschen ausmacht und wird außerdem der Zukunft zumindest ein wenig optimistischer entgegensehen.

(30.5.2023)

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