Stefan Koldehoff

 4 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor von Kunst und Verbrechen, Falsche Bilder - Echtes Geld und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Stefan Koldehoff

Stefan Koldehoff, geboren 1967, ist Kulturredakteur beim Deutschlandfunk in Köln und schreibt unter anderem für Die Zeit und art - Das Kunstmagazin. 2008 wurde er für seine investigativen Recherchen mit dem puk-Journalistenpreis ausgezeichnet. 2012 veröffentlichte er gemeinsam mit Tobias Timm Falsche Bilder, echtes Geld zum Fall Beltracchi. Das Buch wurde mit dem Prix Annette Giacometti und dem Otto-Brenner-Preis ausgezeichnet. Zudem erschien bei Galiani Die Bilder sind unter uns. Das Geschäft mit der NS-Raubkunst und der Fall Gurlitt (2014) und Ich und Van Gogh. Bilder, Sammler und ihre abenteuerlichen Geschichten (2015).

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Stefan Koldehoff

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Cover des Buches Kunst und Verbrechen9783869711768

Kunst und Verbrechen

 (5)
Erschienen am 05.03.2020
Cover des Buches Falsche Bilder - Echtes Geld9783462045093

Falsche Bilder - Echtes Geld

 (2)
Erschienen am 20.06.2013
Cover des Buches Die Bilder sind unter uns9783462308129

Die Bilder sind unter uns

 (1)
Erschienen am 08.03.2014
Cover des Buches Frieder Burda.9783832193614

Frieder Burda.

 (1)
Erschienen am 14.04.2011
Cover des Buches Der van Gogh-Coup9783038500643

Der van Gogh-Coup

 (1)
Erschienen am 01.10.2019
Cover des Buches Vincent van Gogh9783499506208

Vincent van Gogh

 (2)
Erschienen am 01.02.2003
Cover des Buches Van Gogh9783832172671

Van Gogh

 (1)
Erschienen am 02.02.2003
Cover des Buches O-Ton Pina Bausch9783038500216

O-Ton Pina Bausch

 (1)
Erschienen am 29.02.2016

Neue Rezensionen zu Stefan Koldehoff

Neu

Rezension zu "Kunst und Verbrechen" von Stefan Koldehoff

Der Wert der Kunst (Rezi-Ex)
EvyHeartvor einem Monat

Nach dem Ende dieses Buches war Kunst für mich wertlos geworden. Was bedeutet "Picasso", wenn es nur darum geht, möglichst viel Geld damit zu machen? Wie kann man für Millionen Dollar ein Ölbild kaufen und mit derselben Summe tausende Menschen versorgen? In welchem Verhältnis stehen Farbe, Leinwand und Emotionen zu den Preisen, die gezahlt werden? Und überhaupt: Haben diese Künstler tatsächlich "bessere" Werke geschaffen als ihre Weggefährten, die weniger berühmt sind?

"Kunst und Verbrechen" behandelt ein spannendes Thema und es übt zurecht Kritik am Kunstbetrieb. Für mich als Laie war es aber zu detailverliebt, um das große Ganze überblicken zu können.

Worum geht es?

Anhand mehrerer, sehr ausführlicher, Beispiele zeigen die Autoren, wie Betrug im Kunstbetrieb funktioniert - es geht um Fälschungen, aber auch um Geldwäsche und die Systeme, die dahinter stecken.

Was hat mir gefallen?


Die Überschriften der Kapitel sind aussagekräftig und das Team behandelt das Thema breit gefächert. Es geht weniger um spannende Geschichten der Fälscher als um die Leute, die Geld damit machen - Sammler, die unter ihren Häusern Privatmuseen betreiben, Museen, denen im Zweifel die Herkunft ihrer Werke egal ist und Künstler, die schon zu Lebzeiten gefälscht wurden und bei denen wohl nie eindeutig geklärt werden kann, welche Werke echt sind, weil sie nicht unterschrieben sind oder nicht zeitlich eingeordnet werden können. Und natürlich geht es um spekakuläre Kunstdiebstähle. Und um die Frage, wie unterschiedlich die Echtheit von Kunst bewertet wird.

Außerdem fand ich den Schreibstil gut lesbar und ich habe vieles verstanden.

Was hat mir nicht gefallen?

Das Buch enthält sehr, sehr viele Details und ich hatte das Gefühl, nicht voranzukommen. Mir fehlt ein Überblick über das Ganze, ich hatte Probleme, das jeweilige Prinzip zu verstehen, die Akteure und den Geldfluss zu erkennen. Manchmal wäre ein Schema gut gewesen.

Fazit

"Kunst und Verbrechen" ist ein liebevoll recherchiertes Buch, von dem mir leider nicht viel hängengeblieben ist, weil es zuviele Kenntnisse vorausgesetzt hat.

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Rezension zu "Kunst und Verbrechen" von Stefan Koldehoff

Raubkunst und Kunstraub - ein einträgliches Geschäft
Bellis-Perennisvor einem Monat

Das Autoren-Duo, die Kunstexperten Stefan Koldhoff und Tobias Timm. nehmen sich in diesem Buch eines brisanten Themas an: Kunst & Verbrechen. 

Sie geben in folgenden Kapitel einen Überblick über Kunstdiebstähle, Geldwäsche, Fälschungen und folgen den Spuren so mancher kriminellen Organisation. Dass Kunstraub keine Erfindung des 20. Jahrhunderts ist, wird ebenfalls dargestellt. 

  • Licht und Schatten - ein Vorwort
  • Kapitel 1 - Gestohlen, geraubt, entführt
  • Kapitel 2 - Das Verschwinden des Originals
  • Kapitel 3 - die zerstörte Kulturgeschichte
  • Kapitel 4 - Wenn Diktatoren sammeln
  • Kapitel 5 - Kunstanlage als Betrug
  • Kapitel 6 - Schmutziges Geld und saubere Kunst
  • Und die Konsequenten? 

Die Autoren gehen allerdings nicht nur mit den Räubern und/oder Fälschern hart ins Gericht, sondern vor allem mit deren Auftraggebern. Seien es Diktatoren, die auf „Kunstsinnig“ machen und daher leichte Beute für Kriminelle werden oder jene Neureiche, die ihr Einkommen gerne an der Steuer vorbei gewinnbringend anlegen wollen. 

Dort wo viel Geld im Spiel ist, weil es leicht zu bekommen ist, ist das organisierte Verbrechen nicht weit. Nur so lange Menschen gewillt sind, so aberwitzige Summen für Kunst zu bezahlen, wird sie herbeigeschafft. Allerdings habe ich für die Leute, die um viel Geld einer Fälschung aufgesessen sind, kein Mitleid. Man könnte Vermögen auch anderwertig ausgeben - für mehr Bildung oder Forschung. 

Die Autoren sprechen echten oder selbst ernannten Sachverständigen nicht von der Schuld frei, mit aberwitzigen Summen für echte oder vermeintlich echte Kunstgegenstände zu jonglieren. Auch Galeristen, Kunsthändler und/oder Museumsdirektoren bekommen ihr Fett ab. 

Die Autoren berichten über die spektakulärsten Kriminalfälle und prangern die oft sehr laxen Sicherheitsvorkehrungen in (staatlichen) Museen an. Manchmal wirkt die Aufzählung der Fälle ein wenig unstrukturiert. Das macht aber das Buch nicht weniger spannend. 

Nach „Selbstporträt“ (Wolfgang und Helene Beltracchi) und „Der Nazi und der Kunstfälscher“ (Edward Dolnick) mein drittes Buch über Kunstraub bzw. Fälschungen in kurzer Zeit. 

Fazit: 

Raubkunst und Kunstraub - ein weitverzweigtes Business, dem schwer beizukommen ist. Gerne gebe ich hier 5 Sterne. 

 

 

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Rezension zu "Kunst und Verbrechen" von Stefan Koldehoff

Evtl. etwas für Einsteiger.
Wedmavor einem Monat

Das Thema ist gewissenmaßen ein Dauerbrenner, also wollte ich genauer schauen, was dieses Buch bietet.

Vor allem breit gefächerte Themenvielfalt zeichnet dieses Werk aus: Vom Raub von Mona Lisa Anfang des 20 Jh. über den Handel mit gut gemachen Kopien, die als Originale verkauft werden, etwas über den Handel mit den illegal gewonnenen antiken Gegenständen, auch etwas über den Handel mit Devotionalien aus dem 2.ten Weltkrieg usw. bis zu den „Zehn Fragen zur Befreiung der Kunst“ zum Schluss, die sich Händler und Sammler stellen sollten, bevor sie ein Geschäft tätigen, alles ist dabei.

Und gerade hier liegt der Punktus Knacktus. Schon nach den ersten Kapiteln entstand der Eindruck von etwas willkürlich Zusammengewürfeltem. Das Ganze erschien wie ein Sammelsurium von diversen Beiträgen, die, mit Überschriften versehen, und den 6 Kapiteln untergeordnet, zu einem Buch zusammengefasst wurden. Die damit einhergehende Oberflächlichkeit tat den Rest und killte mein Interesse an diesem Werk komplett. Ein Blick in „Dank“ am Ende des Werkes bestätigte diese Vermutung. Es sind die Beiträge, die die Autoren für verschiedene Medien in den letzten Jahren geschrieben haben, ein wenig überarbeitet.

Fazit: Als interessierter Einsteiger kann man es lesen. In gewohnter journalistischer Schreibe verfasst, mit Unmengen von Zahlen versehen, bietet es quasi ein wenig von allem.

Ich habe etwas anderes erwartet, vor allem, was die Herangehensweise an das Verfassen des Buches angeht. Mehr Tiefe hätte es schon vertragen können.

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