Stefan Krücken Wellenbrecher

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Inhaltsangabe zu „Wellenbrecher“ von Stefan Krücken

28 Kapitäne erzählen in »Wellenbrecher« die Geschichte ihres Lebens. Ihre Erlebnisse sind voller Romantik, Fernweh und oft auch von höchster Dramatik. Mit wilden Stürmen, gefährlichen Piraten oder skrupellosen Gangstern mussten die Seeleute fertigwerden. Und mit ihrer Einsamkeit und der Verzweiflung, wenn das Meer einem Schiff den Tod brachte. Ob Krakenkampf oder Möwenangriff, Elbsturm oder Tsunami, Stangentanz oder Terrorangst – »Wellenbrecher« ist authentisches, mitreißend erzähltes Abenteuer in Reinform und »Lektüre, die zur Demut auffordert« (Berliner Morgenpost).
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  • Ein wunderbares Buch, auch für Landratten

    Wellenbrecher
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    24. July 2013 um 23:38

    Gefangene Riesenkraken, Fahren durch Tsunamis, überstandene Raketenangriffe, Hurrikans und Taifune, verlorene und wiedergeholte Anker, eine amerikanische Kreuzfahrt in die UdSSR – alles Seemannsgarn? Mitnichten. Die in diesem Buch versammelten Erlebnisse von Kapitänen sind wahr. Die hier geschilderten Kriegsfahrten, Handelsfahrten, Forschungsreisen und Kreuzfahrten auf Flüssen und allen Weltmeeren mögen sich voneinander unterscheiden, aber eines haben sie alle gemeinsam: Jedes Schiff ist der Unvorhersehbarkeit des Wetters ausgeliefert. Der Alltag an Bord kann abenteuerlich sein, wie diese Geschichten zeigen. In den Erzählungen wird jedoch auch deutlich, wie viel sich in der Arbeitswelt der Seeleute geändert hat, und das nicht zum Besseren. Von der früheren Eigenständigkeit der Kapitäne, die diesen Beruf so beliebt bei freiheitsliebenden Persönlichkeiten gemacht hat, ist zu Zeiten von GPS und ständiger Computerüberwachung durch die Reederei nicht viel übrig geblieben. Das größte Problem ist die Ausflaggung der Schiffe, die auf Kosten der Qualität und der Sicherheit geht, denn unter Billigflagge sind die Anforderungen an die Ausbildung der Crew niedriger. Zusammen mit den Sprachschwierigkeiten ist das eine gefährliche Angelegenheit. Wann auch immer die Politik sich in die Seefahrt einmischt, wird es schwierig bis gefährlich. Ob nun zunehmende Kriminalität und Gewalt im Hafen von Lomé, Togo, oder ein Besuch Ulbrichts in Rostock, Politikoffiziere auf DDR-Schiffen oder Terrorverdacht wegen Pfeil und Bogen, zu häufig braucht es eine gehörige Portion Glück, um den menschengemachten Gefahren zu trotzen. Eigentlich müsste man dieses Buch bei Regen und Sturm lesen, aber auch bei herrlichem Sonnenwetter habe ich es verschlungen. Die Geschichten sind gut geschrieben und spannend erzählt, und sie geben einen guten Überblick über das Leben und Arbeiten auf unterschiedlichen Schiffen und Gewässern. Besonders hervorheben möchte ich die tolle Ausstattung und Gestaltung des Buchs. Für Landratten ist ein Glossar mit Seemannsbegriffen angefügt, und auf einer Weltkarte ist verzeichnet, wo genau die Geschichten spielen. Und falls noch jemand ein Argument braucht, warum „echte“ Bücher besser sind als eBooks, ist dieses Buch ein hervorragendes Beispiel: Leineneinband mit eingeprägtem Ankerherz-Logo! Festes, glattes Papier! Fadenheftung! Farbfotos! Angenehmes Schriftbild! Tolles Layout! Dies ist ein wunderbares Buch für alle, die das Meer und die Seefahrt lieben, egal, ob sie selbst zur See gefahren sind oder nicht!

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