Stefan Kutzenberger

 4,4 Sterne bei 34 Bewertungen
Autor*in von Die Liste der Lebenden, Kilometer null und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Stefan Kutzenberger, geb. 1971 in Linz, studierte in Wien, Buenos Aires, Lissabon und London und lebt als Schriftsteller, Kurator und Literaturwissenschaftler in Wien. Zahlreiche Publikationen und Präsentationen zu Autofiktion, Kunst und Kultur in Wien um 1900 und zur literarischen Wechselbeziehung zwischen der europäischen und der lateinamerikanischen Literatur. Seit 1996 vielfältige internationale Kunstprojekte. 2018 erschien der Debütroman »Friedinger«, 2020 »Jokerman«, und im Frühjahr 2022 wird sein dritter Roman »Kilometer null« erscheinen.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Die Liste der Lebenden (ISBN: 9783711721679)

Die Liste der Lebenden

(23)
Neu erschienen am 11.03.2026 als Gebundenes Buch bei Picus Verlag.

Alle Bücher von Stefan Kutzenberger

Cover des Buches Die Liste der Lebenden (ISBN: 9783711721679)

Die Liste der Lebenden

(23)
Erschienen am 11.03.2026
Cover des Buches Friedinger (ISBN: 9783552063648)

Friedinger

(3)
Erschienen am 19.02.2018
Cover des Buches Kilometer null (ISBN: 9783827014412)

Kilometer null

(3)
Erschienen am 31.03.2022
Cover des Buches Das Literatur-Quiz (ISBN: 9783990013359)

Das Literatur-Quiz

(2)
Erschienen am 21.09.2019
Cover des Buches Jokerman (ISBN: 9783827014245)

Jokerman

(2)
Erschienen am 03.08.2020
Cover des Buches Jokerman (ISBN: 9783969830628)

Jokerman

(1)
Erschienen am 01.12.2021

Neue Rezensionen zu Stefan Kutzenberger

Cover des Buches Die Liste der Lebenden (ISBN: 9783711721679)
oceanlovers avatar

Rezension zu "Die Liste der Lebenden" von Stefan Kutzenberger

oceanlover
Wundervoller (Brief-)Roman

Der Untergang der Austria 1858, die (Brief-)Freundschaft von Henriette Wulff und Hans Christian Andersen und all´ die Leben dazwischen - noch nie habe ich Briefe so atemlos gelesen; was für ein gelungen erzählter, aufwühlender und fragil schöner Roman!


Zur vollständigen Rezension: https://oceanlove--r.blogspot.com/2026/04/die-liste-der-lebenden.html


Dieses Buch habe ich, glaube ich, in einer Vorschau gesehen - wahrgenommen und den Klappentext gelesen, habe ich dann erst auf der Leipziger Buchmesse. Und was für ein Volltreffer! Schiffsunglück und Hans Christian Andersen? Call me in.

Ich hatte beim Reinblättern auf der Messe gesehen, dass das Buch aus Briefen besteht - mir war jedoch nicht bewusst gewesen, dass die ganze Geschichte in Briefform erzählt wird. Und was für wunderschöne, berührende, aufwühlende Briefe voller Leidenschaft! Durch den Wechsel zwischen Jette und Hans Christian bleibt die Spannung auch bis zur letzten Seite aufrecht erhalten - wer überlebt diese Katastrophe, was geschah wirklich? Ich habe dieses Buch wie im Rausch durchgelesen, immer noch eine Seite, noch ein Brief; nicht umsonst ist es kapitellos als Gedankenstrom geschrieben.

Und wow, was für eine grandiose Wendung am Ende, das habe ich überhaupt nicht kommen gesehen und auch dieses Spiel mit mir als Leserin, wer von den beiden die Briefe gerade wirklich sachreibt; was Realität und was Fiktion ist... ich liebs!

Überhaupt, der Schreibstil! In den Briefen klingt so viel Emotion mit und alles ist so wunderschön formuliert, so lebendig und poetisch zugleich; wie der Ton zwischen jammernd und jauchzend, wehmütig und dankbar schwankt, zwischen Ereignisbericht und innerem Monolog, Reflektion über das (eigene) Leben... Wortgewaltig!

Erfreut hat mich auch, dass Stefan Kutzenberger eine historische Einordnung, ein Nachwort geschrieben hat - was für eine starke Frau Henriette Wulff doch war! Und überhaupt, die weiblichen Figuren des Buches glänzen und sind so wunderbar geschrieben.

Cover des Buches Die Liste der Lebenden (ISBN: 9783711721679)
A

Rezension zu "Die Liste der Lebenden" von Stefan Kutzenberger

Alexandra_Rehak
Zwischen Liebe und Freundschaft

          Rezension zu "Die Liste der Lebenden" von Stefan Kutzenberger

Eine Schiffskatastrophe im Jahr 1858. Die Szene in die wir auf der ersten Seite des Buchs hinein katapultiert werden, deckt sich mit der Abbildung am Umschlag. Das hat mir gleich gut gefallen.
Henriette Wulff treibt auf einer Tür, mitten am Meer, mit Blick auf die Trümmer des Dampfschiffs "Austria". Dem sicheren Tod nahe, drehen sich ihre Gedanken darum, dass sie (wenn auch nur im Kopf) einen letzten langen Brief an ihren geliebten Freund, den berühmten Hans Christian Andersen, schreiben möchte.
So werden wir Zeug:innen eines Auszugs der Briefwechsel zwischen den beiden - denn parallel dazu erfährt Hans Christian Andersen von dem Schiffsunglück und bangt um das Leben seiner besten Freundin.

Ganz wunderbar umspielt der Autor die verschiedenen Ausprägungen der Liebe zwischen Henriette und Hans Christian. Nichts wird direkt angesprochen (auch wenn die Protagonist:innen das beteuern), aber zwischen den Zeilen eh alles gesagt. Ich glaube, dass Henriette sogar nur wegen der unerfüllten Liebe zu Hans Christian nach Amerika auswandern wollte. Denn nichts ist schlimmer als einer geliebten Person ganz nah zu sein und gleichzeitig zu wissen, dass man nie zu ihr gehören wird.

Doch auch Andersen hat seine Gründe, warum er sich Henriette nicht hingeben konnte. Er selbst ist in Wahrheit ein Gefangener in einer Zelle, die er sich selbst gebaut hat.

Jede Zeile in den Briefen bringt uns der Gefühlswelt der Liebenden näher und näher und wir fühlen mit ihnen den Schmerz, die Unsicherheit, die Sehnsucht, die Wut und die Verzweiflung.

Der verspielte, jugendlich anmutende Stil des Buchsdeckt sich mit dem Design des Umschlags. Dennoch passt die Sprache auch zur damaligen Zeit. Ein lustiger Spagat, den der Autor hier schafft. So könnte man mehr geschichtliche Ereignisse nahbarer für ein breites Publikum machen!
Denn diese Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit und die näheren Umstände werden vom Autor auch am Ende des Buchs erläutert.

Obwohl es um das Thema unerfüllte Liebe geht, wird der Text nie zu schwer und belastend.
Daher trotz der eigentlich harten Kost fast schon ein Feel-Good-Roman, bei dem man auch oft schmunzeln darf.

Cover des Buches Die Liste der Lebenden (ISBN: 9783711721679)
R

Rezension zu "Die Liste der Lebenden" von Stefan Kutzenberger

RobinBook
Beeindruckende Lektüre mit überraschender Wendung

Stefan Kutzenbergers 208-seitiger Roman "Die Liste der Lebenden" behandelt die Freundschaft zwischen dem dänischen Autor Hans Christian Andersen und Henriette Wulff, Tochter eines dänischen Admirals, welche sich mit dem Ziel Amerika auf dem Auswandererschiff "Austria" befindet, als es am 13. September 1858 mit über 500 Menschen an Bord in Brand gerät und sinkt. Alle namentlich genannten Personen sind historisch; das Ereignis geht als die "größte Schifffahrtskatastrophe des 19. Jahrhunderts" in die Geschichte ein. 

Schon in meiner Kindheit liebte ich Andersens - wenn auch oft traurigen - Märchen wie beispielsweise "Die kleine Meerjungfrau", "Das hässliche Entlein", "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern" und "Die Schneekönigin".

Sowohl die Buchbeschreibung als auch die 24 Seiten umfassende Leseprobe weckten rasch mein Interesse, Thema, Schreibstil und Cover sprachen mich an, verbreiten sie doch eine zu Andersen gut passende Melancholie. 

Deshalb war ich auf mein Exemplar des im Picus Verlag seit dem 11. 03. 2026 unter der ISBN 978-3-7117-2167-9 erhältlichen Buches sehr gespannt.

Und ich wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil, sondern angenehm überrascht, denn das Buch war zwar etwas anders als erwartet, aber in sich stimmig. Natürlich kann der "Geniestreich" hier nicht verraten werden, nur soviel: Trotz des traurigen Hintergrundes ein vielschichtig gezeichnetes und sehr berührendes Leseerlebnis!

        

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