Stefan Kuzmany Das können Sie glauben!

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Inhaltsangabe zu „Das können Sie glauben!“ von Stefan Kuzmany

Glauben Sie? Oder würden Sie gerne glauben, wissen aber nicht, an was? Dann haben Sie Glück. Denn heute kann sich jeder seinen Glauben aussuchen. Was früher undenkbar gewesen wäre, sich nämlich für eine neue Glaubensrichtung zu entscheiden, ist heute fast an der Tagesordnung. Stefan Kuzmany schlägt eine Schneise in die verwirrende Vielfalt der Konfessionen und testet die verschiedenen Religionen und Heilsversprechen, angefangen mit der „Klassik-Linie Abraham“: Judentum, Christentum und Islam. Er lässt sich die Aufnahmerituale und die Aussichten für das Dies- und Jenseits erläutern, spricht mit Konvertierten und Geistlichen über die Pros und Contras und macht auch vor eher praktischen Fragen nicht halt: Welche Regeln müssen Sie befolgen? Welche Konsequenzen hat Ihre Wahl für Ihr soziales Umfeld? Und welche Religion verfügt über das beste Jenseits, die schönsten Pilgerorte und die hübschesten Accessoires? Alles, was Sie wissen müssen, um erfolgreich zu konvertieren. Es ist Ihre Entscheidung. Sie müssen nur daran glauben. »Wer sich auf den erfrischend ironischen Stil von Stefan Kuzmany einlässt, lernt allerhand und sieht die wunderbare Welt mit anderen Augen.« Stuttgarter Nachrichte n

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  • Rezension zu "Das können Sie glauben!" von Stefan Kuzmany

    Das können Sie glauben!
    _xmgta_

    _xmgta_

    19. February 2012 um 10:31

    Schon vor der Lektüre muss jedem klar sein, dass dieser "Ratgeber" keineswegs ernst gemeint ist. Es geht nicht darum Religionen gegeneinander abzuwägen oder zu bewerten, sondern um eine ironische und witzige Trivialisierung von religiösen Versprechen und Vorgängen. Meiner Meinung nach beginnt Kuzmany mit dem Kapitel über den Islam und z.T. auch noch mit dem Abschnitt über das Christentum stark. Der erste Teil des Buches ist zum einen erfrischend witzig, bringt den Leser zum Schmunzeln und ist zum anderen aber auch teilweise informativ. Danach folgt ein etwas träges und sperriges Kapitel über das Judentum und ein vollkommen langweiliges und unverständlich dargestelltes Kapitel über den Buddhismus. Zum Ende hin, mit Scientology und diversen kleineren Religionen und Ideologien im Schlussteil läuft Kuzmany wieder zu Höchstform auf und gibt dem Ganzen einen versöhnlichen Abschluss. Insgesamt ein durchaus lesenswertes Buch mit einigen witzigen Passagen, generell habe ich mir aber mehr erwartet...

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  • Rezension zu "Das können Sie glauben!" von Stefan Kuzmany

    Das können Sie glauben!
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    14. November 2011 um 14:19

    Ein religiöser Selbstversuch Spiritualität ist „in“, Religion durchaus von Bedeutung, wenn auch nicht unbedingt in den tradierten und konfessionell verfassten Formen. Eine ganze Reihe von Neuerschienungen des zu Ende gehenden Jahres haben sich diesem Thema zugewandt, einige betrachtend, andere, wie auch dieses von Stefan Kuzmany, unter „Einbringung der eigenen Person“. So macht sich Stefan Kuzmany auf, im „Dschungel der Religionen“ ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen und die verschiedenen Religionen (und deren Heilsversprechen) zu testen. Frei nach dem Motto aus der Feuerzangenbowle, „da stellen wir uns einmal ganz dumm“, lässt sich Kuzmany von den diversen Religionen „aufklären“. Heraus kommt ein Buch mit durchaus persönlich gehaltener Note, verfasst in einem leicht und eingängig zu lesendem Stil mit einer gehörigen Portion Ironie (ohne dabei ins Zynische abzugleiten, was schon eine Kunst ist im Tenor des Buches). Wer schon das erste Kapitel zum Islam untertitelt mit „Her mit den Jungfrauen“, der stellt einerseits klar, dass er die entsprechenden Stellen des Koran kennt (und vorbringt), durchaus aber das zwinkernde Auge nicht vergisst. Im Verlauf der Lektüre kann so manches Mal der Eindruck einer Satire, zumindest aber der deutlichen Kritik an den weltlichen Ausformulierungen des zu Grunde liegenden Heilsversprechens aufkommen. Und das sicher nicht vom Autor ungewollt. Auch wenn sich der ein oder die andere Würdenträger/in vielleicht an solcher Ironie stören könnte, für das Leseerlebnis ist diese gehörige Portion Humor nur förderlich und, seien wir ehrlich, eine ganze Reihe äußerst merkwürdig anmutender Regeln und Verssprechen ist allen dargestellten Religionen eigen. Empfohlen sei die hier die Betrachtung des christlichen Zungenredens im Buch unter vielen anderen Merkwürdigkeiten, die dargeboten werden. Eigenheiten, auf denen Kuzmany nicht ständig herumtrampelt, die aber dennoch ständig vom Rande her mit einfließen. Was Wunder bei einem Autor, der von sich sagt: „Im Lauf der Jahre verlor ich meinen Glauben“. Was sicherlich für das Anliegen des Buches auch seine negativen Auswüchse nach sich zieht. Denn neben den vielen, vielen unglaubwürdigen, merkwürdigen, gar peinlichen Ausformungen dessen, was Menschen sich unter Religion im Lauf der Jahrtausende vorgestellt haben und noch vorstellen, fällt so der „spirituelle Kern“, oder, anders gesagt, ein durchaus ernst zu nehmendes und ebenfalls seit Jahrtausenden vorhandenes Bedürfnis des Menschen, die Transzendenz zu einer höheren Kraft hin, ein wenig einfach unter den Tisch. Nur in kleinren Nebensätzen wird erkennbar, dass hinter all der humorvoll verpackten Kritik an den verfassten Religionen ein „Mehr“ schlummern könnte“. Wenn die Email im „Namen des höheren Wesens, dass wir alle verehren“ Kuzmany doch auf eine andere, treffendere Spur führen könnte. Ansonsten findet sich um Buch durchaus dem Eingeweihten zwar altbekanntes, dem neugierigen Leser aber durchaus auch fundiert nahe gebrachte, neue Informationen. Biographisches zu Mohammed, zu seinem Großvater, dem Hüter von Zamzam und zur Entstehungsgeschichte des „schwarzen Steines“ und damit der Kaaba in Mekka finden sich ebenso, wie die Eckpfeiler des Islam. Judentum, Christentum und Buddhismus komplettieren im überwiegenden Teil des Buches den Blick auf die „klassischen Weltreligionen“. Dankenswerterweise geht Kuzmany mit ebensolcher distanzierter (und damit entlarvender) Ironie auch an Scientology heran. Gut, dass die Ehefrau des, nach dem Besuch der Scientology Zentrale, sich bereits als allmächtig fühlenden „Journalisten-Gottes“ diesen umgehend wieder zu erden versteht. Im quasi Schnelldurchlauf werden dann, im letzten Kapitel noch einige andere, kleinere, neuere Heilsversprechen betrachtet (und bewertet). Alles in allem bildet das Buch eher eine „Religionssatire“, dies aber auf gut informiertem Boden. Sprachlich flüssig und ironisch gut zu lesen, bildet Kuzmany die Kernaussagen und die Geschichte der vier Weltreligionen in Teilen durchaus fundiert ab, legt den Fokus aber deutlich auf den unglaubwürdigen, merkwürdigen und dadurch bestens zu persiflierenden Teil der besprochenen Religionen. Das, was an ernstzunehmendem Kern vielleicht doch zu finden wäre, fällt weitgehend durch den Rost der Ironie. Als Religionskritik auf humorige Art wunderbar und informativ zu lesen, im Sinne einer differenzierten Darstellung eher weniger umgesetzt.

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