Stefan Lamboury Geiselnahme

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Inhaltsangabe zu „Geiselnahme“ von Stefan Lamboury

Jack verliert seinen Job als Busfahrer, daraufhin entführt er einen Schulbus und nimmt die anwesenden Kinder sowie den Fahrer als Geisel. Er fordert 1,5.000.000, € und einen Fluchtwagen, ansonsten müssen die Kinder sterben.
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  • Von einem, der auszog, um Autor zu werden ...

    Geiselnahme

    Kerstin66

    28. May 2017 um 20:42

    Aufgrund der Leseprobe wusste ich, worauf ich mich bei diesem „Buch“ einlasse. Unfreiwillige Komik trifft auf mangelnde Rechtschreib- und Grammatikkenntnisse. Der Schreibstil liest sich wie von einem Viertklässler, der ab und an einen belanglosen Fernsehkrimi schauen darf. Dennoch wollte ich sehen, ob es dem „Autor“ gelingt, diesen Vorgeschmack bis zum bitteren Ende durchzuziehen. Was soll ich sagen, eigentlich hätte er 5 Sterne verdient, denn mein erster Eindruck wurde sogar noch um Längen übertroffen.   Die Geschichte ist so schnell erzählt, wie das „Buch“ auch endet – schnell und vor allem sehr abrupt. Ich habe vielleicht maximal eine Viertelstunde benötigt, dann war der „Lesegenuss“ auch schon vorbei. Eigentlich saß ich schulterzuckend da und fragte: „Wie jetzt? Das war es schon?“ Ich muss gestehen, selten habe ich so herzlich gelacht, wie bei dieser Kurzgeschichte. Ein unfreiwilliger Gag jagt den nächsten. Bereits der Beginn ist der Knaller. Jack (der Entführer) schaut auf die Uhr, es war 8:37 Uhr und er wusste, dass der Schulbus bald eintreffen müsste. Dabei sieht er einen roten Mercedes, der im weiteren Verlauf eine riesige Rolle spielen würde: nämlich KEINE! Egal, zurück zu Jack. Der Bus kommt und ein erneuter Blick auf die Uhr sagt ihm, dass es 7:34 Uhr ist. Was???? Ist es doch kein Thriller. Sind wir in Hogwards gelandet und er hat den Zeitumdreher von Hermine am Handgelenk? Hmm – egal, gehen wir also zurück zum Bus und zu Jack.   Auszug aus dem „Buch“ inklusive aller Fehler (nachzulesen in der Leseprobe):   Jack folgte ihnen. Er stürmte in den Bus, zog eine Pistole und rief: „Bleibt alle ganz ruhig, hey Busfahrer fahr los. Schön die Straße runter mach schon oder soll ich ein paar Kinder erschießen?“   Huh – voll dramatisch, oder? Diesen Spannungsbogen hält der „Autor“ ebenfalls bis zum Schluss konstant durch. Es ist beeindruckend. Genauso beeindruckend wie die nächste Szene, nachdem er den Kindern eindrucksvoll gesagt hatte, sie sollen aufhören zu heulen und zu schreien.   Auszug aus dem „Buch“:   „Jetzt zu dir Busfahrer. Ich will das du deine Zentrale verständigst, hast du verstanden?“ Der Busfahrer griff zum Funkgerät. „Zentrale kommen hier spricht der Bus 722 kommen Ende.“   Okay, sprechende Busse, wir müssen in Hogwards sein ... oder auch in „Die Seiten der Welt“, nur dass hier nicht die Buchstaben ein Eigenleben haben, sondern die Satzzeichen. Vermutlich findet irgendwo gerade eine heiße Kommaparty statt, anders kann ich mir das Fehlen dieser nicht erklären. Weiter geht es mit einem Auszug aus dem „Buch“:   Jack riss dem Busfahrer das Funkgerät aus der Hand und sagte:“Sie hören mir jetzt genau zu, verstanden? Ich habe hier knapp 15 Kinder in meiner Gewalt. Ich will, dass Sie Ihren Vorgesetzten ans Funkgerät holen verstanden? Und zwar ein bisschen plötzlich wenn ich bitten darf.“   Knapp 15 Kinder? Also 14,5 Kinder oder doch eher 14 ¾ Kinder? Egal, aber der Kidnapper ist höflich und wahrt die Umgangsformen.   Ganz ehrlich, dieser unglaubliche Schreibstil zieht sich so durch das gesamte Werk. Und immer wieder ist Zauberei im Spiel. Seine Forderung, einen schwarzen Mercedes mit abgedunkelten Scheiben zu organisieren, fällt den Beamten unglaublich schwer. Es ist ja auch nicht einfach, in Deutschland einen schwarzen Mercedes zu finden. Dafür scheint es ein Leichtes zu sein, der Lösegeldforderung von 1,5 Mio Euro nachzukommen, denn hier wurde nichts von Schwierigkeiten geäußert. Dass der dann doch gefundene Mercedes im Laufe der Geschichte zu einem BMW wird, scheint hierbei nicht ins Gewicht zu fallen, na immerhin ist er schwarz. Wobei, ein paar Seiten später ist es dann doch der gewünschte Mercedes. Hat der „Autor“ etwa Alzheimer? Dann tut es mir sehr leid, denn dann kann er nichts dafür, dass er auf sage und schreibe 19 Seiten so viele Ungereimtheiten hat.   Mein Fazit: Ich habe diese 99 Cent gern ausgegeben. Ich hätte mir im Leben nicht vorstellen können, dass man derartig schlecht schreiben kann. Und auch wenn mein Herz mangels richtiger Rechtschreibung und Grammatik geblutet hat (das wird der Thrillereffekt gewesen sein!), so war es unglaublich komisch.   Sicher werde ich kein weiteres Werk dieses Autors lesen, denn die Leseproben sagen wahrlich genug aus. Dennoch bin ich mir nicht sicher, ob ich ihm raten würde, lieber aufzuhören oder doch weiterzumachen. Zum Beispiel als Autorenclown oder als abschreckendes Beispiel, wie man es auf gar keinen Fall machen sollte.

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