Stefan Lehnberg Durch Nacht und Wind

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Inhaltsangabe zu „Durch Nacht und Wind“ von Stefan Lehnberg

Der Großherzog von N. ist zutiefst beunruhigt. Er hat einen Brief erhalten, in dem behauptet wird, dass ein Smaragdring, der sich in seinem Besitz befindet, mit einem alten Fluch beladen sey. Dieser soll unfehlbar den Tod seines Besitzers herbeiführen. Goethe und Schiller werden zur Hülfe gerufen ... Anna Amalia, die Mutter von Weimars Regenten Carl August, bittet Goethe und Schiller, den Großherzog, der mit seiner Familie im Lustschloss Belvedere bey Weimar untergebracht ist, aufzusuchen. Sie sollen ihn davon überzeugen, dass die Geschichte mit dem Fluch Unfug sey und er sich keine Sorgen machen müsse. Da der Großherzog sich als höchst unsympathisch erweist, beschließen Goethe und Schiller, ihn in seiner Angst noch zu bestärken. Doch in selbiger Nacht verstirbt der Großherzog. Die Umstände sind der Art, dass weder eine natürliche Todesursache, noch Mord oder Selbstmord in Frage kommen. Eine unmögliche Situation. Goethe und Schiller werden gebeten, die Angelegenheit discret zu untersuchen.

Ein sprachlich auffallendes, kriminalistisches Meisterwerk

— lesemaedel
lesemaedel

Ein überaus unterhaltsamer Krimi im Stile der Zeit, der eine Fortsetzung verdient hat.

— seschat
seschat

Wer gerne außergewöhnliche Krimis im Stile der Sherlock Holmes Romane liest, kann hier bedenkenlos zugreifen.

— Flaventus
Flaventus

Wunderbar wie Goethe und Schiller hier einen auf Sherlock Holmes und Dr. Watson machen. Unbedingt lessen!!!

— Nil
Nil

Goethe und Schiller ermitteln a la Sherlock Holmes und Dr. Watson im Falle eines verfluchten Ringes, der seinem Träger den Tod bringt.

— niknak
niknak

Begeisternd

— Sabine_Hartmann
Sabine_Hartmann

Ein muss für alle Fans der Weimarer Klassik und Sherlock Holmes

— LillianMcCarthy
LillianMcCarthy

Ein wundervoll gestaltetes Büchlein. Durch die große Diskrepanz zwischen Gestaltung und (eigenem) Inhalt überzeugt es mich leider nicht.

— jaylinn
jaylinn

Für mich war dieses Buch nicht nur sehr anstrengend zu lesen,sondern die Geschichte leider nicht viel mehr als ein Sherlock Holmes-Abklatsch

— StMoonlight
StMoonlight

Launige Hommage an Sherlock und Watson - mit den Klassikgrößen Goethe und Schiller in den Hauptrollen.

— Bibliomarie
Bibliomarie

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  • Ein Fluch, zwei Tote und mittendrin der Geheimrat Goethe und sein Freund Schiller

    Durch Nacht und Wind
    lesemaedel

    lesemaedel

    02. June 2017 um 19:59

    Ein neuer Liebling der ins Regal gehört. Ein äußerliches und sprachlich-inhaltliches Meisterwerk. Der Autor zieht die "Nostalgienote" bis  zum Ende durch: kleines Leinenformat, große Kapitelanfänge, sprachliche und schriftliche Eigenheiten der Zeit. Vom menschlichen her bin ich kein GoetheFreund, aber in dem Buch war er mir sehr sympatisch. (oh, und fluchen konnte der Herr Geheimrat vortrefflich: " Er ist ein scheißiger Dummkopf. " Seite 145)Sehr nett ist auch die persönliche Anrede Schillers an uns Leser.Und am wichtigsten ist natürlich nur eine Frage: Was hat es mit dem Fluch um den Smaragdring auf sich.Dies wird mein Lieblingsgeschenk für 2017- egal ob, Krimi- oder LiteraturFan Goethe & Schiller muss ins Regal.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2017

    LovelyBooks Spezial
    kubine

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2017 und endet am 31.12.2017. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.11.2016 bis 31.12.2017 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2017 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2017 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: https://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2017-1400569386/ glanzente war wieder so lieb, und hat eine Liste mit Neuauflagen angelegt, die auch nach und nach ergänzt wird. Ihr findet sie hier: https://www.lovelybooks.de/thema/Neuauflagen-f%C3%BCr-die-Challenge-Krimi-gegen-Thriller-2017-1404878384/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Team Krimi:1. Postbote (2. Mercado)3. dorli 4. Bambisusuu 5. funny1 6. ChattysBuecherblog 7. faanie 8. hasirasi2 9. Lesezeichen16 10. janaka 11. buecherwurm1310 12. mabuerele 13. ChrischiD 14. mistellor 15. sommerlese 16. Bellis-Perennis 17. Katjuschka 18. danielamariaursula 19. claudi-1963 20. Michicorn 21. Wildpony 22. Wedma 23. Leserin71 24. clary999 25. saku 26. Barbara62 27. DaniB83 28. Caroas 29. Shanna1512 30. Traubenbaer 31. TheRavenking 32. Sabine_Hartmann 33. Schalkefan 34. Athene10077635. sophie20636. leaphelina37.Gelesene Bücher Januar: 21 Bücher Gelesene Bücher Februar: 69 BücherGelesene Bücher März: 68 BücherGelesene Bücher April: 92Gelesene Bücher Mai: 96Zwischenstand: 346 BücherTeam Thriller:1. BeaSurbeck 2. calimero8169 3. lenicool11 4. glanzente 5. wortgewand 6. zusteffi 7. BookfantasyXY 8. KruemelGizmo 9. Jisbon 10. Floh 11. marpije 12. melanie1984 13. Janosch79 14. Steffi1611 15. Argentumverde 16. Thrillerlady 17. MelE 18. Sarlis 19. Brixia 20. MeiLingArt 21. Luzi92 22. katrin297 23. Lisa0312 24. Insider2199 25. Landbiene 26. lesebiene27 27. MissRichardParker 28. Joolte 29. Inibini 30. svenskaflicka 31. ScheckTina 32. Schluesselblume 33. LunaLuo 34. Luischen2002 35. fredhel 36. kalestra 37. Katharina99 38. Meteorit39. Gelesene Bücher Januar: 29 Bücher Gelesene Bücher Februar: 41 BücherGelesene Bücher März: 35 BücherGelesene Bücher April: 30Gelesene Bücher Mai: 36Zwischenstand: 171 Bücher

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  • Ein kongeniales Ermittlerduo

    Durch Nacht und Wind
    seschat

    seschat

    02. May 2017 um 14:32

    INHALTWir schreiben das Jahr 1797. Die beiden Dichtergrößen Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller ermitteln in einem Mordfall. Der Großherzog von N. wurde tot in seinem Schloss aufgefunden und von einem verfluchten Ring ist die Rede. Nun gilt es, das Verbrechen aufzuklären und an Verdächtigen mangelt es nicht - für Goethe und Schiller eine mehr als willkommene Abwechslung vom Literatenalltag...MEINUNGStefan Lehnbergs historischer Kriminalroman "Durch Nacht und Wind" reißt den Leser ab der ersten Zeile mit, was vor allem am kongenialen Ermittlerduo liegt. Goethe und Schiller sind nicht nur große Geistesgrößen des 18. und 19. Jahrhunderts, sondern auch enge Freunde. Man bewundert einander und disputiert vortrefflich gern miteinander; persönliche Frotzeleien inklusive. Da gerät der eigentliche Kriminalfall schnell in den Hintergrund. Doch zu unrecht, denn die Verbrechersuche ist alles andere als leicht und hält im Stile von Sherlock Holmes allerhand Fallstricke und überraschende Wendungen bereit. Kurzum, der Faktor Spannung wurde nicht vernachlässigt. So erleben die beiden Hobbyermittler einige zeittypische Abenteuer, angefangen von einer Ballonfahrt bis zu einem Pistolenduell. Langweilig ist der Plot somit auf keinen Fall. Zudem hat sich der Autor viel Mühe mit der authentischen Ausgestaltung von Handlungsorten (Weimar, Erfurt, Nürnberg) und -zeit gegeben. Infolge kann der Leser problemlos in die damalige Lebenswelt eintauchen. Doch Lehnberg leistet noch mehr, er schreibt sogar im Stile der Zeit, was altertümliche Schreibweisen von Wörtern wie "bey" und "seyn" belegen. Dadurch schafft er eine wunderbar harmonische Melange aus Fiktion und Wirklichkeit. Vor allem über die Spleens (frühes Aufstehen, verfaulte Äpfel etc.) und z. T. ausweglosen Situationen der beiden Titelhelden konnte ich mich herrlich amüsieren. Lehnberg zeigt damit, dass Krimis rund um Goethe und Schiller durchaus witzig sein können. Besonders Friedrich Schiller, der in die Rolle des Erzählers und spitzfindigen Beobachters schlüpft, hatte sofort mein Leserherz erobert. Aber auch der nimmermüde wie blitzgescheite Goethe belebte die Handlung.FAZITEin überaus unterhaltsamer Krimi im Stile der Zeit, der eine Fortsetzung verdient hat und darüber hinaus Lust macht, mal wieder die Schriften der "Weimarer Klassik" in die Hand zu nehmen.

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  • Gut geschriebener Krimi im Stile von Sherlock Holmes

    Durch Nacht und Wind
    Flaventus

    Flaventus

    21. April 2017 um 08:23

    Im Grunde genommen ist das Buch "Durch Nacht und Wind" ein gewöhnlicher Krimi. Der sich aber allein schon der Aufmachung und des Titels wegen als etwas besonderes ankündigt. Schiller schreibt auf, was er selbst und sein Freund Johann Wolfgang von Goethe 1797 erlebt haben. Selbstredend ist das Geschehene bisher noch nirgends veröffentlicht und diese Aufzeichnung Schillers bis heute unbekannt gewesen. Die beiden Freunde (die sich tatsächlich gekannt haben und tatsächlich auch zusammen Werke veröffentlicht haben) haben sich als Kriminalisten in bester Sherlock Holmes Manier verdingt. Story Ich vergleiche das Duo deshalb mit Sherlock Holmes, weil der Fall, zu dem sie zu Rat gezogen werden, durchaus ungewöhnlich ist und anfangs auf übernatürliche Einflüsse zurückzuführen scheint. Ebenso wie viele Fälle, die Holmes und Watson zu lösen hatten. Neu ist die Story nicht, aber dadurch nicht gleich schlecht. Hin und wieder vielleicht vorhersehbar und natürlich ein bisschen konstruiert. Allerdings würde ich niemanden das Buch allein deshalb empfehlen, weil es eine gute Handlung zu erzählen weiß.  Auch wenn die ein oder andere Wendung den Spannungsbogen aufrecht zu halten vermag, so ist es doch die Schreibweise, die das Buch erst lesenswert macht. Stil Der Erzählstil ist ein bisschen altertümlich, aber natürlich nicht in Althochdeutsch geschrieben. Die heutigen Leser sollen ja auch noch etwas verstehen. Ich fand den Stil, dass das Altertümliche angedeutet wurde, ohne aber gänzlich darin aufzugehen, sehr passend zum Gesamteindruck des Buches. Das Buch selbst ist relativ kompakt geschrieben, so dass es ohne Probleme möglich ist, dieses an einem Wochenende zu beenden, ohne dass der Sprachstil einen darin hindern würde. Zusätzlich existieren sehr viele Kapitel, die manche Seite nicht so geschwärzt zurücklassen, so dass in Summe vermutlich noch weniger Seiten zusammen kommen. Es ist klar, dass die Charaktere bei diesem Umfang nicht ganz so exakt bis ins kleinste Detail ausgearbeitet wurden. Gerade die Figuren der Hauptprotagonisten hätte man ein bisschen mehr ausarbeiten können, zumal es nicht unbedingt zur Geltung kommt, dass hier zwei große Schriftsteller die Ermittlungen aufgenommen haben. Nur an manchen Stellen wird hier Bezug zu genommen, so dass die beiden zuweilen auswechselbar erscheinen. Fazit Wer gerne außergewöhnliche Krimis im Stile der Sherlock Holmes Romane liest, kann hier bedenkenlos zugreifen. In einem interessanten Sprachstil wird eine wendungsreiche, wenn auch hin und wieder konstruierte Geschichte erzählt, die es durchaus vermag, den Leser an die Seiten zu binden. Der Leser nehme sich am Besten ein Wochenende, um diese Geschichte ganz gepflegt in einem Rutsch durchzulesen.Diese Rezi findet sich auch auf meinem Blog.

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  • Rasant, unterhaltsam auf gelungene niveauvolle Art

    Durch Nacht und Wind
    Nil

    Nil

    18. April 2017 um 12:30

    Darauf muss man erst einmal kommen! In diesem feinen kleinen Buch treten Goethe und Schiller als Detektiv-Duo auf, eine Art deutscher und früher Sherlock Holmes mit Dr. Watson. Stefan Lehnberg hat in seinem kriminalistischen Werk „Durch die Nacht und Wind" diese wunderbare Idee toll umgesetzt. Goethe und Schiller werden von einem Großherzog auf sein Anwesen geholt, da der Großherzog zutiefst beunruhigt ist, er erhielt ein Schreiben in dem ihm offenbart wird ein Smaragdring in seinem Besitz sei verflucht! Natürlich gibt es Tote, natürlich wollen Goethe und Schiller das ganze aufdecken und natürlich schaffen es die beiden auch. Stefan Lehnberg spielt nicht nur mit den historischen Gegebenheiten sondern auch vortrefflich mit der Sprache. Da das ganze wie eine Dokumentation aus der Feder von Schiller scheinen soll, ist es zunächst Gewöhnungsbedürftig in die Sprache einzutauchen, aber wenn man einmal drin ist, legt man das Buch nicht mehr zur Seite. Witzig auch die alt wirkende Schreibweise an der einen oder anderen Stelle wie ‚sey‘ statt ‚sei‘ oder ‚Thüre‘ statt ‚Türe‘. Für alle Kenner und Liebhaber von Goethe und Schiller sind auch die Referenzen auf Werke und Theaterstücke reizend eingebaut. Meine Lobeshymne gilt bei diesem feinen Bändchen auch dem Verlag, denn der Band ist sehr schön gestaltet ohne Schutzumschlag, gleich in das Leinen geprägt. Auch schön leicht und ein guter Seitenaufbau. Fazit: Toll! Ich kann es nur empfehlen. Es ist rasant, unterhaltsam auf gelungene niveauvolle Art und Weise!

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  • Leserunde zu "Durch Nacht und Wind" von Stefan Lehnberg

    Durch Nacht und Wind
    Klett-Cotta_Verlag

    Klett-Cotta_Verlag

    Tropen präsentiert in diesem Frühling das scurrilste Ermittlerduo seit Sherlock Holmes und Dr. Watson! Friedrich Schiller schrieb die criminialistischen Werke seines Freundes Johann Wolfgang von Goethe nieder und ihr bekommt die Möglichkeit diese lang unentdeckt gebliebenen Aufzeichnung in dieser Leserunde zu schmökern! HIER GEHT ES ZUR LESEPROBE Der verfluchte Smaragdring Der Großherzog von N. ist zutiefst beunruhigt. Er hat einen Brief erhalten, in dem behauptet wird, dass ein Smaragdring, der sich in seinem Besitz befindet, mit einem alten Fluch beladen sey. Dieser soll unfehlbar den Tod seines Besitzers herbeiführen. Goethe und Schiller werden zur Hülfe gerufen ... Anna Amalia, die Mutter von Weimars Regenten Carl August, bittet Goethe und Schiller, den Großherzog, der mit seiner Familie im Lustschloss Belvedere bey Weimar untergebracht ist, aufzusuchen. Sie sollen ihn davon überzeugen, dass die Geschichte mit dem Fluch Unfug sey und er sich keine Sorgen machen müsse. Da der Großherzog sich als höchst unsympathisch erweist, beschließen Goethe und Schiller, ihn in seiner Angst noch zu bestärken. Doch in selbiger Nacht verstirbt der Großherzog. Die Umstände sind der Art, dass weder eine natürliche Todesursache, noch Mord oder Selbstmord in Frage kommen. Eine unmögliche Situation. Goethe und Schiller werden gebeten, die Angelegenheit discret zu untersuchen.

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    • 271
  • Ein verfluchter Smaragdring - oder steckt mehr dahinter?

    Durch Nacht und Wind
    niknak

    niknak

    17. April 2017 um 10:32

    Inhalt:Der Großherzog von N. ist zutiefst beunruhigt. Er hat einen Brief erhalten, in dem behauptet wird, dass ein Smaragdring, der sich in seinem Besitz befindet, mit einem alten Fluch beladen sei. Dieser soll unfehlbar den Tod des Besitzers herbeiführen.Goethe und Schiller werden zu Hilfe gerufen und sollen den Fall möglichst diskret untersuchen.Mein Kommentar:Der Autor Stefan Lehnberg hat einen angenehmen Schreibstil und die Seiten / Kapitel lassen sich sehr leicht und schnell lesen. Es sind recht kurze Kapitel, sodass man meist etwas mehr liest, als man eigentlich will, da sie teilweise nur eine oder wenige Seiten lang sind.Die Schreibweise hat der Autor an die damalige Zeit angepasst. Die Geschichte spielt im Jahre 1797. Man muss ein paar Seiten lesen und dann hat man sich an diesen etwas ungewöhnlichen Schreibstil angepasst und er stört keinesfalls den Lesefluss. Er ist sogar recht interessant zu lesen, da man sich wirklich in die damalige Zeit versetzt fühlt. So wird statt sei immer sey geschrieben oder Thüre statt Türe. Trotzdem liest sich die Geschichte sehr schnell und flüssig.Als Leser bekommt man einiges über die beiden Ermittler mit, die im Sinne von Sherlock Holmes und Dr. Watson agieren. Es gibt sehr viele Parallelen zwischen den beiden Ermittlerduos, was ich sehr interessant fand. Außerdem gibt es einige Anspielungen auf Stücke, welche Goethe und Schiller selbst geschrieben haben. Wenn man sich in dieser Zeit ein wenig auskennt, versteht man auch die einzelnen Anspielungen. Ansonsten wird es schwierig, aber das Buch lässt sich auch ohne diese Vorkenntnisse sehr leicht lesen, obwohl einem dann eventuell ein paar Stellen zum Schmunzeln verborgen bleiben.Es gibt auch Anspielungen auf die damalige Zeit in der Geisterglaube und wissenschaftliche Auseinandersetzungen oft sehr stark aneinander parallten. Dies wird in diesem Buch auch sehr deutlich gezeigt.Das Buch konnte mit einigen unerwarteten Wendungen aufwarten, welche die Geschichte immer wieder in eine andere Richtung lenkten, sodass es nie langweilig wurde und der Leser immer wieder aufs Neue überrascht wurde. Auch das Ende war so nicht vorhersehbar, wodurch die Spannung bis zum Schluss aufrecht erhalten wurde.Mein Fazit:Ein wirklich spannender Krimi, welcher in der Zeit von Goethe und Schiller spielt und den Leser in die damalige Zeit eintauchen lässt. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass es eine Fortsetzung dieses Buches geben könnte.Ganz liebe Grüße,Niknak

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  • Begeisternd

    Durch Nacht und Wind
    Sabine_Hartmann

    Sabine_Hartmann

    12. April 2017 um 15:42

    Stefan Lehnbergs Ich-Erzähler ist Friedrich Schiller, der – ganz im Stile Watsons – Goethe begleitet, der einen mysteriösen Todesfall klären soll. Großherzog N. besitzt einen äußerst wertvollen Smaragdring. Nun erhielt er von Professor Kranigk die Nachricht, dass dieser mit einem Fluch beladen sei. Prompt stirbt der Großherzog. Seine Leiche wird erdrosselt in einer von innen verschlossenen Truhe gefunden. Goethe und Schiller können nicht glauben, dass er sich allein erwürgt hat. Doch es bleibt nicht bei dieser einen Leiche. Was hat der Bräutigam der Prinzessin damit zu tun? Wer schleicht nachts durch den Park? Warum verwest die Leiche des Großherzogs trotz eisiger Kälte so rasant? Schiller und Goethe haben einiges herauszufinden und das tun sie mit Nonchalance, Sprachwitz und fundierten Kenntnissen. Hinzu kommt eine ganz und gar unglaubliche Sprache, die sehr an Goethes Tonalität erinnert, auch durch die „angepasste“ Rechtschreibung sehr an alte Zeiten erinnert. Trotzdem lässt sie sich sehr leicht lesen, mindert die Spannung nicht im Geringsten. Das Format des Buches (ca. 12 x 19 cm) liegt angenehm in der Hand, der dunkelblaue Leinenumschlag mit dem weißen Druck darauf, lässt es wie ein etwas älteres Buch wirken. Ich mochte die Erzählhaltung, den Sprachwitz der beiden großen Dichter, die im Text versteckten, zahlreichen Informationsdetails aus der damaligen Zeit und die doch recht komplexe Lösung des Falles. Ohne hier zu viel verraten zu wollen, der Diebstahl des Ballons erscheint mit übertrieben, obwohl ich natürlich verstehen kann, was den Autor dazu getrieben/verlockt hat. Mir war`s zu viel. Trotzdem würde ich ihn lesen, wenn die beiden Ermittler in einem zweiten Fall unterwegs wären.

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  • Ein Muss für Klassikerfans

    Durch Nacht und Wind
    LillianMcCarthy

    LillianMcCarthy

    09. April 2017 um 18:12

    Meine Meinung: Ich bin ein großer Fan der Weimarer Klassik und habe mein Herz außerdem an die Sherlock Holmes Geschichten verloren. Dieses Buch ist ein Retelling der Sherlock Holmes Geschichten mit Goethe in der Rolle von Sherlock und Schiller in der Rolle von Watson. Für mch klang das vor dem Lesen nach einer gelungenen Mischung und ich war gespannt, was mir das Buch bringen würde. Mein größtes Bedenken war die Schrift, die schon im Klappentext leicht altertümlich anmutet und sich auch durch das ganze Buch ziehen soll. Sprachlich war das Buch allerdings sehr gut zu lesen. Ich weiß nicht, ob dies daran liegt, dass ich durch mein Studium mehr Erfahrung, beispielsweise im Lesen von Klassikern, habe oder ob es allgemein sehr angenehm zu lesen ist. Gestört hat es mich keinesfalls und hat sogar sehr zur Atmosphäre beigetragen. Direkt zu Beginn werden Goethe und Schiller in einen scheinbar mysteriösen Fall hineingezogen, bei dem es nicht mit rechten Dingen zugeht. Die geschieht mit vielen Verweisen aus das Leben und die Werke der beiden Dichter und war für Kenner so sehr unterhaltsam. Aber auch der Fall hielt viele Fragen bereit, die sich im Verlaufe des Buches lösen würden. Dies geschieht am Ende mit einer tollen und nur dezent geahnten Wendung und konnte mich damit sehr überraschen. Sowohl Goethe als auch Schiller sind sehr skurril dargestellt. Es passte jedoch perfekt zu dem Wissen, das ich über die beiden hatte und ich habe sie direkt ins Herz geschlossen du ihre historischen Vorbilder noch mehr lieben gelernt. Die Story hatte jedoch nicht nur viele Einflüsse der Weimarer Klassik sondern auch auf den Sherlock Holmes Geschichten. Ich fühlte mich für den Großteil des Buches somit pudelwohl in der Geschichte und habe sie besonders als Literaturstudentin sehr genossen. Es gibt jedoch einen großen Kritikpunkt, der mich so sehr gestört hat, dass er zu Punktabzug geführt hat. Gegen Beginn des letzten Drittels gab es eine Reihe von Szenen, die mehr einem amerikanischem Actionfilm aus Hollywood glichen, als einer Mischung aus Goethe, Schiller und Sherlock Holmes. Es gab Verfolgungsjagden, die nichts mehr mit der Realität zu tun haben und unnötige Spannung wurde erzeugt, die letztendlich überhaupt keinen Sinn hatte. Auch die Auflösung vor der eigentlichen Auflösung, in die die ganze Actionszene mündete wirkte zu einfach und sehr gestellt. Das hätte man meiner Meinung nach eleganter und vor allen Dingen dem Buch entsprechender lösen können. Fazit: Trotz der Passage, die mir nicht gefallen hat, konnte mich Durch Nacht und Wind als Literaturstudentin und besonders als Klassik- und Sherlock Holmes-Fan wirklich begeistern und abholen. Die Sprache war trotz ihrer altertümlichen Erscheinung sehr schön zu lesen und an Humor und tollen Wendungen fehlte es ebenfalls nicht. Vielen lieben Dank an den Klett Cotta Verlag für die Bereitstellung des Exemplars zur *Leserunde.

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  • Diskrepanz zwischen Gestaltung und (eigenem) Inhalt

    Durch Nacht und Wind
    jaylinn

    jaylinn

    01. April 2017 um 11:48

    Diese Rezension erscheint auch auf meinem Blog www.zeilenliebe.wordpress.com. Allgemeines:  Der vollständige Titel dieses kleinen Büchleins lautet: Durch Nacht und Wind – Die criminalistischen Werke des Johann Wolfgang von Goethe. Aufgezeichnet von seinem Freunde Friedrich Schiller. Bei Klett-Cotta ist es 2017 mit einem Umfang von 237 „Seitchen“ erschienen. Durch seine Aufmachung ist es mir sogleich ins Auge gefallen. Neben einem weniger auffällig gestalteten Buch, fällt es im Nu auf, da es einfach etwas Besonderes ausstrahlt. Diese Besonderheit kann auf der bloßen Abbildung des Covers nicht eingefangen werden. Inhalt: „Goethe und Schiller: Das scurrilste Ermittlerduo vor Sherlock Holmes und Dr. Watson! Der Großherzog von N. ist zutiefst beunruhigt. Er hat einen Brief erhalten, in dem behauptet wird, dass ein Smaragdring, der sich in seinem Besitz befindet, mit einem alten Fluch beladen sey. Dieser soll unfehlbar den Tod seines Besitzers herbeiführen. Goethe und Schiller werden zur Hülfe gerufen … Anna Amalia, die Mutter von Weimars Regenten Carl August, bittet Goethe und Schiller, den Großherzog, der mit seiner Familie im Lustschloss Belvedere bey Weimar untergebracht ist, aufzusuchen. Sie sollen ihn davon überzeugen, dass die Geschichte mit dem Fluch Unfug sey und er sich keine Sorgen machen müsse. Da der Großherzog sich als höchst unsympathisch erweist, beschließen Goethe und Schiller, ihn in seiner Angst noch zu bestärken. Doch in selbiger Nacht verstirbt der Großherzog. Die Umstände sind der Art, dass weder eine natürliche Todesursache, noch Mord oder Selbstmord in Frage kommen. Eine unmögliche Situation. Goethe und Schiller werden gebeten, die Angelegenheit discret zu untersuchen.“ (Quelle: Klett-Cotta) Meine Meinung: Ich habe erst vor kurzem die neu produzierte Sherlock Holmes-Serie mit Benedict Cumberbatch und Martin Freeman gesehen. Aus diesem Grund war ich sofort neugierig als ich gesehen habe, dass in diesem Buch ein ähnlich skurriles Ermittlerduo aufeinander treffen würde. Mir war klar: Das muss ich lesen! Bei diesem Büchlein muss ich die Aufmachung und die aufwändige Gestaltung tatsächlich auch ein zweites Mal lobend erwähnen. Man hat das Gefühl, ein Buch in Händen zu halten, das so ganz anders ist als alles, was man sonst liest. Leider wird dieser Eindruck auf inhaltlicher Ebene nicht gehalten. Warum ist das so? Durch Nacht und Wind ist eine kriminalistische Geschichte, die man gut lesen kann. Aber sie ist so stark an Sherlock Holmes angelehnt, dass ich eine Eigenleistung des Autoren vermisse. Es kommt mir so vor, als würden alle Figuren in diesem neuen Roman nur andere Namen tragen, aber trotzdem die gleichen sein wie beim Vorbild Doyles. Selbst in der Auflösung des Falles sehe ich eine Beeinflussung durch das Vorbild Sherlock Holmes. Mir war sehr schnell klar, wie alles ausgehen wird, da es bei Sherlock Holmes fast genauso passiert ist. Zu Beginn meiner Lektüre fühlte ich mich von vielen Schreibweisen irritiert, Rechtschreibfehler korrigiere ich normalerweise, indem ich Zettelchen an den Rand eines Buches klebe. Nach den ersten 50 Seiten habe ich mich aber daran gewöhnt, dass vieles in den extrem kurzen Kapiteln schlicht und ergreifend anders bezeichnet oder beschrieben wird, um eine Anlehnung an die Zeit, in der das Buch spielt, herzustellen. Aufgrund des handlichen Formates des Buches fliegt man nur so durch die Geschichte, die immer turbulenter zu werden scheint. Dabei bleibt das Zwischenmenschliche zwischen den beiden Protagonisten Schiller und Goethe in weiten Teilen auf der Strecke. Wirklich wissen, was Goethe denkt, tut man als Leser nicht. Einige Gespräche der beiden regen aber auch zum Schmunzeln an. Ich sage nur: das Hexeneinmaleins! Fazit: Ein wundervoll gestaltetes Büchlein. Durch die große Diskrepanz zwischen Gestaltung und (eigenem) Inhalt kann ich aber leider nur zwei Herzen vergeben.

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  • Sherlock lässt grüßen

    Durch Nacht und Wind
    StMoonlight

    StMoonlight

    29. March 2017 um 09:59

    Die Protagonisten Goethe und Schiller werden an den Hof zu Weimar gerufen, um einen Fluch aufzuklären. Im Gegensatz zum Großherzog glauben die beiden jedoch nicht an Flüche, machen sich aber einen Spaß daraus, den unbeliebten Herzog noch ein wenig mehr in Angst zu versetzen. Blöd nur, dass der Mann am nächsten Tag tot aufgefunden wird und sowohl Mord, als auch Selbstmord als Todesursache ausscheiden. Gibt es den Fluch vielleicht wirklich? Schiller und Goethe begeben sich auf eine gefährliche Suche. Die Sprache ist der Zeit angepasst. Die Altertümlichen Verwendungen  (Thüre, derley …) störten meinen Lesefluss leider sehr. Ich kam nur äußerst stockend voran. Für mich war dieses Buch nicht nur sehr anstrengend zu lesen, sondern die Geschichte leider nicht viel mehr als ein Sherlock Holmes-Abklatsch. Reine Zeitverschwendung! Einziger Pluspunkt ist hier, dass der Leser noch das eine oder andere über die Dichter selbst lernen kann.

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  • Grausamer Fluch - und die Wirklichkeit

    Durch Nacht und Wind
    Ginevra

    Ginevra

    27. March 2017 um 16:30

    In der Gegend um Weimar, im Jahre 1797:Johann Wolfgang von Goethe und sein Dichterkollege Friedrich Schiller werden von einem Großherzog "zu Hülfe" gerufen: auf seinem Schloss passieren grauenhafte Dinge, die mit einem geheimnisumwitterten Smaragdring zusammenhängen. Steckt ein jahrhundertealter Fluch dahinter - oder gibt es eine wissenschaftlich plausible Erklärung?Wer könnte für die Ermittlungen geeigneter sein als die beiden bedeutendsten Dichter und Denker der Aufklärung, Goethe und Schiller? Mit viel Fachwissen und Lebensweisheit gehen die beiden ans Werk, und geraten in immer gefährlichere Verstrickungen. Das Ende ist dann durchaus reif für eine veritable klassische Tragödie... oder besser gleich für eine moderne Verfilmung?Stefan Lehnberg, geb. 1964, ist erfolgreicher Autor im Comedy- und Drehbuchbereich. Er schrieb für viele TV-Comedygrößen wie Anke Engelke, Harald Schmidt und die Titanic. Sein Roman "Mein Meisterwerk" wurde mit dem Ephraim-Kishon-Preis ausgezeichnet.Mir hat die Idee, Goethe und Schiller auf historische Ermittlungstour zu schicken, auf Anhieb sehr gut gefallen! Das Cover, die Sprache und die Schrift dieses liebevoll gestalteten Büchleins versetzen den Leser innerlich sogleich in die richtige Epoche. Auch das Geheimnis um einen mörderischen Fluch bietet viel Denkstoff, denn damals prallten Geisterglaube und wissenschaftliche Aufklärung oft heftig aufeinander. Der Erzählstil ist -trotz der Anlehnung an die Sprache der damaligen Zeit - locker, flüssig und teils sehr amüsant. Man spürt auch sofort die Liebe des Autors zu Sherlock Holmes und Dr. Watson, ohne dass das Buch "abgekupfert" wirkt, sondern eigenständig und originell.Insgesamt hätte ich mir sogar noch mehr Zitate, Anspielungen und -gerne auch- Scherze über die beiden Vordenker gewünscht, dazu noch ein Glossar, damit dem Leser nichts entgeht, damit man vielleicht sogar ein paar Anregungen bekommt, die alten Klassiker mal wieder in die Hand zu nehmen. Abgesehen vom Titel sind mir keine Parallelen zum "Erlkönig" aufgefallen, aber vielleicht ist mir ja etwas entgangen??Auf jeden Fall wünsche ich mir eine schöne Schwarz-Weiß-Verfilmung, am besten mit Oliver Kalkofe und Bastian Pastewka in den Hauptrollen (ersterer liest nämlich das gleichnamige Hörbuch!)... und viele weitere, spannend-gruslig-witzige Bände!

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  • Goethe und Schiller auf Abwegen

    Durch Nacht und Wind
    Bibliomarie

    Bibliomarie

    27. March 2017 um 12:39

    Diese Detektivgeschichte um die zwei deutschen Geistesgrößen führt ins Jahr 1797. Goethe erhält vom Fürstenhaus den Auftrag, sich um den als Gast im Schloss Belvedere weilenden abergläubischen Großherzog zu kümmern. Dieser besitzt einen sehr wertvollen Smaragdring, der mit einem Fluch beladen scheint, der den Tod des jeweiligen Besitzers vorhersagt. Goethe lässt sich vom Freund Schiller begleiten, der die folgenden Ereignisse dann als Ich-Erzähler beschreibt. Das erinnert nicht von ungefähr an das berühmte Gespann Holmes und Watson. Der naturwissenschaftlich denkende Goethe hält einen Fluch für ausgeschlossen, aber aus Zorn über den recht unhöflichen Empfang des Großherzogs, bestätigt er ihn in seinem Glauben. Doch dann stirbt der Herzog einen unnatürlichen, sehr geheimnisvollen Tod und der Ring zieht eine Spur von Todesfällen nach sich.Die beiden Detektive wider Willen stürzen sich in die Spurensuche und gehen dabei auch recht unkonventionelle Wege um ihren geheimnisvollen Gegner zu entlarven.Eine leise Ironie und viele Anspielungen auf die Zeit durchzieht diese amüsante Geschichte. Ganz im Stil der Zeit ist der Sprachduktus mit vielen fast vergessenen Vokabeln. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Wenn sich Goethe nur noch sehr dunkel an seine eigenen Verse erinnert, die hier als Spur gelegt wurden, oder sich Schiller mehr als einmal über die Dünkel seines Freundes ärgert, fand ich die Anspielungen auf die Werke und die Biografie der Dichter sehr amüsant. Das Buch ist nicht nur eine Hommage an Conan Doyle, sondern auch eine Hommage an den so beliebten Schauerroman des 18. Jahrhunderts. Wenn es über Geheimtüren, dunklen Verliesen und gefährliche Verfolgungsjagden per Kutsche oder Montgolfiere zur Lösung des Rätsel um den verfluchten Ring führt, macht auch der Leser eine kleine Zeitreise. Ich habe mich mit dieser Geschichte bestens unterhalten und mochte die altertümelnde Sprache genauso, wie mir die schöne Ausstattung mit den Scherenschnitten und der Titelgestaltung gefallen haben.

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  • Goethe und Schiller als Detektive

    Durch Nacht und Wind
    TheRavenking

    TheRavenking

    26. March 2017 um 22:34

    Jeder kennt Goethe und Schiller, oder zumindest deren Namen. Manche haben vielleicht aus dem Deutschunterricht weniger positive Erinnerungen an diese beiden Herren, aber ihr Status in der Literaturgeschichte ist ihnen wohl dennoch sicher. Dass sie indes auch als Criminalisten zu den bedeutendsten ihrer Zunft gehörten, davon wusste man bis vor kurzem nicht viel. Nun hat der moderne Literaturwissenschaftler Stefan Lehnberg doch tatsächlich die geheimen Aufzeichnungen Friedrich Schillers aufgetrieben, in welchen jener von mysteriösen Verbrechen berichtet, die es ihm an der Seite seines Freundes und Kollegen Johann Wolfgang aufzuklären gelang. Dieses wichtige Dokument liegt nun der Öffentlichkeit vor, die sich ihr eigenes Urteil bilden kann über die Detektivkünste der zwei Literaten. Der Großherzog von N. ist zutiefst beunruhigt. Er hat einen Brief erhalten, in dem behauptet wird, dass ein Smaragdring, der sich in seinem Besitz befindet, mit einem alten Fluch beladen sey. Dieser soll unfehlbar den Tod seines Besitzers herbeiführen. Goethe und Schiller werden zur Hülfe gerufen … Diese Hülfe bringt allerdings nicht viel, denn tatsächlich wird der Großherzog bald im verendeten Zustande vorgefunden, sein Körper in einer von innen verschlossenen Truhe deponiert. Ja, was zum Teufel geht denn hier vor? – fragt sich der Leser und auch Schiller kratzt sich zunächst ratlos am Schädel, Goethe indes scheint bereits etwas zu ahnen, hebt sich die Antworten aber bis zum Finale auf. Bis dahin gibt es jedoch noch jede Menge Turbulenzen zu durchstehen und einen wahrhaft gefährlichen und verschlagenen Gegner zu überlisten. Goethe agiert dabei als etwas wortkarger und rätselhafter Meisterdetektiv á la Sherlock Holmes, während Schiller den Part des treuen Freundes und Assistenten ausfüllt. Tatsächlich erwiesen sich die beiden als äußerst fähiges Team, und wäre der echte Sherlock seinem deutschen Kollegen jemals begegnet, hätte er ihm wohl zumindest anerkennend die Hand gereicht.   Kurzweilig, humorvoll und was die Handlung betrifft wohltuend altmodisch präsentiert sich Durch Nacht und Wind (Der Erlkönig hat übrigens sonst leider nichts mit der Handlung zu tun.) Eine klassische Detektivgeschichte mit einer interessanten Variante eines Mordes in einem verschlossenen Raum. Der Autor erfindet das Rad zwar nicht neu, schafft aber dennoch eine gelungene Hommage an die gute alte Zeit der Amateurdetektive und intellektueller literarischer Puzzlespiele. Als einziger Wermutstropfen bleibt zu berichten, dass das irre Tempo (die kurzen Kapitel lesen sich äußerst zügig weg) zuweilen zu Lasten von charakterlicher und inhaltlicher Tiefe geht. Vielleicht kommen wir ja in Zukunft noch in den Genuss weiterer „Aufzeichnungen“ Schillers, die uns dann eventuell noch mehr über die „geheime“ Persönlichkeit der zwei Dichterfürsten verraten. Mich würde es freuen noch mehr über diese beiden berühmten Detektive zu lesen.

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  • Wunderbare Hommage an die Weimarer Klassik und an Sherlock-Holmes-Geschichten

    Durch Nacht und Wind
    Talitha

    Talitha

    26. March 2017 um 20:56

    Die Aufzeichnungen des Friedrich Schiller über seinen Freund Goethe und seinen kriminalistischen FähigkeitenWas in der Überschrift wie ein abgewandelter Titel eines Sherlock Holmes-Krimis von Arthur Conan Doyle klingt, ist Absicht. In diesem Roman tritt Goethe als genialer Ermittler auf, während Schiller als sein Helferlein gleichzeitig die Dokumentation des Ganzen übernimmt, ebenso wie Watson für seinen Freund Sherlock Holmes. Ich fand die Idee einfach toll, da ich sowohl Fan der Weimarer Klassik als auch von klassischen Detektivgeschichten bin. Zum Inhalt: Der Herzog lässt Goethe zu sich rufen, da ein Professor ihm brieflich mitgeteilt hat, dass ein Ring mit Edelstein im Besitz der adeligen Familie verflucht sei und in der Vergangenheit seine Besitzer zu Tode gebracht habe. Goethe macht sich einen Spaß und bestätigt die Ängste des Herzogs, doch kurz danach ist dieser tot, ermordet in einer abgeschlossenen Truhe, bei der der Schlüssel innen steckt. Doch ein Selbstmord kann es nicht gewesen sein, das ist bald klar.Goethe und Schiller ermitteln und geraten dabei in skurile und gefährliche Situationen, was wirklich sehr amüsant und kurzweilig zu lesen ist.Der Erzählstil ist dem Schillers angeglichen, aber dabei doch modern. Schnörkellos und immer im Sinne der Aufklärung werden die Ereignisse wiedergegeben, dabei gibt es immer wieder Anspielungen auf die historischen Personen Goethe und Schiller, wenn etwa letzterer zum Beweis, dass er es wirklich ist, eine Ballade aus dem Stehgreif dichten soll und dabei Witziges herauskommt oder sich Goethe nicht mehr an das genaue Hexeneinmaleins aus seinem Faust erinnert. Von den Anspielungen hätte ich gerne noch mehr gehabt, das darf in einem hoffentlich erscheinenden zweiten Band gerne noch vertieft werden.Mein Fazit: Mir hat diese Hommage an die Weimarer Klassik mit Goethe und Schiller, wie man sie vorher nie kannte, sehr gefallen und daher gibt es von mir meine vollste Weiterempfehlung. 

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