Stefan Lehnberg Durch Nacht und Wind

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Inhaltsangabe zu „Durch Nacht und Wind“ von Stefan Lehnberg

Der Großherzog von N. ist zutiefst beunruhigt. Er hat einen Brief erhalten, in dem behauptet wird, dass ein Smaragdring, der sich in seinem Besitz befindet, mit einem alten Fluch beladen sey. Dieser soll unfehlbar den Tod seines Besitzers herbeiführen. Goethe und Schiller werden zur Hülfe gerufen ...

Anna Amalia, die Mutter von Weimars Regenten Carl August, bittet Goethe und Schiller, den Großherzog, der mit seiner Familie im Lustschloss Belvedere bey Weimar untergebracht ist, aufzusuchen. Sie sollen ihn davon überzeugen, dass die Geschichte mit dem Fluch Unfug sey und er sich keine Sorgen machen müsse. Da der Großherzog sich als höchst unsympathisch erweist, beschließen Goethe und Schiller, ihn in seiner Angst noch zu bestärken. Doch in selbiger Nacht verstirbt der Großherzog. Die Umstände sind der Art, dass weder eine natürliche Todesursache, noch Mord oder Selbstmord in Frage kommen. Eine unmögliche Situation. Goethe und Schiller werden gebeten, die Angelegenheit discret zu untersuchen.

Goethe und Schiller als kongeniales, kauzig-witziges Ermittlerduo à la Holmes. Großartig.

— franzzi

Ein interessanter, literarischer Krimi mit einer überraschenden Wendung.

— Buchgespenst

Man muss sich nicht auskennen bei Goethe und Schiller, aber dieses Buch macht Lust, sich mal näher mit diesen Größen zu befassen.

— Gerdab

Ein sprachlich auffallendes, kriminalistisches Meisterwerk

— lesemaedel

Ein überaus unterhaltsamer Krimi im Stile der Zeit, der eine Fortsetzung verdient hat.

— seschat

Wer gerne außergewöhnliche Krimis im Stile der Sherlock Holmes Romane liest, kann hier bedenkenlos zugreifen.

— Flaventus

Wunderbar wie Goethe und Schiller hier einen auf Sherlock Holmes und Dr. Watson machen. Unbedingt lessen!!!

— Nil

Goethe und Schiller ermitteln a la Sherlock Holmes und Dr. Watson im Falle eines verfluchten Ringes, der seinem Träger den Tod bringt.

— niknak

Begeisternd

— Sabine_Hartmann

Ein muss für alle Fans der Weimarer Klassik und Sherlock Holmes

— LillianMcCarthy

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  • "Dann schreiben Sie doch Ihren eigenen Faust"

    Durch Nacht und Wind

    franzzi

    25. November 2017 um 23:06

    "Da diese Bemerkung in ihrer Unhöflichkeit nur noch von ihrer Richtigkeit übertroffen wurde, nickte ich nur knapp."Schiller schreibt. Keine ellenlangen vor Pathos triefenden Balladen - und auch keine großartigen Dramen. Nein, er schreibt einen Kriminalfall auf. Und zwar nicht irgendeinen, der durch den emsigen Klatsch-Betrieb des Weimarer Hof-Umfelds im 18. Jahrhunderts wabert, sondern einen, den er und sein ihm in Hassliebe verbundener Dichterkollege Goethe gemeinsam gelöst haben. Auf diese scheinbar schräge wie geniale Idee, die beiden in Stein gemeißelten Klassikerfürsten als Ermittlerduo loszuschicken, ist der Autor Stefan Lehnberg gekommen. Klar, der wiederbelebte Holmes-Hype dürfte dabei geholfen haben. Aber man fragt sich schon, warum vor ihm niemand auf diese Idee gekommen ist. Denn die Parallelen zu den literarischen Vorbildern Holmes und Watson (die witzigerweise ja erst 100 Jahre später mit ihren Ermittlungen das Genre des Detektivromans erfinden werden) zu den überlieferten Fakten und Mythen zu Goethe und Schiller sind ja verblüffend. Schiller, dem Lehnberg die Erzählerrolle gibt, ist wie Watson angekränkelt, gelernter Militärarzt, mit seinem Mitermittler in einer ungewöhnlich innigen wie auch destruktiven Freundschaft verbunden und zumindest scheinbar seinem Kollegen intellektuell unterlegen (das kommt jetzt auf den Standpunkt des historisierenden Betrachters an). Goethe wiederum gilt als arrogant, eitel und selbstverliebt und ähnelt damit ebenso dem erfundenen Meisterdetektiv wie in seiner Vorliebe für naturwissenschaftliche Experimente und eine für seine Zeit zwar priviligierte, aber trotz allem auch unorthodox-eigenwillige Lebensweise. Aber letztlich ist es gut, dass Lehnberg diese Parallelen aufgefallen sind und er daraus einen Krimifall im klassischen Weimar ersonnen hat. Denn er spickt seine Geschichte meisterhaft mit Anspielungen auf Doyle (zum Beispiel beginnt der Kriminalfall mit einem "locked room"-Rätsel) wie auch auf das Leben und Werk der beiden Protagonisten.Das ist unübertrefflich. Je besser man beide Welten kennt, die Holmesche, wie die der Dichterfürsten, desto mehr Spaß hat man bei der Lektüre. Dabei lösen die beiden Großmeister des Wortes zwar nicht den bestkomponierten Krimifall aller Zeiten, aber sie tun es so kurzweilig, dass das überhaupt nicht ins Gewicht fällt.In meiner liebsten Szene sinnt Schiller über die tiefere Bedeutung einiger Textstellen in Goethes Faust nach (und bietet damit gleich noch einen netten Seitenhieb auf die Seziermanie heutiger Deutschlehrer mit Blick auf dieses Goethewerk) - und Goethe bekennt, dass es einfach schick klang und ins Versmaß passte und er sich eigentlich gar nicht mehr dabei gedacht habe (nehmt das, werte und hochverehrte Deutschlehrer). Schiller mag das nicht glauben und deutelt immer weiter daran herum, bis Goethe der Kragen passt und er ihm bedeutet: "Dann schreiben Sie doch Ihren eigenen Faust."Das tut Schiller bekanntermaßen nicht - dafür aber mit Lehnbergs Hilfe weitere Krimi-Abenteuer mit Goethe. Der zweite Teil "Die Affäre Carambol" ist für März 2018 angekündigt.

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  • Es macht verliebt in Goethe und Schiller

    Durch Nacht und Wind

    Gerdab

    23. July 2017 um 20:51

    Man muss sich nicht auskennen bei Goethe und Schiller, aber die liebenswerte, höchst menschliche Darstellung dieser beiden Persönlichkeiten dürfte auch dem nicht Klassik erfahrenen Lesern Lust machen, sich einmal näher mit den diesen Größen der deutschen Literatur zu befassen. (Und natürlich haben die „Eingeweihten“ eine großen Spaß an den Zitaten und der wunderbar altertümelnden Sprache).Es st ein Genuß für alle, die mit Sinn für feinen Humor gesegnet sind und es macht verliebt in die beiden Protagonisten, in Weimar, in die Zeit.Zum InhaltDie rätselhafte Kriminalgeschichte um einen fluchbeladenen  Ring inklusive einer zierlichen Liebesaffäre. spannend und romantisch, mit alchimistischen Gaukeleien - na, ich will ja nichts verraten - man kann eine Menge lernen und Erfahren, alles ist belegt und sauber recherchiert.Ein Buch für Mußestunden zu jeder Zeit. Es macht heiter und schmunzelnd.

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  • Gute Idee, Umsetzung etwas platt

    Durch Nacht und Wind

    Eva-Maria_Obermann

    14. July 2017 um 16:21

    Geheimrat Goethe und sein Freund Schiller werden vom Großherzog N. herbeigerufen. Der besitzt einen mysteriösen Ring, auf dem ein Fluch liegen soll. Ehe Goethe sich wirklich damit befassen kann, stirbt der Großherzog unter mysteriösen Umständen. Und das bleibt nicht die einzige Leiche. Professor Kranigk will den Ring zerstören, doch auch das hält das Unglück nicht auf. Plötzlich sind Goethe und Schiller Jäger und Gejagte zugleich. Schnell wird klar, dass nichts ist, wie es scheint und Goethe zwar manchmal mehr weiß, als er sagt, aber noch öfter nichts sagt, um den Eindruck zu erwecken, mehr zu wissen. Ich habe den Roman weniger wegen der kriminalistischen Handlung, denn seiner Protagonisten gelesen. Schiller als Erzähler ist teilweise naiv, aber immer staunend und nachdenklich. Goethe wird als rechter Detektiv gezeigt. Die Symbolik zu Sherlock Holmes und Doktor Watson ist überwältigend. Die stilistischen Parallelen und die Ausarbeitung der Figuren erinnern sofort an dieses Ermittler-Duo. Der besonnenere Schiller und Goethe, der immer einen Schritt voraus sein will. Dazu trägt auch das Flair bei, denn der Autor auch durch den Sprachduktus erreicht. Sey, Bey, Thür sind relativ kleine Abwandlungen der gewohnten Rechtschreibung, die sofort einen historischen Kontext vermitteln. Auch Wortwahl und Umfeld werden authentisch gestaltet. Beispielsweise die Dauer der Kutschfahrten zwischen den verschiedenen Stationen, das chemische Wissen der Zeit. Und natürlich die Nähe Goethes zum Theater. Hier zeigt sich, dass beim Germanistikstudium durchaus etwas hängengeblieben ist. Mehr als Krimi ist das Buch vor allem dadurch Komödie, Satire, Persiflage. Dem in Deutschland so hoch verehrten Geheimrat – in Germanistenkreisen ungebrochen DER Autor schlechthin – wird auch detektivisches Talent angedichtet. Wie sehr Goethe dabei auf seinen Ruf, sein Erscheinen bedacht ist – im Grunde also immer selbst Theater spielt – wird überdeutlich. Er ist nicht zu fassen, erst recht nicht von Schiller, dem Erzähler. Der wirkt wie ein Spielball. Goethe ruft und Schiller eilt. So nah das an der historischen Vorlage sein mag, so oft habe ich mich gefragt, ob der Autor nicht zu fokussiert auf dem Krimi ist. Zwar werden manche Details angedeutet wie Schillers schlechter Gesundheitszustand und Goethes Krach mit Charlotte von Stein, doch immer nur zwischendurch und so, dass es wohl nur Leuten mit Vorkenntnissen auffällt. So werden Goethe und Schiller fast schon zu Karikaturen. Natürlich verstärkt das den humoristischen Effekt des Buches. Ich finde es aber schade, dass der Roman hier durch Tiefe verliert. Davon hat er ohnehin nicht so viel. Durch Nacht und Wind (übrigens eine Anspielung an die erste Strophe des Erlkönigs) ist weder ein feinsinniger Kriminalroman, noch eine historische Adaption. Es soll lustig sein. Nicht zuletzt deswegen verhaspelt es sich auch im Endkampf etwas. Viele Spitzen werden aufgestellt und es macht Spaß beim Lesen. Der richtige Clou hat mir allerdings gefehlt. Dafür war es mir dann doch in vielen Ebenen zu platt.

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  • Ein Fluch, zwei Tote und mittendrin der Geheimrat Goethe und sein Freund Schiller

    Durch Nacht und Wind

    lesemaedel

    02. June 2017 um 19:59

    Ein neuer Liebling der ins Regal gehört. Ein äußerliches und sprachlich-inhaltliches Meisterwerk. Der Autor zieht die "Nostalgienote" bis  zum Ende durch: kleines Leinenformat, große Kapitelanfänge, sprachliche und schriftliche Eigenheiten der Zeit. Vom menschlichen her bin ich kein GoetheFreund, aber in dem Buch war er mir sehr sympatisch. (oh, und fluchen konnte der Herr Geheimrat vortrefflich: " Er ist ein scheißiger Dummkopf. " Seite 145)Sehr nett ist auch die persönliche Anrede Schillers an uns Leser.Und am wichtigsten ist natürlich nur eine Frage: Was hat es mit dem Fluch um den Smaragdring auf sich.Dies wird mein Lieblingsgeschenk für 2017- egal ob, Krimi- oder LiteraturFan Goethe & Schiller muss ins Regal.

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  • Ein kongeniales Ermittlerduo

    Durch Nacht und Wind

    seschat

    02. May 2017 um 14:32

    INHALTWir schreiben das Jahr 1797. Die beiden Dichtergrößen Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller ermitteln in einem Mordfall. Der Großherzog von N. wurde tot in seinem Schloss aufgefunden und von einem verfluchten Ring ist die Rede. Nun gilt es, das Verbrechen aufzuklären und an Verdächtigen mangelt es nicht - für Goethe und Schiller eine mehr als willkommene Abwechslung vom Literatenalltag...MEINUNGStefan Lehnbergs historischer Kriminalroman "Durch Nacht und Wind" reißt den Leser ab der ersten Zeile mit, was vor allem am kongenialen Ermittlerduo liegt. Goethe und Schiller sind nicht nur große Geistesgrößen des 18. und 19. Jahrhunderts, sondern auch enge Freunde. Man bewundert einander und disputiert vortrefflich gern miteinander; persönliche Frotzeleien inklusive. Da gerät der eigentliche Kriminalfall schnell in den Hintergrund. Doch zu unrecht, denn die Verbrechersuche ist alles andere als leicht und hält im Stile von Sherlock Holmes allerhand Fallstricke und überraschende Wendungen bereit. Kurzum, der Faktor Spannung wurde nicht vernachlässigt. So erleben die beiden Hobbyermittler einige zeittypische Abenteuer, angefangen von einer Ballonfahrt bis zu einem Pistolenduell. Langweilig ist der Plot somit auf keinen Fall. Zudem hat sich der Autor viel Mühe mit der authentischen Ausgestaltung von Handlungsorten (Weimar, Erfurt, Nürnberg) und -zeit gegeben. Infolge kann der Leser problemlos in die damalige Lebenswelt eintauchen. Doch Lehnberg leistet noch mehr, er schreibt sogar im Stile der Zeit, was altertümliche Schreibweisen von Wörtern wie "bey" und "seyn" belegen. Dadurch schafft er eine wunderbar harmonische Melange aus Fiktion und Wirklichkeit. Vor allem über die Spleens (frühes Aufstehen, verfaulte Äpfel etc.) und z. T. ausweglosen Situationen der beiden Titelhelden konnte ich mich herrlich amüsieren. Lehnberg zeigt damit, dass Krimis rund um Goethe und Schiller durchaus witzig sein können. Besonders Friedrich Schiller, der in die Rolle des Erzählers und spitzfindigen Beobachters schlüpft, hatte sofort mein Leserherz erobert. Aber auch der nimmermüde wie blitzgescheite Goethe belebte die Handlung.FAZITEin überaus unterhaltsamer Krimi im Stile der Zeit, der eine Fortsetzung verdient hat und darüber hinaus Lust macht, mal wieder die Schriften der "Weimarer Klassik" in die Hand zu nehmen.

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  • Gut geschriebener Krimi im Stile von Sherlock Holmes

    Durch Nacht und Wind

    Flaventus

    21. April 2017 um 08:23

    Im Grunde genommen ist das Buch "Durch Nacht und Wind" ein gewöhnlicher Krimi. Der sich aber allein schon der Aufmachung und des Titels wegen als etwas besonderes ankündigt. Schiller schreibt auf, was er selbst und sein Freund Johann Wolfgang von Goethe 1797 erlebt haben. Selbstredend ist das Geschehene bisher noch nirgends veröffentlicht und diese Aufzeichnung Schillers bis heute unbekannt gewesen. Die beiden Freunde (die sich tatsächlich gekannt haben und tatsächlich auch zusammen Werke veröffentlicht haben) haben sich als Kriminalisten in bester Sherlock Holmes Manier verdingt. Story Ich vergleiche das Duo deshalb mit Sherlock Holmes, weil der Fall, zu dem sie zu Rat gezogen werden, durchaus ungewöhnlich ist und anfangs auf übernatürliche Einflüsse zurückzuführen scheint. Ebenso wie viele Fälle, die Holmes und Watson zu lösen hatten. Neu ist die Story nicht, aber dadurch nicht gleich schlecht. Hin und wieder vielleicht vorhersehbar und natürlich ein bisschen konstruiert. Allerdings würde ich niemanden das Buch allein deshalb empfehlen, weil es eine gute Handlung zu erzählen weiß.  Auch wenn die ein oder andere Wendung den Spannungsbogen aufrecht zu halten vermag, so ist es doch die Schreibweise, die das Buch erst lesenswert macht. Stil Der Erzählstil ist ein bisschen altertümlich, aber natürlich nicht in Althochdeutsch geschrieben. Die heutigen Leser sollen ja auch noch etwas verstehen. Ich fand den Stil, dass das Altertümliche angedeutet wurde, ohne aber gänzlich darin aufzugehen, sehr passend zum Gesamteindruck des Buches. Das Buch selbst ist relativ kompakt geschrieben, so dass es ohne Probleme möglich ist, dieses an einem Wochenende zu beenden, ohne dass der Sprachstil einen darin hindern würde. Zusätzlich existieren sehr viele Kapitel, die manche Seite nicht so geschwärzt zurücklassen, so dass in Summe vermutlich noch weniger Seiten zusammen kommen. Es ist klar, dass die Charaktere bei diesem Umfang nicht ganz so exakt bis ins kleinste Detail ausgearbeitet wurden. Gerade die Figuren der Hauptprotagonisten hätte man ein bisschen mehr ausarbeiten können, zumal es nicht unbedingt zur Geltung kommt, dass hier zwei große Schriftsteller die Ermittlungen aufgenommen haben. Nur an manchen Stellen wird hier Bezug zu genommen, so dass die beiden zuweilen auswechselbar erscheinen. Fazit Wer gerne außergewöhnliche Krimis im Stile der Sherlock Holmes Romane liest, kann hier bedenkenlos zugreifen. In einem interessanten Sprachstil wird eine wendungsreiche, wenn auch hin und wieder konstruierte Geschichte erzählt, die es durchaus vermag, den Leser an die Seiten zu binden. Der Leser nehme sich am Besten ein Wochenende, um diese Geschichte ganz gepflegt in einem Rutsch durchzulesen.Diese Rezi findet sich auch auf meinem Blog.

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  • Rasant, unterhaltsam auf gelungene niveauvolle Art

    Durch Nacht und Wind

    Nil

    18. April 2017 um 12:30

    Darauf muss man erst einmal kommen! In diesem feinen kleinen Buch treten Goethe und Schiller als Detektiv-Duo auf, eine Art deutscher und früher Sherlock Holmes mit Dr. Watson. Stefan Lehnberg hat in seinem kriminalistischen Werk „Durch die Nacht und Wind" diese wunderbare Idee toll umgesetzt. Goethe und Schiller werden von einem Großherzog auf sein Anwesen geholt, da der Großherzog zutiefst beunruhigt ist, er erhielt ein Schreiben in dem ihm offenbart wird ein Smaragdring in seinem Besitz sei verflucht! Natürlich gibt es Tote, natürlich wollen Goethe und Schiller das ganze aufdecken und natürlich schaffen es die beiden auch. Stefan Lehnberg spielt nicht nur mit den historischen Gegebenheiten sondern auch vortrefflich mit der Sprache. Da das ganze wie eine Dokumentation aus der Feder von Schiller scheinen soll, ist es zunächst Gewöhnungsbedürftig in die Sprache einzutauchen, aber wenn man einmal drin ist, legt man das Buch nicht mehr zur Seite. Witzig auch die alt wirkende Schreibweise an der einen oder anderen Stelle wie ‚sey‘ statt ‚sei‘ oder ‚Thüre‘ statt ‚Türe‘. Für alle Kenner und Liebhaber von Goethe und Schiller sind auch die Referenzen auf Werke und Theaterstücke reizend eingebaut. Meine Lobeshymne gilt bei diesem feinen Bändchen auch dem Verlag, denn der Band ist sehr schön gestaltet ohne Schutzumschlag, gleich in das Leinen geprägt. Auch schön leicht und ein guter Seitenaufbau. Fazit: Toll! Ich kann es nur empfehlen. Es ist rasant, unterhaltsam auf gelungene niveauvolle Art und Weise!

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  • Leserunde zu "Durch Nacht und Wind" von Stefan Lehnberg

    Durch Nacht und Wind

    Klett-Cotta_Verlag

    Tropen präsentiert in diesem Frühling das scurrilste Ermittlerduo seit Sherlock Holmes und Dr. Watson! Friedrich Schiller schrieb die criminialistischen Werke seines Freundes Johann Wolfgang von Goethe nieder und ihr bekommt die Möglichkeit diese lang unentdeckt gebliebenen Aufzeichnung in dieser Leserunde zu schmökern! HIER GEHT ES ZUR LESEPROBE Der verfluchte Smaragdring Der Großherzog von N. ist zutiefst beunruhigt. Er hat einen Brief erhalten, in dem behauptet wird, dass ein Smaragdring, der sich in seinem Besitz befindet, mit einem alten Fluch beladen sey. Dieser soll unfehlbar den Tod seines Besitzers herbeiführen. Goethe und Schiller werden zur Hülfe gerufen ... Anna Amalia, die Mutter von Weimars Regenten Carl August, bittet Goethe und Schiller, den Großherzog, der mit seiner Familie im Lustschloss Belvedere bey Weimar untergebracht ist, aufzusuchen. Sie sollen ihn davon überzeugen, dass die Geschichte mit dem Fluch Unfug sey und er sich keine Sorgen machen müsse. Da der Großherzog sich als höchst unsympathisch erweist, beschließen Goethe und Schiller, ihn in seiner Angst noch zu bestärken. Doch in selbiger Nacht verstirbt der Großherzog. Die Umstände sind der Art, dass weder eine natürliche Todesursache, noch Mord oder Selbstmord in Frage kommen. Eine unmögliche Situation. Goethe und Schiller werden gebeten, die Angelegenheit discret zu untersuchen.

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  • Ein verfluchter Smaragdring - oder steckt mehr dahinter?

    Durch Nacht und Wind

    niknak

    17. April 2017 um 10:32

    Inhalt:Der Großherzog von N. ist zutiefst beunruhigt. Er hat einen Brief erhalten, in dem behauptet wird, dass ein Smaragdring, der sich in seinem Besitz befindet, mit einem alten Fluch beladen sei. Dieser soll unfehlbar den Tod des Besitzers herbeiführen.Goethe und Schiller werden zu Hilfe gerufen und sollen den Fall möglichst diskret untersuchen.Mein Kommentar:Der Autor Stefan Lehnberg hat einen angenehmen Schreibstil und die Seiten / Kapitel lassen sich sehr leicht und schnell lesen. Es sind recht kurze Kapitel, sodass man meist etwas mehr liest, als man eigentlich will, da sie teilweise nur eine oder wenige Seiten lang sind.Die Schreibweise hat der Autor an die damalige Zeit angepasst. Die Geschichte spielt im Jahre 1797. Man muss ein paar Seiten lesen und dann hat man sich an diesen etwas ungewöhnlichen Schreibstil angepasst und er stört keinesfalls den Lesefluss. Er ist sogar recht interessant zu lesen, da man sich wirklich in die damalige Zeit versetzt fühlt. So wird statt sei immer sey geschrieben oder Thüre statt Türe. Trotzdem liest sich die Geschichte sehr schnell und flüssig.Als Leser bekommt man einiges über die beiden Ermittler mit, die im Sinne von Sherlock Holmes und Dr. Watson agieren. Es gibt sehr viele Parallelen zwischen den beiden Ermittlerduos, was ich sehr interessant fand. Außerdem gibt es einige Anspielungen auf Stücke, welche Goethe und Schiller selbst geschrieben haben. Wenn man sich in dieser Zeit ein wenig auskennt, versteht man auch die einzelnen Anspielungen. Ansonsten wird es schwierig, aber das Buch lässt sich auch ohne diese Vorkenntnisse sehr leicht lesen, obwohl einem dann eventuell ein paar Stellen zum Schmunzeln verborgen bleiben.Es gibt auch Anspielungen auf die damalige Zeit in der Geisterglaube und wissenschaftliche Auseinandersetzungen oft sehr stark aneinander parallten. Dies wird in diesem Buch auch sehr deutlich gezeigt.Das Buch konnte mit einigen unerwarteten Wendungen aufwarten, welche die Geschichte immer wieder in eine andere Richtung lenkten, sodass es nie langweilig wurde und der Leser immer wieder aufs Neue überrascht wurde. Auch das Ende war so nicht vorhersehbar, wodurch die Spannung bis zum Schluss aufrecht erhalten wurde.Mein Fazit:Ein wirklich spannender Krimi, welcher in der Zeit von Goethe und Schiller spielt und den Leser in die damalige Zeit eintauchen lässt. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass es eine Fortsetzung dieses Buches geben könnte.Ganz liebe Grüße,Niknak

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  • Begeisternd

    Durch Nacht und Wind

    Sabine_Hartmann

    12. April 2017 um 15:42

    Stefan Lehnbergs Ich-Erzähler ist Friedrich Schiller, der – ganz im Stile Watsons – Goethe begleitet, der einen mysteriösen Todesfall klären soll. Großherzog N. besitzt einen äußerst wertvollen Smaragdring. Nun erhielt er von Professor Kranigk die Nachricht, dass dieser mit einem Fluch beladen sei. Prompt stirbt der Großherzog. Seine Leiche wird erdrosselt in einer von innen verschlossenen Truhe gefunden. Goethe und Schiller können nicht glauben, dass er sich allein erwürgt hat. Doch es bleibt nicht bei dieser einen Leiche. Was hat der Bräutigam der Prinzessin damit zu tun? Wer schleicht nachts durch den Park? Warum verwest die Leiche des Großherzogs trotz eisiger Kälte so rasant? Schiller und Goethe haben einiges herauszufinden und das tun sie mit Nonchalance, Sprachwitz und fundierten Kenntnissen. Hinzu kommt eine ganz und gar unglaubliche Sprache, die sehr an Goethes Tonalität erinnert, auch durch die „angepasste“ Rechtschreibung sehr an alte Zeiten erinnert. Trotzdem lässt sie sich sehr leicht lesen, mindert die Spannung nicht im Geringsten. Das Format des Buches (ca. 12 x 19 cm) liegt angenehm in der Hand, der dunkelblaue Leinenumschlag mit dem weißen Druck darauf, lässt es wie ein etwas älteres Buch wirken. Ich mochte die Erzählhaltung, den Sprachwitz der beiden großen Dichter, die im Text versteckten, zahlreichen Informationsdetails aus der damaligen Zeit und die doch recht komplexe Lösung des Falles. Ohne hier zu viel verraten zu wollen, der Diebstahl des Ballons erscheint mit übertrieben, obwohl ich natürlich verstehen kann, was den Autor dazu getrieben/verlockt hat. Mir war`s zu viel. Trotzdem würde ich ihn lesen, wenn die beiden Ermittler in einem zweiten Fall unterwegs wären.

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  • Ein Muss für Klassikerfans

    Durch Nacht und Wind

    LillianMcCarthy

    09. April 2017 um 18:12

    Meine Meinung: Ich bin ein großer Fan der Weimarer Klassik und habe mein Herz außerdem an die Sherlock Holmes Geschichten verloren. Dieses Buch ist ein Retelling der Sherlock Holmes Geschichten mit Goethe in der Rolle von Sherlock und Schiller in der Rolle von Watson. Für mch klang das vor dem Lesen nach einer gelungenen Mischung und ich war gespannt, was mir das Buch bringen würde. Mein größtes Bedenken war die Schrift, die schon im Klappentext leicht altertümlich anmutet und sich auch durch das ganze Buch ziehen soll. Sprachlich war das Buch allerdings sehr gut zu lesen. Ich weiß nicht, ob dies daran liegt, dass ich durch mein Studium mehr Erfahrung, beispielsweise im Lesen von Klassikern, habe oder ob es allgemein sehr angenehm zu lesen ist. Gestört hat es mich keinesfalls und hat sogar sehr zur Atmosphäre beigetragen. Direkt zu Beginn werden Goethe und Schiller in einen scheinbar mysteriösen Fall hineingezogen, bei dem es nicht mit rechten Dingen zugeht. Die geschieht mit vielen Verweisen aus das Leben und die Werke der beiden Dichter und war für Kenner so sehr unterhaltsam. Aber auch der Fall hielt viele Fragen bereit, die sich im Verlaufe des Buches lösen würden. Dies geschieht am Ende mit einer tollen und nur dezent geahnten Wendung und konnte mich damit sehr überraschen. Sowohl Goethe als auch Schiller sind sehr skurril dargestellt. Es passte jedoch perfekt zu dem Wissen, das ich über die beiden hatte und ich habe sie direkt ins Herz geschlossen du ihre historischen Vorbilder noch mehr lieben gelernt. Die Story hatte jedoch nicht nur viele Einflüsse der Weimarer Klassik sondern auch auf den Sherlock Holmes Geschichten. Ich fühlte mich für den Großteil des Buches somit pudelwohl in der Geschichte und habe sie besonders als Literaturstudentin sehr genossen. Es gibt jedoch einen großen Kritikpunkt, der mich so sehr gestört hat, dass er zu Punktabzug geführt hat. Gegen Beginn des letzten Drittels gab es eine Reihe von Szenen, die mehr einem amerikanischem Actionfilm aus Hollywood glichen, als einer Mischung aus Goethe, Schiller und Sherlock Holmes. Es gab Verfolgungsjagden, die nichts mehr mit der Realität zu tun haben und unnötige Spannung wurde erzeugt, die letztendlich überhaupt keinen Sinn hatte. Auch die Auflösung vor der eigentlichen Auflösung, in die die ganze Actionszene mündete wirkte zu einfach und sehr gestellt. Das hätte man meiner Meinung nach eleganter und vor allen Dingen dem Buch entsprechender lösen können. Fazit: Trotz der Passage, die mir nicht gefallen hat, konnte mich Durch Nacht und Wind als Literaturstudentin und besonders als Klassik- und Sherlock Holmes-Fan wirklich begeistern und abholen. Die Sprache war trotz ihrer altertümlichen Erscheinung sehr schön zu lesen und an Humor und tollen Wendungen fehlte es ebenfalls nicht. Vielen lieben Dank an den Klett Cotta Verlag für die Bereitstellung des Exemplars zur *Leserunde.

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  • Diskrepanz zwischen Gestaltung und (eigenem) Inhalt

    Durch Nacht und Wind

    jaylinn

    01. April 2017 um 11:48

    Diese Rezension erscheint auch auf meinem Blog www.zeilenliebe.wordpress.com. Allgemeines:  Der vollständige Titel dieses kleinen Büchleins lautet: Durch Nacht und Wind – Die criminalistischen Werke des Johann Wolfgang von Goethe. Aufgezeichnet von seinem Freunde Friedrich Schiller. Bei Klett-Cotta ist es 2017 mit einem Umfang von 237 „Seitchen“ erschienen. Durch seine Aufmachung ist es mir sogleich ins Auge gefallen. Neben einem weniger auffällig gestalteten Buch, fällt es im Nu auf, da es einfach etwas Besonderes ausstrahlt. Diese Besonderheit kann auf der bloßen Abbildung des Covers nicht eingefangen werden. Inhalt: „Goethe und Schiller: Das scurrilste Ermittlerduo vor Sherlock Holmes und Dr. Watson! Der Großherzog von N. ist zutiefst beunruhigt. Er hat einen Brief erhalten, in dem behauptet wird, dass ein Smaragdring, der sich in seinem Besitz befindet, mit einem alten Fluch beladen sey. Dieser soll unfehlbar den Tod seines Besitzers herbeiführen. Goethe und Schiller werden zur Hülfe gerufen … Anna Amalia, die Mutter von Weimars Regenten Carl August, bittet Goethe und Schiller, den Großherzog, der mit seiner Familie im Lustschloss Belvedere bey Weimar untergebracht ist, aufzusuchen. Sie sollen ihn davon überzeugen, dass die Geschichte mit dem Fluch Unfug sey und er sich keine Sorgen machen müsse. Da der Großherzog sich als höchst unsympathisch erweist, beschließen Goethe und Schiller, ihn in seiner Angst noch zu bestärken. Doch in selbiger Nacht verstirbt der Großherzog. Die Umstände sind der Art, dass weder eine natürliche Todesursache, noch Mord oder Selbstmord in Frage kommen. Eine unmögliche Situation. Goethe und Schiller werden gebeten, die Angelegenheit discret zu untersuchen.“ (Quelle: Klett-Cotta) Meine Meinung: Ich habe erst vor kurzem die neu produzierte Sherlock Holmes-Serie mit Benedict Cumberbatch und Martin Freeman gesehen. Aus diesem Grund war ich sofort neugierig als ich gesehen habe, dass in diesem Buch ein ähnlich skurriles Ermittlerduo aufeinander treffen würde. Mir war klar: Das muss ich lesen! Bei diesem Büchlein muss ich die Aufmachung und die aufwändige Gestaltung tatsächlich auch ein zweites Mal lobend erwähnen. Man hat das Gefühl, ein Buch in Händen zu halten, das so ganz anders ist als alles, was man sonst liest. Leider wird dieser Eindruck auf inhaltlicher Ebene nicht gehalten. Warum ist das so? Durch Nacht und Wind ist eine kriminalistische Geschichte, die man gut lesen kann. Aber sie ist so stark an Sherlock Holmes angelehnt, dass ich eine Eigenleistung des Autoren vermisse. Es kommt mir so vor, als würden alle Figuren in diesem neuen Roman nur andere Namen tragen, aber trotzdem die gleichen sein wie beim Vorbild Doyles. Selbst in der Auflösung des Falles sehe ich eine Beeinflussung durch das Vorbild Sherlock Holmes. Mir war sehr schnell klar, wie alles ausgehen wird, da es bei Sherlock Holmes fast genauso passiert ist. Zu Beginn meiner Lektüre fühlte ich mich von vielen Schreibweisen irritiert, Rechtschreibfehler korrigiere ich normalerweise, indem ich Zettelchen an den Rand eines Buches klebe. Nach den ersten 50 Seiten habe ich mich aber daran gewöhnt, dass vieles in den extrem kurzen Kapiteln schlicht und ergreifend anders bezeichnet oder beschrieben wird, um eine Anlehnung an die Zeit, in der das Buch spielt, herzustellen. Aufgrund des handlichen Formates des Buches fliegt man nur so durch die Geschichte, die immer turbulenter zu werden scheint. Dabei bleibt das Zwischenmenschliche zwischen den beiden Protagonisten Schiller und Goethe in weiten Teilen auf der Strecke. Wirklich wissen, was Goethe denkt, tut man als Leser nicht. Einige Gespräche der beiden regen aber auch zum Schmunzeln an. Ich sage nur: das Hexeneinmaleins! Fazit: Ein wundervoll gestaltetes Büchlein. Durch die große Diskrepanz zwischen Gestaltung und (eigenem) Inhalt kann ich aber leider nur zwei Herzen vergeben.

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  • Sherlock lässt grüßen

    Durch Nacht und Wind

    StMoonlight

    29. March 2017 um 09:59

    Die Protagonisten Goethe und Schiller werden an den Hof zu Weimar gerufen, um einen Fluch aufzuklären. Im Gegensatz zum Großherzog glauben die beiden jedoch nicht an Flüche, machen sich aber einen Spaß daraus, den unbeliebten Herzog noch ein wenig mehr in Angst zu versetzen. Blöd nur, dass der Mann am nächsten Tag tot aufgefunden wird und sowohl Mord, als auch Selbstmord als Todesursache ausscheiden. Gibt es den Fluch vielleicht wirklich? Schiller und Goethe begeben sich auf eine gefährliche Suche. Die Sprache ist der Zeit angepasst. Die Altertümlichen Verwendungen  (Thüre, derley …) störten meinen Lesefluss leider sehr. Ich kam nur äußerst stockend voran. Für mich war dieses Buch nicht nur sehr anstrengend zu lesen, sondern die Geschichte leider nicht viel mehr als ein Sherlock Holmes-Abklatsch. Reine Zeitverschwendung! Einziger Pluspunkt ist hier, dass der Leser noch das eine oder andere über die Dichter selbst lernen kann.

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  • Grausamer Fluch - und die Wirklichkeit

    Durch Nacht und Wind

    Ginevra

    27. March 2017 um 16:30

    In der Gegend um Weimar, im Jahre 1797:Johann Wolfgang von Goethe und sein Dichterkollege Friedrich Schiller werden von einem Großherzog "zu Hülfe" gerufen: auf seinem Schloss passieren grauenhafte Dinge, die mit einem geheimnisumwitterten Smaragdring zusammenhängen. Steckt ein jahrhundertealter Fluch dahinter - oder gibt es eine wissenschaftlich plausible Erklärung?Wer könnte für die Ermittlungen geeigneter sein als die beiden bedeutendsten Dichter und Denker der Aufklärung, Goethe und Schiller? Mit viel Fachwissen und Lebensweisheit gehen die beiden ans Werk, und geraten in immer gefährlichere Verstrickungen. Das Ende ist dann durchaus reif für eine veritable klassische Tragödie... oder besser gleich für eine moderne Verfilmung?Stefan Lehnberg, geb. 1964, ist erfolgreicher Autor im Comedy- und Drehbuchbereich. Er schrieb für viele TV-Comedygrößen wie Anke Engelke, Harald Schmidt und die Titanic. Sein Roman "Mein Meisterwerk" wurde mit dem Ephraim-Kishon-Preis ausgezeichnet.Mir hat die Idee, Goethe und Schiller auf historische Ermittlungstour zu schicken, auf Anhieb sehr gut gefallen! Das Cover, die Sprache und die Schrift dieses liebevoll gestalteten Büchleins versetzen den Leser innerlich sogleich in die richtige Epoche. Auch das Geheimnis um einen mörderischen Fluch bietet viel Denkstoff, denn damals prallten Geisterglaube und wissenschaftliche Aufklärung oft heftig aufeinander. Der Erzählstil ist -trotz der Anlehnung an die Sprache der damaligen Zeit - locker, flüssig und teils sehr amüsant. Man spürt auch sofort die Liebe des Autors zu Sherlock Holmes und Dr. Watson, ohne dass das Buch "abgekupfert" wirkt, sondern eigenständig und originell.Insgesamt hätte ich mir sogar noch mehr Zitate, Anspielungen und -gerne auch- Scherze über die beiden Vordenker gewünscht, dazu noch ein Glossar, damit dem Leser nichts entgeht, damit man vielleicht sogar ein paar Anregungen bekommt, die alten Klassiker mal wieder in die Hand zu nehmen. Abgesehen vom Titel sind mir keine Parallelen zum "Erlkönig" aufgefallen, aber vielleicht ist mir ja etwas entgangen??Auf jeden Fall wünsche ich mir eine schöne Schwarz-Weiß-Verfilmung, am besten mit Oliver Kalkofe und Bastian Pastewka in den Hauptrollen (ersterer liest nämlich das gleichnamige Hörbuch!)... und viele weitere, spannend-gruslig-witzige Bände!

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  • Goethe und Schiller auf Abwegen

    Durch Nacht und Wind

    Bibliomarie

    27. March 2017 um 12:39

    Diese Detektivgeschichte um die zwei deutschen Geistesgrößen führt ins Jahr 1797. Goethe erhält vom Fürstenhaus den Auftrag, sich um den als Gast im Schloss Belvedere weilenden abergläubischen Großherzog zu kümmern. Dieser besitzt einen sehr wertvollen Smaragdring, der mit einem Fluch beladen scheint, der den Tod des jeweiligen Besitzers vorhersagt. Goethe lässt sich vom Freund Schiller begleiten, der die folgenden Ereignisse dann als Ich-Erzähler beschreibt. Das erinnert nicht von ungefähr an das berühmte Gespann Holmes und Watson. Der naturwissenschaftlich denkende Goethe hält einen Fluch für ausgeschlossen, aber aus Zorn über den recht unhöflichen Empfang des Großherzogs, bestätigt er ihn in seinem Glauben. Doch dann stirbt der Herzog einen unnatürlichen, sehr geheimnisvollen Tod und der Ring zieht eine Spur von Todesfällen nach sich.Die beiden Detektive wider Willen stürzen sich in die Spurensuche und gehen dabei auch recht unkonventionelle Wege um ihren geheimnisvollen Gegner zu entlarven.Eine leise Ironie und viele Anspielungen auf die Zeit durchzieht diese amüsante Geschichte. Ganz im Stil der Zeit ist der Sprachduktus mit vielen fast vergessenen Vokabeln. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Wenn sich Goethe nur noch sehr dunkel an seine eigenen Verse erinnert, die hier als Spur gelegt wurden, oder sich Schiller mehr als einmal über die Dünkel seines Freundes ärgert, fand ich die Anspielungen auf die Werke und die Biografie der Dichter sehr amüsant. Das Buch ist nicht nur eine Hommage an Conan Doyle, sondern auch eine Hommage an den so beliebten Schauerroman des 18. Jahrhunderts. Wenn es über Geheimtüren, dunklen Verliesen und gefährliche Verfolgungsjagden per Kutsche oder Montgolfiere zur Lösung des Rätsel um den verfluchten Ring führt, macht auch der Leser eine kleine Zeitreise. Ich habe mich mit dieser Geschichte bestens unterhalten und mochte die altertümelnde Sprache genauso, wie mir die schöne Ausstattung mit den Scherenschnitten und der Titelgestaltung gefallen haben.

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