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Klett-Cotta_Verlag

vor 4 Monaten

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Tropen präsentiert in diesem Frühling das scurrilste Ermittlerduo seit Sherlock Holmes und Dr. Watson! Friedrich Schiller schrieb die criminialistischen Werke seines Freundes Johann Wolfgang von Goethe nieder und ihr bekommt die Möglichkeit diese lang unentdeckt gebliebenen Aufzeichnung in dieser Leserunde zu schmökern!

HIER GEHT ES ZUR LESEPROBE

Der verfluchte Smaragdring


Der Großherzog von N. ist zutiefst beunruhigt. Er hat einen Brief erhalten, in dem behauptet wird, dass ein Smaragdring, der sich in seinem Besitz befindet, mit einem alten Fluch beladen sey. Dieser soll unfehlbar den Tod seines Besitzers herbeiführen. Goethe und Schiller werden zur Hülfe gerufen ...

Anna Amalia, die Mutter von Weimars Regenten Carl August, bittet Goethe und Schiller, den Großherzog, der mit seiner Familie im Lustschloss Belvedere bey Weimar untergebracht ist, aufzusuchen. Sie sollen ihn davon überzeugen, dass die Geschichte mit dem Fluch Unfug sey und er sich keine Sorgen machen müsse. Da der Großherzog sich als höchst unsympathisch erweist, beschließen Goethe und Schiller, ihn in seiner Angst noch zu bestärken. Doch in selbiger Nacht verstirbt der Großherzog. Die Umstände sind der Art, dass weder eine natürliche Todesursache, noch Mord oder Selbstmord in Frage kommen. Eine unmögliche Situation. Goethe und Schiller werden gebeten, die Angelegenheit discret zu untersuchen.

Autor: Stefan Lehnberg
Buch: Durch Nacht und Wind

solveig

vor 4 Monaten

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Na, das kann sich auch nur ein Großherzog ungestraft erlauben: Das Ego zweier so berühmter Poeten mit seiner Unwissenheit zu kränken! Herrlich humorvoll und voller Anspielungen ist bereits die Leseprobe. Wie mögen sich erst die kompletten "criminalistischen Werke" lesen? Mit Vergnügen würde ich dem bislang unbekannten "Werk" Friedrich Schillers meine Aufmerksamkeit widmen.

Tsubame

vor 4 Monaten

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Das ist ja mal eine tolle Kombi für ein Ermittler-Duo! Und diese Sprache ... Goethe hat mit einem "verhetzten Organismus" zu kämpfen, weil er Tee getrunken hat .. haha. Toll!
Ich hab mal eine Jugend-Biografie von Waltraut Lewin über ihn gelesen und war ganz fasziniert von den ganzen Dingen, die ich über den Dichter-Fürsten vorher nicht wusste.
Der Autor scheint sich gut mit der damaligen Zeit auseinander gesetzt zu haben. Mir gefällt die Sprache sehr gut, in der er seine Geschichte erzählt.
Gerne wäre ich dabei, wenn es mit Goethe und Schiller auf Zeitreise geht!

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Bellis-Perennis

vor 3 Monaten

Meinungen zum Buch und Rezensionen

TheRavenking schreibt:
Dem würde ich zustimmen! Ich habe so das Gefühl, dass das Buch als erster Teil einer Serie gedacht ist.

Wenn dich Ähnliches interessiert, so schau einmal bei Robert Löhr vorbei ... einfach herrlich zu lesen.
Ein Streifzug durch das "Who is Who" von Deutschlands Dichterszene im 19. Jahrhundert.

Autor: Robert Löhr
Bücher: Das Hamlet-Komplott,... und 1 weiteres Buch

Talitha

vor 3 Monaten

2. Leseabschnitt, Seiten 56 - 104
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Die Szene mit dem steifgefrorenen Prinzen fand ich sehr gruselig. Dagegen war es dann schon irgendwie wieder witzig, wie beschrieben wurde, wie sie ihn wieder auftauen, so makaber. gg

Goethe ist körperlich unfit, das ist mal ein Unterschied zu Holmes, sonst ist er ihm sehr ähnlich.

Auch das mit dem Dachboden und dann niedergeschlagen werden kennt man aus einer Kurzgeschichte von Doyle. Mir macht das aber nichts.

Talitha

vor 3 Monaten

2. Leseabschnitt, Seiten 56 - 104
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Bibliomarie schreibt:
Goethe agiert tatsächlich ein wenig wie weiland Sherlock Holmes und Schiller ist ebenso häufig verärgert über seine Geheimnistuerei, wie es der gute Watson war. "Mehr als einmal wurde ich gewahr, dass oft Goethe weniger sagte, als er wusste, aber häufiger noch sich den Anschein gab, mehr zu wissen als er sagte." (S. 99) Diesen Satz hätte Watson auch sehr gut sagen können.

*unterschreib* In abgewandelter Form sagt er so etwas auch in jeder zweiten Geschichte. ;-)

Talitha

vor 3 Monaten

2. Leseabschnitt, Seiten 56 - 104
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Eternity schreibt:
Ich weiß, was Du meinst! Aber ich denke, dass der Autor sich der damaligen Zeit anpassen wollte. Damals wurde nun mal sehr nüchtern geschrieben oder besser beschrieben. Zumindest die Werke, die ich aus der Weimarer Klassik kenne, sind nicht die emotionalsten...

Ja, ich finde den Stil auch sehr passend. Die ausführlichen, ausschweifende Szenen und Beschreibungen passen eher ins 19. Jahrhundert. ;-)

Talitha

vor 3 Monaten

3. Leseabschnitt, Seiten 105 - 149
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Die gruselige Wahrsagerin hat einen kurzen Auftritt, aber Aberglauben wird gleich wieder abgewunken, ganz typisch. gg Stattdessen wird ein Chemiker bemüht.

Am besten fand ich aber die Szene mit dem Bühler und seinen Tricks. Sehr spannend, wie sie ihm hinterhergejagt sind.

Das Kutschenunglück war sehr dramatisch. Da erkannte man die Spürhund-Eigenschaften von Goethe, die Leiche wird einfach mal liegengelassen, der Bühler ist wichtiger... Schon krass.

Talitha

vor 3 Monaten

4. Leseabschnitt, Seiten 150 - 197
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Witzig fand ich die Szene, wie sie so begeistert auf dem Ballon herumspringen, auch wenn ich es ingesamt nicht realistisch finde, dass sie den Ballon überhaupt in die Luft, dann gelenkt und dann wieder runter gekriegt haben...

Auch lustig, dass der Wirt noch nie etwas von Goethe und Schiller gehört hatte. Solche Anspielungen hätte ich gerne noch häufiger gehabt, das macht das Buch meiner Meinung nach aus.

Insgesamt war es mir dann auf die Dauer auch etwas zu viel und zu lange Verfolgung. (Man hatte fast schon die Benny Hill-Musik im Kopf...).

Talitha

vor 3 Monaten

4. Leseabschnitt, Seiten 150 - 197
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jaylinn schreibt:
Das aufwändig inszenierte Treffen gegen Ende hat irgendwie ein wenig von seinem Zauberer verloren, als der Täter die einfache Lösung, Goethe und Schiller lediglich dort einzusperren präsentierte. Da habe ich mich gefragt, wieso er überhaupt so viel Aufwand betrieben hat.

*unterschreib*

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