Stefan Lochner

 4 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Myzel.
Stefan Lochner

Lebenslauf von Stefan Lochner

Stefan Lochner ist 1963 in Stuttgart geboren, ging dort zur Schule und studierte an der Berufsakademie Stuttgart BWL mit Fachrichtung Datenverarbeitung. Seit dem erfolgreichen Abschluss arbeitet er in verschiedenen Bereichen in der Datenverarbeitung. 

Er ist verheiratet und hat einen Sohn. 

Seit vielen Jahren schreibt er und hat ungefähr 20 Kurzgeschichten in Anthologien bzw. auf CD veröffentlicht. 



Alle Bücher von Stefan Lochner

Myzel

Myzel

 (4)
Erschienen am 15.11.2018

Neue Rezensionen zu Stefan Lochner

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Rezension zu "Myzel" von Stefan Lochner

Mittelmäßig
Miiivor 7 Tagen

Eine Gruppe ahnungsloser Studenten beschließt, eine Exkursion zur schwäbischen Alb zu machen, um eine unbekannte Lebensform zu finden. Schnell wird klar, dass hier mehr dahintersteckt, als zunächst angenommen.
Als die gesamte Region von Polizisten abgesperrt wird, verwandelt sich der eigentlich harmlose Platz in ein Schlachtfeld in dem nur noch das Überleben zählt.

Das Buch hat gut angefangen, keine Frage. Man findet schnell in die Story hinein, der Autor hält sich nicht mit unnötigen Details und Beschreibungen auf sondern lässt den Leser einfach durch die Geschehnisse die neue Welt entdecken.
Wir erfahren von einer brutalen Gesellschaft, in der ein Menschenleben nur sehr wenig wert zu sein scheint. Veränderungen - wie in etwa diese Wesen - werden ungerne gesehen und das erste Ziel ist es somit, sie unter allen Umständen zu eliminieren. Wenn dabei ein paar Menschen draufgehen, ist das halt so.
Anfangs bleibt Spannung bestehen, man will wissen, was diese Wesen jetzt genau sind, weshalb man sie so schnell entfernen will und auch, was die Studenten da für eine Rolle spielen.

Leider flacht der Spannungsbogen ab einem bestimmten Punkt dann doch wieder sehr ab und die Story wird geprägt von permanenten Wiederholungen, wie in etwa ständigen Schießereien, mehrfachen Beschreibungen der Wesen und der Tatsache, dass sich in diesem Buch jeder etwa alle drei Minuten in jemand anderen verguckt (grade letzteres fand ich unglaublich anstrengend).

Der Schreibstil ist soweit flüssig und angenehm zu lesen, trotzdem gab es inhaltlich so einige Unstimmigkeiten, wie auch Logik- & Rechtschreibfehler die echt nicht hätten sein müssen. Vor allem in der Menge, die dort aufgetreten ist. Das muss unbedingt besser beobachtet werden.

Insgesamt kann ich nur sagen, dass das Buch in Ordnung. Es hat mich nicht begeistert, aber schlecht fand ich es jetzt nicht. Es war halt mittelmäßig. Dementsprechend ist es jedem selbst überlassen, ob er es jetzt liest oder nicht.

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Rezension zu "Myzel" von Stefan Lochner

Spannend und durchdacht, auch für nicht SF-Fans empfehlenswert
Viv29vor 10 Tagen

Mit „Myzel“ habe ich mich in ein Genre – Science Fiction – gewagt, das normalerweise überhaupt nicht mein Fall ist. Die Buchbeschreibung hatte mich angezogen und ich habe es nicht bereut, hier mal etwas Neues ausprobiert zu haben!

Es beginnt recht harmlos mit einer Gruppe Studenten, die mit ihrem Professor eine Forschungsexkursion auf die Schwäbische Alb machen. Wie man dem Klappentext schon entnehmen kann, geht es nicht so harmlos weiter. Der Grund für die Exkursion sind unbekannte Kreaturen, die nicht nur die Studenten, sondern bald auch eine brutale Staatsmacht auf den Plan rufen. Wie wir im Buch recht schnell erfahren, befinden wir uns im Jahre 2060 und in Deutschland hat sich eine Menge geändert – es ist ein totalitärer menschenverachtender Staat geworden.

So begeben wir uns eigentlich auf zwei Entdeckungsreisen – die auf der Suche nach Informationen über die Kreaturen und die in eine gar nicht so ferne Zukunft. Beide Reisen sind spannend, vielseitig und machen Spaß. Stefan Lochner benutzt drei verschiedene Erzählperspektiven, so wechseln wir zwischen der Studentengruppe, der ehemaligen Prostituierten Angelique (die mit ihrer direkten Art auch für humorvolle Momente sorgt und mein Lieblingscharakter war) und der polizeilichen Einsatztruppe. Diese Perspektivwechsel sind von Anfang an gut gelungen und verständlich, ermöglichen zudem immer neue Blickwinkel und geben dem Leser – nach und nach – das komplette Bild.

Der Schreibstil ist flüssig, an manchen Stellen allerdings holprig. Es gibt einige Dialoge und Abläufe, die unklar und verwirrend sind, Schliff benötigt hätten. Einige Begriffe werden zu oft verwendet, einige Dinge mehrfach erwähnt/erklärt. Sehr anstrengend fand ich die – für die Geschichte nicht relevante – Eigenschaft aller Charaktere, sich umgehend von allen andersgeschlechtlichen Menschen angezogen zu fühlen. Es gibt so gut wie keine Unterhaltung zwischen einem Mann und einer Frau, ohne flirtende oder zweideutige Bemerkungen, was manchmal etwas Pubertäres hat. Bei den drei Hauptpersonen tritt dies so gehäuft auf, daß es die ansonsten so gute Geschichte leider richtig stört.

Ein erneutes Lektorat wäre nicht nur aus den o.g. stilistischen Gründen, sondern auch zur Fehlerkorrektur nötig, die Fehler sind im höheren zweistelligen Bereich und somit doch sehr oberhalb der Toleranzgrenze.

Das war es aber auch an Kritikpunkten, denen dann viel richtig Gutes gegenübersteht. Der Spannungsbogen ist hervorragend – auf über 370 Seiten durchgehend die Spannung zu halten, ist schon eine bemerkenswerte Leistung. Ich war nie gelangweilt, wollte immer gleich weiterlesen. Dies liegt zum einen an den immer neuen Wendungen und dem guten Erzähltempo. Der andere Grund ist die geschickte Art, in der der Autor Informationen einbaut und vermittelt. Es gibt keine langen erzählerischen Hintergrundabsätze, die die Handlung aufhalten, es kommt nicht zu Info-Dumping und der Autor hat Mut zur Lücke. Manche Dinge sind nicht sofort klar, manches muß man sich aus den Zusammenhängen selbst kombinieren. Das gefällt mir und zeigt Respekt für den Leser, der nicht alles vorgekaut auf einem Tablett serviert haben möchte.

Die Welt von 2060 hat noch genug uns Bekanntes, was gerade für mich als Nicht-SF-Fan sehr angenehm war und dieses Buch auch für Leser zugänglich und empfehlenswert macht, die mit fremden künstlichen Welten nichts anfangen können. Daneben gibt es aber eben auch die gravierenden Änderungen zu heute, die alle plausibel sind und wichtige Themen ansprechen. Überwachung durch den Staat und die Perfektionierung dieser durch Vernetzung und technische Möglichkeiten, die uns heute schon recht bekannt sind. Die Rücksichtslosigkeit einer totalitären Regierung, die ihren Einsatzkräften die Wertlosigkeit des Lebens und den Spaß am Töten einimpft (für die es in der Geschichte und Gegenwart der Menschheit leider nur zu viele Vorbilder gibt). Die Macht des Staates, die so schnell mißbraucht werden und vor der man sich nie komplett sicher wähnen kann. Es ist faszinierend, wie durchdacht dieses 2060-Umfeld entworfen und geschildert wird.

Zu den Kreaturen selbst möchte ich nicht zu viel verraten, das soll man sich im Buch erlesen (und es lohnt sich!). Auch hier stellen sich interessante, auch ethische Fragen und es macht Spaß, immer neue Puzzlestücke zu ihnen zu bekommen.

Das Ende dann hätte besser gar nicht gestaltet sein können. Dieses gut aufgebaute spannende Buch war eine Lesefreude für mich.

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Gespräche aus der Community

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Liebe Lovelybookers,

Die Natur blüht wieder auf und lädt zum Sitzen in der Sonne ein. Alles grünt und die Pflanzen sprießen. Passend dazu starten wir eine Leserunde mit dem Mystery-Sciencefiction-Thriller „Myzel“ von Stefan Lochner, der Euch die Natur vielleicht in einem anderen Licht erblicken lassen wird.
Ihr dürft gespannt sein!

Klappentext:
Die Exkursion auf die Schwäbische Alb ist für den Studenten Boris völlige Zeitverschwendung. Die Idee seines Professors, dass sich dort eine bislang unbekannte Lebensform verbirgt, ein Hirngespinst. Doch in dem kleinen Bauerndorf scheint mehr vor sich zu gehen als erwartet. Personen verschwinden und die Bauern bilden eine Mauer des Schweigens.
In einer nahegelegenen, verlassenen Fabrik versucht Angelique derweil einen Neustart nach ihrem Ausstieg aus dem Rotlichtmilieu. Doch der Job als Aushilfskraft bei dem schrulligen Forscher Malte von Seesen erweist sich als weitreichender als gedacht. Ist es Zufall, dass Malte gerade sie als Haushälterin angestellt hat?
Als vermummte Polizisten die Region abriegeln, verwandelt sich die beschauliche Gegend in einen Ort, an dem nur mehr eines zählt: Überleben.


Wir vom Hybrid Verlag verlosen 2 Taschenbücher und 5 Ebooks an Leser, die auch vor der Natur nicht zurückschrecken.

Wenn ihr euch für diese Leserunde bewerben wollt, beantwortet einfach folgende Frage in den Kommentaren:
Hast du einen sogenannten Grünen Daumen oder stirbt alles Pflanzliche unter deiner Obhut?

Eine XL-Leseprobe von „Myzel“ findet ihr auf unserer Homepage zum Downloaden: *klick*
Gerne könnt ihr euch auch in unserem Shop umsehen: *klick*

Euer Leserunden-Team vom Hybrid Verlag
Letzter Beitrag von  echvor 14 Stunden
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Zusätzliche Informationen

Stefan Lochner wurde am 07. April 1963 in Stuttgart (Deutschland) geboren.

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