Stefan Merrill Block Wie ich mich einmal in alles verliebte

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Inhaltsangabe zu „Wie ich mich einmal in alles verliebte“ von Stefan Merrill Block

Abel ist verliebt – in Mae, die Frau seines Bruders. Als Mae eines Tages spurlos verschwindet, zerbricht Abels Welt. Die Jahre vergehen. Sein Bruder stirbt. Die Farm verfällt. Aber Abel gibt nicht auf. Er wird warten, bis Mae zurückkommt. Doch als es eines Tages endlich an seiner Tür klopft, steht dort nicht Mae, sondern ein Fremder …

Eindringlich, berührend und sprachlich auf hohem Niveau, beleuchtet dieser Roman die Liebe jenseits des Vergessens!

— Zeilenleben

Ich bin auf die Inhaltsangabe hereingefallen, die vielleicht 1/3 des Inhalts ausmacht- der Rest war leider so gar nicht mein Geschmack

— Kelo24

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    Wie ich mich einmal in alles verliebte

    Zeilenleben

    22. April 2016 um 18:47

    Meine MeinungSeth ist ein pubertierender Junge, der mit mangelnden Selbstbewusstsein und einer sich ausbreitenden Akne zu kämpfen hat. Zudem verliert seine Mutter, langsam aber sicher den Verstand. Sie leidet mit Mitte dreißig an einer Alzheimer Frühform und ist dazu verdammt sich rückwärts zu entwickeln bis sie irgendwann einmal das Atmen vergessen wird.Da es in dieser (fiktiven) Form des Alzheimers eine genetische Komponente gibt, macht sich Seth auf die Suche nach ihren und damit auch seinen Angehörigen. Seine Mutter hat noch nicht einmal gegenüber seinem Vater viel über ihre Herkunft verraten und so ist Seths einziger Anhaltspunkt eine Datenbank, in der alle an dieser speziellen Alzheimerform erkrankten Menschen aufgeführt sind. Seth gelingt es diese Datenbank zu hacken und so trifft er immer mehr Menschen, die unter Alzheimer leiden, während er seine Mutter im Pflegeheim immer seltener besucht.Der zweite Handlungsstrang führt uns mitten auf das platte Land wo der inzwischen fast siebzigjährige Abel auf die Rückkehr seiner geliebten Tochter wartet. Abel ist ein Einsiedler mit Buckel, der immer mehr von der modernen Welt überrollt wird und ihr schließlich weichen muss. Trotzdem hält er sich die gesamte Zeit über an der Hoffnung fest, dass seine Tochter letztendlich doch zu ihn zurückfinden wird.Der dritte Handlungsstrang beschäftigt sich mit der Genese der hier beschrieben Alzheimer Frühform. Es wird erzählt wie ein englischer Adeliger sein mutiertes Gen an viele Kinder weitergeben konnte und diese sich letztendlich in alle vier Himmelsrichtungen verstreuten. Dabei ist dem Nachkommen nicht nur der genetische Defekt gemeinsam, sondern auch die Geschichte um das sagenumwobene Land Isidora. Das goldene Land in dem keine Erinnerungen und keine Worte gibt und alle stets glücklich und zufrieden miteinander leben.Stefan Merill Block ist es gelungen mit "Wie ich mich einmal in alles verliebte" ein berührendes und tiefgründiges Buch zu schreiben. Es handelt von Liebe, Enttäuschung, Verlust und endet am Schluss dann eben doch bei der Liebe. Einerseits ist dieser Buch ein Familienroman, da Abels Geschichte in Rückblenden erzählt wird, andererseits begleiten wir Seth dabei wie er erwachsen wird und letztendlich lernt Verantwortung zu übernehmen. Das Buch findet auf vielen verschiedenen Ebenen statt, die am Ende doch zusammengeführt werden und ein großes Ganzes ergeben.Das Buch ist sprachlich nicht gerade einfach zu verdauen. Die Sätze sind aufeinander abgestimmt, der Autor war hier sichtlich bemüht seiner Geschichte eine eigene Melodie zu geben. An manchen Stellen wirkt die Geschichte daher zu angestrengt und viel zu überladen mit Eindrücken und Bildern. Trotzdem gelingt es Stefan Merill Block über weite Teile der Geschichte seinen Inhalt auf einen sprachlich gehobeneren Niveau zu vermitteln, dass den Leser mitreißen und begeistern kann.Fazit"Wie ich mich einmal in alles verliebte" ist ein berührendes und tiefgründiges Buch. Es hat mich beim Lesen immer wieder zum Nachdenken angeregt und an vielen Stellen war ich erstaunt über die Fantasie des Autors, die doch so glaubwürdig und real wirkte. Alzheimer ist ein Thema mit dem ich mich bisher nicht so viel beschäftigt habe, Stefan Merill Block hat es jedoch geschafft mich für diese Krankheit zu sensibilisieren. Seth und auch sein engstirniger Vater sind mir während des Lesens sehr ans Herz gewachsen und es tat mir leid die beiden am Ende des Buches gehen lassen zu müssen. Abel und seine gesamte Geschichte haben mich tief traurig hinterlassen und doch hätte ich mir seine Geschichte nicht anders wünschen können.Insgesamt gebe ich diesem wundervollen Buch viereinhalb Sterne und kann mich bei dem Autor nur für ein unvergessliches Leseerlebnis bedanken!

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    nonamed_girl

    01. January 2015 um 10:35
  • Rezension zu "Wie ich mich einmal in alles verliebte" von Stefan Merrill Block

    Wie ich mich einmal in alles verliebte

    Thaila

    12. February 2012 um 17:45

    Ein bißchen verwirrend ist der Anfang von Stefan Merill Blocks Roman "Als ich mich einmal in alles verliebte". Da geht es zum einen um einen buckeligen Mann, der sich in die Frau seines Bruders verliebt. Abel erzählt die Geschichte aus der Rückschau, mittlerweile ist er alt und klammert sich mit aller Kraft an seine Farm, die von Enteignung bedroht ist. Zum anderen ist da Seth, ein Junge, dessen Mutter zunehmend verwirrter wird und offensichtlich an Alzheimer leidet. Beide erzählen ihre Geschichte, und man fragt sich, handelt es sich um die selbe Person, in verschiedenen Lebensphasen oder gibt es einen anderen Zusammenhang zwischen ihnen. Und dann gibt es zwischendurch immer wieder märchenhafte Erzählungen über Isidora, das Land des Vergessenes, sowie wissenschaftlich anmutende Abschnitte über die Entstehung einer Variante des Alzheimers, die besonders perfide ist, da sie bereits in den mittleren Jahren auftritt und nicht erst im fortgeschrittenen Alter. Diese Erkrankung zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman und verbindet die verschiedenen Erzählstränge und Erzählweisen miteinander. Sehr kunstvoll verflechtet der Autor diese Geschichten miteinander. In diesem Roman über Alzheimer geht es weniger um die Betroffenen, als um die Angehörigen und wie sie versuchen, diesen Abschitt auf Raten zu verarbeiten. Dabei fällt es ihnen sehr schwer, die Krankheit zu akzeptieren. Zu traumatisch ist es, dass langsame Zerbrösseln des Geistes eines geliebten Menschens zu ertragen. Dazu kommt die quälende Frage, ob man das fatale Gen, das die Krankheit auslöst, womöglich selber in sich trägt. Block erzählt über die Gefühle der Betroffenen sehr einfühlsam. Wie in jedem guten Buch bedeutet die Krankheit mehr als nur ein Leidensweg. Sie steht im Roman auch als Metapher für eine Gesellschaft, in der nur die Zukunft zählt und alles Alte schnell an Wert verliert, der Geschichte eines Menschens der eines Ortes wenig Wert beigemessen wird. All das beschreibt Block leichtfüssig und sehr süffig lesbarer Form.

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  • Rezension zu "Wie ich mich einmal in alles verliebte" von Stefan Merrill Block

    Wie ich mich einmal in alles verliebte

    pat_ricia

    10. April 2011 um 08:38

    Alzheimer und das Land Isidora (kann es dort so schlimm sein) aus der Sicht eines Jugendlichen, der davon betroffen ist. Seine Mutter leidet an dieser Frühform und er rollt die Geschichte dieser Krankheit auf. Sehr spannend mit vielen Denkanstössen. Auf der anderen Seite der "Vater"? der Ekrankten, der sich im Leben immer hintenangestellt hat und nun auf die Rückkehr seiner Tochter wartet. Ein sehr lehrreiches Buch. Trotz des schwierigen Themas nicht traurig denn.... kann Isidora so übel sein ??

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  • Rezension zu "Wie ich mich einmal in alles verliebte" von Stefan Merrill Block

    Wie ich mich einmal in alles verliebte

    Maggi

    23. September 2010 um 11:56

    Ein aufwühlender, tiefgehender Roman über eine Familie, die mit der Alzheimer-Frühform klar kommen muss. Der Sohn der Familie stürzt sich mit Hingabe in die Erforschung der Familiengeschichte und der Krankheitsgeschichte und möchte, da die Krankheit vererbt wird, alles darüber heraus finden. Schonungslos ehrlich gezeichnete, zutiefst menschliche Charaktere mit Stärken, Marotten, Schwächen, Wut, Hass, Angst und Fluchtgefühlen werden uns geschildert und gaben mir das Gefühl bei allem dabei zu sein. Sehr spannend und auch medizinisch fundiert, sowie ausführlich wird von der Entstehung und Verbreitung der Krankheit erzählt und doch dadurch nie der Faden verloren. Ein nicht immer einfaches Buch, aber sehr empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Wie ich mich einmal in alles verliebte" von Stefan Merrill Block

    Wie ich mich einmal in alles verliebte

    Fantasie_und_Träumerei

    09. June 2010 um 10:51

    Der deutsche Titel des Buches ist meiner Meinung nach unglücklich gewählt, denn so wie ich vermuten auch viele andere Leser eine sehr romantische Liebesgeschichte dahinter. Das ist jedoch nur bedingt der Fall. In erster Linie handelt dieses Buch von Menschen, mit und ohne Alzheimer, die auf der Suche nach etwas Verlorenem sind. In erster Linie auf der Suche nach sich selbst, ihrem Leben oder dem Inhalt ihres Lebens. Verpackt ist das Ganze in die tragische, mitreissende Geschichte der Familie Haggard, die schon seit mehreren Generationen von einer Frühform der Alzheimer Krankheit befallen ist und deren Leben auf Lügen aufgebaut ist. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive des Jungen Seth, dessen Mutter an Alzheimer erkrankt ist und nie etwas von ihrem Leben preisgegeben hat, weshalb er sich nun auf die Suche seiner Vorfahren macht, und aus der Sicht des alten Farmers Abel, der sich in die Frau seines Bruders verliebte und dessen Leben eine tragische Wende nahm. Der Autor, erst 28 Jahre alt,hat sich viele Gedanken zum Thema gemacht und baut einen historischen Teil ein, der über die Geschihte der Alzheimer Erkrankung erzählt. Manchmal konnte ich seinen Gedankengängen nicht sofort folgen, weshalb ich oft etwas in der Luft hing, bis sich die Zusammenhänge klärten. Es ist eine Geschichte, die einen stark berührt, mit Protagonisten,deren Charakterzüge so gut herausgearbeitet sind, dass der Leser ein klares Bild von ihnen vor Augen hat. Man leidet und hofft mit jedem Einzelnen mit. Vor allem das Ende, obwohl etwas vorhersehbar drückt stark auf die Tränendrüse.

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  • Rezension zu "Wie ich mich einmal in alles verliebte" von Stefan Merrill Block

    Wie ich mich einmal in alles verliebte

    Tiffy_01

    06. June 2010 um 21:34

    Abel ist in die Frau seines Bruders verliebt. Als Paul in den Krieg zieht, beginnen die beiden eine folgenschwere Affäre. Seth ist 15 und seine Mutter verändert sich immer mehr – sie fängt an, Dinge zu vergessen, ihn zu vergessen – bis sie eines Tages schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert wird. Doch was verbindet die beiden Männer? Wieso werden ihre Geschichten parallel erzählt? Stefan Merrill Block erzählt die Geschichte zweier junger Männer, die etwas verbindet: Die Krankheit Alzheimer. Die Handlung wird aus den Perspektiven von Seth und Abel erzählt und erst am Ende erfährt der Leser, in welchem Verhältnis Seth und Abel zueinander stehen. Block erzählt auf einfühlsame und berührende Weise diesen Roman und leistet einen erheblichen Beitrag dazu, dass die Gesellschaft mehr über die Krankheit erfährt, die jeder kennt und über die doch kaum jemand Bescheid weiß. Und er beschreibt in eindrucksvoller Weise, wie einen jeden die Frage nach seiner Herkunft und der Herkunft seines Lebens antreibt. Lesenswert! --- Lieblingszitate: „Schaut mich an. Nach all den Jahren bin ich immer noch eifersüchtig. Warum sonst muss ich vergleichen, wer wen am meisten geliebt hat? Das Leben ist doch kein Wettbewerb, wo derjenige das meiste kriegt, der am meisten liebt.“ „Da die Evolution im Lauf von Jahrmillionen praktisch alles einmal ausprobiert, kam ich zu dem Schluss, dass sie sicher auch schon mit einem durch und durch pessimistischen Verstand experimentiert haben musste. Vielleicht waren die frühen Hominiden allesamt Pessimisten gewesen und deswegen ausgestorben.“ (Die Kurzbeschreibung auf der Rückseite des Buches entspricht leider nicht der Handlung des Buches)

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  • Rezension zu "Wie ich mich einmal in alles verliebte" von Stefan Merrill Block

    Wie ich mich einmal in alles verliebte

    dzaushang

    09. August 2009 um 10:24

    Also mich hat dieses Buch nicht so sehr begeistert. Insbesóndere die Geschichte rund um das defekte Gen, das über Generationen hinweg Unheil anrichtet, hat mich nicht wirklich gepackt.

  • Rezension zu "Wie ich mich einmal in alles verliebte" von Stefan Merrill Block

    Wie ich mich einmal in alles verliebte

    tinchen11

    07. June 2009 um 10:28

    Der Oriiginal -Titel des Buches The Story of Forgetting trifft es wohl eher ...denn es geht in erster Linie um Symptome , Verlauf und das Auseinanderstzenm mit einer Frühform von Alzheimer .
    Dies wird in eine sehr berührende Geschichte verpackt , die mitfühlen läßt und traurig stimmt...
    Ein wirklich eindrucksvolles Buch !

  • Rezension zu "Wie ich mich einmal in alles verliebte" von Stefan Merrill Block

    Wie ich mich einmal in alles verliebte

    papalagi

    07. May 2009 um 09:23

    Einfach eindrücklich und berührend. Der Originaltitel " The Story of Forgetting" trifft für mich eher zu, schliesslich geht es in erster Linie um das Vergessen, um die Frühform der Alzheimer-Erkrankung. In 4 Erzählstrengen führt uns Block durch die Geschichte: Einerseits Abel, mittlerweile in die Jahre gekommen und auf seiner verlotternden Farm ausharrend, bis sie bereit ist, zurückzukommen. Sein Leben wird erzählt, über seine Liebe und wie er die Krankheit seiner Mutter und seines Bruders erlebt hat. Dann erzählt Seth,15-jähriger Sohn von Jamie, wie er die Krankheit seiner Mutter erlebt und wie er und sein Vater wieder zueinander finden. Dass ihm keine Ruhe lässt, dass er nichts von Mutters Vergangenheit weiss. Dann führt uns eine genetische Historie durchs Buch, darin erfahren wir wie es zu dieser Frühform von Alzheimer kam, dass der Ursprung zurück auf Robert Mapplethore IV reicht, zurück ins 18. Jhd. Dank seiner vielen Geliebten und des Zufalls (oder war es Schicksal?) und der daraus entstehenden Nachkommen konnte die Krankheit verbreitet werden. Und zu guter Letzt die Geschichte um Isidora, das Land des Vergessens, die alle drei Stränge miteinander verbindet. In einer lebhaften, witzigen Sprache versteht es Block den Leser zu fesseln und so ganz nebenbei erfahren wir die Entstehung der Alzheimer-Frühform.

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  • Rezension zu "Wie ich mich einmal in alles verliebte" von Stefan Merrill Block

    Wie ich mich einmal in alles verliebte

    LeseAnne

    25. March 2009 um 18:18

    Einfach zu traurig:-(

  • Rezension zu "Wie ich mich einmal in alles verliebte" von Stefan Merrill Block

    Wie ich mich einmal in alles verliebte

    Nanaja

    23. March 2009 um 11:20

    Wieder einmal muss die undurchsichtige, konspirative Praxis des deutschen Verlagswesens angeprangert werden, brauchbare und durchdachte Originaltitel so abzuändern, dass er zum vermeintlichen Geschmack des deutschen Publikums passt. So ist der Originaltitel hier: "The Story of Forgetting". Und genau das ist es, die Geschichte des Vergessens. Das Buch handelt von Alzheimer, Alzheimer und nochmals Alzheimer - die Liebesgeschichte zwischen Abel und Mae, die Suche Seths (ich glaube übrigens, dass der Name dieser Figur sorgfältig ausgewählt wurde) nach seinen Vorfahren und der Krankheit an sich, die schönen, tragikomischen, skurrilen Passagen bilden keinen Liebesroman, keine Entwicklungsgeschichte. Es ist die Geschichte des Vergessens, manchmal zart, manchmal poetisch, manchmal sogar ansatzweise humorvoll und warm geschrieben, dennoch fühlte ich mich beim Lesen ständig, als gösse jemand einen Eimer eiskalten Wassers über meinen Kopf. Das Buch haut um. Alzheimer kriegen alte Leute, was man ja immer schön verdrängen kann. Die spezielle Alzheimer-Frühform, von der im Buch die Rede ist, kann Jahrzehnte früher und keinen Deut weniger grausam zuschlagen. Noch kein Buch hat mein Leben verändert, aber manche ändern meinen Blick auf die Dinge - dieses Buch gehört unbedingt dazu.

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  • Rezension zu "Wie ich mich einmal in alles verliebte" von Stefan Merrill Block

    Wie ich mich einmal in alles verliebte

    asita

    17. January 2009 um 17:05

    FÜR MICH DAS BUCH IM HERBST GEWESEN!!! seth kann es nicht fassen. seine mutter gerade mal fünfunddreißig vergißt andauernd dinge. wie kann das sein? was ist los mit ihr? dann erfahren sein vater und er, daß die mutter alzheimer hat. aber sowas bekommen doch nur 'alte leute'? abel lebt alleine auf dem rest seiner farm (texas ). früher war sie mal gaaaannnz groß. da lebten sein bruder und dessen frau auch noch da. der bruder ging in den krieg ... abel verliebte sich in mae. plötzlich verschwindet mae und irgendwo da draußen ist deren tochter jamie, auf die er jeden tag wartet. doch eines tages steht ein fremder vor seiner haustür. was will er hier? wunderschön geschrieben von stefan merrill block die geschichten von erinnerungen und liebe und von 'isidora' einer traumwelt ......... verglichen wird er schon mit benjamin kunkel und jonathan safran foer auch mit jeffrey eugenides und jonathan franzen . wow!!! »Ich liebte sogar Dinge an ihr, die normalerweise nicht als liebenswert gelten. Zum Beispiel ihre Zehen. Nicht nur die Füße, nein, auch die Zehen. Krumm und schief von Geburt an, aber für mich so schön wie die Zacken eines Diadems.«

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  • Rezension zu "Wie ich mich einmal in alles verliebte" von Stefan Merrill Block

    Wie ich mich einmal in alles verliebte

    Kossi

    11. January 2009 um 14:47

    Parallel zu dieser Welt existiert eine zweite Ein sehr vielschichtiges Buch ist dieses Werk mit einem Titel, der mich von Anfang an neugierig gemacht hat. Der Autor erzählt uns in drei verschiedenen Erzählsträngen die Geschichte von Seth Waller und seiner Familie. Jede einzelne Geschichte steht für sich und doch gehören sie alle zusammen. Seth ist verliebt in die Frau seines Bruders. Und mehr. Denn er ist in alles mögliche verliebt, was mit ihr zu tun hat. Und seien es nur ihre Magengeräusche oder die Art, wie sie Mais isst. Fast jugendlicher Natur ist die Verliebtheit von Seth, die schon sehr bald realistische Formen annimmt. Doch wie weit geht diese Liebe und vor allem: Wie weit lebt er sie aus? Sehr humorvoll wird die Bewunderung Seths für Mae, seine Schwägerin geschildert. Auf der anderen Seite erzählt uns der Autor die Geschichte von Seths Mutter, die an Alzheimer erkrankt. Zunächst kommt diese Krankheit schleichend, bis sie dann eines Tages vollkommen Besitz von ihr übernimmt. Seth beginnt, sich mit der Geschichte dieser Krankheit auseinander zu setzen und so wird der Leser ganz nebenbei auf die Anfänge von Alzheimer und deren Entdeckung geführt. Bis hin ins England des 18. Jahrhunderts wird der Leser geleitet, um an diesen Anfängen teilzunehmen, indem Block erklärt, dass Alban Mapplethrope IV diese Krankheit bekam und wie er sie letztendlich über die ganze Welt ausbreiten konnte. Seth begibt sich auf die Suche nach einem Allheilmittel für diese Krankheit und der Leser begleitet ihn dabei. Als ein weiteres Familienmitglied an Alzheimer erkrankt, steigt in ihm noch mehr die Angst hoch, auch ihn könne es eines Tages treffen. Ein weiterer Erzählstrang ist der von „Isidora“, einer Phantasiewelt, in die Seth Mutter ihn bereits in seiner Kindheit geführt hat. Eine Welt, in der es keine Erinnerung gibt und die Menschen genau aus diesem Grund sehr glücklich sind. An fast jedem Kapitel findet der Leser das „Isidora-Märchen“ in Kursivschrift wieder. Das Buch ist sehr schillernd und verständlich geschrieben. Es bringt zum Schmunzeln, zum Lachen, aber es bringt den Leser auch dazu, sich mit der Krankheit Alzheimer auseinander zu setzen. Gerade diesen Aspekt fand ich persönlich sehr interessant, da ich mit diesen Dingen bisher nie konfrontiert wurde. Sehr detailliert schildert der Autor das Vergessen. Angefangen bei Kleinigkeiten wie Gespräche mit anderen Menschen, über das Vergessen von Körperfunktionen bis hin zum Tod wird der Leser mit der Krankheit vertraut gemacht. Durch seine verschiedenen Schreibfacetten von lustig über traurig bis hin zu faktisch ist dem Autor ein sehr außergewöhnliches Buch gelungen, welches ich gerne gelesen habe. Ich hoffe sehr auf einen zweiten Roman des Autors.

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  • Rezension zu "Wie ich mich einmal in alles verliebte" von Stefan Merrill Block

    Wie ich mich einmal in alles verliebte

    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    07. January 2009 um 09:59

    Seth, ein wissbegieriger Teenager, beschließt angesichts seiner an einem Alzheimer-Frühformsyndrom erkrankten Mutter Jamie, Wissenschaftler zu werden. Er verschlingt alle verfügbaren Bücher über Hirnforschung und der Alzheimer-Krankheit EOA-23; denn sein größter Wunsch ist es, eines Tages ein Heilmittel zu finden. Seth macht sich daran den Ursprung und Geschichte dieser Krankheit zu entschlüsseln. So begegnen wir dem schönen englischen Adligen Robert Mapplethorpe, der im 18. Jahrhundert mit rund hundert Damen des Städtchens Iddylwahl ein Verhältnis hatte. Damals wusste noch keiner, dass dieser Don Juan, Träger eines unbekannten Gen-Defekts war, der ihn im Alter von nur 35 Jahren, sein Erinnerungsvermögen nach und nach aufzuzehren begann. Auf diesen Mapplethorpe geht angeblich der Ursprung der Alzheimer-Erkrankung EOA-23 zurück. Währenddessen wartet der zweite Ich-Erzähler, der bucklige alte Einsiedler Abel auf die Rückkehr seiner vor über zwanzig Jahren verschwundenen Tochter, die aus einer leidenschaftlichen amour fou mit der Liebe seines Lebens, der Frau seines Bruders, stammt. Abel kann diese Affäre nicht vergessen und er lebt mutterseelenallein in seinem verfallenen Haus vor sich hin. Das einzige was ihm geblieben ist, sind die Erinnerungen. Die einzelnen Erzählstränge enden mit einem Ausschnitt aus dem Märchen von Isidora, dem Land des Vergessens. In dieser goldenen Stadt sind alle Menschen glücklich, weil dort keine Erinnerung existiert. In dem Roman „Wie ich mich einmal in alles verliebte“ geben sich viele Geschichten die Hand, schieben sich übereinander und bilden so einen fulminanten Roman über das Leben, die Liebe und Tod. Dreh und Angelpunkt ist stets das Thema des Erinnerns und Vergessens. Für den einen wäre es ein Segen endlich zu vergessen, da die Erinnerungen quälend sind, während der andere gegen dieses Vergessen ankämpft. Stefan Merrill Block gelang mit diesem Buch über weite Strecken ein kurzweiliges und spannendes Leseabenteuer. Gekonnt lässt der Autor hier erzählend medizinische Fakten zur Genese der Krankheit einfließen und beschreibt scheinbar beiläufig und sehr unterhaltsam aktuelle Erkenntnisse aus der modernen Hirnforschung. Er porträtiert die teils kuriosen, teils tragischen Symptome, welche die Krankheit auslösen mit sprachlicher Leichtigkeit und ganz ohne Sentimentalitäten. So lässt der Autor durch Kunstgriffe und leisem Humor die Geschichte einer Krankheit, Fragen zur Zivilisation, Schicksal, Schuld, Erinnern und Vergessen aufleben. Und am Ende fragt man sich ob angesichts der Menschheitsgeschichte und ihrer Zerstörung das Vergessen nicht auch ein Segen sein könnte. Trotz dieser zahlreichen traurigen Momente, handelt es sich um ein zu tiefst menschliches und warmherziges Buch, welches durch die originellen und geistreichen Abschweifungen und einer Prise Humor zu einem rundum gelungenen Buch gezählt werden kann. Da sieht man es dem Autor gerne nach, dass er sich manchmal zu viel vorgenommen hat und der Roman an einigen Stellen etwas überladen wirkt.

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