Stefan Mey

 3.9 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Darknet und Indien 2.0.

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Stefan MeyDarknet
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Darknet
Darknet
 (6)
Erschienen am 25.05.2018
Stefan MeyIndien 2.0
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Indien 2.0
Indien 2.0
 (1)
Erschienen am 23.09.2013

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Rezension zu "Darknet" von Stefan Mey

Rezension zu "Darknet"
Zsadistavor 6 Monaten

„Darknet“ ist ein Werk aus der Feder des freien Journalisten Stefan Mey.

Der Autor greift verschiedene Seiten des Internet aus. Er erklärt die Ebenen Clearnet, Deep Web und Darknet. Wobei der Schwerpunkt im Darknet und der Software Tor liegt.

Über das normale Clearnet braucht man eigentlich nicht viel zu erklären, das ist das normale Internet.

Informativ für mich war, dass zum Beispiel auch alles an Firmensoftware über Deep Web läuft. Ich hatte mir da vorher keine großen Gedanken darüber gemacht.

Der Großteil des Buches taucht ins Darknet ab. Die positiven wie negativen Seiten werden erklärend dargelegt. Der Autor schafft es eigentlich immer sehr neutral zu bleiben und nur zu erklären und seine Recherchen offen zu legen. Mir gefällt das immer sehr, wenn man keine Meinung aufgedrängt bekommt, sondern selbst nachdenken soll.

Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Es ist auch alles verständlich erklärt. Hinten ist dann aber auch noch ein Anhang zu finden, in dem manche Wörter erklärt werden. Ich selbst brauchte den Anhang nicht, trotzdem finde ich ihn sehr hilfreich.

Leider verlor ich auf den letzten Seiten des Buches etwas das Interesse daran. Der Autor versuchte im letzten Kapitel Zukunftsvisionen des Darknets darzulegen. Das war spekulativ und interessierte mich jetzt nicht so. Auch die Interviews danach waren nicht meines.

Ansonsten fand ich das Buch sehr informativ und gut zu lesen. Vor allem gab es ein paar Informationen preis, die ich wirklich nicht wusste, ich aber sehr interessant fand.

In Sachen Clearnet, Deep Web und Darknet bin ich jetzt mit Sicherheit um einiges Schlauer.

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MeinLesezeichenBlogs avatar

Rezension zu "Darknet" von Stefan Mey

Stefan Mey hat viel Licht ins Dunkel gebracht.
MeinLesezeichenBlogvor 9 Monaten

Meine Meinung
Das Verbotene strahlt eine ganz besondere Anziehungskraft aus: Es scheint aufregender, es reizt uns. So ergeht es mir zumindest mit dem Darknet, das ja an sich nicht verboten bzw. illegal ist (es kommt nur ganz darauf an, was man dort macht!). Es kann genauso legal bzw. illegal sein wie das ’normale‘ Internet. Das war eines der ersten Dinge, die ich lernte als ich das Sachbuch „Darknet“ las. Auch im Clearnet, unserem Internet, gibt es Waffen, Drogen oder Schlimmeres; man muss nur wissen wo. Die Medien haben mich auf das Phänomen Darknet aufmerksam gemacht und meine Neugierde geweckt. Nach diesem Sachbuch bin ich zwar schlauer und habe einen etwas differenzierten Blick auf das Phänomen, ich bin aber auch neugieriger als zuvor. Es gibt langweilige Sachbücher und es gibt Sachbücher, die eine ungeahnte Faszination und Neugier in uns auslösen. Das Sachbuch von Stefan Mey gehört zur letzten Sorte.

Ich habe verstanden warum das Darknet ein Tabu ist und auch warum es nicht als solches behandelt werden sollte. Mey beantwortet mit seinem Sachbuch ein paar grundlegende Fragen. Zu allererst: Was ist das Darknet überhaupt? Wo kommt es her? Wo geht es hin? Er erklärt das Darknet, seine vielfältigen negativen Seiten, aber auch seine vielen positiven Verwendungen (ja, die gibt es). Er klärt auf über die verborgenen Dynamiken, spricht über Terrorismus und Missbrauchsabbildungen. Er versucht mit ein paar Vorurteilen aufzuräumen und zeigt ihren wahren Kern. Er berichtet darüber in einem neutralen und nicht reißerischen Ton. Besonders gut hat mir gefallen, dass er, wenn er das Darknet in die analoge Welt holt (z.B. vom Ausheben von Drogendealern spricht), sich auf Vorkommnisse aus Deutschland konzentriert. Das macht das Ganze noch eine Spur greifbarer.

Bei „Darknet“ handelt es sich um ein aufschlussreiches, informatives aber bis zu einem gewissen Grad auch anspruchsvolles Sachbuch. In Zeiten des digitalen Wandels sind solche Bücher sehr wichtig. Nur wenn man sich angemessen informiert, kann man sich eine Meinung bilden. Wir müssen die Welt, in der wir leben auch verstehen, um ein richtiges Leben führen zu können. Dazu braucht man Bücher, die eine solche Aufklärung leisten.

Ich hätte zwar gerne noch mehr erfahren und mehr gelesen, denn über das Darknet gibt es noch so viel zu erzählen. Da sind mir 239 Seiten etwas zu wenig. Aber für einen Einstieg eignet sich dieses Sachbuch allemal. (Eine kleine Bemerkung am Rande: Das Prinzip der Sternchen (z.B. Forscher*innen) ist sehr löblich und bei einer wissenschaftlichen Publikation auch durchaus angebracht, aber es stört den Lesefluss ungemein.)

Fazit
Nach der Lektüre dieses Buches ist das Darknet gar nicht mehr so bedrohlich und dunkel. Stefan Mey hat viel Licht ins Dunkel gebracht. Zwar ist mir das Darknet immer noch suspekt, neugierig bin ich immer noch. Absolute Leseempfehlung.

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Igelmanu66s avatar

Rezension zu "Darknet" von Stefan Mey

Gutes Darknet? Böses Darknet? – Ein faszinierender Ausflug!
Igelmanu66vor einem Jahr

»Immer wieder geistert das »Darknet« durch die Medien. Es ängstigt uns und zieht uns gleichzeitig an. Es verheißt Freiheit, Abenteuer und Anarchie und scheint dabei nicht nur Traum, sondern zugleich auch Alptraum zu sein, ein Ort für die finstersten Seiten der menschlichen Seele.«

 

Das Darknet – was hatte ich mir bislang darunter vorgestellt? Alles, was ich wusste, basierte auf Meldungen wie „…besorgte sich die Waffe im Darknet“. Ich war wirklich gespannt, was ich in diesem Buch erfahren würde!

Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Ich wurde nicht enttäuscht! Nach der Lektüre habe ich das Gefühl, das ich alles, was über das Darknet bekannt ist, zumindest gestreift habe. Wobei es noch vieles gibt, was man nicht weiß. Aber der Reihe nach.

 

Der Autor sorgt beim Leser erst einmal für eine ordentliche Grundlage, ein Basiswissen. Ich erfahre, dass ich keine kriminelle Begabung haben muss, um ins Darknet zu gelangen, sondern dass ich mir einfach eine Anonymisierungssoftware („Tor“) runterlanden könnte. Kostenlos. Ich erfahre sogar die Namen passender Seiten und beginne zu staunen. Kann ich legal ins Darknet? Und wie funktioniert das überhaupt mit der Anonymisierung?

 

Was als nächstes kommt, bestätigt allerdings meine alten Ansichten. Ich unternehme nämlich mit dem Autor einen Einkaufsbummel im Dark Commerce. Ich erfahre, wie man dort zahlt, dass es ein wichtiges Bewertungssystem gibt und Maßnahmen zur Selbstregulierung. Ich lese, wie ein Drogenkäufer seinem Verkäufer eine gute Bewertung ausstellt („toller Händler, jederzeit wieder“), ich sehe Falschgeldangebote („eine Zehnerpackung 50-Euro-Scheine für 150 Euro“) und muss schon fast schmunzeln, als ich zwei Gespräche, die das Deutsche Ärzteblatt über verschlüsselte Textnachrichten mit Darknet-Apotheken führte, lese. Darin zählt tatsächlich ein Händler seine diversen ethischen Grundsätze auf!

Weiter erfahre ich, dass es einen Wettbewerb der illegalen Marktplätze gibt, dass sich diese service-orientiert zeigen, Empfehlungsprogramme und Verantwortliche für „Öffentlichkeitsarbeit“ haben, die auf speziellen Branchenblogs und Diskussionsplattformen posten. Das alles wirkt so normal! Scheinbar gibt es wirklich große Ähnlichkeiten zwischen dem legalen E-Commerce und dem Dark Commerce. Abgesehen von der Handelsware natürlich ;-)

Aber neben dem Handel mit Drogen, Waffen und Falschgeld gibt es natürlich noch den traurigen Bereich der Kinderpornographie, auch dazu erfahre ich folglich einiges. Überrascht lese ich allerdings, dass die schlimmsten Dinge oft im ganz normalen Netz ablaufen!

 

Überhaupt ist es jetzt im Buch an der Zeit, die guten Seiten des Darknets zu beleuchten. Tatsächlich kann es nämlich auch für positive Zwecke genutzt werden, zum Beispiel als Plattform für Whistleblower oder investigative Journalisten. Wichtige zivilgesellschaftliche Organisationen empfehlen die Tor-Software, etwa Reporter ohne Grenzen oder Human Rights Watch. Außerdem gibt es Nutzer, die einfach nicht länger gläsern sein wollen. Ich erfahre, dass viele „normale“ Unternehmen/Seiten auch einen Darknet-Auftritt haben, selbst Facebook betreibt eine solche Präsenz, angeblich, um auch in Ländern erreichbar zu sein, die den Zugang verbieten wollen.

 

Im Vergleich schneidet das gute Darknet trotzdem schlechter ab. Erhebungen liefern bedenkliche Zahlen, illegale Aktivitäten haben doch einen enorm hohen Anteil.

Was tut eigentlich die Polizei dagegen? Wie arbeitet sie und welche Möglichkeiten hat sie? Auch dieser Punkt wird thematisiert.

Ein Anhang mit Interviews, Expertenmeinungen über die Sicherheit der Tor-Software, Infos zu anderen Darknets und einem Glossar vervollständigt das Bild. Apropos Tor-Software: Hier gibt es eine pikante Info: Das Tor-Projekt tritt nämlich als effektive Waffe gegen staatliche Überwachung und Zensur auf, erhält jedoch gleichzeitig und regelmäßig Geld von der US-Regierung. Darüber kann man mal nachdenken…

 

Nachgedacht hat auch der Autor, und zwar über die mögliche Zukunft des Darknets. Er entwirft verschiedene Ausblicke, die er ausführlich beschreibt. Ich gestehe, dieses Kapitel fand ich entbehrlich, das Thema hätte für meinen Geschmack in zwei bis drei Sätzen behandelt werden können. Das ist natürlich subjektiv, viele Leser mögen Dystopien und Utopien, und diesen Lesern werden die Ausblicke vermutlich gefallen.

 

Generell ist alles sehr gut verständlich geschrieben, der Stil dabei informativ und sachlich, selbst bei unschönen Themen. Das empfand ich als sehr angenehm. Am Ende habe ich eine Menge Neues erfahren, es wurde mir aber auch klar, dass man noch viel zu wenig über das Darknet weiß und dass es dort noch viel zu erforschen und zu entdecken gibt.

 

Fazit: Ein faszinierender Ausflug! Sehr informativ und gut verständlich.

 

»Die Zeit der großen Entdeckungen ist eigentlich vorbei, kaum ein Ort auf der Welt ist noch nicht beschrieben und vermessen. Doch das Darknet ist Terra Incognita – es ist unbekanntes, digitales Land.«

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