Darknet

von Stefan Mey 
4,0 Sterne bei6 Bewertungen
Darknet
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Igelmanu66s avatar

Ein faszinierender Ausflug! Sehr informativ und gut verständlich.

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Informativ, kurzweilig, für Laien sehr gut geeignet. Zugänglich und gekonnt geschrieben. Lesenswert!

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Inhaltsangabe zu "Darknet"

Ein 19-Jähriger, der vom elterlichen Wohnzimmer aus knapp eine Tonne Drogen verkauft … Whistleblower, die im Schutz der Anonymität brisante Informationen übermitteln … Leute, die aus Neugier online Falschgeld kaufen … politische Kollektive, die ihre Plattform vor dem Zugriff von Behörden schützen wollen.
Der Journalist Stefan Mey hat sich in die Tiefen des Darknets begeben. Schnell wurde ihm klar, wie viele der kursierenden Informationen Mythen sind und wie wenig an wirklichem Wissen existiert. Es hat ihn gereizt, diesem schwer zu erkundenden Ort seine Geheimnisse zu entlocken. Mey hat sich in monatelangen Recherchen ein eigenes Bild gemacht, er hat Dutzende wissenschaftlicher Darknet-Studien nach verwertbaren Ergebnissen durchforstet und über abhörsichere Kanäle das Gespräch mit Leuten "da draußen" gesucht. Bei seiner Reise ins Darknet portraitiert er diesen Ort, in dem so vieles nah beieinander liegt: illegaler Kommerz und ethische Abgründe, aber auch politischer Aktivismus und die Hoffnung auf ein besseres Internet.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783406713835
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:C.H.Beck
Erscheinungsdatum:25.05.2018

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    Zsadistas avatar
    Zsadistavor 5 Monaten
    Rezension zu "Darknet"

    „Darknet“ ist ein Werk aus der Feder des freien Journalisten Stefan Mey.

    Der Autor greift verschiedene Seiten des Internet aus. Er erklärt die Ebenen Clearnet, Deep Web und Darknet. Wobei der Schwerpunkt im Darknet und der Software Tor liegt.

    Über das normale Clearnet braucht man eigentlich nicht viel zu erklären, das ist das normale Internet.

    Informativ für mich war, dass zum Beispiel auch alles an Firmensoftware über Deep Web läuft. Ich hatte mir da vorher keine großen Gedanken darüber gemacht.

    Der Großteil des Buches taucht ins Darknet ab. Die positiven wie negativen Seiten werden erklärend dargelegt. Der Autor schafft es eigentlich immer sehr neutral zu bleiben und nur zu erklären und seine Recherchen offen zu legen. Mir gefällt das immer sehr, wenn man keine Meinung aufgedrängt bekommt, sondern selbst nachdenken soll.

    Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Es ist auch alles verständlich erklärt. Hinten ist dann aber auch noch ein Anhang zu finden, in dem manche Wörter erklärt werden. Ich selbst brauchte den Anhang nicht, trotzdem finde ich ihn sehr hilfreich.

    Leider verlor ich auf den letzten Seiten des Buches etwas das Interesse daran. Der Autor versuchte im letzten Kapitel Zukunftsvisionen des Darknets darzulegen. Das war spekulativ und interessierte mich jetzt nicht so. Auch die Interviews danach waren nicht meines.

    Ansonsten fand ich das Buch sehr informativ und gut zu lesen. Vor allem gab es ein paar Informationen preis, die ich wirklich nicht wusste, ich aber sehr interessant fand.

    In Sachen Clearnet, Deep Web und Darknet bin ich jetzt mit Sicherheit um einiges Schlauer.

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    MeinLesezeichenBlogs avatar
    MeinLesezeichenBlogvor 8 Monaten
    Stefan Mey hat viel Licht ins Dunkel gebracht.

    Meine Meinung
    Das Verbotene strahlt eine ganz besondere Anziehungskraft aus: Es scheint aufregender, es reizt uns. So ergeht es mir zumindest mit dem Darknet, das ja an sich nicht verboten bzw. illegal ist (es kommt nur ganz darauf an, was man dort macht!). Es kann genauso legal bzw. illegal sein wie das ’normale‘ Internet. Das war eines der ersten Dinge, die ich lernte als ich das Sachbuch „Darknet“ las. Auch im Clearnet, unserem Internet, gibt es Waffen, Drogen oder Schlimmeres; man muss nur wissen wo. Die Medien haben mich auf das Phänomen Darknet aufmerksam gemacht und meine Neugierde geweckt. Nach diesem Sachbuch bin ich zwar schlauer und habe einen etwas differenzierten Blick auf das Phänomen, ich bin aber auch neugieriger als zuvor. Es gibt langweilige Sachbücher und es gibt Sachbücher, die eine ungeahnte Faszination und Neugier in uns auslösen. Das Sachbuch von Stefan Mey gehört zur letzten Sorte.

    Ich habe verstanden warum das Darknet ein Tabu ist und auch warum es nicht als solches behandelt werden sollte. Mey beantwortet mit seinem Sachbuch ein paar grundlegende Fragen. Zu allererst: Was ist das Darknet überhaupt? Wo kommt es her? Wo geht es hin? Er erklärt das Darknet, seine vielfältigen negativen Seiten, aber auch seine vielen positiven Verwendungen (ja, die gibt es). Er klärt auf über die verborgenen Dynamiken, spricht über Terrorismus und Missbrauchsabbildungen. Er versucht mit ein paar Vorurteilen aufzuräumen und zeigt ihren wahren Kern. Er berichtet darüber in einem neutralen und nicht reißerischen Ton. Besonders gut hat mir gefallen, dass er, wenn er das Darknet in die analoge Welt holt (z.B. vom Ausheben von Drogendealern spricht), sich auf Vorkommnisse aus Deutschland konzentriert. Das macht das Ganze noch eine Spur greifbarer.

    Bei „Darknet“ handelt es sich um ein aufschlussreiches, informatives aber bis zu einem gewissen Grad auch anspruchsvolles Sachbuch. In Zeiten des digitalen Wandels sind solche Bücher sehr wichtig. Nur wenn man sich angemessen informiert, kann man sich eine Meinung bilden. Wir müssen die Welt, in der wir leben auch verstehen, um ein richtiges Leben führen zu können. Dazu braucht man Bücher, die eine solche Aufklärung leisten.

    Ich hätte zwar gerne noch mehr erfahren und mehr gelesen, denn über das Darknet gibt es noch so viel zu erzählen. Da sind mir 239 Seiten etwas zu wenig. Aber für einen Einstieg eignet sich dieses Sachbuch allemal. (Eine kleine Bemerkung am Rande: Das Prinzip der Sternchen (z.B. Forscher*innen) ist sehr löblich und bei einer wissenschaftlichen Publikation auch durchaus angebracht, aber es stört den Lesefluss ungemein.)

    Fazit
    Nach der Lektüre dieses Buches ist das Darknet gar nicht mehr so bedrohlich und dunkel. Stefan Mey hat viel Licht ins Dunkel gebracht. Zwar ist mir das Darknet immer noch suspekt, neugierig bin ich immer noch. Absolute Leseempfehlung.

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    Igelmanu66s avatar
    Igelmanu66vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein faszinierender Ausflug! Sehr informativ und gut verständlich.
    Gutes Darknet? Böses Darknet? – Ein faszinierender Ausflug!

    »Immer wieder geistert das »Darknet« durch die Medien. Es ängstigt uns und zieht uns gleichzeitig an. Es verheißt Freiheit, Abenteuer und Anarchie und scheint dabei nicht nur Traum, sondern zugleich auch Alptraum zu sein, ein Ort für die finstersten Seiten der menschlichen Seele.«

     

    Das Darknet – was hatte ich mir bislang darunter vorgestellt? Alles, was ich wusste, basierte auf Meldungen wie „…besorgte sich die Waffe im Darknet“. Ich war wirklich gespannt, was ich in diesem Buch erfahren würde!

    Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Ich wurde nicht enttäuscht! Nach der Lektüre habe ich das Gefühl, das ich alles, was über das Darknet bekannt ist, zumindest gestreift habe. Wobei es noch vieles gibt, was man nicht weiß. Aber der Reihe nach.

     

    Der Autor sorgt beim Leser erst einmal für eine ordentliche Grundlage, ein Basiswissen. Ich erfahre, dass ich keine kriminelle Begabung haben muss, um ins Darknet zu gelangen, sondern dass ich mir einfach eine Anonymisierungssoftware („Tor“) runterlanden könnte. Kostenlos. Ich erfahre sogar die Namen passender Seiten und beginne zu staunen. Kann ich legal ins Darknet? Und wie funktioniert das überhaupt mit der Anonymisierung?

     

    Was als nächstes kommt, bestätigt allerdings meine alten Ansichten. Ich unternehme nämlich mit dem Autor einen Einkaufsbummel im Dark Commerce. Ich erfahre, wie man dort zahlt, dass es ein wichtiges Bewertungssystem gibt und Maßnahmen zur Selbstregulierung. Ich lese, wie ein Drogenkäufer seinem Verkäufer eine gute Bewertung ausstellt („toller Händler, jederzeit wieder“), ich sehe Falschgeldangebote („eine Zehnerpackung 50-Euro-Scheine für 150 Euro“) und muss schon fast schmunzeln, als ich zwei Gespräche, die das Deutsche Ärzteblatt über verschlüsselte Textnachrichten mit Darknet-Apotheken führte, lese. Darin zählt tatsächlich ein Händler seine diversen ethischen Grundsätze auf!

    Weiter erfahre ich, dass es einen Wettbewerb der illegalen Marktplätze gibt, dass sich diese service-orientiert zeigen, Empfehlungsprogramme und Verantwortliche für „Öffentlichkeitsarbeit“ haben, die auf speziellen Branchenblogs und Diskussionsplattformen posten. Das alles wirkt so normal! Scheinbar gibt es wirklich große Ähnlichkeiten zwischen dem legalen E-Commerce und dem Dark Commerce. Abgesehen von der Handelsware natürlich ;-)

    Aber neben dem Handel mit Drogen, Waffen und Falschgeld gibt es natürlich noch den traurigen Bereich der Kinderpornographie, auch dazu erfahre ich folglich einiges. Überrascht lese ich allerdings, dass die schlimmsten Dinge oft im ganz normalen Netz ablaufen!

     

    Überhaupt ist es jetzt im Buch an der Zeit, die guten Seiten des Darknets zu beleuchten. Tatsächlich kann es nämlich auch für positive Zwecke genutzt werden, zum Beispiel als Plattform für Whistleblower oder investigative Journalisten. Wichtige zivilgesellschaftliche Organisationen empfehlen die Tor-Software, etwa Reporter ohne Grenzen oder Human Rights Watch. Außerdem gibt es Nutzer, die einfach nicht länger gläsern sein wollen. Ich erfahre, dass viele „normale“ Unternehmen/Seiten auch einen Darknet-Auftritt haben, selbst Facebook betreibt eine solche Präsenz, angeblich, um auch in Ländern erreichbar zu sein, die den Zugang verbieten wollen.

     

    Im Vergleich schneidet das gute Darknet trotzdem schlechter ab. Erhebungen liefern bedenkliche Zahlen, illegale Aktivitäten haben doch einen enorm hohen Anteil.

    Was tut eigentlich die Polizei dagegen? Wie arbeitet sie und welche Möglichkeiten hat sie? Auch dieser Punkt wird thematisiert.

    Ein Anhang mit Interviews, Expertenmeinungen über die Sicherheit der Tor-Software, Infos zu anderen Darknets und einem Glossar vervollständigt das Bild. Apropos Tor-Software: Hier gibt es eine pikante Info: Das Tor-Projekt tritt nämlich als effektive Waffe gegen staatliche Überwachung und Zensur auf, erhält jedoch gleichzeitig und regelmäßig Geld von der US-Regierung. Darüber kann man mal nachdenken…

     

    Nachgedacht hat auch der Autor, und zwar über die mögliche Zukunft des Darknets. Er entwirft verschiedene Ausblicke, die er ausführlich beschreibt. Ich gestehe, dieses Kapitel fand ich entbehrlich, das Thema hätte für meinen Geschmack in zwei bis drei Sätzen behandelt werden können. Das ist natürlich subjektiv, viele Leser mögen Dystopien und Utopien, und diesen Lesern werden die Ausblicke vermutlich gefallen.

     

    Generell ist alles sehr gut verständlich geschrieben, der Stil dabei informativ und sachlich, selbst bei unschönen Themen. Das empfand ich als sehr angenehm. Am Ende habe ich eine Menge Neues erfahren, es wurde mir aber auch klar, dass man noch viel zu wenig über das Darknet weiß und dass es dort noch viel zu erforschen und zu entdecken gibt.

     

    Fazit: Ein faszinierender Ausflug! Sehr informativ und gut verständlich.

     

    »Die Zeit der großen Entdeckungen ist eigentlich vorbei, kaum ein Ort auf der Welt ist noch nicht beschrieben und vermessen. Doch das Darknet ist Terra Incognita – es ist unbekanntes, digitales Land.«

    Kommentare: 8
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    Wedmas avatar
    Wedmavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Informativ, kurzweilig, für Laien sehr gut geeignet. Zugänglich und gekonnt geschrieben. Lesenswert!
    Informativ und lesenswert!

    Darknet habe ich ganz gern gelesen. Da Buch liefert, was der Klappentext verspricht.

    In 9 Kapiteln plus kurze Einleitung auf knapp 220 Seiten erzählt Stefan Mey, was Darknet ist, seine Entstehung und Funktionsweise, im letzten Kap. gibt es einen Ausblick „Vom dystopischen Internet zu einer Utopie des Darknets“, was kaum fehlen durfte.

    Dass es nicht nur Darknet als Ort der illegalen Marktplätze oder nur das böse Darknet (Waffen, Terrorismus, Kinderpornographie) gibt, sondern dass es so etwas wie gutes Darknet gibt und dort auch die Whistleblower oder Oppositionelle ihre Anonymität genießen, oder auch die linkspolitische Aktivist*innen, die sich vor Überwachung und Repression schützen wollen, sich dort entspr. Dienste eingerichtet haben, wird wohl noch für viele Neulinge auf dem Gebiet neu sein. Auch Studenten tummeln sich dort: Um kostenlos an bestimmte wissenschaftliche Artikel oder Kapiteln aus schwer zugänglichen Büchern ranzukommen, gibt es dort ein Hintertürchen.

    Ein Zitat wirke auf mich recht futuristisch: „In seinem Vortrag auf dem Kongress des Chaos Computer Clubs meinte der Tor- Forschungsdirektor Roger Dingledine, er träume davon, dass eines Tages alle großen Webseiten… stets auch .onion-Zugang anböten.“ S. 73.

    Kap. 6 erzählt, wie die Software Tor funktioniert, mit deren Hilfe man Darknet betritt, und was man im Einzelnen tun muss, um sich dort Zugang zu verschaffen, alles recht zugänglich und für Neulinge auf dem Gebiet gut geeignet dargeboten. Als Laie wird man gut bedient, denn anfangs werden auch IP Adressen, welche Funktion sie haben und ähnliches erklärt.

    Nicht minder spannend ist Kap. 8 „Was die Polizei im Darknet tut und wieso sie nicht nur ohnmächtig ist.“

    Im Anhang gibt es lesenswerte Interviews mit Darknet Spezialisten und noch einige Infos zu alternativen Darknets: I2P, Freenet, ca. 10 Seiten zum Thema: „Wie sicher ist das Tor?“. Ein kleines Glossar rundet dieses informative Werk ab.

    Fazit: Wer sich als Laie über Darknet näher informieren möchte, kann hier gut zugreifen. Das Wesentliche ist gekonnt und zugänglich erklärt worden. Ich habe mich sowohl gut unterhalten informiert gefühlt und bleibe prima informiert zurück, daher vergebe ich sehr gute 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

    Kommentare: 2
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    leucoryxs avatar
    leucoryxvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Statistiken, Ermittlungen und Vermutungen. Ich hatte etwas anderes erwartet.
    Die Parallelwelt zum gängigen Internet

    Der Autor begibt sich auf eine gefährliche Reise indem er die Welt des Darknets betritt. Kriminelle Machenschaften sind hier an der Tagesordnung. Alles was man sonst heimlich auf der Straße kauft, kann man hier online einkaufen: Drogen, Waffen und gefälschte Ausweise. Aber Wistleblower, politische Aktivisten und einfach Neugierige finden hier eine Plattform der Anonymität. Was genau geht dort vor in dieser noch recht geheimen Welt und wird sie BEstand haben oder sogar eine wirkliche Alternative zum derzeitigen Internet?

    Ich selbst hatte bisher nicht wirklich etwas über das Darknet gehört. Mir ist teilweise bewusst wie sehr unsere Aktivitäten im Internet beobachtet werden und dass gegebenfalls die Identität einzelner User sehr leicht herausgefunden werden kann. Es ist mehr als ienleuchtend, dass das nicht jedem gefällt und dadurch hat sich die Alternative des Darknets entwickelt, die Anonymität verspricht. Aus dem Klapptentext geht hervor, dass der Autor sich in diese digitale Unterwelt begeben hat. Ich hatte somit einen Bericht erwartet mit persönlichen Eindrücken und vielleicht sogar einzelnen Schicksalen und Geschichten. Allerdings beruft sich der Autor eher auf durchgeführte, wissenschaftliche Studien, bei denen er jedoch selbst einräumt, dass sie kein vollständiges Bild abgeben. Es wird shcnell klar, dass vielles noch nicht bekannt ist über das Darknet.  Man erfährt wie das Darknet entstanden ist und dass es zunächst die Software TOR entwickelt wurde, die die eigenen Identität im Netz verschlüsselt. Dass daraus eine eher korrupte Parallele zum Internet entstanden ist, war so nicht geplant. Es wird deutlich, dass das Darknet großes Potential für gute Absichten hat. So können Wistleblower brisant einformationen an die Presse geben ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Dies ist beispielsweise in Ländern unter Diktaturgewalt sehr wichtig. Dennoch scheint derzeit die Verbreitung illegale Objekte den Vorrang  zu haben. Hier und da konnte die Polizei bereits Drogendealer und Prodzunten von Falschgeld überführt werden, wenn diese kleine Fehler begangen haben. Der Autor beleuchtet auch mögliche Zukunftsszenarien des Darknets und am Ende sind einzelne Interviwes abgedruckt. Obwohl man durchaus einen Eindruck erhält wie Geschäfte im Darknet abgewickelt werden, wie die Verschlüsselung funktioniert und einzelne Erfolge der Polizei geschildert werden, fehlt mir das Persönliche. Die blanke Statistik, die wenig Aussagekraft hat, Vermutungen von Polizisten, fragwürdige Finanzierung und die Entstehungsgeschichte von TOR geben ledeglich einen Überblick über eine kaum fassbare Welt. Mich hätte mehr interessiert was Menschen genau dazu veranlasst diese Welt zu betreten und ob deren Hoffnungen dort erfüllt werden. Einige Darknet-Seiten sind recht kurzlebig und generell scheint es Probleme bei der Aufrechterhaltung ausreichender Ressourcen zu geben, nicht zuletzt wegend er Negativpresse. Hinzukommt die nicht immer ganz logische Reihenfolge im Buch, die zu einigen Wiederholungen geführt hat.

    Das Darknet taucht in letzter Zeit immer wieder in den Medien auf, so dass ein sachlicher und neutraler Bericht hier für mehr Klarheit sorgen kann. Jedoch hat mir das Buch nur aufgezeigt, dass vieles noch unbekannt ist und selbst wissenschaftliche Studien zeichnen kein eindeutiges Bild. Die Zukunft wird wohl erst zeigen müssen in welche RIchtung sich das Darknet entwickeln wird und ob auch seine guten Seiten zum Tragen kommen werden.

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    daydreamins avatar
    daydreaminvor 4 Monaten

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