Stefan Moster

 4.2 Sterne bei 115 Bewertungen
Autor von Neringa, Lieben sich zwei und weiteren Büchern.
Stefan Moster

Lebenslauf von Stefan Moster

Stefan Moster, geboren 1964 in Mainz, ist Autor, Übersetzer, Lektor und Herausgeber. Er unterrichtete an den Universitäten München und Helsink, erhielt das Münchner Literaturstipendium für Übersetzung und den Staatlichen finnischen Übersetzerpreis. Er hat u.a. Werke von Hannu Raittila, Ilkka Remes, Kari Hotakainen, Markku Ropponen, Petri Tamminen und Daniel Katz ins Deutsche übersetzt. "Die Unmöglichkeit des vierhändigen Spiels" ist Mosters Debütroman. Er lebt mit seiner Familie in Espoo, Finnland.

Neue Bücher

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Erscheint am 12.02.2019 als Hardcover bei mareverlag.

Alle Bücher von Stefan Moster

Neringa

Neringa

 (32)
Erschienen am 09.02.2016
Lieben sich zwei

Lieben sich zwei

 (32)
Erschienen am 01.06.2013
Die Frau des Botschafters

Die Frau des Botschafters

 (27)
Erschienen am 20.08.2013
Die Unmöglichkeit des vierhändigen Spiels

Die Unmöglichkeit des vierhändigen Spiels

 (24)
Erschienen am 01.08.2012
Alles frisch

Alles frisch

 (0)
Erschienen am 01.10.2014
Alleingang

Alleingang

 (0)
Erschienen am 12.02.2019

Neue Rezensionen zu Stefan Moster

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Daphne1962s avatar

Rezension zu "Neringa" von Stefan Moster

Fragen des Lebens
Daphne1962vor 2 Jahren


Ein Deutscher, der in London lebt und arbeitet, gerade 50 geworden. Er fängt an über das Leben nachzudenken, über seinen Großvater. Eigentlich weiß er kaum etwas, seine Erinnerungen trüben ein wenig. Ein paar Erzählungen der Eltern noch. Das kann doch nicht alles gewesen sein, was von einem Menschen übrig bleibt? Ihm kommt eine Postkarte in den Sinn. Das ist der Beginn seiner Zeitreise.

Er beginnt selbst sein derzeitiges Leben zu hinterfragen. Er ist in der IT-Branche sehr erfolgreich, verdient eine Menge Geld. Da er weder Frau noch Kinder hat, fragt er sich selbst, was bleibt von ihm übrig. Der Großvaters war beruflich mit Pflasterarbeiten beschäftigt. Ein harter Job, der aber am Ende des Tages was vorzuweisen hat. Die Steine bleiben, die er gelegt hat. Der Protagonist kann das nicht von sich behaupten. Was stimmt von den Überlieferungen, die erzählt werden.Was sagen Hinterlassenschaften aus, wie Postkarten oder Briefe. Findet man dort die Wahrheiten? 

Erst als er die junge Litauerin Neringa kennen lernt, da fängt er an etwas zu begreifen und das Leben von einer anderen Sicht zu betrachten. Sie muss Geld verdienen um zu überleben. Aber sie beschäftigt sich in ihrer freien Zeit mit dem Puppenspielen. Er lernt mit ihr die Gegenwart zu genießen und zu leben. 

Es ist ein Buch über den Sinn des Lebens. Fragen, die sich jeder selbst mal stellen sollte. Mir gefällt es, was Stefan Moster so schreibt. Die Bücher nehmen einen mit auf eine Reise, bei der man sehr viel nachdenken muss. Er selbst hinterlässt auf jeden Fall Spuren mit seinen Büchern, die der Nachwelt erhalten bleiben. 

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Daphne1962s avatar

Rezension zu "Die Unmöglichkeit des vierhändigen Spiels" von Stefan Moster

Ein Piano geht auf Kreuzfahrt
Daphne1962vor 2 Jahren


"Das Wetter? Miserabel. Hinterhältiger Wind blies kurz mal volle Kanne, dann brach er ab wie auf Kommando und sprang plötzlich wieder an wie das Gebläse einer durchgedrehten Klimaanlage, die ein

 Sadist auf eiskalt  geschaltet hatte"  (Zitat Seite 393 bei der
 Umrundung des Kap Hoorn.)

Almut findet sich auf einem riesigen Kreuzfahrtschiff wieder. Ausgerechnet sie, der der Luxus völlig abgeht. Obwohl sie aus einer intellektuellen Familie stammt, Klavier spielt und Psychologie studiert hat, musste sie sich mit ihrem Sohn die meiste Zeit alleine durchschlagen. Inzwischen 48 Jahre alt, aus Rostock stammend, kümmert sie sich 
jetzt die nächsten Wochen um die Psychosen von betuchten 
Passagieren, als Bordpsychologin.

Sohn Sebastian, 21 Jahre alt, schwimmt sich von seiner Mutter frei. Im Streit sind sie vor Wochen auseinander gegangen. Er spielt mit Leidenschaft Klavier, was ihm die Mutter beibrachte. Auch er befindet sich ebenfalls auf diesem Kreuzfahrtschiff. Er wurde als Barpianist arrangiert.

Gaus, ein Personalmanager und ehemaliger Führungsoffizier der Staatssicherheit hat beide auf das Schiff geholt. Auch Gaus liebt das Klavierspiel.

Allerdings weiß weder Mutter noch Sohn, wo der jeweils andere sich gerade aufhält. Es kommt zeitweise die Melancholie hoch. Mutter und Sohn sind durch die Musik stark verbunden. Für Almut wird diese Reise ein Aufleben ihrer Vergangenheit. Für Sebastian ein Erwachsen werden und über sich hinaus wachsen.

Es war sein Romandebüt im Jahre 2009. Der Autor Stefan Moster arbeitet als Übersetzer aus dem finnischen. Dort lebt er mit seiner Familie. Das er selbst mit dem Schreiben angefangen hatte, war eine sehr gute Idee. Denn sprachlich fulminant und lesenswert. Das ist Unterhaltung pur, die keine Seite langweilig war. Man verliert nie den Faden, wenn man das Buch beiseite legt. Die Reise geht von Europa nach Südamerika und rund um das Kap Hoorn. Je mehr Seewind aufkommt, je mehr nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Im inneren des Schiffes braut sich ebenfalls was zusammen. Das Personal zeigt, was es drauf hat. Auch der Autor hatte was drauf. Eine absolute Leseempfehlung.

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Bücherwurms avatar

Rezension zu "Neringa" von Stefan Moster

wunderschöner Schreibstil
Bücherwurmvor 3 Jahren

"Neringa" von Stefan Moster, mit dem Untertitel "Oder Die andere Art der Heimkehr", zwang mich zum konzentrierten und intensiven Lesen. Recht unspektakulär und ruhig fließt die Geschichte dahin, nicht schwer zu fassen und trotzdem verbrachte ich deutlich mehr Zeit mit Nachdenken über das Gelesene als mit dem eigentlichen Lesen.
Ein namenloser Protagonist ist im fünfzigsten Lebensjahr und zweifelt am Sinn seines Lebens. Keine Familie, gut bezahlter IT- Job, aber was ist Erfüllung? Was hinterlässt der heutige Mensch seiner Nachwelt?
Ich hätte da haufenweise Antworten gewusst, angefangen von Plastik Müllbergen, zerstörter Natur, aber unser Protagonist ist mehr auf das persönliche Umfeld konzentriert. Seine Gedanken kreisen nahezu unentwegt über das Schicksal eines Großvaters, eines Verlegers von Pflaster, eines Familienvaters, eines Heimkehrers aus dem Krieg.
Als Kind nicht wirklich bewusst wahrgenommen, welches Kind ist schon fähig ernsthafte Beziehungen zu seinen Großeltern auf zu bauen, wurde dem Protagonisten Leistungen seines Großvaters angepriesen. So soll er bekannte Wege und Plätze gepflastert haben, unvergessen und bleibende Werke hinterlassen haben, die heute noch Bestand haben.
Können diese Legenden einer Nachprüfung standhalten? Und ist es wirklich so eminent wichtig, Leistung zu vollbringen?

"Dieses Aufsteigen lassen von Wörtern in die Luft, wo sie sich kräuselten wie Qualm und schließlich im Dämmerlicht auflösten."

Wer eine Reise in seine eigene Vergangenheit nicht scheut, wer gerne sprachlich ausgefeilte und wunderschöne Sätze liest, die zum Innehalten einladen, der ist mit diesem Buch perfekt versorgt.
Nicht geeignet für schnelle Querleser, die durch Bücher hecheln und sprachliche Schönheit nicht entdecken wollen.

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Gespräche aus der Community

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Mare_Verlags avatar

Wir möchten eine mare-Vorableserunde mit Euch starten! Der neue Roman von Stefan Moster Die Frau des Botschafters erscheint zwar erst am 20. August, aber wir haben einige Vorabexemplare aus der Druckerei erhalten - und die möchten wir exklusiv unter Euch verlosen!

Zum Buch:

Die Freundschaft zwischen Klaus und Oda, der Frau des Botschafters, beginnt mit einem Fisch. Eines Abends legt ihn der Fischer auf den Steg der deutschen Botschaft in Helsinki, deren Garten an die Ostsee grenzt. Oda war früher Fernsehredakteurin, jetzt repräsentiert sie Deutschland an der Seite ihres Mannes. Klaus, der allein in einem Holzhaus am Meer wohnt und sich selbst zu genügen scheint, eröffnet eine Gegenwelt zum Diplomatenleben, in dem Oda die Tage oft lang werden. Vor allem sehnt sie sich nach ihrem Sohn Felix, der in einem Heim in Deutschland lebt. Eines Tages fasst Oda einen tollkühnen Plan:
Sie will ihrem Sohn das einzigartige Licht auf den zugefrorenen Buchten vor der Küste Helsinkis zeigen. Mit Klaus als Komplizen macht sie sich auf den Weg, ohne dass irgendjemand anderes von ihrem Vorhaben weiß.

Die bewegende Geschichte einer Freundschaft, einer Ehe und der Liebe einer Mutter zu ihrem Kind. Ein elegant erzählter Roman über die Entwicklung einer Frau und die Frage, was es heißt, Mensch zu sein - getaucht in das berückende Licht des Nordens.


Zur Leseprobe

Die Freundschaft zwischen Oda und Klaus ist wirklich sehr ungleich: Klaus lebt allein in einer Hütte am Meer - Oda hingegen residiert in einer Villa. Um ihren Mann nach Helsinki zu begleiten, hat sie ihren Job als Fernsehjournalistin an den Nagel gehängt und Deutschland verlassen - Klaus kennt fremde Länder nur aus dem Fernsehen (spricht aber überraschenderweise sehr gut Deutsch!). Sie kommen aus völlig unterschiedlichen Welten...

Möchtet Ihr zu den 20 Vorablesern gehören*? Dann bewerbt Euch gleich und beantwortet dazu bis zum 28. Juli 2013 diese Frage:

Wie sind Eure Erfahrungen mit Freundschaften, was funktioniert besser? »Gleich und Gleich gesellt sich gern« oder »Gegensätze ziehen sich an«?


Wir freuen uns auf viele Bewerbungen!

Euer mareverlag

* Bedingung dabei ist, dass Ihr Euch im Gewinnfall zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.
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Community-Statistik

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