Stefan Neuhaus Tucholsky zum Vergnügen

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Inhaltsangabe zu „Tucholsky zum Vergnügen“ von Stefan Neuhaus

Die Welt verachten – das ist sehr leicht und meist ein Zeichen schlechter Verdauung. Aber die Welt verstehen, sie lieben und dann, aber erst dann, freundlich lächeln, wenn alles vorbei ist –: das ist Humor. TUCHOLSKY In der Reihe »Zum Vergnügen« zeigen Gedichte, Aphorismen, Briefe und Werkausschnitte berühmte Dichter und Denker von einer neuen Seite: das charakteristisch Andere, das nicht Erwartete, aber doch Erahnte, gedankliche Ab-, Um- und Seitenwege, verlockende Heimlichkeiten, kleine Gemeinheiten, hübsche Bonmots.
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    Tucholsky zum Vergnügen
    Duffy

    Duffy

    02. August 2017 um 07:44

    Vor einigen Wochen klagte mir ein Student der Juristerei seine Not. Das Studium sei so trocken und humorlos und eigentlich hätte er ja viel lieber Literaturwissenschaft studiert, aber das sei ja die kalkulierte Arbeitslosigkeit und zudem hätte seine literarische Vorbildung offensichtlich große Lücken, denn Namen wie Mann, Hesse oder Kempowski beispielsweise seien in seiner Bibliothek nicht zu finden, er hätte immer nur gelesen, was oberflächliche Zerstreuung versprach. Fastfood eben. Dann noch etwas leiser, fast verschämt, er hätte auch noch nie etwas von Tucholsky gelesen und könne überhaupt nicht mitreden, wenn von dem Mann die Rede ist. Und da wird ja immer noch viel geredet.Ich habe ihm eine alte Ausgabe von "Rheinsberg" geschenkt und eben dieses kleine Reclam-Buch, das für nur 5 Euro ein paar schöne und sehr amüsante Tucholsky-Weisheiten enthält. Habe ihm auf die gramgebeugte Schulter geklopft und ihm tröstend verkündet: "Das wird schon alles".Gestern bekam ich eine Postkarte aus Rheinsberg mit dem Tucholsky-Museum drauf. Mein Student grüßte herzlich, war voller Begeisterung, hier neben Tucholsky auch noch Fontane entdeckt zu haben und schloss: "Wussten Sie, dass vor ein paar Jahren hier Wiglaf Droste mal Stadtschreiber war?" Ja, wusste ich, das war das einzige Mal, dass ich auf den hochgeschätzten Kollegen Droste so richtig neidisch war.

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