Ich bin reingestolpert, weil ich dachte: „Ein Atlas? Über Sprachen? Klingt trocken wie Knäckebrot ohne Belag.“ Tja, falsch gedacht. Das Ding hat mich dermaßen abgeholt, dass ich beim Lesen beinahe mein Frühstück verbummelt hätte – und das will was heißen.
Dieses Buch ist wie ein Abenteuerurlaub für’s Hirn: Ich reise von Australien nach Afrika, von Sorben zu Comanchen – ganz ohne Jetlag, aber mit jeder Menge Staunen. Und was man da alles lernt! Dass es Sprachen gibt, die Gerüche in Feinheiten unterteilen, da kommt selbst mein Parfum-Regal nicht mit. Oder solche, die Raum und Zeit völlig anders ticken lassen – da denkt man, man sei weltoffen, und merkt plötzlich: nope, noch lange nicht.
Die Karten und Grafiken sind nicht nur schick, sondern machen richtig was her – fast wie Poster fürs Wohnzimmer, wenn man auf Linguistik-Deko steht (ich überlege wirklich). Und die Illustrationen? Ziemlich cool. Pia Bublies hat da was richtig Eigenes geschaffen – charmant, verspielt, aber nie kitschig.
Was mich aber wirklich gepackt hat: Der Ton. Nie belehrend, immer mit Herz, manchmal auch mit einer Prise Ironie. Man merkt: Die Autoren brennen für die Sache. Und ich am Ende auch. Ich hätte nie gedacht, dass mich das Schicksal von Mbugu & Co. mal emotional erwischt – aber genau das ist passiert.
Ein Buch, das Hirn UND Herz anspricht. Und ehrlich: Wer’s liest, wird die Welt danach mit anderen Ohren hören. 5 Sterne, mit Ausrufezeichen. Oder wie man vielleicht irgendwo auf der Welt sagen würde: „Kwemwenga mwa ngozi!“ (Vorsicht, ausgedacht. Aber hey – klingt schön, oder?)




