Stefan Schweizer. RAF 3.0: RAF 3.0-4.0: Zerfall, Auflösung, Schwerkriminalität

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Inhaltsangabe zu „RAF 3.0: RAF 3.0-4.0: Zerfall, Auflösung, Schwerkriminalität“ von Stefan Schweizer.

"RAF 3.0-4.0: Zerfall, Auflösung, Schwerkriminalität (1992-2017)" schildert anhand von RAF-Texten erstmalig spannend, wie es zur Auflösung der RAF kam. Der Staat konnte die RAF bis heute militärisch nicht besiegen. Wie kam es dennoch zum Untergang der RAF? Welchen Anteil hatte daran die Koordinierungsgruppe Terrorismus? Welche Rolle spielte der Geheimdienstler und Bundesjustiz-Minister Klaus Kinkel? War es der Verfassungsschutz-Spitzel Klaus Steinmetz, der der RAF den Todesstoß versetzte? Oder war es der RAF-interne Streit zwischen Reformern, Hardlinern und der RAF-Kommandoebene? Wieso gelingt es der Polizei bis heute nicht, die Reste-RAF auszuschalten, obwohl diese einen bewaffneten Raubüberfall nach dem anderen begeht? Wie kann das RAF-Trio Staub, Klette und Garweg bis heute trotz gestochen scharfer Fahndungsbilder im Untergrund agieren? Gibt es versteckte Verbindungen zwischen den Linksterroristen und deutschen Geheimdiensten?
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  • Staatsfeind Nr. 1

    Die Akte Baader

    Durga108

    Stefan Schweizers biografischer Roman liest sich schnell, interessant und man fühlt sich atmosphärisch in die Zeit der 60er und 70er Jahre zurückversetzt. Er gibt v.a. Baader, aber auch Ensslin, Meinhof u.a. Persönlichkeit, schmückt ihre Charaktere aus, schafft Marotten und Macken. "Andreas Baader ist eine der schillernden Figuren unter den deutschen Schwerverbrechern - seine Person, seine Taten und Verbrechen sind legendär. Während er bei manchen als Revolutionär und Freiheitskämpfer gilt, sehen viele in ihm einen eiskalten Mörder, der nicht vor schweren Bombenattentaten zurückschreckte, um die deutsche Demokratie zu bekämpfen. Es ranken sich viele Mythen um den Gründer der Roten Armee Fraktion (RAF)... Der biografische Kriminalroman umfasst anschaulich schildernd die wichtigen Stationen seines Lebens, damit die Leserinnen und Leser auf spannende Weise nachvollziehen können, wie Andreas Baader vom kleinen, vaterlosen bayrischen Buben zum Staatsfeind Nr. 1 in Deutschland werden konnte. .." Immer wieder stellte ich mir beim Lesen die Frage, was Fiktion und was Realität ist, zumal ich schon div. Sachbücher über die RAF gelesen habe. Der Leser muss sich dies  ins Gedächtnis rufen. Es handelt sich tatsächlich um einen Roman, bei dem sich der Autor zwar an manche realen Geschehnisse gehalten hat, alles andere stammt jedoch aus Schweizers Feder. So begründet er auch die RAF-Gründung als Kneipen-Idee, die v.a. aufgrund von Baaders Narzissmus entstand. Baader strotzt in "Die Akte Baader" vor Selbstüberschätzung und Brutalität mit einem starken Hang zu div. Drogen, ohne jegliche politische Vision und Intellekt. Ähnlich erklärt Stefan Schweizer auch die Attentate und die Konstellationen der RAF-Mitglieder zueinander. Mir gefällt, dass er Baader entglorifiziert, macht es sich damit jedoch zu einfach und zeichnet m.E. ein zu banales Bild der RAF, umreißt zu wenig die politischen Umstände der Zeit.  Da mir der Roman als solcher gut gefallen hat und einen Lesesog entwickeln konnte, gibt es von mir vier Sternchen.

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  • Der Baader-Mythos

    Die Akte Baader

    TochterAlice

    der 1970er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland: Andreas Baader, DER Top-Terrorist seiner Zeit? Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof nur als Staffage? Die 2. und 3. Generation der RAF erst recht? Nun, ganz so war es nicht und so wird es auch nicht vom Autor Stefan Schweizer dargestellt. Dass er sich allerdings komplett auf den Charakter des Andreas Baader fokussiert, das ist Tatsache. Das Buch ist auch als Biografischer Roman um die Person Andreas Baader herum gekennzeichnet.Die Handlung ist fiktiv, orientiert sich aber eng an der Wahrheit. Mich stören "erfundene" Namen für reale Figuren wie Anwälte, aber auch bestimmte RAF-Mitglieder - ein Umstand, der offenbar mit dem Datenschutz zu tun hat. Dennoch: es gibt genug "echte" Namen wie Baader, Ensslin, Meinhof, Meins, die neben die fiktiven gestellt werden. Ich habe das während der Lektüre als ausgesprochen verwirrend empfunden, gerade wenn es anscheinend um so offensichtliche Personen - und wichtige Akteure der "Szene" in der ein oder anderen Hinsicht - wie Horst Mahler und Brigitte Mohnhaupt ging.Das Bild eines komplett Bösen, als der Baader weitgehend - so zumindest meine Wahrnehmung - dargestellt wird - mit einer gewissen naiven Motivation die auch anderen RAF-Kämpfern (vor allem Meinhof und Ensslin) zugeordnet wird, erscheint mir dennoch nicht ganz adäquat.Erzählt wird eine fiktive Geschichte über das Leben von Andreas Baader, die sich eng an realen Ereignissen ab Mitte der 1960er Jahre orientiert. Also quasi eine Biographie Baaders, die so einige schriftstellerische Freiheiten enthält. Welche denn eigentlich? Nun, mir schien es, als ob vor allem bestimmte Dialoge fiktiv waren, die sich aber im Großen und Ganzen durchaus in reale Entwicklungen einfügen. Zudem werden Baader und auch anderen Akteuren gewisse Eigenschaften, oft sehr extremer Art, zugeordnet - das kann so gewesen sein, muss aber nicht. Die hier geschilderten Ereignisse grenzen sich auch nicht sonderlich von denen ab, die sich real zugetragen haben - es gibt also keine überraschenden Wendungen oder Pointen.Die Punkte, die aus meiner Sicht wesentlich sind, kannte ich bereits aus Biographien und anderen Sachbüchern zum Thema. Es mag für Leser, die sich noch nicht viel mit der Thematik beschäftigt haben, als süffig geschriebener Einstieg hilfreich sein - ich habe nicht allzu viel Neues oder Anderes erfahren.

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  • LovelyBooks Challenge 2018 - Sachbücher und Ratgeber

    Meinungsfreiheit!

    Sikal

    LovelyBooks Challenge 2018 „Sachbücher & Ratgeber“ Du interessierst dich für historische Zeitreisen? Du entdeckst immer wieder spannende, naturwissenschaftliche Publikationen?  Du stöberst gerne wahre Schätze zu politischen oder skurrilen Themen auf?  Oder bevorzugst du Bücher über Tiere, genussvolles Erleben, Kreativität? Dann lass uns doch an deinen Entdeckungen teilhaben! Wir freuen uns auf deine Vorstellungen und Tipps, tauschen uns gerne mit dir aus. Stelle dich der Herausforderung und mach einfach mit! Und so bist du dabei: Du meldest dich hier im Thread an und erstellst einen Sammelbeitrag. Dieser kann von dir jederzeit verändert bzw. aktualisiert werden. Die Challenge dauert von 1.1.2018 bis 31.12.2018. Du kannst jederzeit einsteigen. Schreibe zu jedem Buch eine Rezension und ordne diese dem jeweiligen Bereich zu. Verlinke bitte deine Rezension in deinem Sammelbeitrag, nur so kann am Ende des Jahres ermittelt werden, ob du die Challenge geschafft hast. Ziel der Challenge: 12 Bücher in 12 Monaten aus mindestens 3 unterschiedlichen Bereichen zu lesen und zu rezensieren. Es ist egal, ob du Sachbücher oder Ratgeber liest. Diese können in diversen Formaten (Hörbuch, E-book, Print) vorgestellt werden. Wichtig ist, dass das jeweilige Buch vom Verlag bzw. Lovelybooks als Sachbuch/Ratgeber/Biographie geführt wird. Primär sollte natürlich der Gedanke zählen, sich auszutauschen oder neue Bücher kennenzulernen. Doch was wäre eine Challenge ohne Gewinn! Und das kannst du gewinnen: Natürlich ein Buchpaket von LovelyBooks – dieses wird unter allen Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern verlost, die das Ziel der Challenge geschafft haben. In eigener Sache: Ich wünsche mir eine Challenge, in der wir respektvoll miteinander umgehen, in der wir die Meinung der anderen akzeptieren (wenn wir sie auch nicht immer teilen werden) und in der wir auch bei hitzigen Diskussionen immer wieder zu einem Konsens finden – „Meinungsfreiheit“ soll hier selbstverständlich sein. Ich freue mich, wenn du dabei bist. Ambermoon ban-aislingeach beerenbuecher Bellis-Perennis Buchraettin c_awards_ya_sin Ceciliasophie DieBerta Durga 108 ech fasersprosse Federfee Filzblume gst Igelmanu66 Knigaljub leucoryx mabuerele Merijan Nata1234 Nele75 OliverBaier peedee seschat Sikal StefanieFreigericht Talathiel Wedma wandablue    

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    • 31. December 2018 um 23:59
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