Roter Frühling 72

von Stefan Schweizer. 
4,5 Sterne bei2 Bewertungen
Roter Frühling 72
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Knallharter Krimi zum brisanten Thema RAF

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Knallharter Kriminalroman mit Bezug zur Realität - Kampf gegen die RAF

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Inhaltsangabe zu "Roter Frühling 72"

Harald Grass bekämpft als Staatsschutzermittler die RAF. Die Kapitel um Grass stellen seine Auseinandersetzung mit der RAF, das Ringen um sein Privatleben und den Kampf mit seinen Süchten dar. Die RAF-Kapitel schildern auf Basis der historischen Fakten Anschlagsplanungen und Anschlagsdurchführungen. Grass trifft im Romangeschehen direkt auf RAF-Mitglieder. Diese Kapitel erzeugen intensive Spannung und bilden Höhepunkte. Die Erzählweise ist chronologisch. Der historisch kundige Leser erkennt die RAF-Geschichte. Die RAF-Attentate erzeugen nicht nur Thrill, sondern auch Authentizität und Historizität. Grass ist ein Ermittler mit einer dunklen Seite. Er unterschlägt bzw. manipuliert Beweise und foltert Verdächtige. Erschwerend kommt ein Sucht-Problem hinzu. Grass konsumiert Unmengen an Alkohol und Drogen, um zu funktionieren. Der Kampf gegen die RAF wird zu einer Obsession, die ihn ins Verderben stürzt.

Die RAF-Protagonisten lehnen sich an den historisch verbürgten Personen an.Alle RAF-Terroristen und historischen Personen, die länger als 10 Jahre tot sind, werden beim Klarnamen genannt (z.B. Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof …). Bei den anderen Terroristen müssen aus Gründen des Persönlichkeitsrechts Namen erfunden werden. Anschläge und Bekennerschreiben sind an den real-historischen Vorkommnissen orientiert, sodass für den Leser ein hoher Wiedererkennungswert vorherrscht. Insofern besitzt der Roman dokumentarischen Charakter, was RAF-Aktivitäten angeht. Die Authentizität wird durch Original-Zitate aus Kommando-Erklärungen, Erklärungen in Gerichtsverhandlungen und überlieferte Dialoge erhöht. Folgende RAF-Protagonisten spielen eine wichtige Rolle: Baader, Ensslin, Meinhof, Raspe, Meins, Mahler.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783946686224
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:300 Seiten
Verlag:SWB Media Publishing
Erscheinungsdatum:21.04.2017
Teil 1 der Reihe "RAF"

Rezensionen und Bewertungen

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    michael_kissigvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Knallharter Krimi zum brisanten Thema RAF
    Knallharter Krimi zum brisanten Thema RAF

    Ich habe bereits Stephan Schweizers Roter Herbst 2.0 gelesen und habe mir dann schnellstens den Roten Frühling 72 RAF 1.0 besorgt.

     

    Das sind spannende Politikthriller zum Thema RAF. Man versucht die Terroristen bis zur Erschöpfung zu jagen und ist jedesmal über den perversen Terror entsetzt. Oft muss man dabei über die Grenzen gehen um einen Schritt vorwärts zu kommen. Es ist ein toller, fesselnder Roman über diese schreckliche Zeit, diese kranke Vereinigung. Wer sich für Geschichte und Bedrohungen interessiert, sind die Bücher Stephan Schweizers ein absolutes Muss. Man wird gefesselt und liest das Buch in einem durch. Zu gern würde ich weitere Bücher von Stephan Schweizer lesen wollen und seine Arbeiten verfolgen.

     

    Kommentare: 2
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    Nisniss avatar
    Nisnisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Knallharter Kriminalroman mit Bezug zur Realität - Kampf gegen die RAF
    Lebensbedrohliche Obsession - Kampf gegen die RAF

    Roter Frühling 72 – RAF 1.0 ist ein knallharter Kriminalroman. Die Rote-Armee-Fraktion (RAF) bombt und mordet seit der Baader-Befreiung für eine bessere Welt. Die Frühjahrsoffensive 1972 soll den deutschen Staat stürzen. Die Demokratie befindet sich am Rande des Abgrunds. Doch der Staat schlägt zurück. Staatsschutzermittler Harald Grass verfolgt die RAF unerbittlich. Er ist ein Antiheld mit Abgründen, der Beweise manipuliert und Verdächtige foltert. Zudem hat er ein Problem mit Alkohol und Drogen. Der Kampf gegen die RAF wird zur lebensbedrohlichen Obsession. Neben der politisch-historischen Brisanz um den RAF-Terrorismus bezieht der Roman seine Spannung aus der gespaltenen Persönlichkeit des Ermittlers.

    Heute vor 45 Jahren begann die Mai-Offensive der Roten Armee Fraktion. Der Bombenanschlag richtete sich gegen das Hauptquartier des V. US-Korps in Frankfurt am Main. Drei Bomben mit 80 Kilogramm TNT töteten einen Oberstleutnant und forderten 13 Verletzte. Der Sachschaden betrug 3.1 Millionen D-Mark (ca. 1.4 Millionen Euro). (Quelle: stefanschweizer.org)

    In der Regel veröffentliche ich an dieser Stelle keine Inhaltsangaben, doch hier sind die Fakten des Buchs bestens zusammengefasst.

    Der Autor:

    Stefan Schweizer, *1973, lebt in einer deutschen Großstadt. Er bewegt sich gerne in fremden Kulturen, in exotischen subkulturellen Milieus und ist Grenzgänger zwischen den Scenes: ob psychedelische Jam-Bands wie Grateful Dead, Techno- und Rave-Szene oder Rap-Bewegung - Berührungsängste hat er keine.

    Stefan Schweizer, Dr. phil., geb. 1973, Studium der Rechtswissenschaft, Philosophie, Politologie und Germanistik. Er arbeitete jahrelang im Bildungswesen: Universität, Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung und Schule. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Politischer Extremismus, Demokratietheorien, Kulturwissenschaft und Literaturwissenschaft. (Quelle: stefanschweizer.org)

    Reflektionen:

    Der Autor und Politologe Stefan Schweizer hat in seinem Kriminalroman die historischen Ereignisse, um den deutschen Kampf gegen die RAF (Rote-Armee-Fraktion), mit einer fiktiven Ermittlergeschichte ausgestattet.

    Zum einen nährt sich die Spannung dieses Kriminalromans durch die real dramatischen und brisanten Ereignisse der damaligen BRD im Kampf gegen die RAF und auf der anderen Seite, durch die zutiefst gespaltene Persönlichkeit des Staatsschutzermittlers Harald Grass.

    Die Figur Harald Grass ist alles andere als sympathisch. Er ist brutal, laut und rücksichtlos, während er mit allen Mitteln gegen die RAF Struktur ankämpft. Dennoch entlockt Harald Grass dem Leser auch Empathie, denn sein persönliches Schicksal hinterlässt durchaus berührende Emotionen. Oftmals hindert ihn seine eigene, teilweise bedauernswerte und persönliche Geschichte an einem tatsächlichen Erfolg. Er verliebt sich in die extrovertierte und kühle Monika und träumt von einer Familie mit ihr, doch um traute Zweisamkeit leben zu können, muss er sich zwischen Monika und seinem persönlichen Kampf gegen die RAF entscheiden. Soll er seine akribisch aufgebaute Tarnung aufgeben oder Monika gar einweihen? Es kommt brutal anders, denn Grass hat sich manches Mal nicht im Griff. Er kämpft gegen den Terror der RAF, er kämpft gegen sich selbst und er sucht vergebens Glück, Ruhe und Liebe.

    Die realen Aspekte dieses Kriminalromans erinnern stets an den Baader Meinhof Komplex, was an den geschichtlichen und wahren Begebenheiten liegt. Dennoch empfinde ich die Ähnlichkeit zu diesem Buch schon sehr deutlich.

    Zahlreiche Attentate der RAF habe ich in meiner Kindheit am Rande mitbekommen, schließlich wohne ich in der Nähe eines ehemaligen Tatorts und ich erinnere mich genau, an die in der Luft kreisenden Hubschrauber.

    Stefan Schweizer hat die historischen Ereignisse akribisch und ausführlich recherchiert. Seine Kompetenz als Politologe und sein ausdrucksstarker, gradliniger Schreibstil sichern spannende Lesestunden, bei denen man stets bemüht ist, die Grenze zwischen Fiktion und Realität zu ziehen.

    Die intensive Zeichnung der Charaktere, vor allem die des Harald Grass, ist Stefan Schweizer ausführlich und interessant gelungen, sodass man als Leser tief in die abtrünnige Seele des authentischen Staatsschutzermittlers abtauchen kann und dessen Zerrissenheit gut nachvollziehen kann.

    Fazit und Bewertung:

    Roter Frühling 72 – RAF 1.0 ist ein top recherchierter und spannender Kriminalroman mit einem realen Bezug zur deutschen Geschichte im Kampf gegen die RAF. Harald Grass, der Staatsschutzermittler, besitzt eine gespaltene Persönlichkeit, durch die die Spannungskurve immer wieder hochschnellt und der Leser pageturnerartig durch die Seiten prescht.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    S
    Liebe LovelyBooks-Fans,

    ich möchte euch herzlich zur Buch-Verlosung und anschließender Lese-Runde meines Politkrimis „Ritter und die PKK“ aus dem Südwestbuch Verlag einladen. Es gibt 3 Taschenbücher zu gewinnen! Die Bewerbungsfrist endet am 14. Juni 2017. Der Lesebeginn startet am 23. Juni 2017.

    Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Es wäre wünschenswert, wenn ihr vor eurer Bewerbung schon eine Leserunde und mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht habt.

    Ich werde an der Lese-Runde aktiv teilnehmen.

    Das ist kein geeignetes Buch für Fans von leichter Krimi-Kost und "normalen" Regionalkrimis. Es gibt einen charakterlich nicht ganz einwandfreien Protagonisten. Außerdem werden im Roman aktuelle politische Bezüge hergestellt und vertieft behandelt. Dasselbe gilt für wichtige historische Zusammenhänge, die den Krieg in Syrien und den Konflikt zwischen der Türkei und der PKK bestimmen.

    Leseprobe (unter Klick ins Buch):
    http://www.amazon.de/Ritter-die-PKK-Stefan-Schweizer-ebook/dp/B00OS8XPKM/ref=asap_bc?ie=UTF8

    Kurz zum Buch:
    Anschlag auf die Großbaustelle in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs! Kriminalhauptkommissar Alexander Ritter vom Staatsschutz der Kripo Stuttgart und sein Kollege Richard Epple ermitteln unter Hochdruck. Freunde und Feinde des despotischen Herrschers Baschar al-Assad haben den Bürgerkriegsschauplatz Syrien mitten ins Herz Europas getragen. Und im Musterländle lernt man, dass der Nahe Osten vor der Haustüre liegt. Wer ist Freund und wer ist Feind? Die kurdische PKK, die syrische FSA und der türkische Geheimdienst MIT liefern sich auf schwäbischem Boden ein heißes Stelldichein. Als das türkische Generalkonsulat Anschlagsziel wird, drohen Tote! Ritter sitzt zwischen allen Stühlen, zumal der politische Druck wächst. Und: ist auf seinen Freund und Kollegen Epple Verlass oder kocht der sein eigenes Süppchen? Zudem buhlen seine Langzeit-Freundin Jana und die Umweltschützerin Amelie um seine Liebe – Ritter muss sich entscheiden! Eine Nervenprobe, die Ritter an den Rand seiner Kräfte führt.
    Bitte schickt mir eine E-Mail an stefan.schweizer0511@gmail.com, wo ihr im Falle eines Gewinns eure Rezension hinterlegen würdet und beantwortet folgende Frage im Thread:
    Wie heißt der langjährige Anführer der PKK, der 1999 in Kenia verhaftet wurde und seitdem in der Türkei im Gefängnis sitzt?


    Ich freue mich schon auf eine spannende Leserunde mit euch.

    Herzliche Grüße

    Stefan Schweizer
    Zur Leserunde
    S
    Liebe LovelyBooks-Fans,

    ich möchte euch herzlich zur Buch-Verlosung und anschließenden Lese-Runde meiner Kurzgeschichte „Electro“ einladen. „Electro“ ist vor allem für Leserinnen und Leser, die elektronische Musik mögen und sich gerne am Wochenende in der Scene und in Clubs aufhalten. Oder für besorgte Eltern, die gerne wissen wollen, was ihre Kinder womöglich an den Wochenenden erleben.

    Zur Kurzgeschichte: Tommy hat beinahe das Wochenende verschlafen. Nachts eilt er in den Electro-Club und pfeift sich schnell eine starke Ecstasy rein, da er Angst hat, dass das Wochenende sonst vorbei ist, ohne dass er auf seine Kosten gekommen ist. Im Club wird er von Mark, einem jungen Dealer blöd angemacht, der ihn erstens wegen seines Alkoholkonsums im Zusammenhang mit Ecstasy rüffelt, da die Scene solches Verhalten nicht gut heißt. Zweitens stichelt er, dass Tommy für einen Schluck Liquid E zu alt wäre. Tommy möchte kein Liquid E probieren, aber er will auch nicht vor Mark als alter Mann dastehen, der nichts verträgt. Denn Tommy weiß, dass er schon Pillen geschluckt hat, als Mark noch nicht auf der Welt war. Nach dem Liquid E geht es Tommy phantastisch, und er reiht sich in die orgastischen Tänze ein. Bis ihm urplötzlich schwarz vor Augen wird, und er auf der Tanzfläche kollabiert. Kurz vor dem Abtreten gesteht Tommy sich ein, dass er zu alt ist und nicht mehr hierher gehört.

    Leseprobe:
    Als Tommy die Pille trocken runterschluckte, musste er einen Würgereiz unterdrücken und es überkam ihn schlagartig die Einsicht, dass seine besten Tage vorbei waren. Das gab ihm einen kurzen Stich ins Herz, den er sofort mit einem eigenartigen Würgegeräusch verdrängte. Er gehörte zu den Veteranen einer Szene, die niemand mehr für voll nahm. Die meisten Kids trugen heute die Baseballkappen verkehrt herum und hatten Hosen an, die Einblicke bis zum Spalt gewährten. Dabei verehrten sie einen Sprechgesang, der ihm immer fremd geblieben war und bleiben würde. Die wenigen Raver, die es noch gab, waren Mitte oder Ende der Achtziger Jahre noch nicht einmal geboren. Eigentlich handelte es sich bei Elektroclubs und Rave-Events um nostalgische Veranstaltungen für Leute, die nicht einmal im Ansatz wussten, wie es früher einmal abgegangen war. Er erschauderte – kurz aber heftig. Das lag an der bitteren Pille - in doppeltem Sinne. Dem Dollar und seiner Selbsterkenntnis. Pfui Teufel, sollte doch beides der Teufel holen.
    Es war spät/3.37 Uhr/In der Nacht von Samstag auf Sonntag.
    Es herrschte eine eigentümliche Stimmung. Der Montag nahte unaufhaltsam und noch klammerten sich die Menschen verzweifelt an die wenigen Wonnen des Wochenendes. Gut zwei Stunden, dann schloss das „Beats“ und er würde sich auf den Weg zur Afterhour machen. Die ging bis Punkt zwölf Uhr mittags. Auf dem Heimweg begegnete er meist frömmlerischen Kirchgängern mit von der Predigt verzückten Blicken, die brav ihre sonntägliche Pflicht erfüllten und ihn mit skeptischen Blicken musterten, da er weder wie ein verwahrloster Jugendlicher, aber auch nicht wie ein vertrauenswürdiger Erwachsener aussah. Das war vielleicht insgesamt sein Problem, dass er sich nicht entscheiden konnte, was er sein wollte.
    „Die Dollars sind mit Peyote bestrichen“, versicherte ihm der südländisch aussehende Dealer.
    Uff, Peyote – das hatte ihm gerade noch gefehlt. Vom Psychedelischem hatte er ein für alle Mal die Schnauze voll. Diese Zeiten waren längst vorbei. Seine Welle der Erkenntnis lag schon lange hinter ihm. Aber es gab für alles ein Comeback und Retro war in – auch in der Rave-Scene.
    „Echt krasses Zeug!“
    Klar, wer würde schon zugeben, schlechtes Zeug zu verticken. Alle versprechen einem, dass ihre Ware von erlesenster Qualität ist, um die horrenden Preise zu rechtfertigen.
    „Hoffentlich!“
    Er gab sich kurz angebunden, und um sich nicht noch mehr Geschwätz mit Balkanakzent anhören und machoides Imponiergehabe geben zu müssen, ging er langsamen Schritts in den Club zurück und hoffte, dass die Pille schnell und heftig wie eine kleine Wasserstoffbombe einschlug. Er war spät dran, hatte den Abend verschlafen und sogar den Wecker überhört. Je älter er wurde, desto mehr setzten ihm die Strapazen der Arbeitswoche zu, die er eigentlich nur auf sich nahm, um sich am Wochenende belohnen zu können. Der massive Türsteher mit Meister Propper Glatze und schwarzer Lederjacke, der die Szene beobachtet hatte, da er am Pillenverkauf prozentual beteiligt wurde, schenkte ihm ein verächtliches Lächeln, schnipste seine Zigarette zwanzig Zentimeter an ihm vorbei und öffnete mit falscher Ergebenheit die Türe. Dann umfing ihn eine Wand aus Dunkelheit und dumpfen Geräuschen und der Bauch des schäbigen Clubs hatte ihn verschluckt. Er tastete sich die ihm wohlbekannten Treppen hinunter. Eine orgastische Woge von Musik und Licht näherte sich ihm. Er spürte bereits erste Anflüge des Aufzugs, oder bildete er sich das nur ein?
    … hoch – runter – hoch – runter – hoch …
    Er war ein wenig wacklig auf den Beinen, und er hatte ein Grinsen im Gesicht. Dann war er wieder vollkommen klar und stark. Das reizvolle Changieren der Realitätsebenen hielt eine Weile an und spielte mit ihm, bis die Pille voll einschlug.

    Zur Hauptfigur: Tommy ist 40 Jahre alt und schlägt sich immer noch die Nächte an den Wochenenden in den Electro-Clubs um die Ohren. Dann schießt er sich mit Drogen wie Ecstasy und Amphetaminen ab, um sich und den anderen zu beweisen, dass er dazugehört, denn Tommy ist ein Veteran der Techno-Bewegung, und seit vielen Jahren ein Freizeit-User. Unter der Woche geht er einem einfachen Beruf als Fabrikarbeiter nach, der ihn nicht erfüllt, sondern auffrisst. Tommy verfügt über keine festen Bindungen, die ihn auffangen. So bietet das Wochenende die einzige Möglichkeit, der traurigen und seine Seele zerdrückenden Realität zu entfliehen. Tommy merkt, dass er die Drogen nicht mehr gut verträgt und dass das Nachtleben für ihn inzwischen zu anstrengend ist. Außerdem findet er im kalten Neonlicht und in den dunklen Ecken der Electro-Clubs weder menschliche Ansprache noch menschliche Wärme. Er hat dennoch Angst, diese letzte Bastion der Freiheit zu verlieren, wobei er weiß, dass ihm dann nichts mehr bleibt.

    Es gibt 15 ebook Ausgaben (pdfs) zu gewinnen! Die Bewerbungsfrist endet am 25. Mai 2017. Der Lesebeginn startet am 1. Juni 2017.
    Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr die Kurzgeschichte gelesen habt. Es wäre wünschenswert, wenn ihr vor eurer Bewerbung schon eine Leserunde und mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht habt. Ich werde an der Lese-Runde aktiv teilnehmen und stehe immer für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.
    Bitte schickt mir eine E-Mail an stefan.schweizer0511@gmail.com, wo ihr im Falle eines Gewinns eure Rezension hinterlegen würdet und beantwortet folgende Frage im Thread:
    Was versteht man unter Liquid E?
    Ich freue mich schon auf eine spannende Leserunde mit euch. Natürlich sind auch alle herzlich zur Leserunde eingeladen, die kein Exemplar gewinnen, aber dennoch mitmachen wollen.

    Herzliche Grüße

    Stefan Schweizer
    Zur Leserunde
    S
    StefanSchweizer
    Anbei mein neuestes Interview
    https://www.mordsbuch.net/2017/05/06/interview-mit-stefan-schweizer/
    Viel Vergnügen beim Lesen!
    Herzlich
    euer
    Stefan Schweizer
    Zum Thema

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