Stefan Schweizer

 4,4 Sterne bei 202 Bewertungen
Autor von Goldener Schuss, Die Akte Baader und weiteren Büchern.
Autorenbild von Stefan Schweizer (©)

Lebenslauf von Stefan Schweizer

STEFAN SCHWEIZER, * 1973, lebt in einer deutschen Großstadt. Er bewegt sich gerne in fremden Kulturen, in exotischen subkulturellen Milieus und ist Grenzgänger zwischen den Scenes: ob psychedelische Jam-Bands, Techno-Szene oder Rap-Bewegung – Berührungsängste hat er keine. Seit 2012 veröffentlicht er Belletristik. BERLIN GANGSTAS ist der neue, moderne Gesellschaftsroman.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Tödliche Seilschaften (ISBN: 9783948972219)

Tödliche Seilschaften

Erscheint am 01.10.2021 als Taschenbuch bei edition krimi.

Alle Bücher von Stefan Schweizer

Cover des Buches Die Akte Baader (ISBN: 9783839222003)

Die Akte Baader

 (42)
Erschienen am 07.02.2018
Cover des Buches Goldener Schuss (ISBN: 9783839216880)

Goldener Schuss

 (43)
Erschienen am 04.02.2015
Cover des Buches Berlin Gangstas (ISBN: 9783862655915)

Berlin Gangstas

 (18)
Erschienen am 01.08.2016
Cover des Buches Ritter und die Al Qaida (ISBN: 9783942661416)

Ritter und die Al Qaida

 (17)
Erschienen am 11.03.2013
Cover des Buches Ritter und die PKK (ISBN: 9783944264219)

Ritter und die PKK

 (14)
Erschienen am 15.11.2014
Cover des Buches RAF - 1. Generation (ISBN: 9783942661799)

RAF - 1. Generation

 (15)
Erschienen am 09.03.2012
Cover des Buches Islamisierung Deutschlands? (ISBN: 9783946686408)

Islamisierung Deutschlands?

 (11)
Erschienen am 20.10.2017
Cover des Buches Mörderklima (ISBN: 9783947612871)

Mörderklima

 (9)
Erschienen am 26.08.2020

Neue Rezensionen zu Stefan Schweizer

Cover des Buches Mehr Demokratie wagen (ISBN: 9783964380111)Patnos avatar

Rezension zu "Mehr Demokratie wagen" von Stefan Schweizer

Zwischen Fiktion und Realität
Patnovor 2 Monaten

Stefan Schweizer ist ein Experte in Sachen „RAF“ und hat bereits einige Sachbücher hierzu geschrieben. Interessant fand ich auch seinen biografischen Roman -„Die Akte Baader“. 

Nun hat sich der Autor an einen Polit-Thriller gewagt und wird dabei schreibtechnisch von dem ehemaligen RAF-Mitglied Christof Wackernagel unterstützt. 


Seit dem Attentat auf den Generalbundesanwalt Siegfried Buback sind 40 Jahre vergangen, als der Journalist Michael Engel im Sommer 2017 nach München zum NSU-Prozess fahren möchte. Er plant einen Artikel, in welchem er den Vergleich zu den Prozessen der 70er und 80er Jahre in Stuttgart ziehen möchte. 

Bei den Recherchen stößt Micheal auf Ungereimtheiten. 

Plante die RAF tatsächlich, Buback zu ermorden und könnte es möglich sein, dass der Bundesverfassungsschutz im Vorfeld Kenntnis vom diesem Attentat hatte, es jedoch gar nicht verhindern wollte? 

War der Generalbundesanwalt etwa einigen hochrangigen Menschen ein Dorn im Auge, weil er den Sturz Willy Brandts aufklären wollte? 

Michael Engel begibt sich mit einer Mitarbeiterin des Verfassungsschutzes auf Spurensuche. Ihnen ist nicht klar, dass sie sich damit in tödliche Gefahr begeben. 

Wird es ihnen dennoch gelingen, die Wahrheit ans Licht zu bringen? 


Die Ermittlungen führen zu Willi Brandt und seiner Ostpolitik. Brandt hatte damals sein politisches Programm mit dem Satz: „Wir wollen mehr Demokratie wagen“ umrissen.  Im Hinblick dessen, passt der Buchtitel perfekt zur Story. 


Der Einstieg in die Geschichte ist nervenaufreibend. Gedanklich bin ich im Jahr 1977 und erlebe das Attentat auf Buback im Kopfkino hautnah. 

Danach springt die Handlung zwischen Michael Engels Recherchen und der Vergangenheit hin und her.  

Mit Spannung verfolge ich dass Geschehen und kann kaum glauben, was der Journalist hier peu à peu aufdeckt. Ich beginne zu grübeln, frage mich, was damals tatsächlich passiert ist. 

Nun treffen hier ein Insider und ein promovierter Politologe aufeinander und daher vermute ich, dass trotz der dichterischen Freiheit Fiktion und Realität ziemlich dicht beieinander liegen. Interessant, aber auch erschreckend! 

Das Auseinandersetzung mit dem politischen Geschehen rund um die Exekution des Generalbundesanwalts ist perfekt gelungen.

Einziges Manko an diesem Thriller ist für mich die Darstellung der Charaktere. Sie wirken in ihrem Zusammenspiel hölzern, emotionslos und nicht immer glaubhaft in ihren Handlungen. Carmen fand ich z.B. gänzlich überflüssig, aber auch mit Michael und Judith konnte ich wenig anfangen.

Für meinen Geschmack hätte man das Privatleben des Michael Engel außen vor lassen können. 

Ingesamt ist dieser intelligente und exzellent recherchierte Polit-Thriller zu empfehlen. Er regt zum Nachdenken an und gewährt interessante Einblicke in die Machenschaften der Geheimdienste und des Verfassungsschutzes. 

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Cover des Buches Mehr Demokratie wagen (ISBN: 9783964380111)Seehase1977s avatar

Rezension zu "Mehr Demokratie wagen" von Stefan Schweizer

Fiktion oder erschreckende Wahrheit? – Ein spannender wie brisanter Polit-Thriller
Seehase1977vor 4 Monaten

Bei Recherchen stößt der Journalist Michael Engel auf Ungereimtheiten beim RAF-Attentat auf Generalbundesanwalt Buback. Wollte die RAF Buback damals tatsächlich ermorden oder hatte der Verfassungsschutz hier seine Finger im Spiel? Verfassungsschutzagentin Judith Gerson hat eine mögliche Antwort, denn der Generalbundesanwalt wollte die ausnahmslose Aufklärung zum Sturz von Willy Brandt und genau das, war dem Verfassungsschutz ein Dorn im Auge. Engel und Gerson befinden sich nun auf lebensgefährlichem Terrain, denn sie finden heraus, dass Willy Brandts Ostpolitik kurz vor der offiziellen Anerkennung der Deutschen Demokratischen Republik stand. Diese Entwicklung stieß auf höchste Gegenwehr. In einer gemeinsamen Aktion der östlichen und westlichen Geheimdienste wurde Brandt durch den Spion Günter Guillaume zu Fall gebracht. Kommt die Wahrheit ans Licht, oder werden Gerson und Engel zum Schweigen gebracht? …

Meine Meinung:

Stefan Schweizer beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Roten Armee Fraktion (RAF) und hat bereits einige Sachbücher über die terroristische Gruppierung, sowie u.a. den biografischen Roman „Die Akte Baader“ veröffentlicht. Den neuen Polit-Thriller „Mehr Demokratie wagen“ hat Schweizer zusammen mit dem ehemaligen RAF-Mitglied Christof Wackernagel geschrieben, was ich persönlich unheimlich spannend finde. Man darf davon ausgehen, dass Wackernagel sehr viel Insiderwissen in dieses Buch hat einfließen lassen. Ein intelligent und spannend geschriebener, informativer, gut recherchierter Thriller der nachdenklich zurücklässt.

"Das hatte er bis zum Umfallen geübt. Für diesen Augenblick. Der Triumph der Rache. Schüsse halten. Die Kugeln durchsiebten Kopf, Oberkörper und Rumpf. Der General sackte blutüberströmt auf seinem Sitz zusammen."

Der Wechsel zwischen den Handlungssträngen aus den 70er Jahren und der Gegenwart wird hier geschickt und spannend eingesetzt. Fast schon atemlos verfolge ich die Recherchen von Engel und Gerson mit und bin stellenweise fassungslos, wie perfide das Spiel von Verfassungsschutz und Geheimdiensten inszeniert wird. Vor allem der Blick hinter die Kulissen dieser Behörden, ihre teils undurchschaubaren und scheinbar eigenständigen, ohne politische Kontrolle durchgeführten Machenschaften, war mehr als interessant. Über der gesamten Story liegt etwas Bedrohliches, ein Gefühl, dem man sich nicht entziehen kann.

Die Autoren bewegen sich hier auf einem schmalen Grad zwischen Fiktion und Realität und ich frage mich während dem Lesen permanent, was ist wahr und was an der Story ist reine Spekulation? Die Vorstellung, dass an dem Szenario um die Ermordung von Generalbundesanwalt Buback  nur annährend ein Funken Wahrheit dahinter steckt, bereitet mir ein beklemmendes fast schon beängstigendes Bauchgefühl.

Obwohl mir die Rahmengeschichte um den Journalisten Michael Engel und Verfassungsschutzagentin Judith Gerson gut gefallen hat, weil sie spannend aufgebaut und gut erzählt ist, mit den beiden Figuren an sich konnte ich nicht richtig warm werden. Diese spielen meiner Meinung aber nur eine Nebenrolle, denn das Hauptaugenmerk liegt auf dem politischen Szenario und das war für mich sehr eingängig, hochinteressant und intelligent konstruiert. 

Mein Fazit:

Ein brisanter, niveauvoller und lesenswerter Polit-Thriller, dessen Szenario mich nachhaltig beschäftigt. Was ist Fiktion, was die Wahrheit?

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Cover des Buches Mehr Demokratie wagen (ISBN: 9783964380548)Heidelinde12s avatar

Rezension zu "Mehr Demokratie wagen" von Stefan Schweizer

Das Buch der beiden bekannten Autoren hat meine uneingeschränkte Leseempfehlung.
Heidelinde12vor 5 Monaten

Ein kluges Buch, eines welches die Intelligenz der Leserschaft herausfordert. Eines, welches clever einen Zwischenraum zwischen Fiktion und vergangener Realität geschaffen hat, in welchem die beiden Autoren  ihre Geschichte erzählen – spannend, informativ, erschütternd, und mich nachdenklich zurücklassend.

Es ist ein reflektierend politisches Buch, welches die Entwicklung aufzeigt, die unsere Demokratie in eine Krise führte. Die Story lenkt die Aufmerksamkeit der Leserschaft auch auf die expliziten Schwächen unseres Systems – zu seiner Korrumpierbarkeit, seinen demokratisch entgegenstehenden individuellen freiheitseinschränkenden Maßnahmen – beruflich und auch privat – und zeigt, welche Macht das sogenannte Küchenkabinett innehat.

Die Handlung switcht zwischen den 70er und der jetzigen Zeit hin und her und vermittelt zugleich einen Einblick in die Zeit der 70er Jahre der damaligen BRD, den ich bisher nicht hatte. Interessant auch der Draufblick, auf die damalige Einflussnahme der USA und der ehemaligen Sowjetunion.

Willy Brandt, ihn hätte ich gern gekannt und mich auch gern mit ihm über seine Ideen eines sozialdemokratischen, gemeinsamen Deutschlands unterhalten – das Beste aus beiden Systemen für ein gemeinsames Deutschland – das wäre es gewesen, wovon alle Menschen profitiert hätten.

Seien sie neugierig auf neue Eindrücke, lassen Sie sich auf diese interessante Lektüre ein. Das Buch der beiden bekannten Autoren hat meine uneingeschränkte Leseempfehlung.

Heidelinde Penndorf

(Februar 2021)

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Gespräche aus der Community

S
StefanSchweizer
- Gewinnspiel -
Es fehlen noch knapp über 50 Freund*innen, dann habe ich die 5.000-Freunde-Marke bei Facebook "geknackt! Mein 5.000 Facebook-Freund gewinnt ein signiertes Exemplar meines im Februar 2020 erscheinenden neuen Sachbuchs "50 Jahre RAF - Die ganze Geschichte der Roten Armee Fraktion". Ein Blick auf meine Autoren-Homepage gibt erste Infos rund um das neue Projekt. 
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Zum Thema
Das Buch "Die Konquistadoren" aus der Reihe C.H. Beck Wissen von Vitus Huber stellt auf sehr knappem Raum die Eroberung der Neuen Welt nach der Entdeckung von Christopher Kolumbus 1492 dar. Es ist ein spannendes und lesenswertes Buch und vermittelt zumindest Personen, die in dieser Materie noch recht unbedarft sind, interessante Einblicke.
Zum Inhalt: Im Frühjahr 1519 landeten die spanischen Eroberer unter der maßgeblichen Führung von Hernán Cortés in Mexiko. Sie unterwarfen in lediglich zwei Jahren die mächtigen Reiche der Indios, die durchaus aus heutiger Sicht als Hochkulturen gelten dürfen. Durch diese Erfolge beflügelt, gerieten sehr bald weitere Teile Amerikas unter spanische Herrschaft.
In "Die Konquistadoren" geht Vitus Huber meisterhaft dem Rätsel nach, wie das so schnell und ohne offizielle königliche Truppen geschehen konnte. Das ist das innovative Moment an diesem Buch: Er wirft einen neuen, frischen Blick auf die Konquistadoren und kommt auch zu neuen Einsichten. Huber beschreibt anschaulich, aber wissenschaftlich immer korrekt, wer sie waren, wie sie wo zu welchem Zeitpunkt lebten, wie ihre sogenannten Beutegemeinschaften funktionierten. Zudem erklärt er, warum aus einer chaotischen Eroberungsphase langfristige koloniale Herrschaft hervorgehen konnte.
Das Fazit über Hubers Buch ist trotz dieser positiven Elemente ein wenig zwei geteilt. Es ist bekannt, dass hinsichtlich der deutschen Geschichte (1. und 2. Weltkrieg) auch in der Geschichtswissenschaft revisionistische Tendenzen vorherrschen. Diesen Befund könnte man auch in Sachen Eroberung der Neuen Welt auf Huber anwenden. Denn er "relativiert" dabei die Schuld der Konquistadoren, indem er aufzeigt, dass der spanische Siegeszug nur durch indigene Unterstützung möglich war. Dies belegt er m.E. durchaus schlüssig und plausibel durch Zahlen: Die Konquistadoren waren massivst in der Minderheit und konnten trotz technischer Überlegenheit (Waffen, Pferde ...) nur Siege gegenüber den starken Gesellschaften der Neuen Welt erlangen, weil sie geschickte Bündnisse eingingen und mit den Indios andere Indios besiegten und unterwarfen. Durch diese Aussage relativiert Huber meiner Meinung nach zu sehr die Schuld der Spanier und weiterer Eroberer, die diese an der beinahe vollkommenen Ausrottung der Indios besaßen. Trotz allem ein hervorragendes Buch, das neue Denkanstöße vermittelt und hiermit allen zur Lektüre empfohlen wird.
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Liebe LovelyBooks-Fans,

ich möchte euch herzlich zur Buch-Verlosung und anschließenden Lese-Runde meines Biografischen Kriminalromans „Die Akte Baader“ aus dem Gmeiner Verlag einladen. Der Krimi basiert auf historischen Tatsachen. Er schildert eng an den geschichtlichen Ereignissen orientiert das Leben von Andreas Baader: Kindheit, Jugend, Kriminalität, Politisierung, Staatsfeind Nr. 1 und den mythenumwobenen Selbstmord im Hochsicherheitstrakt der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim.

Es gibt 5 EBooks zu gewinnen! Die Bewerbungsfrist endet am 28. Februar 2019. Der Lesebeginn startet am 10. März 2019.

Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Es wäre wünschenswert, wenn ihr vor eurer Bewerbung schon eine Leserunde und mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht habt.

Ich werde an der Lese-Runde aktiv teilnehmen und stehe immer für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

Leseprobe (unter Klick ins Buch) gibt es bei zum Beispiel bei Amazon unter

https://www.amazon.de/Akte-Baader-Zeitgeschichtliche-Kriminalromane-GMEINER-Verlag/dp/3839222001/ref=asap_bc?ie=UTF8

Kurz zum Buch:
Andreas Baader wächst ohne Vater bei Mutter, Tante und Großmutter auf. Früh zeichnen sich trotz verzweifelter Bemühungen der Mutter schulische Probleme und berufliches Scheitern ab. Baader schlittert in die Kriminalität, bewegt sich gern in der halbseidenen Münchener Schickeria, um dann in Berlin einen Politisierungsschub zu erfahren. Mit der Kommune 1 und der Kaufhausbrandstiftung 1968 vollzieht sich sein Weg vom Rebell zum Revolutionär. Mit der Gründung der linksrevolutionären Roten Armee Fraktion (RAF) wird er zum Staatsfeind Nr. 1!

Bitte schickt mir eine E-Mail an stefan.schweizer0511@gmail.com, wo ihr im Falle eines Gewinns eure Rezension hinterlegt.


Ich freue mich schon auf eine spannende Leserunde mit euch.

Herzliche Grüße

Stefan Schweizer
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