Stefan Selke Lifelogging

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Inhaltsangabe zu „Lifelogging“ von Stefan Selke

Menschen optimieren ihre Körper mit Hilfe von Apps, teilen ihre persönlichen Daten in der Cloud und laufen mit Google Glass durch die Straßen, um ihr Leben als Videoclip mitzuschneiden und für immer abzuspeichern. Sieht so unsere Zukunft aus? In seinem klugen Buch lotet Stefan Selke die Folgen einer Zeitenwende aus: Die als Innovationen gefeierten digitalen Lifestyle-Produkte werden nicht nur Wirtschaft und Gesellschaft, sondern auch die elementarsten Aspekte des Menschseins ändern.

Ich wünsche mir ein Exemplar für jeden Menschen unseres Landes! BITTE, LEST DIESES BUCH!! :-)

— RobinBook

Ein gut geschriebenes Sachbuch, ......Macht nachdenklich und so ist es wohl auch gedacht.

— RubyKairo

Ihr Leitfaden für die digitale Welt...

— kassandra1010

Wie werden wir in Zukunft leben? Lifelogging gibt einen Ausblick, wie unsere digitale Zukunft aussehen könnte.

— Sanni77

Absolut lesenswert!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

wissenswert

— Alice91

Nicht nur für die Riege der Selbstvermesser interessant.

— kvel

Sachbuchliebhaber aufgepasst!

— Wuschelchen99

Ein nachdenklich machendes, wichtiges Buch. 'Big Brother' ist nichts im Vergleich zur freiwilligen Datenherausgabe beim Lifelogging.

— Grandville

Sehr interessante und aufschlussreiche Lektüre zu einem Thema, das tatsächlich jeden von uns betrifft - ob wir es glauben oder nicht.

— Deengla

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    Lifelogging

    RobinBook

    03. November 2015 um 10:35

    Stefan Selkes Buch: LIFELOGGING ist kein Buch, das man mal so eben hintereinander weg verschlingen kann.  Ich will damit nicht sagen, dass es schwer verständlich ist, nein, aber es erfordert schon ein gerüttelt Maß an Aufmerksamkeit,  An vielen Beispielen zeigt der Autor die Vorzüge und Möglichkeiten neuer Technologien auf, weist aber gleichzeitig auf Nachteile und Gefahren hin. Dies tut er ohne erhobenen Zeigefinger und sehr nachvollziehbar.   All jene Menschen, die sich in stets in allen Lebensbelangen auf die Technik verlassen, sollten dieses Buch lesen.   Es hat mich immer wieder zum Nachdenken angeregt (und das, obwohl ich selbst bereits sehr auf meine Daten bedacht bin oder weder irgendwelche pads oder phones mit Vielfachfunktionen mein Eigen nenne!).  Okay, man hielt damals auch die Eisenbahn für lebensgefährlich. Menschen stehen Neuerungen oft skeptisch gegenüber.  Aber ein gewisser Grad an Aufmerksamkeit sollte doch aufgewandt werden.  Wenn man bedenkt, welche Diskussionen damals wegen einer Volkszählung erfolgten. Und heute gehen wir mit unseren Daten geradezu verschwenderisch um. Habt Ihr denn wirklich gar keine Angst, dass Eure intimsten gesundheitlichen Daten vielleicht einmal gegen Euch verwendet werden können, wenn ein gleichqualifizierter aber zum Beispiel mit etwas besseren Cholesterinwerten gesegneter Mitbewerber das Rennen macht? Oder, um den worst case zu nennen, dass ihr bei einer noch ganz anderen Auslese im Abseits steht?  Aber so weit muss man ja gar nicht gehen. Erleben wir doch heute schon bei Schufa-Einträgen, die ohne unser Wissen, von einer evtl. Schuld ganz zu schweigen, unserem Namen zugeordnet werden, Benachteiligungen?  Ganz abgesehen davon, dass ich, obwohl ich mir der Vorteile eines Readers oder eines filmenden Handies bewusst bin, lieber in einem Buch blättere oder ein Fotoalbum in den Händen halte.  

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  • Lifelogging

    Lifelogging

    Islaender

    21. July 2015 um 21:10

    Der Autor macht in seinem Buch mir ganz genau bewusst inwieweit wir unser Leben"vermessen" und veröffentlichen. Nachdem ich zu Anfang noch "gespannt" war, was er noch aufzeigen würde, fand ich es dann ziemlich trocken - Sachbuch eben - und habe mich am Schluss durch das Buch quälen müssen. In meinen Augen wären weniger Seiten und mehr Witz bzw. Ironie mehr gewesen. Trotzdem hat es mich sehr nachdenklich gemacht .... Eine Leseempfehlung kann ich jedoch nur an Menschen abgeben, die gerne Sachbücher lesen und über einen langen Atem verfügen.

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  • Interessante Einblicke

    Lifelogging

    Phoebe

    30. June 2015 um 10:38

    Hat vielversprechend begonnen...hat auch einige interessante Einsichten und Erkenntnisse geliefert! Alles in allem aber eine sehr pauschale Verteufelung neuer Technologien. Wobei eine gehörige Portion Skepsis wirklich nicht schadet, bei diesen Themen, aber teilweise wirklich sehr einseitig erzählt. Es wurden zwar die verschiedenen Bereiche angesprochen in die sich "lifelogging" einteilen lassen kann bzw. in denen dies betrieben wird. Allerdings wurden dann oft Pauschalurteile zu "lifelogging" as a whole geliefert, und vor allem die Benutzergruppen nicht differenziert betrachtet - nicht alle Nutzer von Lifelogging-Devices (z.B. Wearables) sind Lifelogging-"Evangelisten"-Anhänger. Schreibstil war angenehm zu lesen, man hat wichtige soziologische oder sozialwissenschaftliche Vetreter zitiert gefunden, und die Idee der begleitenden QR-Codes (online Ressource) fand ich eine gute Bereicherung (wenn ich mir die Videos auch noch nicht angesehen habe, aber die Idee gefällt mir).

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  • Leider zu einseitig

    Lifelogging

    bieberbruda

    22. December 2014 um 09:27

    Grundsätzliche finde ich die Idee des Lifeloggings und damit auch die des Buches sehr interessant. Ich selbst zähle mich - in leichten Zügen - auch zu den Lifeloggern (ich beseitze eine Jogging- und Schlaf-App). Ich finde sehr interessant was eigentlich alles gibt. Sehr vieles davon war mir vollkommen neu! Leider war mir die Sicht des Autors zu einseitig. Jedes Kapitel erklärt kurz um was es geht und schließt mit einer rhetorischen Frage an den Leser. Und genau diese Frage hat mich am Buch unglaublich gestört: Der Autor wirkt auf mich deshalb leider besserwisserisch und selbstgefällig. Statt bei jeder Forms des Lifeloggings den Untergang des Abendlandes zu prophezeien, wäre ich in vielen Fällen viel mehr auf die Vorteile eingegangen. Ja, ich vermesse mich beim schlafen und lasse mich erinnern, dass es Zeit ist, ins Bett zu gehen. Trotz dieser Erinnerung heißt das aber nicht, dass ich auch daran halten muss und nur auf die Maschine höre/vertraue. Die Schlafgeräusche analysiere ich nicht, um meinen Schlaf zu verbessern und die Tiefschlafphasen zu steigern, sondern um mich am nächsten Tag mit meiner Freundin über mein Schnarchen zu amüsieren. Das gleiche gilt fürs joggen: Ich messe meine Laufstrecke, Geschwindigkeit und lasse mich per GPS verfolgen, weil es mir Spaß macht diese Daten anschließend anzusehen. Das bedeutet aber nicht, dass ich hier akribisch Buch führe und jedes mal analysiere, ob ich mich verbessert habe oder nicht. Vielmehr schaue ich mir diese einmal kurz an und vergesse diese dann wieder. Lifelogging ist für mich also eher eine Spielerei als ernsthafte Bedrohung für die Menschheit. Aufgrund der sehr einseitigen Sicht und den nervigen Kommentaren des Autors, würde ich dem Buch 1 Stern geben. Da ich aber viele weitere (mir unbekannte) Aspekte des Lifeloggings erfahren habe, gebe ich einen Stern mehr.

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  • Wie die digitale Selbstvermessung unsere Gesellschaft verändert

    Lifelogging

    RubyKairo

    03. September 2014 um 20:06

    Menschen optimieren ihre Körper mit Hilfe von Apps, teilen ihre persönlichen Daten in der Cloud und laufen mit Google Glass durch die Straßen, um ihr Leben als Videoclip mitzuschneiden und für immer abzuspeichern. Sieht so unsere Zukunft aus? In seinem klugen Buch lotet Stefan Selke die Folgen einer Zeitenwende aus: Die als Innovationen gefeierten digitalen Lifestyle-Produkte werden nicht nur Wirtschaft und Gesellschaft, sondern auch die elementarsten Aspekte des Menschseins ändern.

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  • Ihr Leitfaden für die digitale Welt...

    Lifelogging

    kassandra1010

    03. September 2014 um 14:29

    Haben Sie Ihr Leben auch öffentlich gemacht? Dann sind Sie hier genau richtig. Alles was Sie schon immer über Ihr virtuelles Leben wissen wollten.   Ein ausgezeichnetes Sachbuch über unser Leben mit den neuen Medien. Wir veröffentlichen schonungslos und ohne nachgedacht zu haben alle möglichen Dinge von uns und unserem Leben.   Selke zeigt uns die Wahrheit und eröffnet eine Diskussion über die positiven Seiten des Veröffentlichen sowie der Nachteile. Von allen Seiten, den Datensammlern, den Bloggern und den ehemaligen Bloggern betrachtet Selke unsere neue Welt im World Wide Web!

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  • Interessante Aufklärung zum digitalen Zeitalter

    Lifelogging

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. July 2014 um 10:01

    Der Soziologe Stefan Selke hat ein Sachbuch zum Thema „Lifelogging“ verfasst, dass beeindruckend intensiv recherchiert wurde. Die Tiefe  und Komplexität des Themas „Lifelogging/Selbstvermessung“ hat mich anfangs überrascht. Sie reicht von der Selbstvermessung der Jogger, die über Apps ihre Erfolge protokollieren, aber auch soziale Netzwerke, Payback etc. die aufzeigen, wie lange man, welcher Tätigkeit wo nachgegangen ist, werden genauer getrachtet. Immer mehr Menschen verfallen dem Lifelogging und „vermessen“ sich und ihre Tätigkeiten bis in Detail. Achtet man darauf findet man sicher auch in seinem Bekanntenkreis Menschen, die versuchen über die Datensammlungen etwas mehr über sich zu erfahren und in den Wettbewerb mit anderen Lifeloggern zu treten.  Die Archivierung sämtlicher Daten erscheint mir nicht nur gefährlich sondern auch sinnlos, da die Optimierung der eigenen Werte den Leistungsdruck erhöht und in einigen Bereichen sicher erst weckt.   Die Kapitel sind sehr übersichtlich gestaltet und in einer gut verständlichen Sprache mit anschaulichen Beispielen verfasst, trotzdem ist der Schreibstil der eines Wissenschaftlers, also etwas trocken. Das positive daran ist sicherlich, dass der Autor nie mahnend den Zeigefinger erhebt, sondern neutral mit den Möglichkeiten und Risiken der Selbstvermessung umgeht. Mein Verständnis für Datenschützer ist nach der Lektüre deutlich gestiegen. Übrigens bin ich der Überzeugung, dass Lehrer das Buch lesen sollten und passende Passagen an die Schüler geben sollten. Ein Blick in soziale Netzwerke reicht um zu wissen, dass hier definitiv Handlungsbedarf besteht…wobei die Schüler sich da in guter Gesellschaft mit Menschen mittleren Alters befinden.

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  • lifelogging

    Lifelogging

    Alice91

    15. July 2014 um 14:13

    Immer mehr Menschen protokollieren ihr Leben mit Hilfe von Apps und digitalen Gadgets: Sie fotografieren und filmen, messen ihre Leistung beim Joggen oder analysieren ihren Schlafrhythmus. Sie betreiben »Lifelogging« und stellen persönliche Daten ins Netz. Der Soziologe Stefan Selke nimmt diesen Trend zur Selbstvermessung unter die Lupe: Was passiert, wenn wir unsere innere Stimme auf stumm schalten und stattdessen Maschinen und Daten zu uns sprechen lassen? Sind wir noch Menschen, wenn wir aus Angst vor Kontrollverlust und digitalem Effizienzwahn zutiefst menschliche Aspekte wie Zufall oder Vergesslichkeit unterdrücken? Wie viel Wissen über sich selbst benötigt der Mensch? Wie verändert sich eine Gesellschaft, in der Selbstvermessung vielleicht sogar zur Vorschrift wird? Letztlich kann die Frage nach dem »guten Leben« nicht an digitale Systeme delegiert werden. Mit dem Wort "Lifelogging" hatte ich bisher noch keinen Kontakt. Aber das Thema hat mich sehr angesprochen und man denkt beim Lesen viel mehr über sich selber nach und was genau man davon macht und nicht. Man überdenkt seine Lebensweise nochmal.

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  • Nicht nur für die Riege der Selbstvermesser interessant.

    Lifelogging

    kvel

    13. July 2014 um 00:00

    Stefan Selke berichtet in dem Sachbuch über das Thema der digitalen Selbstvermessung sowie deren eventuelle Folgen auf den Einzelnen oder unserer Gesellschaft. Er zeigt, dass es viele verschiede Möglichkeiten für die Selbstvermessungs-Willigen gibt: es gibt Apps fürs Abnehmen, zum Kontrollieren der sportlichen Leistungen, Schrittzähler und Kalorienzähler. Alle Programme haben die Möglichkeit die gesammelten Daten übersichtlich aufzubereiten und zum Posten und Teilen. Es gibt auch die Anhänger des Lifelogging, die ihr ganzes Leben mit einer Kamera aufnehmen, um evtl. später in den Daten nach Interessantem zu suchen. Am krassesten fand ich das Beispiel, dass sich jemand eine Kamera am Hinterkopf befestigen ließ; da sich aufgrund der fehlenden medizinischen Notwendigkeit kein Arzt fand, der die Titanplatten am Hinterkopf als Stativ für die Kamera einsetzen wollte, ließ derjenige die Operation in einem Piercing-Studio durchführen (S. 36). Damit stellte sich sofort die Frage nach den Persönlichkeitsrechten derjenigen Personen, die "zufällig mitgefilmt" wurden. Über das massenhafte Sammeln / Aufnehmen von Daten / Videos sagt der Autor: "Man muss ein wenig genauer hinsehen, um zu erkennen, dass dabei weniger die totale Erinnerung im Zentrum steht als vielmehr der Wunsch nach totaler Kontrolle. Es geht also nicht darum, ein Gegenmittel gegen das Vergessen zu entwickeln, sondern gegen den Kontrollverlust im Alter aufzubegehren." (S. 55) Außerdem erläutert der Autor, dass man eigentlich eine Menge Anstrengung unternehmen muss, um zu recht simplen Ergebnissen zu kommen: "... auch für die Vermessung des eigenen Körpers die Formel gilt: Je mehr Daten, desto besser. Erst auf der Grundlage vieler Daten sei es möglich, nach Mustern zu suchen. Der Selbstvermesser könnte zum Beispiel entdecken, dass er in 80 Prozent aller Fälle, in denen er in der Mittagspause ein Fleischgericht gegessen hat, nach der Mittagspause 30 Prozent weniger produktiv war. Zudem könne er erkennen, dass an diesen Tagen die Wahrscheinlichkeit, ins Fitnessstudio zu gehen, um die Hälfte sinkt." (S. 79) Auch denkt der Autor weiter und legt seine Befürchtung dar, dass wenn "immer mehr Selbstvermesser vorauseilend Vitaldaten erfassen und diese online zur Verfügung stellen, wird der soziale Druck auf uns wachsen, sich ebenfalls selbst zu vermessen. Am Ende könnte die offizielle und sanktionierte Implementierung von Lifelogging-Verfahren in die Gesundheitspolitik oder die Programme der Krankenkassen stehen. Das wäre das Ende einer solidarischen Gesellschaft." (S. 89) Sehr gut fand ich, dass der Autor allen Fragen nach geht, die ich mir zu diesem Thema ebenfalls gestellt hätte. Die Ausführungen sind allesamt gut verständlich und nachvollziehbar beschrieben.

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  • Ein sehr zukunftweisendes Buch

    Lifelogging

    Scheherazade

    14. June 2014 um 23:27

    Wie sieht unsere Zukunft aus? Werden alle Menschen ihren Körper mit Hilfe von Apps optimieren, alle persönlichen Daten in der Cloud teilen und mit Hilfe von Google Glass durch die Straßen laufen um einen Videoclip aus ihrem Leben zu machen? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich Stefan Selke in seinem Buch Lifelogging. Denn die diese Innovationen werden wohl nicht nur die Wirtschaft und unsere Gesellschaft verändern, sondern auch das Menschsein an sich ändern. Stefan Selke behandelt hier ein Thema, dass uns alle interessieren sollte, da es wohl auf kurz oder lang unsere Gesellschaft überrollen wird. Heute gibt es vor allem die, die diese Technik uneingeschränkt befürworten und die, die sie komplett ablehnen. Aber was ist dazwischen? Auf diese Frage geht der Autor hier ein. Er versucht das Thema von allen Seiten zu beleuchten und zeigt die positiven, wie auch die möglichen negativen Aspekte auf. Dabei holt er den Leser ab, denn selbst, wenn man noch nie etwas von Lifelogging gehört hat, kann man dieses Buch lesen. Es werden sehr anschaulich die verschiedenen Formen von Lifelogging und ihre Auswirkungen beschrieben. Der Autor arbeitet hier mit sehr vielen Beispielen, auch mit schon existierenden Techniken, die wir alle schon kennen. So wird es nie langweilig. Der Schreibstil ist einem Sachbuch angemessen, allerdings nicht zu übertrieben, sodass es auch für Laien flüssig zu lesen ist. Mir waren es manchmal zu viele Anglizismen, aber dies kommt natürlich auch vom Thema, da sich diese Begriffe eingebürgert haben. Die Gestaltung ist auch klasse, da es zu einigen Themen QR-Codes gibt, die man scannen kann und dort den Autor zu diesem Thema persönlich in einem Video sehen kann. Insgesamt ein wirklich tolles Buch, dass ich jedem empfehlen kann. Es ist wirklich informativ und behandelt ein Thema, mit dem wir uns über kurz oder lang wohl beschäftigen müssen. Von mir gibt es 5 Sterne.

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  • Lifelogging

    Lifelogging

    Wuschelchen99

    04. June 2014 um 20:01

    Lifelogging, was ist das? Das waren meine ersten Gedanken zum Buch. Mit den Vorgängen hinter diesem Begriff konnte ich bisher schon einigermaßen etwas anfangen, nun auch mit dem Begriff dazu. Meine Skepsis war sehr groß. Schaffe ich es, das Buch zu Ende zu lesen? Oder rege ich ich mich während des Lesen so auf, dass ich das Buch in die Ecke werfe? Ich, die Posts/Tweeds der Form vor dem Stein/hinter dem Stein/neben dem Stein oder "12 Uhr, ich penne noch immer." absolut nicht vertragen kan. Von daher war ich sehr auf das Buch gespannt. Stefan Selke hat ein Sachbuch geschaffen, das ganz klar und ohne Umschweife auf den Punkt bringt, wie unser modernes Leben vom Lifelogging bestimmt wird. Und damit ist nicht das bewußte Hinterlassen von Nachrichten in digitaler Form für unsere Nachfahren gemeint, sondern unser tägliches Verhalten im Netz. Wir loggen ständig ein oder aus, sei es in Foren, Internetshops, Communities. Selke beschreibt ganz offen, was mit diesen Daten in falschen Händen anzufangen ist. Aber er schreibt nicht nur mit dem erhobenen Zeigefinger, nein, er schildert auch die positiven Dinge. Denn unser Leben wird ganz klar von der digitalen Welt mehr und mehr bestimmt. Was für uns heute noch neu ist, wird für unsere Enkel ganz selbstverständlich oder schon Schnee von gestern sein. Wir verändern uns, so ist der Lauf der Welt. Die kritische Betrachtung der Spuren, die wir in der digitalen Welt hinterlassen, ist jedem selbst überlassen. Bitte dabei einfach das Denken nicht vergessen! Der Autor hat es also doch geschafft, mich vom Inhalt des Buches zu überzeugen, nicht restlos, aber doch erheblich. Über viele Dinge habe ich mir nach dem Lesen des sehr gut recherchierten Buches ganz anders Gedanken gemacht als vorher. Für Liebhaber von Sachbüchern eine klare Kaufempfehlung.

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  • Das Ende der Privatssphäre ist nah - wenn wir nichts tun!

    Lifelogging

    Grandville

    01. June 2014 um 14:53

    ... und vielleicht ist es sogar schon zu spät. Ein nicht ganz einfach zu lesendes Buch, aber trotzdem ein wichtiges und sehr informatives Werk. Es wirft einen Blick auf die nahe Zukunft, die zumindest mir, ein wenig Bauch- und Kopfschmerzen bereitet. Mir fällt es schwer, meine Gedanken zu diesem Buch zu formulieren, sovieles geht mir durch den Kopf. Ist das wirklich die Welt, wie wir in ihr Leben wollen? Muss diese Welt so sein? Warum "denken" wir nicht mehr nach, bevor wir etwas tun? Warum regen wir uns über die NSA auf, sind aber selbst bereit freiwillig Unmengen an Daten in die Welt zu geben - ist ja im Internet, da passiert ja nichts schlimmes und alles ist ja sooooooooo harmlos. Was hat es für Folgen, wenn z.B. ein Kind mit dem Tag der Geburt eine Facebook-Seite bekommt und die Eltern es gut meinen und jeden Schritt im Leben ihres Kindes dokumentieren, bis es das irgendwann selber machen kann? Braucht man wirklich 20 Bonuspunkte-Sammelkarten und haben diese wirklich einen Vorteil für den Nutzer? Ich selbst "optimiere" mich auch, aber in weit geringerem Ausmaß als andere. Ich habe einen Schrittzähler und stelle gerade meine Ernährung um, bin aber kein Mitglied in einer Gruppe und vergleiche auch meine Daten nicht. Ehrlich gesagt, habe ich ein Leben zu leben und kann meine wenige Freizeit nicht damit vergeuden stundenlang irgendwelche Daten auf einer Seite einzugeben oder nach zuschauen, wie mein Leistungsstand im Vergleich zu anderen ist. Aber was ist mit "den anderen", die dank Navi oder App-Ortung alle ihre Wege nachvollziehbar machen, jederzeit auf Sozialen-Netzwerken jede Kleinigkeit aus ihrem Leben preisgeben und dann auch noch die zur Zeit immer beliebter werdenden Clouds für alle ihre Dokumente und Schriftverkehr nutzen? Teilweise ist einem ja gar nicht klar, was man alles wo und wie preisgibt. Vieles hat sich so unaufgeregt in unser Leben geschlichen, dass man es nie hinterfragt hat. Wie kommt es dazu und warum ist das inzwischen immer mehr unverzichtbar? Das Buch beantwortet vielleicht nicht alle Fragen, aber sehr viele. Sogar einige, die ich mir nie gestellt habe. Das Buch regt zum Nachdenken an, es zieht Schlüsse für die Zukunft, auf die ich nie gekommen wäre z.B. dass die Körperoptimierung dank Fitness-Armbändern, digitalen Schritt-Frequenz-Irgendwas-Zählern, Gesundheits-Apps usw. bald schwerwiegende Auswirkungen auf uns alle haben wird und das das Gesundheitssystem, so wie wir es kennen, bald noch mehr ausgehöhlt sein wird, als es jetzt schon ist. Das macht mir ehrlich gesagt, alles ein wenig Angst. "Kümmer dich selbst, wir können und wollen es nicht mehr. Beiträge darfst du aber ruhig zahlen"... wer allein bei dem Krankenkassen-Kapitel nicht nachdenklich wird, hat das Buch nicht verstanden und lebt sorglos in den Tag. Der Autor hat in seinem Vorwort geschrieben, dass er dieses Buch zu diesem "frühen" Zeitpunkt veröffentlicht, damit die Gesellschaft die Chance hat über dieses Themengebiet zu reden bevor es zu spät ist. Ich muss dem Autor fast widersprechen. Ich persönlich bin der Meinung, dass es 7 Minuten für Zwölf ist. Das Buch hätte im Grunde schon vor 2 oder 3 Jahren erscheinen müssen. Hoffentlich wird eine breite Diskussion stattfinden und wir alle sollten unser tun hinterfragen und auf den Prüfstand stellen. Wir entscheiden selbst, wie gläsern wir als Mensch leben wollen. Fangen wir jetzt an, darüber nachzudenken und dementsprechend zu handeln. Für mich ein sehr wichtiges Werk. Ich hoffe, es bekommt die Presse und Aufmerksamkeit, die es verdient. Einzig das Cover finde ich ein wenig unschön und der Titel ist ein wenig kompliziert. "Lifelogging"... das sagt einem erstmal nichts, er nach dem Buch, sieht man klarer. Klare Leseempfehlung von mir!

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  • Sehr gut recherchiertes Sachbuch zum Thema Selbstvermessung und neue Technologien

    Lifelogging

    Deengla

    30. May 2014 um 16:52

    Kurzmeinung Ich habe viel Neues in diesem Buch erfahren. Vor- als auch Nachteile werden so präsentiert, dass man sich seine eigene Meinung zu dem Thema bilden kann. 4 1/2 Sterne. Inhalt Lifelogging - Selbstvermessung, was ist das eigentlich? Und hat das wirklich etwas mit mir zu tun? Inwiefern kann es unser Leben bzw. unsere Gesellschaft beeinflussen - und hat es sogar schon getan? Wo liegen die Vorteile? Welche Risiken birgt es? All das wird in diesem Buch behandelt. Meine ausführlichere Meinung Der Autor des Buches ist Soziologe und hat sich intensiv mit dem Thema "Lifelogging" befasst. Mir selbst war nicht bewusst, wie komplex dieses Thema ist und was es eigentlich alles beinhaltet. Selbstvermessung - dies fängt schon bei Joggern an, die ihre Laufstrecken und -zeiten mit Apps festhalten. Aber auch unser virtuelles Dasein gehört dazu; Kundenprogramme wie Payback, soziale Netzwerke wie Facebook, E-Mails, Fotos und vieles mehr. Eigentlich alles, was zeigt, wann wir was wo (wie lange) getan haben. Stefan Selke schafft es, alles im Detail zu erklären und mit anschaulichen Beispielen zu verdeutlichen. Jedoch merkt man nicht nur an den Fussnoten und an dem wirklich umfangreichen Anhang (knapp 30 Seiten), sondern vor allem am recht trockenen Schreibstil, dass er Akademiker ist. Es ist zwar alles leicht verständlich, aber man braucht eben seine Zeit, um dieses Buch zu lesen. Deshalb gibt es für mich auch einen halben Stern Abzug. Natürlich werden auch Google und Co. hier erwähnt und gezeigt, wie abhängig wir doch teilweise schon von diesen Technologien sind. Besonders interessant fand ich es jedoch zu erfahren, dass es tatsächlich Menschen gibt, die wirklich alles, was sie tun, erfassen, weil sie hoffen, durch die unbestechlichen Daten mehr über sich zu erfahren.  Fazit Eine interessante und aufschlussreiche Lektüre, aber eben auch recht trocken.

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  • Bemerkenswert und super recherchiert

    Lifelogging

    Julitraum

    29. May 2014 um 11:15

    Dieses Buch von Herrn Selke ist wirklich ein bemerkenswertes und lesenswertes Sachbuch. Zunächst einmal ein ganz großes Lob an den Autor für seine execellente Recherche zu diesem Thema und die Querverweise,die mit Fußnoten und Quellenangaben im Rückteil des Buches versehen sind. Zum einen muß man schließlich bei Zitaten die Quellen vorweisen, aber der Autor gibt dem Leser somit auch die Möglichkeit, bei Interesse an diesem Thema, weiterzuforschen und andere Quellen und Bücher zu Rate zu ziehen. Das Thema "Lifelogging", also die Selbstvermessung, ist ein unheimlich komplexes Thema, aber das es so viele Möglichkeiten bietet und diese bereits schon in der Realität stattfinden, hatte ich gar nicht vermutet bzw. gewagt mir selbst vorzustellen. Nach der Lektüre dieses Buches bin ich auf jeden Fall niemand mehr, der allzu extreme Datenschützer milde belächelt. Der Autor schilder viele Möglichkeiten der Selbstvermessung, die bereits praktiziert werden oder eben technisch möglich sind. Er erhebt hier nie den streng erhobenen Zeigefinger, zeigt aber neutral die Gefahren und Riskiken des Lifeloggings auf. Aus medizinischer Sicht sind manche Arten der Selbstvermessung vielleicht noch hilfreich, auch die Archivierung von Fotos in einer Cloud u. ä. fand ich bisher nicht schlecht, schließlich sind dies alles verbesserte Möglichkeiten der Archivierung von schönen oder wichtigen Erinnerungen für sich selbst und die Nachwelt, aber diejenigen die z. B. mit "Google Glass" jeden ihrer Schritte archivieren, lassen dabei ihre Umwelt außer Acht, die vielleicht nicht zum "gläsernen Menschen" werden wollen. Wo muß man hier endlich Einhalt gebieten? Schließlich fragt man sich doch auch bei aller Sammelwurt von Daten des eigenen Körpers, ob man viele Gewohnheiten und Tatsachen, die bei der späteren Auswertung festgestellt werden, nicht auch ohnehin schon selbst wußte. Wozu haben wir schließlich ein Gehirn, ein Gedächtnis? Muß wirklich alles gespeichert und archiviert werden. Ist es nicht gerade gut, daß wir eben nicht alles im Gedächtnis behalten können, da eben manche Dinge eigentlich unwichtig oder auch unliebsame Erfahrungen simpel vergessen werden. Ich selbst brauche bestimmt nicht an jede Sekunde meines bisherigen Lebens erinnert werden. Was geschieht mit den Menschen bei immer mehr Selbstvermessung? Der Leistungsdruck steigt immer weiter, durch stetigen Willen der eigenen Optimierung. Leider sind viele Methoden schon ins tägliche Arbeitsleben eingezogen, gut beschrieben am Arbeitsalltag von Amazon-Mitarbeitern. Ich denke, es wird allerhöchste Zeit, daß nicht nur die Datenschützer warnen, sondern auch wir selbst uns auch auf mehr ethische Werte besinnen und uns gegen die zunehmende Form des Lifeloggins wehren. Fazit: Für mich ein Buch, das man nicht einfach mal so liest, sondern von dem man länger etwas hat. Ein Buch, das man immer wieder zur Hand nehmen wird, über das man diskutieren und informieren kann und das eigentlich jeder einmal lesen sollte!

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  • Lifelogging

    Lifelogging

    cole88

    26. May 2014 um 21:52

    Der Schreibstil ist des Autors ist leicht verständlich und flüssig zu lesen. Die neuartigen Technologien werden Stück für Stück abgearbeitet mit stark inzenierten Sarkasmus und wenig Humor. Die Beispiele sind sehr anschaulich wirken aber trocken. Das Für und Wider wird kritisch beäugt, wird aber nicht unterhaltsam und wie in einem Unterrichtsbuch für die Schule gehandelt. Das Cover finde ich dagegen sehr gelungen und mit den Binärcode aus 0 und 1 passend zum Thema. Der Preis ist sehr hoch. Für mich keine Empfehlung.

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