Stefan Slupetzky

 4,3 Sterne bei 374 Bewertungen
Autor von Im Netz des Lemming, Der Fall des Lemming und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Stefan Slupetzky

Stefan Slupetzky, 1962 in Wien geboren, schrieb und illustrierte mehr als ein Dutzend Kinder- und Jugendbücher, für die er zahlreiche Preise erhielt.Seit einiger Zeit widmet er sich vorwiegend der Literatur für Erwachsene und verfasst Bühnenstücke, Kurzgeschichten und Romane. Für den ersten Krimi um seinen Antihelden Leopold Wallisch, "Der Fall des Lemming", erhielt Stefan Slupetzky 2005 den Glauser-Preis, für "Lemmings Himmelfahrt" den Burgdorfer Krimipreis. "Lemmings Zorn" wurde 2010 mit dem Leo-Perutz-Preis ausgezeichnet. Im selben Jahr gründete Slupetzky ein Wienerliedtrio, das Trio Lepschi, mit dem er seither als Texter und Sänger durch die Lande tourt. Stefan Slupetzky lebt mit seiner Familie in Wien.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Stefan Slupetzky

Cover des Buches Im Netz des Lemming (ISBN: 9783709979426)

Im Netz des Lemming

 (120)
Erschienen am 22.04.2021
Cover des Buches Lemmings Himmelfahrt (ISBN: 9783644405516)

Lemmings Himmelfahrt

 (38)
Erschienen am 05.10.2009
Cover des Buches Das Schweigen des Lemming (ISBN: 9783644405714)

Das Schweigen des Lemming

 (37)
Erschienen am 05.10.2009
Cover des Buches Nichts als Gutes (ISBN: 9783711721112)

Nichts als Gutes

 (32)
Erschienen am 15.09.2021
Cover des Buches Lemmings Zorn (ISBN: 9783499248894)

Lemmings Zorn

 (28)
Erschienen am 01.04.2009
Cover des Buches Polivka hat einen Traum (ISBN: 9783499266546)

Polivka hat einen Traum

 (13)
Erschienen am 19.12.2014
Cover des Buches Die Rückkehr des Lemming (ISBN: 9783499290978)

Die Rückkehr des Lemming

 (8)
Erschienen am 22.09.2017

Neue Rezensionen zu Stefan Slupetzky

Cover des Buches Nichts als Gutes (ISBN: 9783711721112)S

Rezension zu "Nichts als Gutes" von Stefan Slupetzky

Intelligent, aber nicht todernst
Sigismundvor 3 Monaten

REZENSION – Der Tod eines Menschen ist das natürliche Ende eines mehr oder minder aufregenden Lebens. Ebenso nüchtern und mit dem intellektuellen Abstand eines Schriftstellers vergleicht Stefan Slupetzky (59) in seiner im September beim Picus Verlag erschienenen Sammlung fiktiver Grabreden unser Leben mit einem Buch. Dessen vorderer Deckel entspricht einer sachlich gehaltenen Geburtsurkunde mit Namen des Neugeborenen (Buchtitel) und Angabe der Eltern (Verfasser, Verlag, ISBN). Nach Abschluss eines Lebens (Handlung) endet das Buch auf seinem hinteren Deckel mit einer kurzen, natürlich positiv klingenden Zusammenfassung des Inhalts, gewissermaßen mit einem Nachruf oder einer Grabrede.

In seiner Sammlung teils längerer, oft nur kurzer, in jedem Fall aber fiktiver Grabreden, was man beim Lesen leicht übersehen könnte, lässt Slupetzky natürlich, wie sollte es auch anders sein, seine Trauerredner die Verstorbenen nur in bestem Licht erscheinen. Dennoch macht er uns dabei voller Raffinesse und Humor sowie gelegentlich mit einer kräftigen Prise Sozialkritik auf unsere unliebsamen Eigenarten, Eitelkeiten und Schwächen aufmerksam. Meistens sind es nicht die Verstorbenen, sondern vielmehr die Trauerredner selbst, die uns mit dem Gesagten mal nachdenklich, sehr oft aber auch amüsiert zurücklassen.

Denn selbst im Tod wie im Falle des beamteten Sachbearbeiters, der so gar keine erkennbaren Spuren auf seinem Lebensweg hinterlassen hat – keine Freunde, keine Hobbys, keine Eigenarten –, findet der Autor eine Spur Komik, wenn er den Grabredner folgern lässt: „Falls er in die Hölle kommen sollte, stehen seine Chancen gut, vom Teufel übersehen zu werden.“ Lebensnah wirkt die Grabrede der Ehefrau, die nach jahrzehntelanger und seine Marotten geduldig ertragener Ehe am Tag der Beisetzung ihres Mannes nicht nachsichtig, sondern zürnend zurückbleibt: „Heute wird keiner schnarchen neben mir, und heut nimmt keiner meine Hand. Nicht heute, wo ich's wirklich brauchen tät.“

Genüsslich liest man Slupetzkys Grabrede – natürlich ebenso fiktiv wie alle anderen! – auf den viel gerühmten und preisgekrönten Autor: Aus jedem Satz eines Schriftstellerkollegen quillt Neid auf den aus dessen Sicht unverdient erfolgreicheren Verstorbenen und tief empfundene Kränkung. Dem Grabredner gelingt es, „den gelobten Menschen …. liebevoll ins Licht [zu] rücken, dass ein paar Lichtstrahlen auch auf ihn, den Lobenden, zurückfallen“, wie Slupetzkys on seiner Vorbemerkung zum Text schreibt, und geschickt die Verdienste des Verstorbenen kritisch zu hinterfragen: „…., dass ich kein Byzantiner bin, der die Gesellschaft der Juroren sucht, um sich bei einem Gläschen Wein lieb Kind zu machen, und so blieb mir dieser – ohnehin weit überschätzte – Preis versagt.“

Mag der Tod eines Menschen für die Trauernden noch so tragisch sein, „Slupetzky findet das Komische im Tragischen“, wie der Verlag sein Buch rühmt – und dies trifft es genau. Manchmal scheint dem Autor beim Schreiben seiner nicht nur philosophisch intelligenten, sondern auch stilistisch beeindruckenden Grabreden förmlich der Schalk im Nacken gesessen zu haben – wie bei der kürzesten Grabrede für den verstorbenen Padre Lorenzo, den der Prior des Schweigeklosters mit „...“ (übersetzt aus dem Italienischen) folgerichtig „totschweigt“. Hier bleibt dem Leser sogar Gelegenheit zur eigenen Deutung des umfänglich Verschwiegenen. Denn ein Schweigen sagt doch mehr als tausend Worte.

„Ob wir ihm [dem Tod] glücklich folgen oder uns dagegen stemmen, macht nicht den geringsten Unterschied. Nur dass das eine viel mehr Spaß macht als das andere“, lässt uns Slupetzky an seinen Schlussgedanken zum Tod teilhaben. Nach der Lektüre seines Buches wünscht man sich ihn als Grabredner. Doch erst viel später. Denn noch sollten wir seiner Erkenntnis aus dem vorher Gesagten folgen: „Trinkt und singt und tanzt, … lebt und liebt.“

Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches Nichts als Gutes (ISBN: 9783711721112)R

Rezension zu "Nichts als Gutes" von Stefan Slupetzky

Unterhaltsam
Remavor 3 Monaten

NICHTS ALS GUTES von STEFAN SLUPETZKY ist ein sehr unterhaltsames Buch. Das Cover zeigt mit seinen christlichen oder gläubigen Symbolen schon in welche Richtung es mit dem Buch geht. Es ist kein Roman im eigentlichen Sinne. In diesem Buch werden auf ca 160 Seiten von unterschiedlichen Redner Grabreden gehalten, sozusagen die Werke von Grabrednern zum besten gegeben. Da man über Tote nicht schlecht reden darf, das ist ein ungeschriebenes Gesetz, geht es auch schon mal etwas makaber und lustig zu. Zu Beginn, also vor der eigentlichen Rede gibt es eine kurze Einführung.
Der Schreibstil ist herrlich skurril und kurzweilig und macht Lust auf mehr. Der Autor ist ein Meister im Schreiben von Kurzgeschichten. Ich für meinen Teil werde sicherlich weitere Bücher von ihm lesen.
Das Buch ist so klasse, ich würde wenn es ginge auch mehr als 5 Sterne geben

Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches Im Netz des Lemming (ISBN: 9783709979426)B

Rezension zu "Im Netz des Lemming" von Stefan Slupetzky

spannender Krimi
buecherhaiivor 3 Monaten

Was für mich erstmal eigen von der Sprache her wirkte wurde dann doch sehr schnell zu einer guten Lesezeit. Es war äußerst erschreckend was Mobbing mit einem machen kann und das wurde in diesem Buch bearbeitet. Das Buch zeigt was mit Kindern passieren kann wenn sie den Mobbing und den Druck und Hass der Außenwelt nicht mehr standhalten können. Das Buch vermittelt einem das man mehr aufpassen muss im Internet. Der Krimi endet anders als ich dachte, auch wer für dieses Drama zuständig war fand ich überwältigend. Ich finde diesen Krimi echt gut. 


Es müsste einfach mehr Aufklärungsarbeit geliefert werden wegen Mobbing und diese Menschen die gemobbt werden sollten mehr unterstützt werden. 


Es ist ein Buch welches ich vom Herzen empfehlen kann. So traurig wie es auch ist.. 


Ich muss ehrlich sagen, der einzige Punkt der mich gestört hat waren manchmal die Aussprachen und so manch Satz, aber der Inhalt war echt gut. 

Kommentieren0
Teilen

Gespräche aus der Community

Kennt ihr den Lemming? Das ist der Privatdetektiv mit dem besonderen Gespür für besonders brisante Kriminalfälle. In "Im Netz des Lemming" konfrontiert ihn sein Schöpfer Stefan Slupetzky mit einem außergewöhnlichen Fall, in dem ausgerechnet der Lemming selbst der Hauptverdächtige ist. Neugierig geworden? Dann seid bei unserer Leserunde zu diesem spannenden Kriminalroman dabei!

„Ein Scheißsturm.“ „Was?“ „Ein Scheißsturm“, insistiert der Lemming. „Den Begriff hab ich letzthin im Fernsehen aufgeschnappt.“

Zusammen mit Haymon verlosen wir 30 Exemplare von "Im Netz des Lemming" unter allen, die an der Leserunde zu diesem fesselnden Kriminalroman um einen originellen Detektiv teilnehmen, sich mit anderen darüber austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Bewerbt euch* bis zum 08.01. und antwortet auf folgende Frage:

Das World Wide Web als tückischer Feind des Lemming. Wie gefährlich sind Shitstorms? Was kann man dagegen tun?

Ich bin auf eure Antworten gespannt und wünsche euch viel Glück!


*Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

821 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

zu Kapitel 7:

Zotti spricht viel Wahres!

Ich finde es sehr interessant, wie der Autor die Grundstimmung und die Fragen der Bevölkerung gegenüber der Regierung, in einen Krimi einbaut. Ganz großes Kino!!! 1👍


Polivkas Traum. Das Gewinnspiel

Wien, das ist nicht nur Prater und Hofreitschule, Kaiserschmarrn und Kaffeehausromantik, K.u.k.-Charme und Vorstadtschmäh. Wer wüsste das besser als Bezirksinspektor Polivka! Er pflegt, quasi berufsbedingt, einen illusionslosen Blick auf die abgründigen Seiten des Lebens. Und jetzt dieser seltsame Fall: Was seine Vorgesetzten als unglücklichen Unfall ad acta legen wollen, ist für Polivka Mord – vorsätzlicher, heimtückischer Mord.

Wie blöd, dass sich die einzige Zeugin einer angemessenen Vernehmung durch Flucht entzieht. Weil die Französin Sophie Guillemain aber überaus anziehend, um nicht zu sagen: schön ist (Bernsteinaugen!), reist Polivka ihr durch halb Europa hinterher. Vorher aber ereilt ihn des Nachts noch ein merkwürdiger Traum, eigentlich ein Albtraum. Auch hier geht's um einen Mord, wie Sie sehen werden, wenn Sie die Leseprobe aufmerksam studieren …


Das Polivka-Gewinnspiel

Mit ein bisschen Glück und intelligentem Rätselraten können Sie eines von fünf signierten Exemplaren von Stefan Slupetzkys neuem Roman «Polivka hat einen Traum» gewinnen – und als Zugabe «Der Fall des Lemming», Band 1 seiner Erfolgs-Krimiserie. Die richtigen Antworten sind in der Leseprobe leicht zu finden.

Also: 6 Fragen, 1 Lösungswort (natürlich ein typisch wienerisches …)

Frage 1
Bei welcher Haltestelle beginnt Schaffner Mikulitsch an diesem besagten Tag seinen Kontrollgang in der Franz-Josephs-Bahn?

R – Kritzendorf
B – Sankt Andrä-Wördern
F – Muckendorf-Wipfing
L – Nußdorf

Frage 2
Welches Objekt hat der Mörder seinem Opfer in den Rachen gesteckt?

E – geblümtes Taschentuch
U – goldene Taschenuhr
O – rosafarbene Socke
I – grüne Gurke

Frage 3
Wo wurde der Wagen des Toten, ein Audi Q5-SUV, gefunden?

H – am Südeingang des Praters
A – am Franz-Josephs-Bahnhof
D – an einer Bushaltestelle in Favoriten
G – 50 Meter vor der Hofburg (absolutes Halteverbot!)

Frage 4
Im Traum kehrt Polivka ins Orlik ein – um was zu trinken?

A – ein Sechzehner-Blech
R – ein großes Glas Almdudler
K – einen aufgespritzten Brünnerstrassler
M – ein Viertelglas Heurigen

Frage 5
Gleich vier Tatverdächtige sitzen im Orlik. Kurioserweise hören alle auf den gleichen Namen – welchen?

E – Franz Meier
N – Max Gmeiner
A – Arnold Weck
P – Stefan Stadlober

Frage 6
Welchen Namen wollte der Tote, Albert Jeschko, dem Orlik nach der Übernahme geben?

A – Bistro L'Aubergine
T – Lustige Lilli
C – Gastwirtschaft Sittich
R – Bistro Le Concombre


Schicken Sie das Lösungwort bis zum 28.09. an socialmedia@rowohlt.de
Viel Glück!
46 BeiträgeVerlosung beendet
L
Letzter Beitrag von  Lerchievor 8 Jahren
Schade, auch nicht gewonnen. Herzlichen Glückwunsch allen Gewinnern und viel Spaß beim Lesen!
Stefan Slupetzky, Beate Maxian und ich lesen am kommenden Freitag in der Wiener Hauptbibliothek am Gürtel anlässlich der Wiener Krimitage aus unseren aktuellen Krimis: Marcus Rafelsberger - Wienerherz, Beate Maxian - Tödliches Rendezvous, Stefan Slupetzky - Lemmings Zorn. Der Eintritt ist frei. Beginn: 19.00 Uhr. Hauptbibliothek, Urban Loritz Platz 13, 1070 Wien Mehr Informationen auch unter http://www.buechereien.wien.at/de/programm/veranstaltungskalender/1034
0 Beiträge
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Stefan Slupetzky im Netz:

Community-Statistik

in 341 Bibliotheken

von 76 Lesern aktuell gelesen

von 8 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks