Die Rückkehr des Lemming

von Stefan Slupetzky 
4,2 Sterne bei5 Bewertungen
Die Rückkehr des Lemming
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K

Köstlich-skurriler Wien-Krimi, der trotz aller Dramatik die Lachmuskeln fordert.

twentytwos avatar

Ein genial schräger Lesespass.

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Inhaltsangabe zu "Die Rückkehr des Lemming"

Eine Straßenbahn, ein ehemaliger Kriminalbeamter und zwei schräge Vögel: Der Lemming ist zurück.
Der junge Straßenbahnfahrer Theo Ptak ist jedenfalls bis über beide Ohren in eine Frau verliebt, die jeden Morgen in seinen Triebwagen steigt. Eines Tages muss er entsetzt mit ansehen, wie sie von zwei Männern entführt wird. Theo bittet den ehemaligen Kriminalbeamten Leopold Wallisch, auch Lemming genannt, um Hilfe.
Widerwillig macht sich der Lemming mit Theo auf die Suche nach den Kidnappern, und bald stoßen die beiden auf die erste Leiche, einen Reisejournalisten.
Was zwei seltsame Vögel namens Kaspar und Pannonia mit diesem Fall zu tun haben, liegt noch im Dunklen. Sie sitzen kurz nach dem 30-jährigen Krieg im Laderaum eines Ostindienseglers und fahren die afrikanische Küste entlang.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499290978
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:22.09.2017
Teil 5 der Reihe "Lemming"

Rezensionen und Bewertungen

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    Duffys avatar
    Duffyvor 2 Monaten
    Der Lemming muss leben!

    Oohps - he did it again. Slupetzky hat seinen Lemming nochmal losgeschickt, um seinem fernen Verwandten Theo zum Glück des Lebens zu verhelfen. Der hat sich nämlich in eine Frau verliebt, die jeden Morgen in den Triebwagen seiner Tram steigt, die er, von da ab gutgelaunt, durch Wien befördert. Doch eines Tages muss er mit ansehen, wie diese Frau kurz vor dem Einstieg entführt wird. Theo wird beim Inspektor a.D. Wallisch alias Lemming vorstellig und bittet ihn um Hilfe. Der stößt bald auf die erste Leiche, weitere sollen im Verlauf noch folgen. Und alles wegen zwei Vögel, Dodos, die 300 Jahre vorher auf Mauritius ausgerottet wurden und ihre eigene Geschichte haben, die Slupetzky auch erzählt, weil im aktuellen Fall diese Vögel auf Fotos auftauchen und deren Rolle erst viel später zu einer Hauptrolle wird.
    Eine tolle Story, charmanter, unwiderstehlicher Wiener Humor, eine Geschichte zum Niederknien, mit all der Menschlichkeit und Kauzigkeit, die den Lemming auch früher schon so liebenswert gemacht haben. Die Fans werden es ohnehin lesen, alle anderen werden sich nach Lektüre dieses Bandes auf die frühen Abenteuer stürzen und man kann einfach nur feststellen, dass Slupetzky große Lust gehabt haben muss, noch eine Folge zu schreiben und als Lemming-Jünger könnte man sich nichts weiter wünschen, als das uns der Wallisch erhalten bleibt. Ein ungetrübtes Lesevergnügen und Slupetzky in Hochform.

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    Krimisofa_coms avatar
    Krimisofa_comvor 8 Monaten
    Kann man lesen - muss man nicht

    Einzelbewertung:

    Plot: 3/5
    Atmosphäre: 3/5
    Charaktere: 3/5
    Spannung: 3/5
    Showdown: 3/5
    ---

    Es gibt so einige österreichische Krimi-Autoren. Da wäre zum Beispiel Wolf Haas mit seinen Brenner-Romanen, oder Rainer Nikowitz mit den Suchanek-Krimis – oder Stefan Slupetzky mit der Lemming-Serie. Alle Bücher diese drei haben eines gemeinsam: sie sind von Humor geprägt und haben etwas Kurioses an sich – die einen mehr, die anderen weniger. Bei Stefan Slupetzky mussten Fans des Lemming ganze acht Jahre auf seinen nächsten Fall warten, acht Jahre, in denen sich der ehemalige Polizist und Privatdetektiv als Nachtwächter im Tiergarten Schönbrunn verdingte und mit dem Detektiv-spielen scheinbar abgeschlossen hatte – doch jetzt muss er wieder ran. Das ist der fünfte Teil der Lemming-Serie und mein erster; man muss die vorhergehenden nicht unbedingt gelesen haben, so mein Eindruck.

    Wie oben beschrieben geht es zunächst um den Straßenbahnfahrer Theo Ptak, der sich offensichtlich in einer seiner Passagierinnen verliebt hat und für sie auch gerne mal unerlaubterweise das Mikrofon für die Lautsprecher der Straßenbahn in die Hand nimmt, um ihr einen guten Morgen zu wünschen. Als die scheinbar Unscheinbare, wie die junge Dame durchgängig genannt wird, vor seinen Augen entführt wird, muss er natürlich handeln und den Ritter spielen, der seine Prinzessin rettet – nur dass dem Ritter ganz schnell das Licht ausgeknipst wird (kein Spoiler, das passiert recht bald).

    Ab dann ermittelt der Lemming, mit dem Theo bis dahin nach der scheinbar Unscheinbaren gesucht hat, mit seinem alten Bekannten, dem Chefinspektor Polivka. Der Lemming wird Lemming genannt, weil er früher ein schlechter Polizist gewesen sein soll – dabei düpiert er Polivka im Roman nicht nur einmal und kehrt seinen Scharfsinn hervor. Die beiden – Lemming und Polivka – liefern sich bei ihren Ermittlungen gerne schlagfertige Wortduelle, die für Außenstehende – vulgo: dem Leser – nicht selten amüsant und kurios sind. Man merkt, dass sich die zwei schon länger kennen und schätzen – auch wenn sie zweiteres nicht offen zeigen können.

    Zwischendurch gibt es immer wieder Kapitel, die uns ins 17. Jahrhundert führen und auf den ersten Blick nichts mit der Hauptgeschichte zu tun haben – und auch auf den Zweiten nicht. Dort segelt der Bauernknecht Max Horvat mit einer ganzen Armee und einem Vogelpärchen quer durch die Weltmeere, um in Graz vom Kaiser Ferdinand zum Kundschafter ernannt zu werden. Diese Kapitel sind wesentlich ernsthafter als die restliche Geschichte und ich habe hier auch eine gewisse Zeit gebraucht, um den Sinn darin zu verstehen.

    Slupetzky hat definitiv einen eigenen Schreibstil, der zwar nicht ganz so krass ist wie der von Wolf Haas, mit dessen ich so gar nichts anfangen kann, aber auch nicht so mainstream wie der von Nikowitz oder Rhena Weiss, um auch eine österreichische Autorin zu nennen. Slupetzky schreibt humorvoll, seine Pointen platziert er treffsicher; zwischendurch gleitet er immer wieder ins Poetische ab und zeitweise wird die Schreibe auch gerne mal prätentiös. Die Geografie Wiens ist genau so akkurat recherchiert wie die historischen Details in Max' Kapiteln. Lokalkolorit ist  vorhanden, sie trieft geradezu aus den einzelnen Seiten heraus. Der neueste Lemming ist relativ gut zu lesen, wobei ich mich dann und wann – vor allem bei den historischen Kapiteln – doch durchgequält habe, da das Erzähltempo zwischen Schnecke und Gepard schwankt, weshalb ich mich beim Lesen nie so wirklich wohlgefühlt habe.

    Tl;dr: „Die Rückkehr des Lemming" von Stefan Slupetzky reiht sich in die Riege österreichs erfolgreicher Krimiautoren ein und glänzt mit pointierten Dialogen – legt aber auch Ernsthaftigkeit an den Tag und akkurat recherchiertes Geschichtswissen. Die teilweise lähmende und prätentiöse Schreibweise macht es einem aber schwer, sich rundum wohlzufühlen.

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    twentytwos avatar
    twentytwovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein genial schräger Lesespass.
    Die Rückkehr des Lemming

    Theo Ptak, Straßenbahnfahrer der Wiener Linie D ist verliebt. Schon seit Tagen dreht sich für ihn alles nur noch um eine junge Frau, die er für sich als die scheinbar Unsichtbare bezeichnet. Seit sie vor zwei Wochen das erste Mal seinen Wagen bestiegen hat, sieht die Welt für ihn ganz anders aus. Kein Wunder also dass Theo schier durchdreht als er hilflos mit ansehen muss wie die, doch nicht so Unsichtbare, in ein Taxi gezerrt wird und vor seinen Augen Opfer einer dreisten Entführung wird. In seiner Not wendet Theo sich an seinen Onkel alias Lemming, der mittlerweile zwar Pensionär, nichtsdestotrotz in Ermittlungsfragen wesentlich bewanderter ist als der junge Mann. Der Onkel ist bei der Verbrecherjagd nur allzu gerne behilflich, wovon ihn auch ein toter Journalist nicht abhalten kann. Doch als kurz darauf Theo ebenfalls zu Schaden kommt und der Lemming im weiteren Verlauf mit totgeglaubten Riesenvögeln konfrontiert wird, nimmt die Geschichte ungeahnte Dimensionen an, die den Exkommissar nahe an seine Grenzen bringt.

    Fazit
    Eine genial schräge Story, die mit einem Frontalangriff auf die Lachmuskeln, für höchsten Lesespass sorgt.

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    K
    kkarinvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Köstlich-skurriler Wien-Krimi, der trotz aller Dramatik die Lachmuskeln fordert.
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    T
    TEigervor 8 Monaten

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    Mit viel Witz erzählt der österreichische Autor in 'Die Rückkehr des Lemming' eine skurrile Geschichte über die Zucht seltsamer Vögel, einen toten Reisejournalisten und eine katastrophal schieflaufende Geschäftsidee. Der Lemming klärt auf und beschert spannenden Lesespaß.

    Eine halsbrecherische Geschichte ist das, köstlich, spannend, wienerisch.

    Schön, dass der Lemming zurück ist.

    Stefan Slupetzky liefert einmal mehr einen feinsinnig urigen Wiener Krimi ab, der vor allem durch seinen lakonischen Erzählstil besticht.

    Wer Stefan Slupetzky kennt, weiß, dass der Autor eine mitreißende Story liefert, bei der man auch immer wieder schmunzeln muss. Er kann es einfach, der Slupetzky - und so gesehen sei ihm die lange Wartezeit auf den neuesten Lemming-Roman wirklich verziehen.

    Ein entschleunigter Krimi mit einem eigenen Profil, zauberhaft und sehr wienerisch.

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