Stefan Slupetzky Polivka hat einen Traum

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Inhaltsangabe zu „Polivka hat einen Traum“ von Stefan Slupetzky

Für den verschrobenen Wiener Bezirksinspektor Polivka steht von Anfang an fest: Der Mann, der sich infolge einer Notbremsung den Hals gebrochen haben soll, ist brutal ermordet worden. Dass die einzige Zeugin, eine - wie Polivka findet, bezaubernde! - Französin ist, noch vor ihrer Vernehmung die Flucht ergreift, kann ihn in seiner Meinung nur bestärken. Entgegen der Weisung seines Vorgesetzten, den Fall zu den Akten zu legen, begibt er sich auf eine Odyssee quer durch Europa und verstrickt sich dabei immer tiefer in ein mörderisches Netz aus politischen und wirtschaftlichen Machenschaften.

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    Polivka hat einen Traum
    Duffy

    Duffy

    29. October 2016 um 10:02

    Slupetzky, eigentlich ja ein bekannter Kinder-und Jugendbuchautor, geht auch weiter ins Krimimilieu. Nachdem er den eigenwilligen und großartigen Lemming erschaffen hat, kommt nun Polivka, ein recht grantelnder und eigensinniger Ermittler aus Wien. Der hat es mit einem vermeintlichen Unfall im Zug zu tun, doch für ihn ist klar, dass es sich um Mord handelt. Es gibt auch eine Zeugin, die er im Bahnhof aufspürt, die jedoch die Flucht ergreift. Das ist für ihn Bestätigung seiner These und weitere Nachforschungen ergeben, dass das nicht der einzige "Unfall" mit diesem Muster in Europa war. Der starrköpfige Polivka macht sich trotz Verbot von oben auf die Reise durch Europa, um die Fälle zu untersuchen - und landet in einem Sumpf politischer und wirtschaftlicher Kriminalität.Der typisch wienerische Charakter des Polivka ist sicher einer der Gründe, diesen Polizisten sofort irgendwie gerne zu haben. Es ist aber auch seine Aufrichtigkeit und Unbestechlichkeit, keineswegs mit Heiligenschein dargestellt, die überzeugen. Das Menschliche bekommt Slupetzky genauso nahe hin, wie die abstoßende Seite der Macht und den Charakter des "Fürsten", der hier die hässliche Fratze unserer turbokapitalistischen Grundhaltung verkörpert. Der Autor bringt fast spielerisch die Mechanismen des heute üblichen Machtmissbrauchs in den Roman mit ein, allerdings so nachdrücklich, dass es beim Lesen einen Schauer der Empörung über das geistige Rückgrat jagt. So hat denn Slupetzky nicht nur einen großartigen Krimi geschrieben, dem es an nichts fehlt, sondern er hat auch stellenweise dokumentarisch die Mechanismen der Macht offengelegt. Dadurch wird dieses Buch mehr als nur ein gelungener Krimi. Betroffenheit und Wut sind selten beim Lesen in diesem Genre. Der nicht ignorante Leser wird dem ausgesetzt und das ist eine große literarische Leistung.

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  • Polivka hat einen Traum

    Polivka hat einen Traum
    buchleserin

    buchleserin

    27. November 2013 um 11:40

    Klappentext: Bezirksinspektor Polivka ermittelt: Da möchte man kein Mörder sein! Für den verschrobenen Wiener Bezirksinspektor Polivka steht von Anfang an fest: Der Mann, der sich infolge einer Notbremsung in einem Zugwaggon den Hals gebrochen haben soll, ist tatsächlich brutal ermordet worden. Dass die einzige Zeugin, eine – wie Polivka findet, bezaubernde! – Französin, noch vor ihrer Vernehmung die Flucht ergreift, kann ihn in seiner Meinung nur bestärken. Gegen die Weisung seines Vorgesetzten, den Fall zu den Akten zu legen, begibt er sich auf eine aberwitzige Odyssee quer durch Europa und verstrickt sich dabei immer tiefer in ein mörderisches Netz aus politischen und wirtschaftlichen Machenschaften. Meinung: Das Cover ist ansprechend gestaltet und gefällt mir gut. Zu Beginn des Romans ist die Rede vom Mikulitsch und es beginnt etwas langatmig. Der Mikulitsch macht dies, der Mikulitsch macht das. Bis dann irgendwann der Tote gefunden wird. Mit gebrochenem Hals und einer Gurke im Mund. Bezirksinspektor Polivka ermittelt in dem Fall. Eine mysteriöse Zeugin ergreift vor der Befragung die Flucht und von seinem Chef wird er aufgefordert, den Fall zu den Akten zu legen. Polivka erfährt von ähnlichen Fällen in ganz Europa. Mir ist der Roman durchgehend etwas langatmig erzählt und der Spannungsbogen wird ziemlich flach gehalten. Die Protagonisten sind ganz gut dargestellt. Polivka lebt noch bei seiner Mutter um Geld für die Miete zu sparen. Ganz witzig fand ich die Dialoge mit seiner Mutter. Mich konnte „Polivka hat einen Traum“ jedoch leider nicht ganz so fesseln.

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  • Buchverlosung zu "Polivka hat einen Traum" von Stefan Slupetzky

    Polivka hat einen Traum
    Rowohlt_Verlag

    Rowohlt_Verlag

    Polivkas Traum. Das Gewinnspiel Wien, das ist nicht nur Prater und Hofreitschule, Kaiserschmarrn und Kaffeehausromantik, K.u.k.-Charme und Vorstadtschmäh. Wer wüsste das besser als Bezirksinspektor Polivka! Er pflegt, quasi berufsbedingt, einen illusionslosen Blick auf die abgründigen Seiten des Lebens. Und jetzt dieser seltsame Fall: Was seine Vorgesetzten als unglücklichen Unfall ad acta legen wollen, ist für Polivka Mord – vorsätzlicher, heimtückischer Mord. Wie blöd, dass sich die einzige Zeugin einer angemessenen Vernehmung durch Flucht entzieht. Weil die Französin Sophie Guillemain aber überaus anziehend, um nicht zu sagen: schön ist (Bernsteinaugen!), reist Polivka ihr durch halb Europa hinterher. Vorher aber ereilt ihn des Nachts noch ein merkwürdiger Traum, eigentlich ein Albtraum. Auch hier geht's um einen Mord, wie Sie sehen werden, wenn Sie die Leseprobe aufmerksam studieren … Das Polivka-Gewinnspiel Mit ein bisschen Glück und intelligentem Rätselraten können Sie eines von fünf signierten Exemplaren von Stefan Slupetzkys neuem Roman «Polivka hat einen Traum» gewinnen – und als Zugabe «Der Fall des Lemming», Band 1 seiner Erfolgs-Krimiserie. Die richtigen Antworten sind in der Leseprobe leicht zu finden. Also: 6 Fragen, 1 Lösungswort (natürlich ein typisch wienerisches …)Frage 1 Bei welcher Haltestelle beginnt Schaffner Mikulitsch an diesem besagten Tag seinen Kontrollgang in der Franz-Josephs-Bahn? R – Kritzendorf B – Sankt Andrä-Wördern F – Muckendorf-Wipfing L – Nußdorf Frage 2 Welches Objekt hat der Mörder seinem Opfer in den Rachen gesteckt? E – geblümtes Taschentuch U – goldene Taschenuhr O – rosafarbene Socke I – grüne Gurke Frage 3 Wo wurde der Wagen des Toten, ein Audi Q5-SUV, gefunden? H – am Südeingang des Praters A – am Franz-Josephs-Bahnhof D – an einer Bushaltestelle in Favoriten G – 50 Meter vor der Hofburg (absolutes Halteverbot!) Frage 4 Im Traum kehrt Polivka ins Orlik ein – um was zu trinken? A – ein Sechzehner-Blech R – ein großes Glas Almdudler K – einen aufgespritzten Brünnerstrassler M – ein Viertelglas Heurigen Frage 5 Gleich vier Tatverdächtige sitzen im Orlik. Kurioserweise hören alle auf den gleichen Namen – welchen? E – Franz Meier N – Max Gmeiner A – Arnold Weck P – Stefan Stadlober Frage 6 Welchen Namen wollte der Tote, Albert Jeschko, dem Orlik nach der Übernahme geben? A – Bistro L'Aubergine T – Lustige Lilli C – Gastwirtschaft Sittich R – Bistro Le Concombre Schicken Sie das Lösungwort bis zum 28.09. an socialmedia@rowohlt.de Viel Glück!

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  • Ein Kriminalroman mit politischem Hintergrund

    Polivka hat einen Traum
    Nabura

    Nabura

    29. September 2013 um 12:39

    Als der Wiener Bezirksinspektor Polivka zu einem Toten in der Franz-Josefs-Bahn gerufen wird, sieht zunächst alles nach einem Unfall aus. Es gab eine Notbremsung, in deren Folge der Tote offenbar so unglücklich gestolpert ist, dass er sich das Genick gebrochen hat. Als Polivka jedoch kurz darauf eine gefesselte Frau auf der Bahnhofstoilette findet und die vor einer Befragung die Flucht ergreift, ist er überzeugt davon, dass es sich um einen Mord handeln muss. Von seinem Chef wird er aufgefordert, den Fall zu den Akten zu legen. Doch als er von ähnlichen Unfällen in ganz Europa erfährt und diese ihn erneut auf die Spur der mysteriösen Frau von der Bahnhofstoilette führen, beginnt für Polivka eine brisante Reise durch Frankreich, Belgien und Österreich.   Das Buch beginnt nicht gleich mit dem eigentlichen Fall, um den sich der Rest des Buches drehen wird, sondern mit einem anderen Toten im Zug, der mit einer Gurke erstickt wurde. Polivka gelingt es schnell, den Fall mit unorthodoxen Methoden inoffiziell aufzuklären. So kann man einen ersten Eindruck vom eigenwilligen Ermittler gewinnen, bevor sich das Buch nach einigen Seiten dem Hauptfall zuwendet.   Ich habe gut in das Buch hineingefunden und mich schnell an Polivkas doch recht eigenwilligem Charakter gewöhnt. Das Tempo zu Beginn ist hoch, schnell ist ein erster Fall aufgeklärt und Polivka sitzt auf den Spuren des mysteriösen Unfalls in betrunkenem Zustand im Nachtzug nach Paris. Etwas Schwierigkeiten bereitete mir allerdings der Wiener Dialekt, in dem die Gespräche, vor allem während sich Polivka noch im der Heimat befindet, abgedruckt sind. Gut gefallen hat mir der intelligente Witz und der trockene Humor, den das Buch immer wieder an den Tag legt.   Auf seiner Reise findet sich Polivka immer wieder in gefährlichen Situationen wieder. Begleitet wird er dabei unter anderem von seinem Kollegen Hammel, der ihm treu zur Seite steht, und einer Frau, die nicht nur Polivkas berufliches Interesse weckt. Im Verlauf der Geschichte kommen allmählich noch einige weitere Charaktere hinzu, über die ich an dieser Stelle nichts verraten möchte.   Nach und nach eröffnet sich Polivka eine höchst verzwickte Geschichte mit starkem politischem Hintergrund. Stefan Slupertzky spricht ein Thema an, das sicherlich höchst aktuell ist und den Leser zu der Frage veranlasst, wie viel davon tatsächlich Realität ist oder werden könnte. In der zweiten Buchhälfte ist die Handlung daher von politischen Dialogen geprägt. Diese erfordern ein intensives und konzentriertes Lesen, wurden von mir allerdings als zäh empfunden. Die Ermittlungen enden schließlich höchst abrupt, was dann noch geschehen ist erfährt man vor allem in Form kurzer Zeitungsartikel. Dieses Stilelement konnte mich leider ebenfalls nicht ganz überzeugen.   „Polivka hat einen Traum“ bietet einen verschrobenen, aber amüsanten Inspektor und eine Ermittlungsreise durch Europa mit starkem politischem Hintergrund. Das Buch ist lange Zeit temporeich und spannend, die politischen Dialoge zum Ende hin empfand ich allerdings als zäh. Ich kann diesen Kriminalroman vor allem an (europa-)politisch interessierte Leser weiterempfehlen.

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