Stefan Wachtel Sei nicht authentisch!

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Inhaltsangabe zu „Sei nicht authentisch!“ von Stefan Wachtel

Was lernen wir aus dieser amüsanten Anekdote? Es reicht nicht, einfach nur „ich selbst“ zu sein. Wir können mehr aus uns machen. Und wir werden dafür belohnt. In seinem neuen Buch sagt Stefan Wachtel: Wir alle sollten im richtigen Film spielen, also unsere „Rolle“ beherrschen. Und wir sollten „liefern“. Der Topmanager wird nicht dafür bezahlt, dass er sich auf sein „natürliches Talent“ verlässt und bei der Bilanzpressekonferenz das sagt, was ihm gerade in den Sinn kommt. Und der Spitzenpolitiker sollte auch nicht reden, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Wenn wir an unserem Eindruck arbeiten, schlagen wir die „fachlich“ Guten. Wachtel zeigt, wie viel Arbeit dahintersteckt.

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    Sei nicht authentisch!
    R_Manthey

    R_Manthey

    18. August 2015 um 09:34

    Um es vorauszuschicken: In diesem Buch geht es um das Verhalten im Berufsleben. Das scheint wichtig zu erwähnen, weil der Autor zu recht fordert, dass wir hier nicht echt, also nicht authentisch auftreten, sondern unsere Rolle im jeweiligen Film spielen sollen. Bevor sich Widerspruch breitmacht, sollten wir uns fragen, ob wir nicht diese Nichtauthentizität von anderen geradezu einfordern. Der Autor macht das mitten im Buch an einem Beispiel klar: Wenn beim Fliegen ein Triebwerk der Maschine ausfällt, dann erwarten wir vom Piloten nicht nur, dass er die Situation meistert, sondern dass er auch mit seiner Ansprache dafür sorgt, dass keine Panik unter den Passagieren ausbricht. Er muss die Rolle des souveränen Flugkapitäns unbedingt spielen und dabei authentisch wirken, egal, wie er sich selbst gerade fühlt, ansonsten ist er für diesen Beruf ungeeignet. Wer also in seinem Beruf erfolgreich sein will, der muss zunächst einmal seine dabei zu spielende Rolle annehmen und nicht darauf beharren, unbedingt authentisch zu sein, denn dafür wird er wohl kaum bezahlt. Man muss diesen Zusammenhang deutlich formulieren, denn authentisch, also echt zu sein, wird ansonsten hoch angesehen. Wir wünschen uns den unverstellten Menschen, der uns nichts vorspielt. Gleichzeitig aber erwarten wir, dass jeder, mit dem wir im öffentlichen oder beruflichen Leben zu tun haben, sich professionell verhält und seine persönlichen Maschen oder Sichtweisen für sich behält, also nicht authentisch ist. Der Autor dieses sehr informativen Buches ist ein Profi in jeder Beziehung, denn er bildet Leute darin aus, sich gerade nicht authentisch zu verhalten, aber dem Gegenüber das Gefühl zu geben, dass er authentisch ist. Zu seinen Kunden gehören auch Wirtschaftsbosse und Politiker. Wer sich für eine Analyse des Verhaltens der beiden Kanzlerkandidaten im letzten Wahlkampf unter diesem Gesichtspunkt interessiert, wird in diesem Buch hinreichend viele Einschätzungen und Auskünfte erhalten. Allerdings trifft man dabei auch auf eine Schwachstelle des Buches, denn man könnte letztlich den Eindruck gewinnen, dass es in der Politik nur darauf ankommt, wer der bessere Schauspieler ist. Dessen ungeachtet findet man in diesem Buch alles, was man über professionelles Verhalten schreiben kann. Das Thema hat viele verwirrende Facetten, über die man sich vielleicht nicht immer im Klaren ist. Der Text hilft über diese Klippen sicher hinweg, denn hat man sich erst einmal grundsätzlich mit dem Anliegen des Autors beschäftigt und nimmt man dessen wohl begründete Sichtweise an, dann bietet dieses Buch nicht nur einen einmaligen Einblick hinter die Kulissen, sondern auch vielfältige und gut erklärte Hinweise, wie man selbst zu einem professionellen Verhalten gelangt, statt ständig über die Steine zu stolpern, die einem eine falsch verstandene Authentizität in den Weg legt.

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