Das Geheimnis der Silberkinder

von Stefan Walz 
4,5 Sterne bei2 Bewertungen
Das Geheimnis der Silberkinder
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

ChattysBuecherblogs avatar

Wiedermal ein Buch, das ich in einem Rutsch gelesen habe.

A

Ein spannender, gefühlvoller und gut recherchierter hist. Roman. Verwandlung, Verwirrung und Liebe im geheimnisvollen Schwarzwald.

Alle 2 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Das Geheimnis der Silberkinder"

1628. Die Waisen Niklas und Sophie wachsen behütet im Kloster Wittichen auf. Sie ahnen nicht, dass ein altes Geheimnis hinter den dicken Mauern des Klosters schlummert. Doch die Gerüchteküche bringt den Orden bald in Verruf. Ein von den Prälaten inszeniertes Wunder soll helfen, Pilger anzulocken. Die Neugier der Kinder ist geweckt und je tiefer sie eintauchen, umso mehr müssen sie erkennen, dass sie selbst Teil der Verschwörung sind. Auf der Suche nach ihrer wahren Identität werden dunkle Mächte entfesselt, in deren Sumpf die Kinder zu ersticken drohen …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839220184
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:347 Seiten
Verlag:Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum:08.02.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,5 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne1
  • 4 Sterne1
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wiedermal ein Buch, das ich in einem Rutsch gelesen habe.
    Mein Leseeindruck

    In einer Zeit, in der Aberglaube im Volk noch tief verwurzelt war, fürchtete man den Silberburg und die Geräusche, die aus dem ausgelassenen Stollen drangen.
    (1. Satz - Seite 9)

    Beginnen wir mit dem Cover: Zum Titel passend wurde ein Bild aus dem Schwarzwald gewählt. Es zeigt die Weiten des Naturparks und nimmt den Leser beim Anblick bereits mit in eine andere Welt, in eine andere Zeit. Das Bild könnte jedoch auch zu einem Heimatroman passen.

    Kommen wir zum Inhalt: Sehr gelungen, stürzt der Autor den Leser mittels des Tagebucheintrags des Abt Georg, in ein gefühlsmässiges Chaos. Schnell war klar, dass ich nach diesem Entree wissen wollte, was geschehen war. Wer war dieser Junge? Weshalb ließ er es so über sich ergehen? Aber bevor es los geht, "stolpert" der Leser noch über eine Karte, die den Unteren Schwarzwald mit seinen markanten Punkten darstellt.

    Dann aber: Wittichen im Jahr 1628. Schnell wird hier nun klar, wieviel der Autor wohl recherchiert haben musste. Man wird ein altes Wiegenlied erwähnt, mal ist es ein kurzer Abriss über Elisabeth Stuart. Es sind aber nie zu viele geschichtliche Fakten, so dass der Lesefluss nicht gestört oder aufgehalten wird. Vielmehr hatte ich den Eindruck, dass der Autor mir mit der eigentlichen Story, einfach auch noch sein Wissen präsentieren wollte.
    Und dieses Wissen erschien mir unausschöpflich.

    Fazit:

    Mal wieder ein Buch, das ich in einem Rutsch gelesen habe. Durch den leichten Spannungsbogen, der sich von der ersten Seite an bis (auf kleine Unterbrechungen) durch das gesamte Buch zieht, wollte ich immer mehr wissen. Ich war in einem richtigem Lesesog und habe das Buch mit einem tiefen Seufzen beendet.

     


     

    Kommentieren0
    29
    Teilen
    A
    Antonettavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein spannender, gefühlvoller und gut recherchierter hist. Roman. Verwandlung, Verwirrung und Liebe im geheimnisvollen Schwarzwald.
    Spannung und Liebe im geheimnisvollen Schwarzwald

    Die Geschichte der Silberkinder (Sophie und Niklas) spielt im Dreißigjährigen Krieg, in einer Zeit, in der vom Kaiser gerade das verheerende Restitutionsedikt erlassen wird. Alles beginnt ein wenig wie im Märchen und man findet sich schnell in einer romantischen Schwarzwaldidylle wieder. Im Gegensatz dazu empfindet man den Klosteralltag, unter dem auch Sophie und Niklas leiden, als düster und unheimlich. Man lernt den schwarzen Franziskaner Johannes kennen und fürchten. Auch ein autoritärer Klosterprovinzial taucht auf und steckt seine Nase viel zu tief in Klosterangelegenheiten.
    Durch die Ausflüge zum Silberberg, entdeckt der Leser (und auch Niklas!) so quasi nebenher die faszinierende Geschichte der Silberminen im Kinzigtal.

    Bald entdecken die Kinder, dass einiges nicht mit rechten Dingen zugeht und beginnen zu forschen. Der unheimliche Pater Johannes entpuppt sich schließlich als Helfer und unterstützt Sophie sogar bei der Recherche im Klosterarchiv. Ob er sie auf die falsche Fährte lockt oder ob er es gut meint, bleibt zunächst im Dunkeln.

    Als die Mentorinnen plötzlich verhaftet werden, hält es auch die Kinder nicht länger im Wittichener Tal. Bei „Nacht und Nebel“ nehmen sie Reißaus und sie beschließen, auf Grundlage ihrer Nachforschungen, nach den Eltern zu suchen. Dabei verschlägt es sie u.a. nach Freiburg, ins Elsass und Villingen. Zeitweise trennen sich ihre Wege, denn der Schwarzwald wird nun auch vom schrecklichen Krieg eingeholt.

    Bei der Suche geraten sie auf zahlreiche Irrwege (hatte da etwa der schwarze Franziskaner die Finger im Spiel?). Glaubt man der Darstellung des Autors im Anhang, hat es die beiden (helfenden) Mönche Rudolf und Jakobus wirklich gegeben, ihre Eskapaden scheinen in den Tagebüchern des Abt Georg für die Nachwelt bewahrt worden zu sein.

    Auch die Liebe kommt nicht zu kurz! Auf der Reise verliebt sich die inzwischen 17-jährige Sophie in Christian, einem Reiterknecht …

    In Villingen angekommen, erlebt man hautnah die sogenannte Winterbelagerung inklusive Sturmangriff und Bombenhagel. Ob die Kinder die Eltern wirklich finden, ob sie überhaupt noch leben, was es mit dem Medaillon, dem schemenhaften Verfolgern auf sich hat und ob Christian wirklich ein Guter ist – davon erfährt man in einem spannenden Showdown am Ende. Die Auflösung hat mich ziemlich überrascht, aber es passt alles sehr gut zusammen und nichts wirkt irgendwie schnulzig oder konstruiert.

    Als besonders schöne Beigabe habe ich im Übrigen die tolle historische Karte und das Wiegenlied (zum Mitsingen ;-) mit Noten) empfunden.

    Kommentieren0
    0
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks