Stefan Wetterau Ohne Grenzen

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Inhaltsangabe zu „Ohne Grenzen“ von Stefan Wetterau

Winter 1994. Erics Auto bleibt auf offener Strecke unterhalb der Brandenburg stehen. Während der Student durch die vom Schnee erhellte Nacht zum nächsten Ort läuft, hat er eine gespenstische Begegnung mit einem Pferdeschlitten, auf dem ein Mann mit einer Hellebarde sitzt. Eric glaubt zu träumen.
Aber aus dem Traum wird schreckliche Realität. Am nächsten Morgen findet man die blutige Leiche eines jungen Mannes – erschlagen von einer Hellebarde. An der Polizei vorbei unternimmt Eric eigene Recherchen. Er stößt dabei auf weitere ungeklärte Morde, deren gemeinsame Ursache weit zurückreicht in die Geschichte der Brandenburg und ihrer adligen Bewohner – und in die er selbst auf unheimliche Weise verstrickt ist.
In seinem ersten Roman, der kurze Zeit nach der Wiedervereinigung spielt, überwindet Stefan Wetterau viele Grenzen – nicht zuletzt die zwischen Realität und Phantasie.

Ein toller Thüringen Krimi mit einer Mischung aus Spannung und Geschichtsinfos.

— Leuchtturmwaerterin

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  • Rezension zu "Ohne Grenzen" von Stefan Wetterau

    Ohne Grenzen

    Leuchtturmwaerterin

    28. March 2016 um 19:36

    Inhalt: Winter 1994. Erics Auto bleibt auf offener Strecke unterhalb der Brandenburg stehen. Während der Student durch die vom Schnee erhellte Nacht zum nächsten Ort läuft, hat er eine gespenstische Begegnung mit einem Pferdeschlitten, auf dem ein Mann mit einer Hellebarde sitzt. Eric glaubt zu träumen. Aber aus dem Traum wird schreckliche Realität. Am nächsten Morgen findet man die blutige Leiche eines jungen Mannes – erschlagen von einer Hellebarde. An der Polizei vorbei unternimmt Eric eigene Recherchen. Er stößt dabei auf weitere ungeklärte Morde, deren gemeinsame Ursache weit zurückreicht in die Geschichte der Brandenburg und ihrer adligen Bewohner – und in die er selbst auf unheimliche Weise verstrickt ist. In seinem ersten Roman, der kurze Zeit nach der Wiedervereinigung spielt, überwindet Stefan Wetterau viele Grenzen – nicht zuletzt die zwischen Realität und Phantasie. Meine Eindrücke beim Lesen: Das Cover wirkt bedrohlich. Es brauen sich Unwetterwolken über der Burgruine auf und überschatten das Land. Man erwartet Unheilvolles. Alles beginnt mit einem Dorffest und vier betrunkenen Jugendlichen, die an der Burgruine etwas Spaß haben wollen. Schnell ahnt man, dass das nicht gut ausgehen kann. Dann schwenkt die Sicht um und man lernt Eric kennen, einen Studenten aus Jena, der seine Freundin in Lauchröden bzw. einem kleinen Dorf in der Gegend besuchen will. Es ist tiefster Winter, der Schnee liegt meterhoch und sein altes Auto gibt mitten im Nirgendwo den Geist auf. Mysteriöse Vorkommnisse erschüttern die Gegend und Eric versucht gemeinsam mit seinem Studienfreund Bernd das Ganze aufzuklären. Ein toller Regionalkrimi, der mir, obwohl ortsfremd, ein recht genaues Bild von der Gegend aufgezeigt hat. Besonders gut hat mir gefallen, dass hier kein typisches Ermittlerteam an den Fall herangeht, sondern eben zwei Studenten, die sich nicht nur mit den Morden, sondern auch mit der Historie der Gegend beschäftigen. Die Figuren sind sympathisch und man rätselt gerne mit ihnen. Die Zeitsprünge zwischen den Kapiteln sind toll gelöst und machen den Leser neugierig, wie alles zueinander gehört. Man erfährt nicht nur mittelalterliche Geschichte, sondern auch Eindrücke aus der jüngeren Vergangenheit rund um die innerdeutsche Grenze und die Empfindungen der einzelnen Dorfbewohner im Grenzgebiet. Auch wird man sich wieder bewusst, wie schwierig es bis heute für Menschen mit Behinderungen ist, in der Gesellschaft anerkannt zu werden. Es hält dem Leser den Spiegel vor und mahnt, dass kein Mensch perfekt ist und jeder mit einem Makel herumläuft. Bei manchen ist dieser bloß nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Sprachlich war es sicher für den Autor eine Herausforderung, beide Zeiten voneinander klar abzutrennen. Er hat es aber durchweg toll gelöst und mit Minnesang-Zitaten wunderbar abgerundet. An wenigen Stellen hat das Buch ein paar Längen, daher kann ich ihm nicht die volle Punktzahl geben, aber ich kann es wirklich empfehlen. Es hat einfach Freude gemacht, das Rätsel um dem Mann mit der Hellebarde zu lösen und somit auch die Morde aufzuklären. Fazit: Ein wunderbarer Thüringen Krimi mit viel Lokalkolorit und jeder Menge Geschichte. Absolut lesenswert und unbedingt zu empfehlen!

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