Stefan Wolff Wie Phönix aus der Asche

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Inhaltsangabe zu „Wie Phönix aus der Asche“ von Stefan Wolff

Männer, die sich auf diesem Initiationsweg selbst entdecken, erleben wie Phönix das Wunder der Wandlung. Stefan Wolff zeigt, welche Urkräfte in jedem Mann schlummern. Mit Kraft- und Feuerritualen weckt er verborgene Potenziale. Beschreibungen der Initiation und Übungen zur Selbsterfahrung machen das Buch zum handfesten Werkzeug: So wird ein neuer Mann geboren. Ganze Kerle braucht das LandVitale Kräfte in das Leben holen!Neue Lust am Mann-Sein gewinnen!

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  • Rezension zu "Wie Phönix aus der Asche" von Stefan Wolff

    Wie Phönix aus der Asche
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    02. May 2011 um 14:48

    Mann oh Mann Man braucht schon einen persönlichen Zugang zum Thema, um zu dem vorzudringen, was das Buch durchaus als Gewinn bereit hält. Das ein Mann (denn um solche geht es im Buch), eine Vision seiner selbst und seines Zieles braucht. Sich seiner Kräfte und seiner Natur gewahr werden muss, um eine solche Vision tatkräftig und mutig anzugehen und sich auf dem Weg der Findung vier archetypischen Seiten des Mannseins und dem „wilden Mann“ in sich zu stellen hat, um diese Kräfte konstruktiv in der eigenen Person zu integrieren. Persönlich geschrieben, abzielend auf eine „Initiationstherapie“, die so manch nüchternem Zeitgenossen eher als ein wenig Ritter oder Indianerspielen vorkommen mag (die „durchwachte Nacht“ erinnert stark (und gewollt!) an den Ritus des Mannes in der Nacht vor dem Ritterschlag), stellt Stefan Wollff zunächst einmal eine Diagnose. Die Diagnose des zerrissenen Mannes. Zwischen Macho, Rüpel, Abzocker, Held einerseits und Versorger, Softie, Weichei, Frauenversteher andererseits. Das Spannungsfeld, in dem Mann sich gegenwärtig verliert. Nicht theoretisch stellt Stefan Wolff diese Diagnose, ganz praktisch erzählt er von sich und seinen Erfahrungen. Damals, mit Latzhose, Lila T-Shirt und blondem Engelshaar. Und so wird auch deutlich, dass die 70er und der Anfang der 80er Jahre die Prägungsphase des Mannes Stefan Wollf waren. Und da er damit nicht alleine steht, lohnt es sich durchaus seinen Gedanken hinter all der vordergründigen Sprache zu folgen. Im Kern stellt er fest, das es in der Moderne nicht einfach ist, ein Mann zu werden. Zum einen ob der erwähnten vielfachen Rollenbilder, zum anderen auch, weil es keine klaren Übergänge, keine offiziellen „Initiationsriten“ mehr gibt, in deren Verlauf sich Männer mit ihrem Mann-Sein, ihren Zielen und ihren Potentialen auseinandersetzen und (danach erst!) durch festgelegte Abläufe in den Kreis der „erwachsenen Männer“ aufgenommen werden. Ob dies nun tatsächlich geschieht, indem man seinen persönlichen Baum umarmt, mag dahin gestellt bleiben, aber im Kern trifft seien Beobachtung durchaus zu. Eine diffuse Rollenerwartung an Mann (und Frau) kennzeichnet die gesellschaftliche Realität, in der es sich durchaus gut sich verlieren lässt. Und selbst die „harten Männer“ an den Börsen, in den Sportwagen, mit den coolen Sprüchen, haben sie den Kern ihres Wesens entfaltet oder spielen sie nur „den Mann“? Stellen in Wahrheit eine „einsame Maschine“ dar, die im Grunde alles nur bestmöglich schaffen und erfüllen will. Unter Verlust echter, innerer Vitalität, sondern mit einer großen inneren Leere, die mit kaum mehr als Spielzeug ansatzweise versucht wird, zu füllen? Vergebens, übrigens. Man beachte nur einmal hier und da Tanzkurse mit der Aufforderung an den Mann, beim Tanz unmissverständlich und klar zu führen (da wäre es hochoffiziell erlaubt!) und weiß, dass Wolff nicht ganz falsch liegt. Lebensgeschichten sind es, die Wolff erzählt. Seine eigenen und die einer Vielzahl seiner Klienten. Lebensgeschichten, die aus seiner Sicht der Dinge heraus aufzeigen, dass der Krieger, König, Magier und Liebhaber (die vier Archetypen von Männern, die Wolff benennt) kaum mehr in sich auch der Gemeinschaft verpflichtet wissender Natur auftreten, sondern eher in ihren Schattenseiten des egozentrischen vor sich hin Dümpelns anzutreffen sind. Beileibe nicht, das muss erwähnt werden, stellt Wollf ein archaisches „Mann-Bild“ in den Raum, sondern verweist auf die Wiederentdeckung einer klaren und verantwortlichen, erwachsenen Haltung, welche die Dinge des Lebens nicht im Vagen lässt und diese nicht ständig nach außen delegiert. Sich dem Spiegel auszusetzen, den Wollf dem lesenden Mann vorhält, dass ist durchaus nicht ohne Wert am Ende der Lektüre. Im Buch beschreibt Wolf äußerst subjektiv, persönlich und durchaus oft auf den Punkt treffend, seine Sicht des Mannes der Gegenwart. Er benennt die Probleme des „sich Wegduckens“ (oder eben Sublimierens) vor dem eigenen Mann-Sein und bietet Handlungsmöglichkeiten, den „Mann in sich“ zu entdecken, ohne zum Neandertaler zurück zu mutieren. Direkt, knapp und verständlich geschrieben durchaus mit Gewinn zu lesen, wenn man den mythischen Überbau und die teils scharfe Sprache nicht all zu wörtlich nimmt.

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