Stefan Wolle Aufbruch nach Utopia

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Inhaltsangabe zu „Aufbruch nach Utopia“ von Stefan Wolle

Am 13. August 1961 war alles anders, die DDR war eingemauert. Doch bot das nicht auch eine Chance? Die Sowjetunion beschloss 1961 den Aufbau des Kommunismus. Auch die DDR-Führung träumte von einem wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Höhenflug. Dazu brauchte sie die Intelligenz und die Jugend. Die waren nicht ohne Reformen und Zugeständnisse zu gewinnen. In der Filmkunst, der Musik und Literatur taten sich erstaunliche Dinge. Doch der Geist des Aufbruchs wurde spätestens 1968 in Prag erstickt. Stefan Wolle lässt diese aufregende Zeit in all ihren hoffnungsfrohen, dramatischen, unfreiwillig komischen Facetten lebendig werden. Mit historischem Sachverstand, Witz und erzählerischer Leichtigkeit verbindet er die Analyse der Herrschaftsverhältnisse mit der Perspektive der Zeitgenossen und den Geschichten des Alltags. Das Buch schließt unmittelbar an seinen Bestseller 'Die heile Welt der Diktatur' an, über den die Hannoversche Allgemeine Zeitung schrieb: 'Historische Abhandlungen treiben ihren Lesern selten Lachtränen ins Gesicht – anders ist es bei diesem Werk.'

Ein bisschen zu trocken.

— MyriamErich
MyriamErich

Alltag in der DDR, anhand von Beispielen, Zitaten - mit Hintergründen! Sehr empfehlenswert!

— dieFlo
dieFlo

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  • Rezension zu "Aufbruch nach Utopia" von Stefan Wolle

    Aufbruch nach Utopia
    Sokrates

    Sokrates

    13. October 2011 um 09:40

    Der DDR-Historiker Stefan Wolle hat mit seinem Buch „Aufbruch nach Utopia“ kein klassisches Geschichtsbuch geschrieben, sondern eher eine freie Betrachtung der Gesellschaft der DDR, wie er sie in den Jahren 1961 bis 1971 erlebt hat. Dabei schreibt er nicht aus der Sicht eines „unwissenden“ Erlebenden, sondern aus heutiger – wissender – Sicht. Heutige Erkenntnisse der DDR-BRD-Forschung und der Systeminterpretation fließen ein, genauso wie Interpretationen der gesamtgesellschaftlichen Situation und die Einordnung kleiner Alltagsgeschichten in einen größeren Kontext. Das Buch liest sich sehr angenehm und ist äußerst informativ. Es zeigt nicht nur das Kritische an den DDR-Verhältnissen, sondern zeigt auch, warum sich so viele DDR-Bürger doch ohne größere Probleme haben einrichten können und ein – nicht unbedingt schwieriges – Leben haben leben können, auch trotz Mangelwirtschaft, verordnetem Kommunismus und Kritikfeindlichkeit. Das Buch beschönigt nicht, sondern regt gerade wegen seines dokumentarischen „Erzählstils“ zur kritischen Reflektion an.

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  • Rezension zu "Aufbruch nach Utopia" von Stefan Wolle

    Aufbruch nach Utopia
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    31. August 2011 um 08:38

    Der „Alltag und Herrschaft in den DDR 1961-1971“ ist das Thema des neuen Buches des DDR-Historikers Stefan Wolle, der in der Vergangenheit schon mit zahlreichen anderen Veröffentlichungen einen von Nostalgien und Verklärungen freien Beitrag zu einer Sozial- und Kulturgeschichte der DDR geleistet hat. Stefan Wolle zeigt in „Aufbruch nach Utopia“, wie nach dem Bau der Mauer am 13. August 1961 eine junge Generation, die in der DDR aufgewachsen war, sich zu Wort meldete, eigene Anforderungen an die Gesellschaft stellte und das Aufbrechen bzw. langsame Aufweichen der ehedem erstarrten Strukturen herbeisehnte. Ein Zeitalter der großen Erwartungen schien angebrochen, und tatsächlich war die Periode zwischen 1963 und 1968 die Zeit der DDR-Geschichte, in der die meisten Reformen verwirklicht wurden. Wolle schildert und dokumentiert den innenpolitischen Kampf zwischen den Reformern und den Dogmatikern, an dessen Ende sich die Hardliner durchgesetzt hatten. Um das Land und die Bevölkerung ruhig zu halten, wurde viel Geld in eigentlich unbezahlbare Sozialprogramme gesteckt, die dringend nötigen Investitionen in der Wissenschaft, der Bildung, der Grundlagenforschung, der Infrastruktur und der Umwelt jedoch sträflich vernachlässigt. Das Projekt der Selbstregulierung der Gesellschaft war gestorben, und das alte kommunistische Plandenken feierte fröhliche Urständ. So wurde aus dem „Aufbruch nach Utopia“ ein Aufbruch in die Stagnation. Ungeheuer materialreich, durch alle gesellschaftlichen Schichten, führt Stefan Wolle seinen Leser auf eine spannende Zeitreise durch eine bisher wenig beachtete Periode der Geschichte der DDR. Es gelingt ihm, die damalige Lebenswirklichkeit in die Geschichtsdarstellung zu holen, indem er immer aus der Perspektive der Zeitgenossen erzählt. Das Buch ist die Geschichte ihrer Hoffnungen, Träume und Ängste. Ein wichtiges, stellenweise überaus unterhaltsames Teilstück einer immer noch nicht vollständigen Sozialgeschichte der DDR.

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