Stefan Wollschläger Friesenkunst

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Inhaltsangabe zu „Friesenkunst“ von Stefan Wollschläger

Jeder Mensch hat ein Geheimnis.
Bei einer Meerbude wird die Leiche eines Malers aus Bensersiel entdeckt. Das Einzige, was er bei sich hat, ist eine Eintrittskarte der Kunsthalle Emden. Hauptkommissarin Diederike Dirks verfolgt mehrere Spuren, aber je tiefer sie gräbt, desto unklarer wird das Motiv für den sehr professionell ausgeführten Mord. Etwas Ablenkung findet sie bei ihrer alten Schulfreundin Iba Gerdes, die sich nach der Trennung von ihrem untreuen Ehemann eine Auszeit in Dornum nimmt. Allerdings bleibt Iba nicht lange Single. Doch ist ihr neuer Freund wirklich ein Traumprinz? Plötzlich stößt Dirks auf eine heiße Spur, und die Ereignisse überschlagen sich.

"Friesenkunst" ist ein packendes Krimi-Puzzle voller Überraschungen.

Dieses Buch ist mit dem e-ditio Qualitätssiegel für ein hochwertiges Lektorat ausgezeichnet. Es ist einer der beiden Gewinner des e-ditio Independent Publishing Award 2016 und wurde zu einem Kindle Jahresbestseller 2016 in der Kategorie Krimi/Thriller.

Kurzweilig, spannend - mit einem überraschenden Ende.

— Marvey

Netter Regionalkrimi. Bestens geeignet für einen Ostfriesland Urlaub.

— ulrikerabe

Spannender und schnörkelloser Ostfriesland-Krimi ...

— MissNorge

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  • Netter Krimi mit starkem Lokaleinschlag

    Friesenkunst

    ulrikerabe

    06. September 2017 um 21:47

    Am Kleinen Meer nahe Emden wird in einem abgestellten Auto die Leiche eines Mannes gefunden. Bald stellt sich heraus dass, es sich bei dem Toten um einen regional bekannten Maler handelt. Dich wer hatte ein Motiv, den Künstler zu erschlagen. Diederike Dirks muss in ihrem ersten Mordfall an der Dienststelle Aurich in die Kunstwelt Ostfrieslands eintauchen. Die sympathische Ermittlerin löst diesen Mordfall mit Bravour, auch wenn dieser in ihr Privatleben eindringt, mehr als ihr lieb ist. Ich habe diesen Krimi mit starkem Lokalkollorit sehr gerne während meines Urlaubs in Ostfriesland gelesen, den dritten Teil dazu kannte ich schon, was nicht unbedingt von Vorteil war. Auf den zweiten Teil kann ich mich noch freuen, der Urlaub dauert noch ein paar Tage.

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  • Mord in der Kunstszene

    Friesenkunst

    MissNorge

    25. August 2017 um 18:50

    Kurz zur Geschichte(lt. Autorenseite)Bei einer Meerbude wird die Leiche eines Malers aus Bensersiel entdeckt. Das Einzige, was er bei sich hat, ist eine Eintrittskarte der Kunsthalle Emden. Hauptkommissarin Diederike Dirks verfolgt mehrere Spuren, aber je tiefer sie gräbt, desto unklarer wird das Motiv für den sehr professionell ausgeführten Mord. Etwas Ablenkung findet sie bei ihrer alten Schulfreundin Iba Gerdes, die sich nach der Trennung von ihrem untreuen Ehemann eine Auszeit in Dornum nimmt. Allerdings bleibt Iba nicht lange Single. Doch ist ihr neuer Freund wirklich ein Traumprinz? Plötzlich stößt Dirks auf eine heiße Spur, und die Ereignisse überschlagen sich. Meine MeinungInteressant an diesem Krimi fand ich, das der Fall in der Kunstszene angesiedelt ist und dass das beschriebene Bild um das es hauptsächlich geht, die blauen Fohlen, wirklich existiert. So bekam man neben der Grundgeschichte noch interessante Information dazu. Was mich etwas störte war, das alle Charaktere etwas blass blieben und ich keinen richtigen Draht zu ihnen aufbauen konnte. Ich schätze mal, das es daran gelegen hat, das man die Hauptprotagonistin fast nur beim Nachnamen nannte, das hat sie für mich etwas unpersönlich wirken lassen. Und ein paar Sätze mehr aus der Gefühls- oder Gedankenwelt der Personen, hätte der Story auch gut getan. An dieser Thematik könnte der Autor noch etwas feilen.Ansonsten ein solider, spannender Krimi, der keine großen Action-Szenen braucht und der nicht brutal daherkommen muss, um mich gut zu unterhalten. Ungewöhnlich gut ist Stefan Wollschläger das Ende geglückt, denn mit dieser Auflösung hatte ich so gar nicht gerechnet. Der Verdacht wurde erst hierhin und dann dorthin gelenkt, aber so ganz schlüssig kam mir das alles nicht vor und ich dachte mir so beim Lesen, da muss noch eine richtige Überraschung kommen und so kam es dann auch. FazitEin Krimi den man entspannt im Strandkorb in Ostfriesland an einem Nachmittag lesen kann. Einfache, spannende und schnörkellose Unterhaltung.

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  • Friesenkunst

    Friesenkunst

    Annabeth_Book

    06. August 2017 um 13:40

    Klappentext:Jeder Mensch hat ein Geheimnis.Bei einer Meerbude wird eine Leiche eines Malers aus Bensersiel entdeckt. Das Einzige, was er bei sich hat, ist eine Eintrittskarte der Kunsthallte Emden. Hauptkommisarin Diederike Dirks verfolgt mehrere Spuren, aber je tiefer sie gräbt, desto unklarer wird das Motiv für den sehr professionell ausgeführten Mord. Etwas Ablenkung findet sie bei ihrer alten Schulfreundin Iba Gerdes, die sich nach einer Trennung von ihrem untreuen Ehemann eine Auszeit in Dornum nimmt. Allerdings bleibt Iba nicht lange Single. Doch ist ihr neure Freund wirklich ein Traumprinz? Plötzlich stößt Dirks auf eine heiße Spur, und die Ereignisse überschlagen sich.Autor:Stefan Wollschläger wurde in Berlin geboren. Zur Zeit lebt er  in Osnabrück, wo er immer wieder sehr gern an die Nordsee fährt um dort die Küste und die ostfriesischen Inseln zu erkunden. Inhalt:Ein toter Maler wird aufgefunden, doch wer hat einen solchen Hass auf dem Mann gehabt das man ihn so brutal umbringt.Das fragt sich auch Kommisarin Diederike Dirks, nach und nach denk auf das noch mehr hinter allem steckt, und da es nicht nur bei einem Mord bleibt.Erster Satz:Der Donnerstag begann glücklich für Elisabeth Rieken.Meine Meinung:Ich habe mich sehr gefreut, als mir der Autor mitgeteilt hat, dass er mir das Buch zukommen lässt.Was mich aber noch mehr gefreut hat, was dann die persönliche Wittmung in dem Buch :)Nun aber zum Cover :)Das Cover finde ich wirklich sehr schön gestaltet und es macht richtig Lust darauf das Buch zu lesen und auch Lust auf Urlaub. Alles in einem kann ich an dem Cover nicht meckern, da ich es einfach ansprechend finde.Das Buch beginnt damit das man den toten Maler findet und es wird relativ schnell spannend. Genauso wie die Ermittlerin Diederike Dirks, tabte ich im dunklen wer ein Motiv haben könnte den Maler umzubringen.Die Ermittlerin, war mich übrigens äußerst sympathisch, war hätte ich mich gerne gewünscht ein wenig mehr über die zu erfahren, aber vielleicht kommt das noch in den nächsten Teilen.Auch komm in dem Buch ihre beste Freundin vor die von Stuttgart, wo sie mit ihrem Nochehemann lebt wieder zurück zu ihrer Mutter zieht. Die Freundin war mir zwar sehr  sympathisch und ich kann ihren Kummer auch nachvollziehen, aber was ich wiederum nicht verstehe ist, das sie innerhalb von drei Tagen schon wieder einen neuen Mann an ihrer Seite hat, das macht sie doch ein wenig unsympathisch. Was mich wiederum zum schmunzeln gebracht hat, das auch Diederike genau das an ihrer Freundin bemängelt.Der Hauptzentralpunkt spielt in der Kunsthalle ab, wo man eine große Verbindung zu dem Maler sieht.Nach dem zweiten Mord an dem Chef der Kunsthalle nimmt der Geschichte nochmals richtig an fahrt auf, sodass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.Mit dem Täter am Schluss hätte ich nie gerechnet. Der Autor ist es gelungen einen packenden Krimi zuschreiben und bis zu letzt den Täter im für die Leser im Dunklen zu lassen, was ich mega positiv finde.Auf jedenfall möchte ich in Zukunft mehr von dem Autor lesen.

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  • Guter Regionalkrimi aus Ostfriesland

    Friesenkunst

    Blackfairy71

    12. June 2017 um 16:11

    Ein Ehepaar findet findet bei ihrer Meerbude, einem Ferienhäuschen, die Leiche eines Mannes. Die Kommissare Diederike Dirks und Oskar Breithammer finden heraus, dass es sich um den regional bekannten "Maler auf dem Fahrrad" Rebert Tammena handelt. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn es gibt keine Spuren, keine Hinweise. Nur die Eintrittskarte zur Kunsthalle in Emden, die der Tote bei sich hatte, ist ein Anhaltspunkt für erste Untersuchungen. Aber je tiefer Diederike gräbt, desto unklarer wird das Ganze und sie finden keinerlei Motiv für den Mord an dem zurückgezogen lebenden Künstler.Aber dann stößt Diederike doch auf eine heiße Spur, auf die sie ihre Schulfreundin Iba bringt, die nach einer gescheiterten Ehe zurück nach Dornum gekommen ist. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse...   Ein Regionalkrimi aus Ostfriesland. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen, als mir dieser bei rezi-suche.de vorgeschlagen wurde. Nach Kontakt mit dem Autor Stefan Wollschläger hat er mir sein Buch freundlicherweise zugeschickt. Vielen Dank noch mal dafür.Bensersiel, Dornum, Emden...das sind alles Orte, an denen ich schon gefühlte hundert Mal gewesen bin und alleine das war schon ein kleines Highlight, diese Namen im Buch zu lesen. Aber auch die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen, sie ist von Anfang an interessant und spannend geschrieben. Ab und zu musste ich auch schmunzeln, fühlte mich also durchweg gut unterhalten. Das zeigt schon, dass ich das Buch an zwei Tagen gelesen habe. Der Fall ist gut durchdacht und schlüssig aufgebaut, es gibt zwischendurch immer wieder Wendungen und Überraschungen, was die Spannung aufrecht hält, ebenso wie die Perspektivwechsel. Erzählt wird meistens aus Sicht der Ermittler, in erster Linie Diederike und aus der Ibas. Am Ende werden dann alle losen Enden zusammengeführt.Einzig einen Punkt fand ich etwas gewöhnungsbedürftig. Wenn von der Hauptkommissarin die Rede ist, wird immer nur der Nachname genannt, also es heißt dann "Dirks sagte..." oder "Dirks überlegte..." Dadurch blieb sie mir die ganze Zeit recht fremd, im Gegensatz zu anderen Personen wie Iba, die beim Vornamen genannt werden. Es hätte mir besser gefallen, wenn der Autor "Diederike" geschrieben hätte. Aber das ist nur ein kleiner Minuspunkt und beeinflusst nicht meine Gesamtbewertung.Fazit: Ein gut geschriebener, spannender Regionalkrimi aus Ostfriesland, der sich hinter den "großen" Autorennamen aus dem Norden nicht zu verstecken braucht. 

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    • 7
  • Friesenkunst

    Friesenkunst

    Wurm200

    25. March 2017 um 17:05

    Stefan Wollschläger Friesenkunst Autor: Stefan Wollschläger ist in Berlin geboren und hat evangelische Theologie studiert, was ihn nach Freiburg und Münster führte. Zur Zeit lebt er in Osnabrück, von wo er immer wieder zur Nordsee fährt, um die Küste und die ostfriesischen Inseln zu erkunden. Schon als Jugendlicher hat er mit Leidenschaft geschrieben und gezeichnet. Die Ergebnisse hat er stets am Ende eines Jahres gebunden, kopiert und als Weihnachtsgeschenke unter die Verwandten gebracht. Er hat schon für den BLITZ-Verlag geschrieben und veröffentlicht aktuell Thriller und Krimis unter seinem eigenen Namen. (Quelle: stefanwollschlaeger) Elisabeth und Johan Rieken kommen an ihrer Bude an und entdecken in der Einfahrt ein Auto, welches den Weg versperrt. Aufgebracht steigt Johan aus, um dem Falschparker eine Lektion zu erteilen. Beim Blick in das Innere des Fahrzeugs macht das Ehepaar jedoch eine grausame Entdeckung, die die Arbeit von Kriminalhauptkommissarin Diederike Dirks und ihren Kollegen der Polizei benötigt. Das Buch besteht aus 23 Kapiteln, von denen einige nochmals in Absätze unterteilt sind. Die Kapitelüberschriften bestehen aus der Angabe des Kapitels, sowie dem Titel und befinden sich in der oberen linken Ecke, jeweils zu Beginn eines neuen Kapitels. Ein neues Kapitel beginnt auch immer mit einer neuen Seite. Wie man schon bei dem Titel vermuten könnte, handelt es sich hierbei um einen Regionalkrimi. Dieser ist jedoch nicht wie so oft aufgebaut, sondern punktet mit einem kompetenten Ermittler (des Öfteren findet man bei dieser Art Krimi, einen nicht sonderlich ambitionierten Polizisten). Trotz dieser Tatsache möchte recht wenig Spannung aufkommen, zumindest bis kurz vor Schluss. Das Ende ist dabei auch kaum vorhersehbar und bietet damit einen Grund mehr, bis zum Ende durchzuhalten. Leider haben sich auch kleine Logikfehler eingeschlichen, die jedoch kaum ins Gewicht fallen. So haben wir es im Laufe der Handlung mit der Ortung eines Handys zu tun. Dieses Handy wurde vorher aus einem fahrenden Auto geworfen, wobei die Ortung dann trotzdem genau zum Täter führt. Was mir gut gefallen hat, war die Tatsache, dass sich die Gedanken der Charaktere vom Fließtext abheben, weil sie in kursiv gedruckt sind. Cover: Knapp die Hälfte des Covers ist Schwarz. Die andere Hälfte zeigt einen Strandausschnitt mit Blick auf einen Leuchtturm. Damit haben wir auch einen Bezug zum Handlungsort des Buches, denn dieses spielt in Ostfriesland. Der Titel des Buches steht in der Farbe rot auf dem oberen Drittel des Covers. Auf der Rückseite finden wir das Foto der Vorderseite nochmals, diesmal aber in klein in der unteren linken Ecke. Fazit: Vielen wird bei dem Wort Regionalkrimi die Lust genommen?! Bei diesem Buch jedoch nicht, denn hier schauen wir einer kompetenten Ermittlerin über die Schulter. Zwar fehlt die Spannung aber für 9,99 lohnt dieser Krimi dennoch. Von mir bekommt das Buch 3/5 Sternen. Klappentext: Jeder Mensch hat ein Geheimnis. Bei einer Meerbude wird die Leiche eines Malers aus Bensersiel entdeckt. Das Einzige, was er bei sich hat, ist eine Eintrittskarte der Kunsthalle Emden. Hauptkommissarin Diederike Dirks verfolgt mehrere Spuren, aber je tiefer sie gräbt, desto unklarer wird das Motiv für den sehr professionell ausgeführten Mord. Etwas Ablenkung findet sie bei ihrer alten Schulfreundin Iba Gerdes, die sich nach der Trennung von ihrem untreuen Ehemann eine Auszeit in Dornum nimmt. Allerdings bleibt Iba nicht lange Single. Doch ist ihr neuer Freund wirklich ein Traumprinz? Plötzlich stößt Dirks auf eine heiße Spur, und die Ereignisse überschlagen sich. „Friesenkunst“ ist ein packendes Krimi-Puzzle voller Überraschungen. (Quelle: stefanwollschlaeger) Autor: Stefan Wollschläger Titel: Friesenkunst Verlag: / Genre: Krimi Seiten: 284 Preis: 9,99 ISBN: 978-1530435173http://wurm200.blogspot.de/

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  • Ein atmosphärischer Krimi um Kunst, Geld und Eitelkeiten

    Friesenkunst

    yesterday

    24. January 2017 um 22:46

    Stefan Wollschläger erfreut das Herz jedes (Regional-)Krimifans hier mit einer bodenständigen, humorvollen Kriminalgeschichte mit viel ostfriesischem Lokalkolorit. Mit klarer Sprache führt er den Leser durch den Fall, den Hauptkommissarin Diederike Dirks mit ihrem Team bearbeitet. Der Buchtitel erhält schon bald seine Berechtigung: ein Maler, Redolf Tammena, wird ermordet. Da er eher zurückgezogen lebt, gestalten sich die Ermittlungen schwierig, der Kreis an Bekannten und somit Verdächtigen ist überschaubar und Dirks zweifelt mehrmals daran, ob die Polizei hier alles richtig macht. Mit der Beerdigung des Opfers nimmt das Buch Fahrt auf und nachdem der Autor es schafft, den Leser ebenso im Dunkeln tappen zu lassen und dann auf falsche Fährten zu locken, kann die Geschichte mit einer doch sehr unerwarteten Wendung schockieren. Niemand kann in Menschen hineinsehen, für Romanfiguren gilt das hier umso mehr. Von diesen wenigen, aber sehr unterschiedlichen Figuren lebt dieses Buch sehr: die grüblerische Dirks, ihr meist verlässlicher Kollege, der engagierte Galerist, ein unglücklicher Geschäftsmann, der hormongesteuerte Kunsthallendirektor und viele mehr bringen den Leser immer wieder zum Schmunzeln und zeigen eine Vielfalt an Charakteren, die gut zur Vielfalt der ostfriesischen Landschaft passt, die Tammena so gerne auf Leinwand festhielt. Nur mit einer Figur wurde ich nicht so warm und empfand sie als anstrengend: Diederikes Freundin Iba. Sie ist nicht so gut zu fassen, die meiste Zeit erlebt man sie als „dummes shoppingsüchtiges Blondchen“, das sich trotz (oder wegen?) ihrer Schönheit sehr von Männern abhängig macht, sowohl materiell als auch emotional. Man sagt zwar, dass Gegensätze sich anziehen würden, aber hier ist der Unterschied so krass, dass man nicht immer ganz nachvollziehen kann, warum Iba und Diederike sich zu Schulzeiten anfreundeten. Auch wenn sie sich manchmal gut ergänzen. Sehr schön ist auch, dass dieser Krimi rund um „harte Fakten“ aufgebaut ist. Alle Orte gibt es wirklich, man kann also die vielen Autofahrten nachvollziehen. Auch Örtlichkeiten wie die Kunsthalle Emden und die Geschichten dazu sowie zu den Kunstwerken sind für Interessierte online nachzulesen.

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  • kurzweilig unterhaltsam und spannend

    Friesenkunst

    Deltajani

    25. November 2016 um 14:08

    In erster Linie hat mich das Buch natürlich aufgrund des Covers angesprochen und der Tatsache, dass es sich um eine Küstenkrimi handelt. Diese haben immer eine besonders magische Anziehung auf mich! Die Hauptrolle in diesem Krimi spielt Diederike Dirks (puh, was habe ich mir lange mit dem Namen schwer getan) als Hauptkommissarin. Es wird ihr erster Fall sein - und dieser ist gleich eine harte Nuss mit vielen Verwirrungen und Verstrickungen, die man sich Anfangs noch gar nicht vorstellen kann.  Die Leiche eines, wie sich später herausstellt, bekannten Malers der Region wird gefunden. Ohne eine Spur auf den Täter oder das Motiv. So gestaltet sich das Buch bis zur Mitte hin eher seicht und wir lernen Diederikes Freundin Iba kennen, die erst eine schmerzliche Trennung hinter sich hat und und kurzzeitig bei ihrer Mutter einziehen möchte. Iba ist das Gegenteil von Diederike und scheint auf Männer eine ganz besondere Anziehungskraft zu haben. Zeitweise meint man sogar, dass Diederike ein wenig neidisch auf den Erfolg ihrer Freundin ist. So dauert es natürlich nicht lange bis diese sich den nächsten Mann angelt. Doch sie ahnt nicht auf wen sie sich da eingelassen hat.  Recht schnell glaubt man den Täter zu kennen, zumal das Motiv sich immer mehr herauskristallisiert. Die Kunsthalle in Emden scheint mehr involviert zu sein und nicht nur Ausstellungsort für die Bilder des toten Malers. Ich habe mich selbst immer wieder dabei erwischt mehrmals auf der falschen Fährte zu sein und dachte bis zum Ende wirklich nicht daran das es sich so auflöst! Hervorragend geschrieben und bis zum Ende spannend gehalten.  Überhaupt hat mich die Erzählweise sehr angesprochen. Längere Kapitel mit Zwischenüberschriften die in sich in verschiedenen Absätze unterteilt sind, immer wieder aus der Sicht eines anderen Darstellers. Auch kann man sich die Umgebung und die Schauplätze sehr gut vorstellen, der Autor schafft es den Leser in seine Geschichte zu ziehen.  Während alle Charaktere am Anfang eher oberflächlich behandelt worden, bekommen sie im Laufe der Geschichte immer mehr Format.  Diederike, die geradelinig und ohne privaten Scharmützel einfach nur ermitteln möchte. Iba als Freundin, die auf der einen Seite Liebe und Geborgenheit braucht, auf der anderen Seite aber ebenso selbstbewusst daher kommt. Oskar Breitenhammer als Kollege, der mit seinen Einwänden immer in neue Richtung lenkt und gerne selbst der Chef wäre, aber dennoch sympathisch ist. Der Kunsthallenbesitzer Westermann, Egge als wohlhabenden Mann dessen Herz für Iba schlägt, den toten Maler Tammena und noch einige weitere die zwar keine Hauptrolle haben, aber dennoch prima in diese Geschichte passen.  Für diesen sehr spannenden friesischen Krimi gebe ich die volle Punktzahl von 5 Sternen und werde mir sicherlich auch weitere Bücher von Stefan Wollschläger zulegen. 

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  • Ein guter Krimi! Solide Story und sympathische Charaktere.

    Friesenkunst

    AnjaFrieda

    20. April 2016 um 17:36

    Ich scheue mich ja mittlerweile davor Bücher von Selfpublishern zu lesen, weil ich bisher immer das Händchen dafür hatte, die besonders "unglückseligen" Exemplare herauszufischen. Allein wenn ich an die vernachlässigte Rechtschreibung / Grammatik, aufgrund eines fehlenden Korrektorats, denke, sträuben sich mir alle Nackenhaare. Dieses Buch habe ich mir allerdings sofort nach Veröffentlichung runtergeladen, weil es sich hierbei um einen Osnabrücker Autor handelt und ich da schon etwas lokalpatriotisch agiere. Um ehrlich zu sein, habe ich mich sogar richtig auf das Buch gefreut. Ich habe bereits einen anderen Roman von ihm gelesen und befand diesen für sehr gelungen. Stefan Wollschläger hat bereits einen Kurzkrimi veröffentlicht. Friesenkunst ist der erste Long-Version-Krimi von ihm und es hat mir wirklich Spaß gemacht ihn zu lesen.Es geht um die Kommissarin Diederike Dirks und ihren ersten Fall in Ostfriesland. Es wird die Leiche eines Mannes in der Nähe eines Wochenendhäuschens (Meerbude) gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass der Mann ein populärer Künstler der Region war. Aber wer könnte ihm nach dem Leben getrachtet haben? War es ein Fan? Ein neidischer Konkurrent? Dirks macht sich mit ihrem Kollegen auf die Suche nach dem Mörder und streift dabei durch halb Ostfriesland. Und dann muss sie sich auch noch um ihre Kindergartenfreundin, die schöne Iba, kümmern, die aus Stuttgart zurück in ihre Heimat gekommen ist, um sich von der Trennung ihres Mannes zu erholen. Die Lage ist verzwickt, denn die Morde sind so professionell ausgeführt, dass die Polizei zunächst völlig im Dunkeln tappt.Die Handlung erscheint auf den ersten Blick recht einfach und man glaubt nach einer kurzen Zeit den Mörder zu kennen, jedoch ist dann doch alles ganz anders. Als Krimi-Erprobte hatte ich kurz hintereinander gleich mehrere wilde Theorien, die sich alle als falsch erwiesen haben. Und dann war ich völlig überrascht, doch die Lösung war einleuchtend. Das hat mir besonders Spaß gemacht. Wer will denn bei einem Krimi nach der Hälfte schon den Mörder kennen? Das Verbrechen ist gut durchdacht und der Weg zur Auflösung nicht so leicht zu finden.Am Anfang erschienen mir die Charaktere noch etwas blass. Das jedoch ändert sich im Laufe des Buches. Es gibt mehrere Charaktere, die wichtig für die Handlung sind und von denen man nach und nach den richtigen Eindruck erhält. Die Protagonistin Diederike war mir sehr sympathisch. Sie ist gradlinig, selbstbewusst und nicht mit irgendwelchen psychischen Krankheiten belastet. Ich hatte vielmehr den Eindruck, als würde sie einfach ihren Beruf mögen und deshalb viel und gerne arbeiten. Dazu passt auch der Kollege, mit dem sie den Fall bearbeitet. Die beiden verstehen sich gut, streiten sich nicht wegen jeder Kleinigkeit. Ein gutes Team. So will ich das haben.Dafür ging mir die Kindergartenfreundin Iba total auf die Eierstöcke. Die hat nämlich in ihrem Leben so gut wie gar nix auf die Reihe gekriegt, als sich einen reichen Mann zu angeln, der sie dann für eine Jüngere verlässt. Was soll ich sagen? Wer sich nur auf sein Äußeres verlässt, wird irgendwann feststellen, dass das nicht mehr ausreicht. Aber anstatt draus zu lernen, sucht sie sich den nächsten reichen Kerl. Und er ist natürlich hin und weg von ihr, weil sie ja so schön weinen und leiden kann. Naja, wems gefällt. Ich hoffe insgeheim, dass Iba im nächsten Band (sollte ein weiterer Band geplant sein) einen ordentlichen Einlauf von ihrer Freundin erhält. Die Sprache, in der der Autor schreibt, hat ein gutes Niveau. Er schreibt verständlich, aber nicht zu einfach. Mir hat auch besonders gut gefallen, dass der Krimi in der Kunstszene spielt. Es werden Bilder beschrieben, die tatsächlich existieren und die ich als Kunstliebhaberin sofort erkannt habe. So wurde für mich die Story gleich viel greifbarer und anschaulicher. Auch die ostfriesische Landschaft wird dem Leser eindrucksvoll vermittelt. Da ich selbst gern an die Nordsee fahre, und weiß, wie das ostfriesische Binnenland ausschaut, habe ich einige Orte gleich wiedererkannt. Außerdem fand ich die Verwendung von traditionellen friesischen Namen, sowie der Teezeremonie, sehr schön.Alles in allem hat mir der Krimi richtig Spaß gemacht und ich kann ihn ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen.

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