Stefan Zweig Angst

(93)

Lovelybooks Bewertung

  • 103 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 9 Rezensionen
(37)
(30)
(21)
(5)
(0)

Inhaltsangabe zu „Angst“ von Stefan Zweig

Irene Wagner, verheiratet und Mutter zweier Kinder, lebt vordergründig ein Leben, das den Anforderungen bürgerlicher Moralvorstellung vollauf genügt. Im Widerspruch zu diesem Leben steht ihr Verhältnis mit einem Musiker. Sorgsam um Geheimhaltung bemüht, wird sie bei einem Treffen mit ihrem Liebhaber von einer vermeintlichen Nebenbuhlerin gestellt und erpresst. Als auch ihr Ehemann Verdacht zu schöpfen scheint, entsteht aus dem Konflikt zwischen individueller Leidenschaft und gesellschaftlicher Norm ein Sog, der Irene, getrieben von Angst und Schuld, schließlich zum Äußersten treibt §Die Novelle des österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig entstand 1910 in Wien. Sie exemplifiziert am Charakter der Irene die Freud schen Theorien zur Psychoanalyse. (Quelle:'Geheftet/01.03.2013')

Abiturvorgabe NRW17. Eine interessante Geschichte welche zum nachdenken anregt.

— Ronja-Melina

Sehr lesenswert!

— Rockyrockt

Die Untreue einer Frau und Besitz- und Moralanspruch eines Mannes... Großes (Kopf-)Kino - schön und schrecklich zugleich.

— Sookie70

Sehr schöne Geschichte über Liebe, Verrat, Vergebung...

— Gudrun111

Ein Meisterwerk der Angst.

— christarira

Zweig ist wohl wie Wagner: Man liebt ihn oder man hasst ihn.

— sursulapitschi

Als Schullektüre sicher zu langweilig, als erfahrener Leser ein ordentliches Buch.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Fesselnd, beängstigend, abstoßend und zugleich faszinierend. Ein tolles Buch, das zum Nachdenken anregt.

— ButterflyBook

Ein erzählerisches & psychologisches Meisterwerk über die fürchterliche Macht der Angst. Wer traut sich danach noch heimlich untreu zu sein?

— elane_eodain

Man sollte dieses Buch nicht zur Hand nehmen, wenn einen gerade, jüngst oder zukünftig geplant das Thema Untreue begleitet(e).

— alma

Stöbern in Klassiker

Meine Cousine Rachel

Gut geschriebener Roman mit leiser Spannung und einem jungen Mann, bei dem Bewunderung fast zum Wahn wird...

vanessabln

Der Steppenwolf

Melancholisch, vielschichtig, kritisch und voller inspirierender Denkansätze. Ein toller Außenseiterroman!

cherisimo

1984

Düster und aufwühlend. Das Buch hinterlässt kein gutes Gefühl in Anbetracht derzeitiger internationaler Entwicklungen

cherisimo

Der Besuch der alten Dame

Eine Geschichte über gesellschaftliche Doppelmoral gespickt mit viel schwarzem Humor. Trotz der Kürze aber ein wenig langatmig

cherisimo

Schnee auf dem Kilimandscharo

Für Hemingway Fans geeignet. Meiner Meinung nach fehlen ein paar seiner besten Kurzgeschichten.

Hazel93

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Wie weit darf "Mann" gehen?

    Angst

    Sookie70

    25. February 2017 um 16:07

    Vor dem Hintergrund des jungen 20. Jahrhunderts spielt sich diese Geschichte ab: Irene Wagner ist seit acht Jahren mit einem Juristen verheiratet, hat zwei Kinder und lebt ein gutbürgerliches, sicheres Leben. Aber sie hat ein Geheimnis: Seit einiger Zeit pflegt sie eine Affaire mit einem jungen Musiker. Es folgt die Erpressung Irenes durch die vermeintliche Freundin des Geliebten, die sie beinahe um den Verstand bringt. Sie plant bereits ihren Selbstmord, weil sie keinen Ausweg mehr sieht - da gesteht ihr Mann, dass er alles gewusst hat und Urheber des Possenspiels ist, nur um sie wieder zurück zu gewinnen. Freud lässt grüßen - sehr deutlich merkt man dem Werk Stefan Zweigs Nähe zu dem großen Psychoanalytiker an. Die Novelle liest sich leicht, die Sprache begeistert, die Geschichte selbst hinterlässt allerdings einen deutlich bitteren Beigeschmack. Nichts für die emanzipierte Frau von heute, die in Irenes Situation vielleicht noch eins drauf gesetzt hätte ;-) ! Auf jeden Fall mehr als eine ungeliebte Schullektüre - vielmehr ein zeitloser und höchst lesenswerter Klassiker.

    Mehr
    • 2
  • ✎ Stefan Zweig - "Angst"

    Angst

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. August 2015 um 14:35

    Dieses süße kleine Reclam-Heft habe ich von einer lieben Freundin neulich zum Geburtstag geschenkt bekommen. :) Ich muss ehrlich gestehen, dass ich anfangs etwas skeptisch war, denn mit den Klassikern kann ich meist nicht so viel anfangen, wobei es auch da eine Reihe (sehr) guter gibt. ;) Ich habe mich dann aber doch auf dieses Experiment eingelassen, denn zum einen wollte ich meine Freundin nicht enttäuschen, weil es irgendwo ungelesen verstaubt; zum anderen wollte ich ihr aber auch davon berichten, wie ich es fand - und dafür muss ich es nun mal lesen. ^^ Ich dachte, ich lese es ganz schnell nebenbei an einem Abend oder so, denn von den 84 Seiten, die meine Ausgabe hat, gehören nur 64 Seiten der Geschichte - und normalerweise lese ich das gut weg. ;) In diesem Fall hat es sich dann doch etwas länger gezogen. Zum einen, weil die Geschichte nicht ganz so interessant war, dass ich es unbedingt in einem Rutsch lesen wollte; zum anderen, weil es zwar "nur" 64 Seiten sind, aber die Schrift ist doch recht klein und eng und auch der Schreibstil entspricht nicht ganz der heutigen Zeit. Stefan Zweigs Geschichte überzeugt dennoch mit psychologischen Geschick. Sie zeigt die Wirkung von Angst und Verzweiflung auf und am Ende war ich doch überrascht, was sie für eine Wendung nimmt. Ich denke, es ist ein typisches Schulbuch, auch wenn ich es nicht lesen musste. Als solches fände ich es sicher zu uninteressant, aber als Leser mit mehr Lebens-/Lesenserfahrung durchaus etwas, was man bei seinen Klassikern stehen haben und lesen kann.

    Mehr
  • Angst – Novelle von Stefan Zweig

    Angst

    Herbstrose

    25. April 2013 um 09:07

    Irene Wagner ist seit 8 Jahren mit dem Strafverteidiger Fritz Wagner verheiratet und hat zwei Kinder. Außerdem hat sie auch einen Geliebten, von dem niemand erfahren sollte. Eine Frau jedoch weiß von dem Verhältnis und erpresst Irene. Sie bezahlt, aber die Erpresserin will mehr – ein Kreislauf aus Angst und Verzweiflung beginnt. In dieser Novelle gelang es Stefan Zweig meisterhaft, panische Angst und unendliche Verzweiflung auszudrücken. Der Leser wird in die Angst mit hineingezogen und leidet mit Irene - aber auch mit ihrem Mann. Ein überraschendes versöhnliches Ende, das aber trotzdem die Frage offen lässt, ob man Ehebruch und Racheaktion wirklich verzeihen kann. 

    Mehr
  • Rezension zu "Angst" von Stefan Zweig

    Angst

    Sokrates

    25. March 2011 um 08:58

    Der Inhalt, die Handlung der Erzählung geht aus den mir vorangegangenen Rezensionen ausreichend hervor, weswegen ich an dieser Stelle auf eine Wie-derholung verzichte und mich ausschließlich zur Leseatmosphäre äußere. Auch in der Novelle „Brief einer Unbekannten“ habe ich Stefan Zweigs unglaubliche Fähigkeit bewundern können, menschliche Situationen und Nöte auf eine so eindringliche Weise zu schildern, dass der Leser sich selbst in dieser Situation wähnt. Auch in „Angst“ ist dies so. Die kurze Erzählung ist von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd, elektrisierend, bedrückend, beklemmend. Die Dialogführung, z.T. mit abgekackten Gesprächen, die die Angst des Sprechenden noch mehr verdeutlichen, ist entsprechend der Situation gekonnt umgesetzt. Man könnte fast auf den Gedanken kommen, dass ein Autor dies in dieser Intensität nur beschreiben könne, weil er es selbst so erlebt hat; biographische Indizien gibt es zu dieser Annahme natürlich keine. Diese Lektüre ist absolut keine vertane Zeit. Unbedingt lesenswert!

    Mehr
  • Rezension zu "Angst" von Stefan Zweig

    Angst

    Coktail

    07. May 2010 um 20:35

    Wien, 1910: Stefan Zweig beschreibt zu beginn der Novelle den Zustand der unkontrollierten Angst, der Frau Irene überkommt, als sie den Heimweg von ihrem Geliebten antritt. Als sie aus der Türe schreiten will, stellt sich ihr plötzlich eine Frau in den Weg, die sie beschimpft und offensichtlich über ihre Affäre bescheid weiß. Irene weiß sich nicht anders zu helfen, als der Frau alles Geld in die Hand zu drücken, dass sie in der Tasche hat. Sie schreibt ihrem Geliebten, dass sie ihn nicht mehr sehen kann und hofft, dass sich die Sache damit erledigt hat. Aber die Frau lauert ihr auf und fordert mehr Geld. Sie wird mit der Zeit immer dreister und Irene traut sich schon bald nicht mehr vor die Türe, wird von Angstzuständen geplagt und verstrickt sich ihrem Mann gegenüber immer mehr in ein Netz aus Lügen. Bis sie sich aus versehen ein Ultimatum in einer Lüge formuliert. Zweig beschreibt die Angst in seiner gleichnamigen Novelle in all ihren schrecklichen Facetten. Es reißt einen regelrecht mit, dieser Strudel aus Angst und Verzweiflung, der so unerbittlich Irenes Leben zu zerstören sucht. Bis zum spannenden Finale und dem sozusagen Happy End, bleibt die Stimmung immer zum zerreissen gespannt. Spannender als jeder Hollywood Film und das auf gerade mal 58 Seiten!

    Mehr
  • Rezension zu "Angst" von Stefan Zweig

    Angst

    sunshinelove

    23. March 2010 um 10:01

    Dieses Buch ist fesselnd, so klar beschrieben, dass einem selber die Angst unter die Haut fährt. Eines der besten das ich bisher gelesen habe!

  • Rezension zu "Angst" von Stefan Zweig

    Angst

    elane_eodain

    17. April 2009 um 09:14

    Eine kurze, aber starke Erzählung. Eine Beschreibung vom Erleben und Verhalten unter dem Einfluss von Angst. Ein erzählerisches und psychologisches Meisterwerk!

  • Rezension zu "Angst" von Stefan Zweig

    Angst

    matze9889

    19. June 2008 um 13:54

    Es ist überraschend wie angenehm so ein gedankenexperiment beim lesen sein kann. Die Ängste einer Frau, die durch die Untreue entstehen ....

  • Rezension zu "Angst" von Stefan Zweig

    Angst

    Mephistopheles

    26. March 2008 um 12:01

    Noch nie waren Betrug und Angst so eng beisammen

  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks