Stefan Zweig Maria Stuart

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Inhaltsangabe zu „Maria Stuart“ von Stefan Zweig

»Der Charakter Maria Stuarts gar nicht so geheimnisvoll: er ist uneinheitlich nur in seinen äußeren Entwicklungen, innerlich aber vom Anfang bis zum Ende einlinig und klar. Maria Stuart gehört zu jenem sehr seltenen und erregenden Typus von Frauen, deren wirkliche Erlebnisfähigkeit auf eine ganz knappe Frist zusammengedrängt ist, die eine kurze, aber heftige Blüte haben, die sich nicht ausleben in einem ganzen Leben, sondern nur in dem engen und glühenden Raum einer einzigen Leidenschaft. Bis zum dreiundzwanzigsten Jahre atmet ihr Gefühl still und flach, und ebenso wogt es vom fünfundzwanzigsten an nicht ein einziges Mal mehr stark empor, dazwischen aber tobt sich in zwei knappen Jahren ein Ausbruch von elementarer Großartigkeit orkanisch aus, und aus mittlerem Schicksal erhebt sich plötzlich eine Tragödie antikischen Maßes, groß und gewaltig gestuft wie die Orestie. Nur in diesen zwei Jahren ist Maria Stuart wahrhaft eine tragödische Gestalt, nur unter diesem Druck reißt sie sich über sich selbst empor, ihr Leben durch dieses Übermaß zerstörend und zugleich dem Ewigen bewahrend. Und nur dank dieser einen Leidenschaft, die sie menschlich vernichtete, lebt ihr Name noch heute in Dichtung und Deutung fort.« (Quelle:'Fester Einband/01.01.2016')

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  • „In meinem Ende ist mein Anbeginn.“

    Maria Stuart
    Kopf-Kino

    Kopf-Kino

    16. June 2017 um 08:31

    „Maria Stuart ist nicht zur Ruhe und nicht für Glück geboren.“ Mary Steward, 8. Dezember 1542 – 18. Februar 1587, Tochter des Königs Jakob V. von Schottland und dessen zweiten Ehefrau Marie de Guise, wurde bereits, als sie lediglich sechs Tage alt war, Königin von Schottland und kam aufgrund der – sowohl politisch als auch religiös - turbulenten Zeiten nach Frankreich, um dort am Hofe Heinrichs II. aufzuwachsen und dessen erstgeborenen Sohn Franz zu ehelichen. Mit 17 Jahre wurde sie zum ersten Mal Witwe, das zweite Mal mit 25. Die zweite Hälfte ihres kurzen Lebens war vom Konflikt mit Königin Elisabeth I. geprägt. Wie kopflos die Rivalität der zwei Regentinnen endete, dürfte bekannt sein. „Jetzt kann wie eine Axt das Urteil niederfahren.“ Dass Maria Stuart bis heute als eine der bekanntesten Monarchinnen gilt, ist nicht nur dem Umstand des tödlich endenden Präzedenzfalls, sondern auch der Legendenbildung und vor allem Marias Gegenwärtigkeit in Literatur, Theater, Musik und Film zu verdanken. Letzteres nicht zu Unrecht, da Marias Leben und Tod zu Genüge dramatischen Stoff bietet, um festgehalten und künstlerisch adaptiert zu werden. Auch Stefan Zweig ließ sich dazu hinreißen. „[...] es gibt vielleicht keine Frau, die in so abweichender Form gezeichnet worden wäre, bald als Mörderin, bald als Märtyrerin, bald als törichte Intrigantin, bald als himmlische Heilige. Allein diese Verschiedenheit ihres Bildes ist merkwürdigerweise nicht verschuldet durch Mangel an überliefertem Material, sondern durch eine verwirrende Überfülle.“ Bevor ich zu dieser Biographie griff, las ich Anka Muhlsteins 'Die Gefahren der Ehe – Elisabeth von England und Maria Stuart' (welches ich an dieser Stelle empfehlen möchte), die unter anderem Zweig vorwirft, er habe voreingenommen, zu Gunsten Marias geschrieben. Nach Beendigung der Zweig-Lektüre möchte ich dem widersprechen. Zwar ist erkennbar, dass Zweig Maria eine gewisse Bewunderung bezüglich deren Bildung und Energie entgegenkommen lässt, kritisiert ihr Verhalten aber auch mehrmals. Er zeichnet Maria als eine mutige, leidenschaftliche, aber auch unbesonnene, leichtgläubige, sowie impulsive Frau, der in der Kindheit alles zuflog, die ihre späteren Leidenschaften auslebte, Fehler beginn und schließlich - angesichts der nahen Hinrichtung - zum ersten Mal überlegt handelte. Der Unterschied zu Muhlsteins und Zweigs Werk sehe ich eher darin, dass Zweig die Unterschiede, Muhlstein die Gemeinsamkeiten der zwei Frauen herausgearbeitet hat. Diese zwei Bücher miteinander zu vergleichen, ist unter diesem Gesichtspunkt sehr reizvoll, wie ich finde, aber das nur am Rande. Zu bemängeln habe ich eher das aufgezeigte Frauenbild, da Zweig persönliche und taktische Fehler auf die „weiblichen Schwächen“ zurückführt, was ich entweder dem damaligen Zeitgeist oder dem Chauvinismus zuordne, was aber letztlich lediglich eine Spekulation meinerseits wäre. Gelungen finde ich, dass Zweig weder Maria noch Elisabeth schwarz-weiß malt und beiden Regentinnen Stärken und Schwächen, aber auch Widersprüchlichkeit (leider widerspricht sich Zweig einmal selbst) zuschreibt. Welche Quellen Zweig heranzog, ist in meiner Ausgabe leider nicht ersichtlich – schade! Herauszulesen ist jedoch, dass Zweig Briefe sichtete, da er diese oftmals zitiert. Anhand der eingefügten Gedichte bekommt der Leser Einblicke in Marias lyrisches Schaffen, was ich sehr begrüßte. Zu meinem Leidwesen sind nicht alle Gedichte (überwiegend Sonette) ins Deutsche übersetzt: Maria schrieb französisch. Auch andere Textstellen beziehungsweise Zitate sind oftmals lediglich in der französischen Originalsprache zu lesen. Hier hätte ich mir spätestens vom Herausgeber eine Übersetzung beziehungsweise Anmerkung gewünscht. Die Deutung beispielsweise von Elisabeth als jungfräuliche Königin mag mittlerweile gewiss anders sein, da der Stand der Psychologie heute eine andere ist. Dass Zweig ein Kind seiner Zeit war, ist besonders dann bemerkbar, wenn manche Deutungen an Freud erinnern. Dennoch möchte ich Zweig zugute halten, wie tief er Maria durchleuchtet und somit ein genaues Profil erstellt, indem er aus den Fakten (überwiegend) sachliche Schlüsse zieht und somit ein Ganzes schafft. Hierbei führt er manchmal auch Vergleich aus der Literatur heran. „Nie oder nur ganz selten ist uns ein Bekenntnis überliefert worden, in dem der geistige, der seelische Überreizungszustand inmitten eines Verbrechens so vollkommen enthüllt ist – nein, kein Buchanan und kein Maitland, keiner dieser bloß klugen Köpfe hätte mit seiner Bildung und Gescheitheit so magisch genau den halluzinierten Monolog eines verstörten Herzens ersinnen können, die schaurige Situation der Frau, die mitten in ihrer Tat keine andere Rettung vor ihrem Gewissen weiß, als daß sie an ihren Geliebten schreibt und schreibt, um sich zu verlieren, zu vergessen, zu entschuldigen und zu erklären, die in dies Schreiben flüchtet, um nicht in die Stille ihr Herz so rasend in der Brust hämmern zu hören. Abermals muß man unwillkürlich an Lady Macbeth denken, wie sie gleichfalls im losen Nachtgewande schaudernd im Dunkel des Schlosses umherirrt, belagert und bedrängt von grauenhaften Gedanken, und in erschütterndem Monolog ihre Tat somnambulisch verrät. Nur ein Shakespeare, nur ein Dostojewskij kann so dichten und ihr erhabenster Meister: die Wirklichkeit.“ Zur Übersichtlichkeit werden - nach der Einleitung - die in der Biographie vorkommende Personen aufgelistet. Nun, Zweig war Schriftsteller, sodass es nicht verwundert, dieses Kapitel unter der Überschrift „dramatis personae“ vorzufinden. Der Biographie ist definitiv anzumerken, dass Zweig weder Wissenschaftler noch Journalist, sondern Künstler war. Ein Literat wie Zweig wird - trotz Recherche - vermutlich mehr von den dramatischen, großen Momenten eines Menschenlebens (wie in diesem Buch deutlich) angezogen, was zur theatralischen Darstellung geführt haben mag, was mich aber nicht störte. Des Weiteren möchte ich Zweig anrechnen, dass er auch Mut zur Lücke beweist, indem er anmerkt, wenn sich ihm Lücken auftun: „Alle diese Möglichkeiten sind denkbar und sogar sie alle zugleich – viele Gefühle mengen sich ja immer in einem einzigen Entschluß -, keine kann man mit Entschiedenheit behaupten oder verneinen. Denn hier, da der Weg bereits in die verschattete Unterwelt des Herzens hinabzuführen beginnt, brennen die historischen Lichter trüber: vorsichtig und nur auf Vermutungen gestützt, kann man sich weitertasten in diesem Labyrinth.“ Meiner Meinung nach ist Zweig eine lebendige Biographie in ausgefeilter und bildhafter Sprache gelungen, die sich flüssig und angesichts der Dramatik, Intrigen und Machtkämpfe atemlos lesen lässt. Nicht jedem mag Zweigs – zugegeben recht „blumigen“ - Schreibstil zusagen; in meinen Augen ist Zweig auch in diesem Werk ein Sprachkünstler mit Ausdruck und Eleganz, der Geschichte verständlich und dennoch niveauvoll erlebbar macht. Letztlich muss sich jeder selbst eine eigenes Bild davon machen. „Abermals hat sich das Blatt zugunsten der Mutigen gewendet, alle Gefährdungen scheinen überstanden und alle Schwierigkeiten auf das wunderbarste gelöst. Noch einmal hat sich das Gewölk, das von Anbeginn tragisch über Maria Stuarts Schicksal hing, gnädig verzogen; aber den Verwegenen macht überstandene Gefahr niemals weiser, sondern immer nur noch tollkühner.“ Summa summarum finde ich die Biographie lesenswert, sofern man Zweigs Schreibstil mag. In meinen Augen ist sie von den Werken, die ich von Zweig bislang las, das schwächste. Dennoch konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand und musste es ab einem gewissen Punkt in einem Rutsch zu Ende lesen. Außerdem erfuhr ich einiges über Maria Stuart, was mir vor der Lektüre nicht bewusst war. Ich fand das Buch großartig geschrieben; für mich ist Zweig immer wieder ein Genuss: ein Mann der großen Worte und der leisen Zwischentöne. Angesichts meiner Kritikpunkte vergebe ich gute 3,5 Sterne. Meine Rezension bezieht sich auf die Ausgabe der SZ-Bibliothek, Band 57.

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    • 14
  • Die Königin ist tot, lang lebe die Königin!

    Marie Antoinette
    Kopf-Kino

    Kopf-Kino

    »Mein Gott, schütze uns und bewahre uns, wir sind zu jung, viel zu jung, um zu regieren.« Marie Antoinette, die aus dem Hause Habsburg-Lothringen stammende Erzherzogin von Österreich und spätere Königin von Frankreich und Navarra, gilt als eine der schillerndsten Figuren des 18. Jahrhunderts und ist – bis heute – eine sehr umstrittene Person. Die vereinbarte Vermählung des vierzehnjährigen Mädchens mit dem französischen Dauphin Louis-Auguste (später Ludwig XVI.) sollte die bestehende Machtverhältnisse der Habsburger und Bourbonen festigen und somit den Frieden zwischen Österreich und Frankreich besiegeln. Nach vier Jahren am französischen Hofe bestieg das junge Königspaar den Thron – doch dann überrollte das Wort 'Freiheit' die europäische Geschichte wie ein Brandfeuer. Die Umwälzungen der Französischen Revolution verwandelten Marie Antoinettes prunkvolles und leichtfertiges Leben rasch in eine allzu menschliche Tragödie. Aber wie weit noch in der Ferne ballt sich dieses drohende Gewölk! […] Aber wem sie das schwarze Los von Anbeginn zugeteilt, dem geben die Götter keine Zeichen und Winke. Ahnungslos unbefangen lassen sie ihn seinen Weg schreiten, und von innen wächst ihm das Schicksal entgegen. Die nachfolgende Rezension bezieht sich auf die ungekürzte (!) Fischer-Ausgabe mit der ISBN 3-596-22220-6. Stefan Zweigs Biographie stellt weder eine große Heilige, die die Royalisten später in Marie Antoinette sahen, noch die „Dirne der Revolution“ in den Vordergrund, sondern lediglich das Bildnis einer durchschnittlichen Frau, die vom Schicksal eine zu große und somit überfordernde Rolle zugewiesen bekam. Bildung – vor allem die politische – eignete sie sich kaum an, den Schritt jenseits der luxuriösen und sehr begrenzten Welt wagte sie aus Naivität nicht: Verantwortung und Bürde waren der jungen Königin kaum bewusst. Trotz der fehlenden Charakterstärke, die Marie Antoinette nicht zu schmeicheln vermag, schafft es Zweig dennoch den Bogen zu spannen, um als Leser Sympathie für diese junge Frau aufzubauen und Mitleid zu empfinden. Hierfür findet er sehr gefühlvolle Momente, wie beispielsweise: Statt kühlgelassen den devoten Hofknicks ihrer neuen Gesellschaftsdame, der Komtesse de Noailles, entgegenzunehmen, wirft sie sich ihr schluchzend und wie hilfesuchend in die Arme, eine schöne und rührende Geste der Verlassenheit, die vorzuscheiben alle Großkophtas der Repräsentation hüben und drüben vergaßen. Aber Gefühl ist nicht eingerechnet in die Logarithmen der höfischen Regeln […] und, von Jubel umbrandet, verläßt Marie Antoinette für immer die sorglose Gestade der Kindheit; ihr Frauenschicksal beginnt. Im weiteren Verlauf schreibt Zweig der Königin eine immense charakterliche Entwicklung zu: Angesichts des Leids und der Demütigungen, die Marie Antoinette nach dem Sturz der königlichen Familie durchleben musste, betont Zweig ihre Reife zu einer mutig handelnden und schicksalsgeprüften Frau, die die Zeichen der Zeit, die sie zuvor übersah, endlich deuten kann. Denn aus Spinnweben flicht die Geschichte ihr unentrinnbare Netz des Schicksals; in ihrem wundervoll verkoppelten Triebwerk löst das kleinste Antriebsrad die ungeheuerlichsten Kräfte aus; so wird auch im Dasein Marie Antoinettes das Nichtige zum Gewaltigen, [...] Die gegebenen Fakten setzt Zweig gut in Szene, bezieht sich auf Briefe oder andere schriftliche Dokumente und erwähnt zwischendurch, weshalb er jene oder jene Quelle hinzuzieht oder für unglaubwürdig hält. Die Lücken, die sich ergeben, füllt er geschickt mit Vermutungen. Das Sittengemälde und Zeitbild des Rokoko und der ersten Revolutionsjahre gibt Zweig lebendig und eindrücklich wider. Das Buch ist nicht durchgehend chronologisch geschrieben, sondern arbeitet vereinzelt mit Rückblenden oder greift mit stetigen Anspielungen vorweg. Und die Hand, die jetzt segnend über ihrem Haupte schwebt, ist dieselbe, die ihr Krone und Ehre später in Schmutz und Verachtung schleudern wird. Natürlich darf nicht unerwähnt bleiben, dass Zweigs Biographie in den 30er Jahren verfasst wurde und demnach nicht den heutigen Forschungsstand entsprechen kann. Für ein fundiertes Grundwissen fand ich das [vor allem sprachlich] lesenswerte Buch dennoch ansprechend. Obgleich Zweig seine subjektive Analyse über Marie Antoinettes Persönlichkeit aus den Geschehnissen herleitet, wahrt der Autor [meiner Meinung nach] überwiegend eine der Objektivität dienenden Distanz. Er bleibt kritisch ohne anzuklagen. Die Vermutungen, die er anstellt, wirken glaubhaft und könnten sich so zugetragen haben – wer weiß das schon... Das Buch lebt meiner Meinung nach von Zweigs psychologischen Einschätzungen und vor allem von seinem vollendeten Schreibstil, der nebst seiner virtuosen Sprache etliche gut gewählte Metaphern aufbietet. Er schreibt sehr detailliert, anspruchsvoll und ausschweifend, was gewiss nicht jedermanns Geschmack treffen wird. Für mich sticht Zweigs sprachliche Gewandtheit, die heutzutage recht blumig, dramatisch und ausschmückend erscheinen mag, sehr positiv hervor. Die eingestreuten französischen Textpassagen, die nicht immer übersetzt wurden, schmälern mir jedoch schweren Herzens den Lesegenuss des insgesamt grandiosen Gesamteindrucks. Nicht jeder ist dem Französischen mächtig, was hier leider nicht berücksichtigt wurde. Schade. Summa summarum möchte ich das skizzierte Bildnis jedem empfehlen, für den schön formulierte Sätze reinen Hochgenuss darstellen und der einen Einblick in das Leben und Sterben Frankreichs letzter Königin wagen möchte. Mir machte Stefan Zweig mit diesem Buch seine weiteren geschriebenen Biographien sehr schmackhaft. Über weitere Empfehlungen aus Zweigs biographischen Feder wäre ich sehr dankbar!

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    • 17
  • Eine Biografie auch abseits der Fakten

    Maria Stuart
    Ofelia

    Ofelia

    22. September 2014 um 15:24

    Wie auch in seinen Novellen zeigt Zweig auch hier sehr viel Feingefühl für den Charakter einer Person und was diesen ausmacht. Deswegen ist dieses Buch auch keine Aneinanderreihung von Dokumenten, Briefen und überlieferten Fakten dieser Zeit. Viel mehr hat der Autor den Versuch unternommen, anhand dieser bekannten Fakten eine Person zu formen und zu erklären, was eine Königin bewog in ihrer Art zu handeln. Ich lese eine gewisse Sympathie Zweigs für Maria Stuart heraus und dennoch beleuchtet er die Fehler dieser Königin ebenso wie ihre großen Momente.   Für mich lieferte dieses Buch eine plausible Erklärung für die damaligen Ereignisse und zeigt zudem sehr deutlich die Rolle Elisabeth' und portraitiert auch sie. Sehr empfehlenswert, da einfühlsam geschrieben und Zweig wie immer durch seine schöne Schreibe das Buch zu einem Genuss macht.

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  • Fragefreitag am 10. Januar 2014 - stellt Daniel Wolf Fragen + Buchverlosung zu "Das Salz der Erde"

    Daniliesing

    Daniliesing

    Beim Leserpreis 2013 hat er in der Kategorie "Historische Romane" den 2. Platz erreicht und nun ist er heute für euch da und beantwortet eure Fragen: Daniel Wolf! Mit seinem Roman "Das Salz der Erde" hat der Autor seit dem Erscheinen des Buches unglaublich viele Leser begeistert - vielleicht ja auch euch? Oder möchtet ihr Daniel Wolf und seine Bücher noch kennen lernen? Heute beim Fragefreitag habt ihr die Möglichkeit dazu! Mehr zum Autor: Daniel Wolf wurde 1977 geboren. Bevor er als Autor tätig wurde, hat er als Musiklehrer, in einer Chemiefabrik und im Öffentlichen Dienst gearbeitet. Er hatte schon immer eine Leidenschaft für Geschichte und das Mittelalter. Alte Ruinen, Sagen und Ritterrüstungen begeisterten ihn dabei besonders, so dass es nicht verwunderlich war, dass ihn das Schreiben von historischen Romanen am meisten interessierte. Mit seiner Frau und seinen zwei Katzen lebt Daniel Wolf derzeit als freier Autor in einer der ältesten Städte Deutschlands. Mehr zum Buch: Herzogtum Oberlothringen, 1187. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft der Familie. Doch seine Heimatstadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter, der die Handelswege kontrolliert – es regieren Armut und Willkür. Als Michel beschließt, Varennes nach dem Vorbild Mailands in die Freiheit zu führen, steht ihm ein schwerer Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, ihn zu vernichten. Nicht einmal vor Mord schrecken sie zurück. Und schließlich gerät sogar seine Liebe zur schönen Isabelle in Gefahr ... --> Leseprobe Für alle, die "Das Salz der Erde" schon kennen und sehnlich auf einen neuen historischen Roman des Autors warten, habe ich gute Nachrichten. Im Juli 2014 erscheint Daniel Wolfs neues Buch "Das Licht der Welt". Hier verlosen wir zusammen mit dem Goldmann Verlag aber erstmal 5 Exemplare von "Das Salz der Erde" unter allen Fragestellern! Los geht's ... und ich wünsche euch viel Spaß!

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    • 184
  • Rezension zu "Maria Stuart" von Stefan Zweig

    Maria Stuart
    Christa_Schyboll

    Christa_Schyboll

    31. December 2012 um 17:55

    Was ich schon bei bei Zweigs Marie Antoinette schrieb gilt im gleichen Maße für das Buch Maria Stuart, wo ebenfalls ein fein ausdifferenziertes psychologisches Panorama der Zeit und der historischen Persönlichkeiten das Buch zu einem wundervollen Genuss und auch noch der geschichtlichen Nachhilfestunde gibt, wie sie wohl nur in wenigen (oder keinen) Schulen gelehrt wird. Auf diese Weise historische Hintergründe zu erfahren ist höchst spannend und empfehlenswert

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  • Rezension zu "Maria Stuart" von Stefan Zweig

    Maria Stuart
    HolgerKoeln

    HolgerKoeln

    21. March 2010 um 08:11

    Zu langatmig.

  • Rezension zu "Maria Stuart" von Stefan Zweig

    Maria Stuart
    Miss Lizzy

    Miss Lizzy

    02. July 2009 um 23:06

    Habe mir das Buch eigentlich nur besorgt, weil ich letztes Jahr im Urlaub in Schottland war und man dort eigentlich überall auf Maria Stuart stösst, ohne dass sich mir ihre Geschichte so richtig erschlossen hätte. Dieses Buch liest sich recht spannend - nicht so langweilig wie manch andere Biografie - aber man merkt doch, dass es auch gar nicht richtig als Biografie gemeint ist und Stefan Zweig letztendlich mehr Dichter als Biograf ist. Trotzdem kann ich das Buch empfehlen, um einen ersten Eindruck vom Thema zu bekommen, wenn man darüber hinweg sehen kann, dass vieles auch einfach nur hineininterpretiert ist.

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  • Rezension zu "Maria Stuart" von Stefan Zweig

    Maria Stuart
    elane_eodain

    elane_eodain

    07. January 2009 um 14:50

    Ein brilianter Versuch das Leben und Handeln der Königin von Schottland, Maria Stuart, nachzuvollziehen, um so der Wahrheit möglichst nahe zu kommen. Dies geschieht anhand überlieferter Materialien und im Vergleich mit ihrer größten Rivalin Königin Elisabeth von England. Doch Zweig nähert sich auch und vorallem psychologisch dem Charakter von Maria Stuart, um herauszufinden, was sie für ein Mensch war, wie sie empfunden hat, wie sie bestimmte Ereignisse in ihrem Leben geprägt haben und wie sich das auf ihr späteres Handeln ausgewirkt haben mag. FAZIT: Die Biographie einer Königin, eine spannende Lektüre ähnlicher einem anspruchsvollen Roman als einer biographischen Aufzählung von Lebensdaten, die typische Art Zweigs mit Worten einen Charakter aufblühen zu lassen; dabei wohl nicht immer subjektiv unbeeinflusst, aber sehr interessant und in bereichernder Sprache geschrieben!

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  • Rezension zu "Maria Stuart" von Stefan Zweig

    Maria Stuart
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    10. December 2008 um 17:43

    Dies war das erste Buch, das ich von Stefan Zweig gelesen habe und es hat mich sofort süchtig gemacht nach seinem herrlichen Schreibstil.

  • Rezension zu "Maria Stuart" von Stefan Zweig

    Maria Stuart
    Nofretete

    Nofretete

    23. July 2008 um 20:15

    Nicht immer historisch einwandfrei ( Zweig war halt mehr Romanschreiber als Biograph ), aber ungemein spannend zu lesen

  • Rezension zu "Maria Stuart" von Stefan Zweig

    Maria Stuart
    literat

    literat

    17. July 2008 um 20:50

    Ist es eine Biographie, ist es eine Novelle? Keine Ahnung, auf jeden Fall kein Roman. Zweig hat gut recherchiert, hat jedoch aufgrund der Quellen eigene Schlüsse gezogen. Die Lebensgeschichte Maria Stuarts erzählt er einfühlsam teilweise in einer etwas blumigen Sprache. Das Verhältnis der beiden Königinnen beschreibt er unparteiisch; in einigen Details bleibt er vage, das finde ich schade.

  • Rezension zu "Maria Stuart" von Stefan Zweig

    Maria Stuart
    Kleppi

    Kleppi

    12. February 2008 um 10:43

    Stefan Zweig ist mit diesem Buch eine wirklich spannende Erzählung über das Leben Maria Stuarts gelungen. Man lernt viel über die Tragödie dieser Frau, aber auch viel über die damalige Zeit: Reformation und Gegenreformation, das Gebilde des Absolutismus und die Machtverhältnisse in der Welt. Der Schreibstil von Zweig ist außerordentlich, einfach nur ein Genuss!

  • Rezension zu "Maria Stuart" von Stefan Zweig

    Maria Stuart
    petronella

    petronella

    14. May 2007 um 20:44

    Eines meiner Lieblingsbücher. Ich habe es schon mehrmals gelesen und ich finde es immer wieder aufregend. Zweigs eindeutige Sympathie für eine Frau, die ihrem Land eigentlich nicht viel Gutes gebracht hat mündet in einer unglaublich fesselnden Erzählweise über das kurze Leben dieser unglaublichen Frau. Er schildert die Begebenheiten mit permanenten Versuchen möglicher Erklärungen. Was mag in Maria bei diesem oder jenem vorgegangen sein, was in Elisabeth? Was hat zu diesem und jenem geführt. Da vieles leider faktisch nicht verfügbar ist, stellt Zweig eine ganze Menge Vermutungen an, die einen als Leser dazu anregen, sich ebenfalls so seine eigenen Gedanken zu machen. Ein wunderbares Buch, ohne das mein Leben sicher ärmer wäre.

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