Neuer Beitrag

Apfelgruen

vor 1 Woche

Willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe Klassiker Leserunden.

Wir wollen ein bisschen Leben in die altehrwürdige Literaturwelt bringen. Daher haben wir beschlossen, einige Klassiker gemeinsam zu lesen.

Beginn: 18. Juni 2017

Wichtig: Bei dieser Leserunde lesen wir unsere eigenen Bücher, es werden keine Exemplare verlost!

Für den Juni haben wir uns die "Schachnovelle" von Stefan Zweig ausgesucht.

Die Leserunde beginnt am 18.06.2017 und die Klassiker-Leserunden-Gruppe freut sich über jeden, der mit uns die Schachnovelle lesen will.:-)

Autor: Stefan Zweig
Buch: Schachnovelle

Evan

vor 1 Woche

Meine Ausgabe/Ich bin dabei

Ich bin gerne mit dabei, habe die Fischer Klassiker Ausgabe.

Filzblume

vor 1 Woche

Meine Ausgabe/Ich bin dabei

Bin auch dabei, wenn auch noch nicht ganz fit - Kinderkrankheit 😷.
Habe die Ausgabe von Fischer Klassik.

Beiträge danach
29 weitere Beiträge (Klassische Ansicht)
Beiträge davor

Ausgewählter Beitrag

Filzblume

vor 1 Woche

Leseabschnitt 2 bis Ende
Beitrag einblenden

Puh, das war mit dem Buch eine wahre Zitterpartie! Er hat es geschafft !
"Aber welch eine Sekunde dafür, als ich damit in meine Hölle zurücktrat, endlich allein und doch nicht mehr allein!"

Kopf-Kino

vor 1 Woche

Plauderecke

Haha, ich Trottel warf die Leserunden, an denen ich diesen Monat teilnehme, durcheinander und ging felsenfest davon aus, dass diese hier am 20. startet. Ups. Mal schauen, wie weit ich heute komme. Ich nehme viel zu selten die Bücher, die mir beim erstmaligen Lesen sehr gefiel, erneut zur Hand. Dementsprechend freue mich auf ein Wieder-Entdecken. :)

Kopf-Kino

vor 1 Woche

Leseabschnitt 1 bis "Nichts geschah. Man blieb allein. Allein. Allein."
Beitrag einblenden

Filzblume schreibt:
Gestern Abend habe einige Seiten gelesen, der Einstieg hat mir gefallen. Als ich dann auf diese Passage kam: "Manchmal schritt er zwar über das Promenadendeck, aber dann immer die Hände auf dem Rücken verschränkt mit jener stolz in sich versenkten Haltung, wie Napoleon auf dem bekannten Bilde" - da fiel mir nur einer ein... zuvor gab es auch genügend Hiweise auf ihn, Aussehen, Charakter besonders Körpersprache.

Auch die Biographie der beiden ähnelt sich ein wenig: Beide verlieren den Vater in noch recht jungen Jahren, stammen aus einfachen Verhältnissen, hatten in der Schule Schwierigkeiten (meines Wissens nach verließ Hitler die Realschule ohne Abschluss und war wohl überwiegend lernunwillig) und weisen früh ein spezielles Talent auf. Vielleicht gibt's noch mehr Parallelen?

Kopf-Kino

vor 1 Woche

Leseabschnitt 1 bis "Nichts geschah. Man blieb allein. Allein. Allein."
Beitrag einblenden

Apfelgruen schreibt:
Der letzte Satz des Abschnitts bringt einem dieses furchtbar Bedrückende absoluter Isolation recht nahe. Da kann man sich schon vorstellen, dass man bald verrückt wird, wenn man es nicht schafft, den Geist anderweitig zu beschäftigen.

Auffällig finde ich, dass Herr B. während der Schilderung vom "Ich" zum "man" wechselt - eine Distanz aus Selbstschutz? Die Wiederholung mancher Wörter bringt die Monotonie der Einsamkeit sehr deutlich zum Ausdruck, wie ich finde.

Kopf-Kino

vor 1 Woche

Leseabschnitt 2 bis Ende
Beitrag einblenden

Mich berührt die Schachnovelle noch genauso wie vor einigen Jahren. Puh. Die Verzweiflung und den schleichenden Wahnsinn hat Zweig sehr intensiv beschrieben - diese Rückblende in eine Ich-Erzählung einzubetten, macht das Ganze noch beklemmender; im Kontrast dazu steht die Rückblende aus Czentovics Leben, die lediglich nacherzählt und somit als Leser nicht direkt erlebt werden kann. Furchtbar, wie sich Herr B., bevor ihm das Buch quasi in die Hände fällt, an die Gegenstände in dieser Einzelhaft klammert - so zumindest mein Eindruck, da er sie ständig wiederholt. Hach ja, ich lese Zweig einfach gerne (schon mein zweiter Zweig in diesem Monat ^^).

Ganz schrecklich finde ich ja, dass Herr B.s Gelehrtheit sowie sein geistreicher Charakter und schöpferische Vorstellungskraft ihn quasi in den Wahn trieb und dass er seine Aggressionen nur gegen sich selbst richtete - ganz im Gegensatz zu Czentovic, der die Schwäche seines Gegners ausnutzt und somit taktisch aggressiv vorgeht, um Herrn B. zu zermürben.

Wenn ich Herr B. auf die Ebene als symbolischen Vertreter der Kultur (gebildet, geistreich etc.) und Czentovic als Hitler/Faschist/das "Böse" stelle, dann ist das Resümee sehr traurig: Die Kultur, die Bildung verliert. (Las im Nachwort, dass die Schachnovelle das letzte Werk von Zweig war, bevor er Suizid beginn. Was für eine Parallele...)

Kopf-Kino

vor 1 Woche

Leseabschnitt 2 bis Ende
Beitrag einblenden
@Apfelgruen

Ich merke bei Klassikern immer wieder, dass es manchmal hilfreich sein kann, vorab nachzulesen, in welcher Epoche/Gesellschaft der jeweilige Autor lebte. Motive und derartiges herauszulesen, kann man tatsächlich üben bzw. lernen, wie ich mit der Zeit feststellen konnte, da sich manche Symboliken und Motive in der Literatur wiederholen.

Apfelgruen

vor 1 Woche

Leseabschnitt 2 bis Ende
Beitrag einblenden

Kopf-Kino schreibt:
Ich merke bei Klassikern immer wieder, dass es manchmal hilfreich sein kann, vorab nachzulesen, in welcher Epoche/Gesellschaft der jeweilige Autor lebte. Motive und derartiges herauszulesen, kann man tatsächlich üben bzw. lernen, wie ich mit der Zeit feststellen konnte, da sich manche Symboliken und Motive in der Literatur wiederholen.

Ach, ich wusste sogar, dass er emigriert war und es sein letzter Roman war, bevor er sich umgebracht hat... trotzdem sprang es mich nicht an. Ansonsten lese ich *vorher* aber meist so wenig wie möglich, um nicht gespoilt zu werden, sondern lieber nachher die Interpretationen... manchmal gehen mir dann die Augen auf 😄

Beiträge danach
45 weitere Beiträge (Klassische Ansicht)
Neuer Beitrag