Stefan Zweig Schachnovelle

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Inhaltsangabe zu „Schachnovelle“ von Stefan Zweig

Von der Gestapo verhaftet und in ein Hotelzimmer gesperrt, flüchtet Dr. B. in die abstrakte Welt des Schachspiels, um sich so seine geistige Widerstandskraft zu erhalten. Eindrucksvoll sind Willy Trenk-Trebitsch als Dr. B und Mario Adorf als Schachweltmeister Mirko Czentovic zu hören, die eine ungewöhnliche Schachpartie auf einem Passagierdampfer gegeneinander spielen.Gert Westphal führt als Erzähler durch dieses legendäre Hörspiel und verdichtet gekonnt die beklemmende Atmosphäre der Schachpartie, die in die Abgründe der menschlichen Seele mündet. (1 CD, Laufzeit: 1h 5)

Der Zauber des Textes erschließt sich in dieser Hörspielfassung nicht.

— Pongokater

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  • Meisterlich geschrieben und vorgelesen

    Schachnovelle

    Pongokater

    02. May 2015 um 10:38

    Vor Jahren habe ich Zeigs Schachnovelle gleich mehrmals gelesen und hatte sie als Meisterwerk in Erinnerung. Daher habe ich mir vor einigen Monaten die wiederveröffentlichte Hörspielfassung mit Gert Westphal und Mario Adorf beschafft- und war extrem enttäuscht. Deshalb ruhte die geschenkte neue Lesefassung von Christoph Maria Herbst auch länger "unberührt" auf dem Mp3-Player. Erst Hörstoff-Mangel auf einer längeren Autofahrt führte zum Reinhören und großer Begeisterung. Auch heute ist die Originalfassung von Stefan Zweig für mich ein Sprachkunstwerk voller präziser und anschaulicher Beschreibungen, aber auch tief anrührender Einblicke in die Abgründe der Nazi-Zeit und ihre Folgen für die Menschen. Ebenso ist die Schachnovelle eine anregende Reflexion über die Abgründe eines uralten Spiels.

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  • Merkwürdig blutleer

    Schachnovelle

    Pongokater

    02. May 2015 um 10:30

    Die Wiederveröffentlichung der Hörspielfassung des Stefan-Zweig-Klassikers aus den späten 50er Jahren wurde hochgelobt. Mir hat sich nicht erschlossen warum. Die Dramatisierung der Novelle fand ich merkwürdig blutleer, weniger auf das politische Thema als auf die Kuriosität des Gedankenschachspielers konzentriert. Eine echte Enttäuschung, ganz anders als die neue Lesefassung von Christoph Maria Herbst (a.a.O.).

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  • Unglaublich gut!

    Schachnovelle

    Vyanne

    16. March 2014 um 18:06

    Der Text von Stefan Zweig ist, wie von ihm gewohnt, in einer wunderschönen Sprache und emotionalen Tiefe gehalten und entbehrt auch nicht einer gewissen Spannung.

    Und Christoph Maria Herbst zeigt, dass er ein wirklich guter Schauspieler ist, der weit mehr abliefern kann als nur Stromberg, wie manche wohl meinen. Unglaublich gut gelesen!

  • Ein Buch über Schach?

    Schachnovelle

    Igelmanu66

    28. February 2014 um 14:34

    Eins zu Beginn: Ich besitze nicht das Hörbuch, sondern ein Buch. Ich habe mal wieder eine Schullektüre meiner Kinder mitgelesen. Die Schachnovelle ist zu meiner eigenen Schulzeit an mir vorbeigegangen. Heute habe ich sie mit großem Interesse gelesen. Der Ich-Erzähler berichtet, wie auf einem Passagierdampfer von New York nach Buenos Aires drei sehr unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen: Da ist zum einen der amtierende Schachweltmeister, ein aus einer unteren Gesellschaftsschicht stammender junger Mann, der sich nur dadurch auszeichnet, dass er mit einer unglaublichen Präzision und geradezu roboterartig Schach zu spielen vermag. Der zweite Charakter ist ein reichlich arroganter Öl-Millionär und der dritte ist ein österreichischer Emigrant namens Dr. B. Dieser Dr. B. hat Furchtbares erlebt. Von der Gestapo wurde er einer Isolationsfolter unterzogen, in deren Verlauf er viele imaginäre Schachpartien durchspielte. Das tat er in der Hoffnung, durch die geistige Betätigung nicht dem Wahnsinn zu verfallen. Tatsächlich erleidet er eine Art Persönlichkeitsspaltung, die zu einem heftigen Nervenfieber führt. Aufgrund dessen wird er aus der Haft entlassen und des Landes verwiesen. Von einem Arzt wurde er dringend gewarnt, sich auf kein Schachspiel mehr einzulassen… Erwartet hatte ich aufgrund des Titels, dass ein Schachspiel im Mittelpunkt der Geschichte steht. Tatsächlich geht es aber um ganz andere Dinge. Da sind – natürlich wieder einmal – die Schrecken der Nazi-Zeit. Im aktuellen Fall geht es um die Themen Isolationsfolter und Verhöre. Beides wird sehr eindringlich beschrieben und ich konnte sehr intensiv mitfühlen, wie sich Dr. B. in seiner Gefangenschaft fühlen musste! Wie verzweifelt er sich anfangs an die Beschäftigung mit den imaginären Schachpartien klammert. Wie ihm das zunächst hilft, ihm Hoffnung verleiht! Und dann der Wandel, die sich anbahnende Persönlichkeitsspaltung! Aber auch die anderen Charaktere sind interessant und bilden starke Kontraste zueinander. Sie verbindet eigentlich nur das Schachspiel, doch aus völlig verschiedenen Gründen. Für den Weltmeister ist es aufgrund seiner Herkunft die einzige Möglichkeit, zu Ansehen zu kommen. Und zudem auch das einzige Gebiet, auf dem er wirklich gut ist. Der Öl-Millionär sieht im Schachspiel nur einen Zeitvertreib, den er möglichst gewinnen will, weil verlieren nicht zu seinem Wortschatz gehört. Und für Dr. B. war das Schachspiel zunächst Hilfe und wird später zum Fluch. Ein tolles Buch! Und obwohl die Personen natürlich viel Schach spielen, muss man das Spiel nicht beherrschen, um der Handlung zu folgen. Wenn ich Wikipedia Glauben schenken darf, muss Stefan Zweig selbst ein lausiger Schachspieler gewesen sein.

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  • Rezension zu "Die Schachnovelle" von Stefan Zweig

    Schachnovelle

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. June 2012 um 12:16

    Die Schachnovelle hat mir gut gefallen. Zweig schreibt sehr eindrucksvoll von einem Mann der an dem Anspruch gegen sich selbst Schach zu spielen und somit immer Gewinner und Verlierer zugleich sein wird zerbricht und wahnsinnig wird. Sehr skurile Idee, hätte aber meiner Meinung nach noch ein ganz klein wenig besser umgesetzt werden können.

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