Sternstunden der Menschheit

von Stefan Zweig 
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Sternstunden der Menschheit
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Antigone8s avatar

Vierzehn historische Miniaturen, die aufgrund der großartigen Sprache einen enormen Sog ausüben! Ein großartiges Buch!

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Sehr erstaunlich wie Zweig Stil und Form an die jeweilige Miniatur anpasst.

Alle 172 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Sternstunden der Menschheit"

"Sternstunden der Menschheit" ist eine Sammlung von vierzehn historischen Miniaturen, verfasst von Stefan Zweig, die von historischen Begebenheiten erzählen, deren Auswirkungen die Geschichte der Menschheit verändert haben. Die Texte sind keine historischen Analysen, sondern novellistisch zugespitzte Erzählungen, in deren Mittelpunkt jeweils eine biografisch überhöhte Person steht. Zweig schreibt erläuternd im Vorwort:

"Solche dramatisch geballten, solche schicksalsträchtigen Stunden, in denen eine zeitüberdauernde Entscheidung auf ein einziges Datum, eine einzige Stunde und oft nur eine Minute zusammengedrängt ist, sind selten im Leben eines Einzelnen und selten im Laufe der Geschichte. [...] Ich habe sie so genannt, weil sie leuchtend und unwandelbar wie Sterne die Nacht der Vergänglichkeit überglänzen."

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783744810449
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:168 Seiten
Verlag:Books on Demand
Erscheinungsdatum:02.05.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.04.2013 bei BUCHFUNK Hörbuchverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Antigone8s avatar
    Antigone8vor 9 Tagen
    Kurzmeinung: Vierzehn historische Miniaturen, die aufgrund der großartigen Sprache einen enormen Sog ausüben! Ein großartiges Buch!
    Ein literarisches Meisterwerk

    Stefan Zweig hat in "Sternstunden der Menschheit" vierzehn historische Momente ausgewählt und in Form von Miniaturen nachgezeichnet. 


    Der Glanz dieses Werkes erstrahlt besonders durch die Herangehensweise und Verarbeitung des historischen Stoffs. Der Autor stellt das menschliche Schaffen mit seinen Stärken und Schwächen, seinen Idealen und Abgründen in den Mittelpunkt der schicksalhaften Begebenheiten. Dadurch erzeugt er auf eine sehr elegante und sprachgewaltige Weise einen neuen Zugang zum Verständnis von Geschichte. Er lässt die ausgewählten historischen Momente menschlicher erscheinen, bricht sie in einzelne kleine Handlungen auf und macht sie dadurch für den Leser fassbar. Nicht zuletzt die feine, abgestimmte und poetische Sprache runden dieses Werk ab und machen es zu einem Kleinod der Literatur!

    Dieses Buch vermittelt Geschichte auf seine schönste Art und Weise und stellt dabei die großen gesellschaftlichen, politischen und künstlerischen Momente gleichwertig nebeneinander. Sowohl große Ereignisse von globaler Tragweite aber auch sehr persönliche und emotionale Momente können somit ihre gesamte Wirkkraft entfalten. Ein großariges Buch, in einer großartigen Sprache geschrieben und unbedingt lesenswert!

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    Viv29s avatar
    Viv29vor 2 Monaten
    Lebendiger Blick auf die Geschichte

    Stefan Zweig beschreibt in seinen "Sternstunden der Menschhheit" historische Ereignisse und verleiht ihnen durch detailfreudige Schilderung der Gedanken und Gefühle der Handelnden eine besondere Lebendigkeit. So bangen wir bei der Belagerung von Byzanz mit den Stadtbewohnern, die wissen, daß sie ein schreckliches Schicksal erwartet und deren letzte Hoffnung auf Rettung grausam zerstört wird. Wir fühlen Händels Verzweiflung angesichts seiner Schaffenskrise, die Frustration der Südpolexpedition von Scott und noch vieles mehr. Zweig versteht es hervorragend, diesen Geschehnissen Leben einzuhauchen, mit einigen dichterichen Freiheiten mitreißend zu schildern. Er zeigt, wie ein Moment Weltgeschichte verändern kann, wenn Napoleon die Schlacht bei Waterloo verliert, weil einer seiner Untergebebenen sich entscheidet, strikt seinen Befehlen zu folgen, nicht seinem Instinkt. Wir lernen skrupellos Menschen kennen, wagemutige Herrscher, Genies, Getriebene und solche - wie den Komponisten der Marseillaise - die eher zufällig Anteil an geschichtlichen Entwicklungen haben. Durch die weite Bandbreite der von Zweig ausgewählten und geschilderten Episoden liest man über eine Vielfalt von Epochen, Ländern und Ereignissen.

    Zweigs Sprache ist sehr eigen. So hat er wundervolle Ausdrücke wie "vollsaftige Wut" im Buch, oder kluge Sätze wie "Gewaltherrscher, wenn sie einen Krieg vorbereiten, sprechen, solange sie nicht völlig gerüstet sind, ausgiebigst vom Frieden". Andererseits ist sein Stil auch oft ausgesprochen pathetisch und weitschweifig. Dies ist anstrengend zu lesen und wirkt manchmal viel zu übertrieben. Eine der Episoden ist in Gedichtform geschildert, eine wie ein Theaterstück - das muß man mögen. Ich habe die Prosakapitel vorgezogen. Wenn man über die etwas übertriebenen Stilauswüchse hinwegliest, erhält man aber einen ungewöhnlichen und unterhaltsamen Blick in die Geschichte und die Menschen, die sie formten.

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    ronja_waldgaengers avatar
    ronja_waldgaengervor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Stefan Zweig verstand es in diesem Buch meisterhaft, den roten Faden der Geschichte aufzuspüren. Geheimen Kräfte, die die Historie antrieben
    Historische Gesichtslosigkeit trifft auf Schicksal

    »So furchtbar rächt sich die große Sekunde,
    sie, die selten in das Leben der Irdischen niedersteigt,
    an dem zu Unrecht Gerufenen, der sie nicht zu nützen weiß. […]
    Verächtlich stößt er den Zaghaften zurück;
    Einzig den Kühnen hebt er, ein anderer Gott der Erde, 
    mit feurigen Armen in den Himmel der Erde empor.«
    Stefan Zweig, Sternstunden der Menschheit

    Vor einem guten Jahr erschien – endlich, möchte man hinzufügen – die Neuausgabe von Stefan Zweigs »Sternstunden der Menschheit« mit den Illustrationen von Jörg Hülsmann. Ohne es vorweg nehmen zu wollen, aber hier ist dem S. Fischer Verlag ein großartiger Wurf gelungen.

    Aber eine solche Aussage sollte natürlich auch belegt werden. Betrachtet man dazu die »14 historischen Miniaturen« zweigeteilt in Form und Inhalt, sollte diese Urteil schnell deutlich werden. Der Urtext bestand im Jahre 1927 ursprünglich aus nur fünf kurzen, historischen Geschichten, die posthum 1943 um sieben erweitert worden sind, dazu zuzüglich 2 weitere, die 1940 in englischer Sprache erschienen. Von Cicero, über Waterloo bis hin zur Eroberung des Südpols und Lenis Rückkehr nach Russland, spannt der Autor ein Panorama auf, dass jene besonderen historischen Daten vereint, die man allgemein kennen sollte. Es ist also weniger die Originalität in der Auswahl, die dieses Buch so auszeichnet, sondern der Zugang als solcher. Die »Sternstunden der Menschheit«, das sind bei Stefan Zweig nicht jene, die die großen Ideen von Humanität oder Freiheit vorgebracht haben, sondern es sind die blutigen, kriegerischen Episoden, in denen sich Geschichte entscheidet. 

    Aber wird hier nicht ein Widerspruch sichtbar? Sollten die »Sternstunden der Menschheit« nicht die friedlichen und großartigen Momente in der Entwicklung des menschlichen Geistes sein und nicht jene, in denen die Menschen zu hunderten, zu tausenden in den Tod gehen? Oder alleine in der Hölle des Polarkreises sterben? Diese Kritik wäre nachvollziehbar, verkennt aber den Sinn der Erzählungen. Stefan Zweig verstand es in diesem Buch meisterhaft, den roten Faden der Geschichte aufzuspüren. Die geheimen Kräfte, die die Historie antreiben und heute mit dem meist negativ besetzten Begriff des Schicksals verbunden werden. Der Tod, der in allen Erzählungen ständig präsent ist, ist dabei nur das Negativ, die dunkle Folie vor der das Licht des menschlichen Schaffens- und Eroberungsdrangs noch heller leuchtet. Die erzählerische Kraft, die dabei in den wenigen Seiten steckt, in denen die Geschichten erzählt werden, ist so groß, dass man unwiderruflich gefangen ist, von dem Schicksal eines Robert Scott, der in einer Eishöhle am Südpol stirbt oder dem Schicksal der Einwohner Konstantinopels, die furchtbares während der Belagerung und nach der Eroberung der Osmanen erdulden müssen. Man sieht förmlich vor seinem inneren Auge, dass ein neues Zeitalter anbricht, wenn Zweig beschreibt, wie Lenin in der Schweiz in den berühmten plombierten Zug steigt, um nach Russland zu gelangen.

    Eins ist allen Erzählungen gemein: hier werden keine Helden porträtiert, keine Hymnen gesungen. Alle Personen, die in den Geschichten vorkommen, sind gebrochene Gestalten, meist nahe dem Tod (wie z.B. Tolstoi) oder völlig durchschnittliche Gestalten, die für eine Sekunde die Chance haben, die Geschichte selbst zu schreiben – und unter dieser Last meist zusammenbrechen. Ihr Leben ist im Grunde dasselbe wie das der Tausenden und Abertausenden, die kein Platz in den Geschichtsbüchern bekamen, aber das Schicksal stellte sie auf ihre verlorenen Posten, auf ihren Platz, nicht indem sie versagten, sondern indem sie das taten, was von ihnen verlangt wurde (z.B. Napoleons General Grouchy). Die Kräfte, die durch die Geschichte wirksam werden, sind aber auch die, die zu neuen Taten im Angesicht des Grabes verleiten. Der alte Goethe, der in Marienbad ein junges Mädchen kennenlernt und mit dieser Begegnung die letzte schöpferische Phase seines Lebens einläutet. Der kranke Händel, der zusammenbricht, von Gläubigern gejagt, und in diesem Zusammenbruch die Kraft findet, neu zu beginnen. 

    Aber sind es dann doch Trostgeschichten, die dem Leser zeigen sollen, dass auch der Unbedeutende seine Chance in der Geschichte erhält, wenn er nur aufmerksam ist? Der ebenfalls die Hoffnung nicht aufgeben soll, wenn die Zukunft schon verschlossen scheint? Nichts liegt den Erzählungen ferner. Es wird vielmehr gezeigt, dass die Geschichte gesichtslos ist. Dass sie nicht den Guten und Bösen separiert, sondern über beide hinweggeht und sich doch immer wieder diese kleinen Funken zeigen, in denen die Menschheit ihr eigentümliches Leuchten aufscheinen lässt und über sich hinauswächst. Ja, diese Momente sind oft mit Grausamkeit, Verschlagenheit und Tod erkauft, aber dies ist der Lauf der Dinge, es zu bedauern würde nur bedeuten, das Schöne, was trotzdem in den Dingen ist, nicht sehen zu wollen.

    Stefan Zweig achtete in seinen Schilderungen stets auf historische Korrektheit, wenngleich einiges dem Narrativ unterworfen wird und manche Erzählung daher durchaus einen Zug ins Phantastische bekommen kann. Nein, Stefan Zweig schreibt nicht wie ein Historiker, aber vielleicht ist auch deshalb seine Form der Historienschreibung die interessantere.

    Was für die Erzählungen selber gilt, gilt auch für die hervorragenden Illustrationen von Jörg Hülsmann, die dieses Buch schließlich endgültig mit einer Kaufempfehlung ausstatten. Die ganzseitigen, fast schon minimalistischen Zeichnungen, nehmen immer wieder das Motiv des Sternenhimmels auf, das auch das Buchcover prägt. Damit schafft der Illustrator es auf bemerkenswerte Weise immer wieder eine Verbindung mit dem Text herzustellen und zu zeigen, dass die Sternstunden nicht nur in den Personen sind, sondern auch in den Dingen und Umgebungen, die diese erst ermöglichen. Was wäre Lenin ohne den Zug? Was wäre die französische Nationalhymne nicht ohne die »Kinder des Vaterlands«, die in ihr besungen werden? Es ist fast zu bedauern, dass es nur die wenigen Illustrationen im Buch selbst gibt, wenngleich damit immer deutlich wird, dass auch in der Neuausgabe der Text im Vordergrund steht. Dies ist vielleicht auch die größte Leistung des Zeichners: niemals drängen sich die Illustrationen auf, gemächlich, fast geschmeidig kommen sie daher und fangen den Leser ein, damit dieser, am Ende der Erzählungen, nochmal einen verträumten Blick auf sie wirft und sich seiner eigenen Sternstunden bewusst wird.

    Diese Neuausgabe ist ein rundum gelungenes Werk, das von der Meisterschaft des Autors und dem Können des Illustrators lebt. Auch wenn das Buch nicht ganz günstig ist, so lohnt sich doch jeder einzelne Euro des Kaufes. Vor allem in Hinblick auf die kommende Weihnachtszeit, nicht nur im Sinne eines Geschenks, sondern auf die Besinnlichkeit des Advents, ein absoluter Pflichtkauf. 

    Stefan Zweig
    Sternstunden der Menschheit. Vierzehn historische Miniaturen. 
    Mit Illustrationen von Jörg Hülsmann.
    S.Fischer Verlag 2016
    272 Seiten 
    30,00 Euro

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    Kopf-Kinos avatar
    Kopf-Kinovor 3 Jahren
    »Aber kurz und vergänglich sind die Augenblicke der Vernunft und Versöhnung in der Geschichte.«

    Selten begreifen die Zeitgenossen auf den ersten Blick die Größe eines Menschen oder die Größe eines Werkes.

    Zweigs 'Sternstunden der Menschheit' ist eine Sammlung von einzelner Ereignisse, die nicht zur historischen Analyse dienen, sondern jeweils einen Augenblick der Weltgeschichte novellistisch in den Mittelpunkt rücken.

    Mal beschreibt Zweig den ästhetischen Lichtblick einer großen Persönlichkeit, wie bspw. Händel, mal die individuelle Entscheidung einer heute weniger bekannten Person, deren individuelle Entscheidung zur kulturellen und/oder wissenschaftlichen Entwicklung der Menschheit führte. Diese Mischung, die speziell jene entscheidende Momente fokussiert, bei denen sich der Charakter des jeweiligen Handelnden hervorhebt, erzählt die Geschichte brillanter, tragischer, zaghafter oder willensstarker Einzelner. Nicht selten spielt der schicksalhafte Zufall eine wesentliche Rolle.

    Immer müssen Millionen müßige Weltstunden verrinnen, ehe eine wahrhaft historische, eine Sternstunde der Menschheit, in Erscheinung tritt.

    Meine Rezension bezieht sich im Folgenden auf die Ausgabe des marixverlags, welche 12 historische Miniaturen samt Zweigs Vorwort beinhaltet.

    Bereits Zweigs Vorwort lässt erahnen, welcher Schreibstil, die sowohl poetisch als auch eindringlich daherkommt, den Leser erwartet. Die damalige Sprache wirkt aus heutiger Sicht altertümlich und pathetisch, was eine Frage des Geschmacks ist. Mir jedoch sagt diese sehr zu. Rhetorisch betrachtet weiß Zweig mit dieser Sammlung meiner Meinung nach zeitlos zu überzeugen. Im Vorwort schreibt Zweig:

    Nirgends ist versucht, die seelische Wahrheit der äußern und innern Geschehnisse durch eigene Erfindung zu verfärben oder zu verstärken. Denn in jenen sublimen Augenblicken, wo sie vollendet gestaltet, bedarf die Geschichte keiner nachhelfenden Hand. Wo sie wahrhaft als Dichterin, als Dramatikerin waltet, darf kein Dichter versuchen, sie zu überbieten.

    Inwiefern Zweig bei den ausgewählten Ereignisse ein wenig interpretierte, um eine Geschichte sensationeller schreiben zu können, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich zumindest hatte beim Lesen das Gefühl: So könnte es gewesen sein. Kleine Freiheiten sind Zweig somit sicherlich zu verzeihen.

    Nun aber zu der Gliederung samt eines knappen inhaltlichen Umrisses – stellenweise mit Leseproben :

    > Flucht in die Unsterblichkeit (Die Entdeckung des Pazifischen Ozeans, 1513)

    Fähig zu den herrlichsten und heroischen Leistungen des Mutes, der Aufopferung, der Leidensfähigkeit, betrügen und bekämpfen sie sich untereinander in der schamlosesten Weise und haben doch wieder inmitten ihrer Verächtlichkeit ein ausgeprägtes Gefühl für Ehre und einen wunderbaren, wahrhaft bewundernswerten Sinn für die historische Größe ihrer Aufgabe.

    > Die Eroberung von Byzanz (Die Belagerung von Konstantinopel durch die Osmanen, 1453)

    Eine Nacht lang dauert die überschwängliche Freude der Belagerten. Immer regt ja die Nacht phantasievoll die Sinne und verwirrt die Hoffnung mit dem süßen Gift der Träume. […] Doch auch Mahomet ist ein Träumer, freilich ein Träumer jener anderen und viel selteneren Art, die es versteht, durch ihren Willen Träume in Wirklichkeit umzusetzen.

    > Georg Friedrich Händels Auferstehung (Phantasmagorische Erzählung über den Rausch Händels bei der Erschaffung seines bekanntesten Werkes, 1741)

    Noch einmal ist es zu Ende, noch einmal. Und er weiß oder meint es zu wissen, der ganz Verzweifelte: zu Ende für immerdar. Wozu, seufzt er auf, hat Gott mich auferstehen lasse aus meiner Krankheit, wenn die Menschen mich wieder begraben? Besser, ich wäre gestorben, statt, ein Schatten meiner selbst, im Kalten, im Leeren dieser Welt dahinzuschleichen. Und im Zorn murmelt er manchmal das Wort dessen, der am Kreuze hing: »Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?«

    > Das Genie der Nacht (Die Entstehung der späteren Französischen Nationalhymne, 1792)

    Immer jubelt die große Masse auf den Straßen und Plätzen bei einer Kriegserklärung, immer aber regen sich in solchen Augenblicken des Straßenjubels auch andere Stimmen, leisere, abseitige; auch die Angst, auch die Sorge wacht auf bei einer Kriegserklärung, nur dass sie heimlich in den Stuben flüstert oder mit blasser Lippe schweigt.

    > Die Weltminute zu Waterloo (Ein Fehlgang, der zu Napoleons Untergang führte, 1815)

    So furchtbar rächt sich die große Sekunde, sie, die selten in das Leben der Irdischen niedersteigt, an dem zu unrecht Gerufenen, der sie nicht zu nützen weiß. Alle bürgerlichen Tugenden, Vorsicht, Gehorsam, Eifer und Bedächtigkeit, sie alle schmelzen ohnmächtig in der Glut des großen Schicksalsaugenblicks, der immer nur den Genius fordert und zum dauernden Bildnis formt. Verächtlich stößt er dem Zaghaften zurück.

    > Die Marienbader Elegie (Die Folge Goethes letzter Liebe, welche ihn während der Kutschfahrt Goethes zwischen Karlsbad und Weimar zur Entstehung seines Altwerkes animierte, 1823)

    > Die Entdeckung Eldorados (Ein verhängnisvoller Spatenstich, der den Kalifornischen Goldrausch auslöste, 1848)

    > Heroischer Augenblick (Die geplante Hinrichtung Dostojewskis in Sankt Petersburg,1849)

    > Das erste Wort über den Ozean (Verlegung des ersten Transatlantischen Kabels, 1858)

    > Die Flucht zu Gott (Epilog zu Tolstois unvollendetem Drama Und das Licht scheinet in der Finsternis,1910)

    > Der Kampf um den Südpool (Zweig beschreibt Scotts tragisch gescheiterte Expedition, 1912)

    Als Letztes zittert die schon die erfrorenen Finger noch den Wunsch hin: »Schickt dies Tagebuch meiner Frau!« Aber dann streicht seine Hand in grausamer Gewissheit das Wort »meiner Frau« aus und schreibt darüber das furchtbare »meiner Witwe«.

    > Der versiegelte Zug (Reise Lenins, 1917)

    Da die Nachrichtenagenten nur auf die Leute achten, die viel reden, und nicht wissen, dass immer die einsamen Menschen die gefährlichsten sind für jede Revolutionierung der Welt, die viel lesen und lernen, so schreiben sie keine Berichte über den unbeachtlichen Mann, der bei einem Flickschuster wohnt.

    Zuletzt möchte ich noch erwähnen, dass Zweig sehr enthusiastisch schreibt, was sich besonders bei seiner Wahl der Superlativen widerspiegelt. Dennoch – oder gerade deswegen? - wirken die Geschichten sehr lebendig und ließen mich das Erzählte fiebernd nacherleben.

    Mit seinen gerade mal 222 Seiten bietet dieses Büchlein ein kurzweiliges Lesevergnügen, welches dank seiner Einteilung auch nach und nach gelesen werden kann.

    Ob die ausgewählten Miniaturen wahrlich so entscheidend waren... darüber lässt sich gewiss streiten. Dass Zweig jedoch auch denjenigen eine Stimme bzw. ein Gesicht verleiht, die heute weniger bekannt sind, gefiel mir am meisten. Schließlich profitiert ebenfalls unsere jetzige Welt nach wie vor von manchen Errungenschaften derjenigen, die Geschichte schrieben.

    Denn nur Ehrgeiz entzündet sich am Zufall des Erfolges und leichten Gelingens, nichts aber erhebt dermaßen herrlich das Herz als der Untergang eines Menschen im Kampfe gegen die unbesiegbare Übermacht des Geschickes, diese allezeit großartigste aller Tragödien, die manchmal ein Dichter und tausendmal das Leben gestaltet.

    Ja, Zweig war ein Kind seiner Zeit – somit steht stets ein europäischer Mann im Zentrum seines Buches. Außerdem tendiert Zweig manchmal dazu, zu beurteilen, welche historische Entscheidung „richtig“ oder „falsch“. Daran mag der eine oder andere Anstoß nehmen. Im Zuge unserer heutigen manchmal allzu weichgespülten „correctness“ fand ich dies jedoch recht erfrischend. Zumal Zweig meiner Meinung nach sachlich bleibt. Geschmäcker sind eben verschieden.

    Zusammenfassend (ja, ich komme endlich auf den Punkt) haben mir Zweigs „Schnappschüsse“, die manchmal erst auf den zweiten Blick bedeutend sind, gut gefallen und unterhalten. Seine Sprache - die man mögen muss, klaro – war wunderschön zu lesen. Die entscheidenden Faktoren, wie Willensstärke, Entscheidungskraft und Zufälle, leuchtete Zweig meiner Meinung nach anhand seiner Beispiele gut aus.

    Somit möchte ich dieses Buch jedem empfehlen, der Freude an poetischer Sprache und Interesse an historischen Begebenheiten hat, die etwas abseits vom allgemein Bekannten liegen.

    Aber nie lässt sich die eingeborene Kraft eines Werkes auf die Dauer verbergen oder verschließen. Ein Kunstwerk kann vergessen werden von der Zeit, es kann verboten werden und versargt, immer aber erzwingt sich das Elementare den Sieg über das Ephemere.

    PS: Wer einen guten fiktiv-historischen und weitaus ausführlichen Roman über Goethes letzte Liebe und die Entstehung seiner Elegie lesen möchte, demjenigen möchte ich Martin Walsers "Ein liebender Mann" ans Herz legen.

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    Vogelgrippevor 5 Jahren
    Wahrheiten spannend erzählt

    Das Buch von Stefan Zweig zeigt 14 historische Ereignisse und ihre Hintergründe etwas ausgeschmückt: Die Schlacht von Waterloo, die Entstehung der franz. Nationalhymne,....


    Trotz des vielleicht, für den Einen oder Anderen, sehr trockenen Stoffs ist das Buch interessant und etwas geistreicher verfasst. An der einen oder anderen Stelle ist vielleicht etwas dazu gedichtet, aber für die, die gerne historische Romane oder "Miniaturen", wie er es nennt, lesen ist das Buch perfekt.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Sternstunden der Menschheit" von Stefan Zweig

    Mit einem Gedicht über Dostojewskis Hinrichtung. Das ist dann aber der schwächste Beitrag. Alle andren Texte sind außerordentlich hochklassig, spannend und aufregend. Kann ich schlichtweg j e d e m empfehlen.

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    Monsignorevor 7 Jahren
    Rezension zu "Sternstunden der Menschheit" von Stefan Zweig

    Der sprachgewaltige Stefan Zweig hat in diesem Buch zu einem Zeitpunkt, als die Welt vor der Pforten der Barberei stand (und er selbst zum Opfer fiel), die Glanz- und Höhepunkte menschlicher Leistungen auf den Punkt gebracht. Ihm geht es um die kurzen, heftigen Augenblicke im Leben höchst unterschiedlicher Menschen, die Menschheitsgeschichte entschieden und gelenkt haben. Akribisch ausformuliert, geradezu in Spielszenen ausgebreitet, leuchten sie auf, diese Sternstunden. Ach, diese Form historischer Bücher ist eine hohe Kunst, die nur wenige beherrschten - heute ist mir keiner bekannt ...

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Sternstunden der Menschheit, Fünf historische Miniaturen [von Stefan Zweig]; Insel-Bücherei Nr. 165," von Stefan Zweig

    In "fünf historischen Miniaturen" erzählt Zweig von besonderen Stationen der Geschichte: Wir erfahren, warum Napoleon bei Waterloo geschlagen wurde; was Goethe zur Marienbader Elegie inspirierte; die wirklich spannende und kaum fassbare Geschichte der Entdeckung Eldorados; Fjodor Dostojewskis Begnadigung in letzter Sekunde; und von der traurigen Wende der Südpolexpedition Kapitän Scotts.
    Fesselnd erzählt bringt uns Zweig das Ausmaß nahe, das das Schicksal, wie er es nennt, nehmen kann. Dabei wird dem Leser aber nicht die Was-wäre-wenn-Frage zu sehr auseinandergesetzt, sondern der Text an sich beantwortet die Frage, wie es zu dem tatsächlichen Verlauf kam, oder gekommen sein könnte. Dabei wirkt Stefan Zweigs Stil überhaupt nicht wie der eines ursprünglich 1927 erschienen Buches, man fühlt sich in allen Miniaturen in die beschriebene Zeit zurückversetzt. Zweig schreibt sehr gut lesbar, spannend, analytisch, auch manchmal schwärmerisch. Die Konfrontation Dostojewskis mit seiner Sterblichkeit ist sogar in Gedichtform abgefasst, die aber sehr gut dessen Erlebnis und Empfinden im Angesicht des Todes und seines Wandels durch die Begnadigung verbildlicht.
    Eine kurzweilige, aber sehr lehrreiche Lektüre!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Sternstunden der Menschheit" von Stefan Zweig

    Das Geheimnis des künstlerischen Schaffens
    "Wer stark fühlt, beobachtet wenig, alle Glücklichen sind schlechte Psychologen. Nur der Beunruhigte spannt alle Sinne zu äußerster Schärfe, Instinkt der Gefahr macht ihn klug über seine natürliche Klugheit hinaus.”

    Stefan Zweig

    Stefan Zweig war ein bescheidener Mensch.

    Damit meine ich nicht seinen Lebensstil, sondern die Art, wie er schrieb. Seine Werke kommen ohne Pomp und Prunk aus. Selten benutze er lange Schachtelsätze, in denen ein Komma das nächste jagt, und er feiert sich auch nicht selber darin.
    Im Leben war Zweig fast scheu und eben bescheiden im zwischenmenschlichen Umgang und so sind auch seine Werke meist gehalten. Sie sind fast schon schlicht geschrieben - zumindest mögen sie in der Form so erscheinen. Beginnt man jedoch, sie zu lesen, offenbaren sie eine atemberaubende Pracht.

    Stefan Zweig war ein Beobachter.
    Seine Faszination galt der menschlichen Seele. Ich kenne keinen Autor, der derartig genau beobachten und erfassen konnte, was selbst in kleinsten Gesten verborgen liegt. Immer war es die Psyche der Menschen, die ihn magisch angezogen hat, und oft agieren seine Figuren in Ausnahmesituationen, denn meist sind sie es, die Charaktere deutlicher hervortreten lassen. Zweig scheint nichts verborgen zu bleiben, aber nie zieht er die Figuren brutal aus, sondern er begleitet sie und erzählt oft ganz zart von ihnen.

    Stefan Zweig ist ein Literat für jedermann.
    Damit meine ich, dass es leicht ist, ihn zu lesen. Er versteckt seinen Genius nicht hinter dicken Türen aus Bildung, Stolz oder Eitelkeit. Er war bescheiden und ihn durchdrang eine Form von Demut. Seine Werke strahlen in schlichter Eleganz und sie sind dabei ganz rein und zart. Es wird mir nicht gelingen, seine Wirkung auf mich hier so wiederzugeben, wie ich es tun müsste, denn mir fehlt dazu die Fähigkeit.
    Zweig formuliert exakt, ohne dabei wissenschaftlich zu sein. Im Gegenteil: Er arbeitet sich so nahe an seine Figuren heran, dass er mit ihnen zusammenwächst. Er fühlt mit. Er leidet mit - hofft mit.
    Ich sage mal unbescheiden, dass ich schon viel gelesen habe, aber wirklich niemals war ich so beeindruckt, wie bei Stefan Zweig. Seine Werke sind zeitlos und seine Feder bescheiden und doch atemberaubend elegant. Zweig bringt uns seine Figuren so nahe, dass es fast wehtun kann. Dieser Schmerz aber wird oft getragen von der Zartheit und Anmut seiner Sprache, die uns mithoffen lässt - mitfühlen - mitleben.
    Ich übertreibe nicht, wenn ich dem Leser, der Zweig nicht kennt, prophezeie, dass er weder seine Art zu schreiben vergessen wird, noch die Geschichte der beschriebenen Figur, wenn er begonnen hat, ihn zu lesen.

    Ich glaube, Zweigs Geheimnis liegt in seinem Wesen. Einerseits verfügte er über die Gabe, genau hinsehen zu können und seine Beobachtungen in wundervolle Worte zu kleiden, und andererseits war er in einer Art bescheiden, die hinreißend ist. Er war tief von Nächstenliebe durchdrungen und ein brennender Verfechter eines humanen Miteinander. Er wusste um die Abgründe menschlichen Daseins und die oft vergeblichen Versuche, sich ihnen zu entziehen - und doch war es immer sein Streben nach Harmonie und Liebe, die ihn antrieb.

    Stefan Zweigs Werk drehte sich um 2 Säulen.

    Zum einen waren dies Biografien historischer Persönlichkeiten.
    Es wäre ein Fehler, zu denken, dass diese trocken seien und wenig Freude beim Lesen versprechen könnten.
    Zweig rankt sich um die Figuren, die er beschreibt. Es war weniger sein Ziel, Daten zu sammeln und wiederzugeben, sondern er interessierte sich für das Wesen der Person. Zweig wächst fast in die Figur hinein. Es ist atemberaubend, dies mitzuerleben. Immer war es sein Bestreben, herauszuarbeiten, wie ein Mensch im Innersten fühlt und denkt.
    Seine Biografien zu lesen ist ungeheuer spannend. Sie saugen den Leser regelrecht an die Person heran.
    Man lernt Menschen kennen wie Balzac, Maria Stuart, Maria Antoinette, Casanova, Tolstoi, Dostojewski, Freud, Magellan, Erasmus von Rotterdam, Hölderlin, Kleist, Nietzsche und Joseph Fouché.
    Fein geschrieben und spannend erzählt bringt Zweig dem Leser die Person in einer Art nahe, wie ich sie so nirgendwo sonst fand.

    Den zweite großen Bereich in Zweigs Werk nehmen Erzählungen und Novellen ein. Er schrieb nur zwei Romane. Seine Kurzgeschichten sind - jede für sich - Filetstücke erzählerischer Kunst.
    Meist treffen wir in ihnen auf Personen in ungewöhnlichen Situationen und oft ist auch eine gewisse Tragik dabei.

    Unvergessen z.B. wird mir der kleine Edgar bleiben, der in “brennendes Geheimnis” mit seiner Mutter in den Urlaub fährt und dort einen Baron kennenlernt, der sich ihm zuwendet, um die Mutter zu gewinnen. Edgar glaubt, seinen ersten Freund aus der Welt der Erwachsenen gefunden zu haben und steht lichterloh in Flammen. Nachdem es dem Baron gelang, die Brücke zur Mutter zu schlagen, bleibt der Junge als nun überlflüssig und unerwünscht zurück und versucht, das Desinteresse und die neue Abneigung des Mannes zu begreifen. Er wird hin und her geworfen zwischen Verzweiflung, Zorn und Erkenntnis.

    Unvergessen auch die Szene aus “Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau” in der Zweig einen Spieler beschreibt, der beim Roulette sein letztes Geld verspielt. Auf mehreren Seiten beschreibt Zweig dort alleine das Spiel der Finger dieser tragischen Figur, die nicht weniger als ihr Leben eingesetzt hat. Dies mitzuerleben wird der Leser nicht mehr vergessen.

    Weithin bekannt ist auch Zweigs “Schachnovelle” - Wer sie las, vergisst sie niemals wieder.
    Ich könnte zu jeder Erzählung Zweigs seitenlange Lobeshymnen schreiben. Alle sind sie wunderbar.
    Wer erinnert sich nicht an die Novelle “Angst”, in der eine Frau ihren Mann betrügt und wie ein gehetztes Tier versucht, der Offenbarung, die durch Erpressung droht, zu entgehen. Fast ist es, als teile man ihr Fieber beim lesen schmerzlich.
    In “Das Geheimnis des künstlerischen Schaffens” versucht Zweig, hinter den Akt der künstlerischen Betätigung zu leuchten. Er arbeitet heraus, was dort eigentlich geschieht. Warum malt ein Maler und was passiert, wenn ein Autor beginnt, Gefühle und Gedanken in Worten niederzuschreiben? Zweig rankt sich in diesem Werk tatsächlich um nicht weniger, als das Geheimnis des künstlerischen Schaffens. In bin nicht talentiert genug, wiederzugeben, wie ungeheuer genau, liebevoll und fast magisch Stefan Zweig hier vorgeht.
    Er vergleicht z.B. das Schaffen Beethovens mit Mozarts, indem er ihre Handschriften vergleicht. Er liest im Schwung ihrer Feder ihr Wesen heraus und überträgt das in ihr Werk - Ein wunderbares Buch.

    Stefan Zweig ist ein Meister der deutschsprachigen Literatur.
    Ein Virtuose der Wortwahl und ein ganz großes Herz.
    Keine seiner Figur wird vergessen werden können, so man sie kennengelernt hat und seine Geschichten wirken lange nach - bei mir teilweise auf Jahre.
    An Zweigs Sprache kann man sich laben wie an einer Tränke und sein Einfühlungsvermögen ist ein Vorbild an Nächstenliebe und tiefer Klugheit.
    Seine Bescheidenheit lässt ihn schlichte Worte wählen - Ihre tiefe Genauigkeit jedoch überwältigt den Leser.
    Atemberaubend sind sie - voller Anmut, Kraft und Unvergänglichkeit.
    Wer Zweig noch nicht kennengelernt hat, kann sich auf wunderbare Lesestunden freuen.
    Stefan Zweig verändert den Leser nachhaltig - er schenkt ihm neue innere Gärten - das kann ich versprechen.

    Hier zwei erste Empfehlungen:
    Beides sind Sammlungen seiner Erzählungen…..

    Verwirrung der Gefühle
    ISBN: 3-569-25790-5

    Buchmendel
    ISBN: 3-569-11416-0

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    michella propellas avatar
    michella propellavor 8 Jahren
    Rezension zu "Sternstunden der Menschheit" von Stefan Zweig

    zweig schafft es tote geschichtsereignisse mit leben, mit dialogen, mit emotionen zu füllen. ob wettlauf um die entdeckung des nordpols, die schlacht bei waterloo oder dostojewski vor seiner erschießung: er füllt die wichtigsten minuten dieser menschen, in denen sie die (meist) fatalen entscheidungen ihres lebens trafen mit dialogen, mit schrift, mit leben und bringt sie uns näher als es der nachdruck eines überlieferten dokuments je gekonnt hätte. absolut lesenswert!!!

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