Stefan von der Lahr

 4.6 Sterne bei 14 Bewertungen
Stefan von der Lahr

Lebenslauf von Stefan von der Lahr

Stefan von der Lahr wurde nach einem Studium der Geschichte, Philosophie und Rechtswissenschaft mit einer althistorischen Arbeit zum Dr. phil. promoviert. Er hat über griechische Dichter und Tyrannen sowie über die Frühzeit der römischen Gesetzgebung geforscht und publiziert. Seit über zwanzig Jahren arbeitet er nun im Verlag C.H.Beck als Lektor für Altertumswissenschaften. Mit diesem Hintergrund ist ihm nichts Menschliches mehr fremd.

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Das Grab der Jungfrau

Das Grab der Jungfrau

 (14)
Erschienen am 09.04.2015

Neue Rezensionen zu Stefan von der Lahr

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Thommy28s avatar

Rezension zu "Das Grab der Jungfrau" von Stefan von der Lahr

Wissenschaftskrimi mit Potential - kann aber schriftstellerisch nicht überzeugen.
Thommy28vor 3 Jahren

Einen Einblick in das Geschehen gibt der Klappentext hier auf der Buchseite. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung:

Zunächst die positive Nachricht: Der Plot als solcher hat was....! Daraus hätte man leicht einen super spannenden Wissenschaftskrimi machen können. Leider ist es ja so, dass ein wirklich guter Stoff durch eine mässige oder gar schlechte Schreibweise massiv an Zustimmung verliert; andererseits ein nur mässig guter Plot durch exzellente Schreibweise erheblich aufgewertet wird. 

Das vorliegende Buch ist aus meiner Sicht leider der ersteren Kategorie zuzuordnen. Die Geschichte ist toll recherchiert (kein Wunder bei dem Hintergrund) und auch die Krimigeschichte kann überzeugen. Den Schreibstil dagegen habe ich als extrem langatmig und hölzern empfunden - das gilt gleichermaßen für die Dialoge. Dieses ewigen Wiederholungen langer Titel und die oft banalen Inhalte der Dialoge haben mir das Lesevergnügen doch sehr getrübt. Die Protagonisten waren für meinen Geschmack viel zu schemenhaft - dafür aber klischeebehaftet - gezeichnet; sie hatten keine Tiefe. 

Das Buch konnte über weite Strecken den Spannungsbogen nicht halten, dafür gab es ein paar sehr schöne Spannungsspitzen und auch ein paar Überraschungsmomente. Dazwischen waren aber lange langatmige Passagen - ich denke eine Straffung hätte dem Buch gut getan. Manchmal ist eben weniger wirklich mehr...!

Insgesamt konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen. Mit viel Wohlwollen und in Anbetracht der Tatsache, dass dies der erste Ausflug des Autors in das Krimi-Genre war, habe ich mich für einen (nur bedingt verdienten) dritten Stern entschieden.

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Gelindes avatar

Rezension zu "Das Grab der Jungfrau" von Stefan von der Lahr

Das Grab der Jungfrau
Gelindevor 3 Jahren

Das Grab der Jungfrau
Ein gelungenes Debüt von Stefan von der Lahr

Cover:
Es ist sehr geheimnisvoll, etwas gruselig und macht neugierig auf den Inhalt.

Inhalt:
Ein geheimnisvolles Papyrusfragment aus den ersten Tagen der Kirche in Ephesos, versetzt den USA-Professor Cyrill Knightley und seinen Stellvertreter Bill Oakbridge in helle Aufregung. Sollte sich sein Inhalt bestätigen, (es soll ein Grab der Gottesmutter Maria existieren) und sich die fehlende Lücke schließen lassen, würde es einer Neuschreibung der Geschichte bedürfen.
Als Knightley dann plötzlich an einem Herzinfarkt stirbt, steht für Cyrill fest, dass er sofort nach Rom muss.
Er ahnt, dass dieser Fund, nicht nur in der christlichen Welt, für Furore sorgen wird. Zumal das Dritte Vatikanische Konzil gerade vorbereitet wird.
Seine Forschungen in der Ewigen Stadt entwickeln sich immer mehr zum Albtraum und ziehen immer größere Kreise.
Ein Geheimbund bringt sich ins Spiel, es gibt Tote und fiese Mafia Methoden kommen zur Anwendung.

Wird es Bill gelingen das Rätsel zu lösen und die Welt auf den Kopf zu stellen?

Meine Meinung:
Der Autor versteht es hervorragend mich nach und nach in die Geschichte hineinzuziehen. Die einzelnen Personen und Charaktere werden sehr gut und differenziert gezeichnet, sie agieren sehr glaubwürdig, wie auch die ganze Geschichte sehr real vor meinem Auge vorüberzieht.
Ob in den USA, im Haupthandlungsort Rom oder in Ephesos, immer wirkt es echt und authentisch.
Das Geschehen rund um den Papyrus zieht immer weitere Kreise und wir geraten tief in ein Netz aus Korruption und Intrigen, Kriminalität und Freundschaft, Loyalität und Verrat wechseln sich gekonnt ab.
Die Spannung steigt immer mehr, ich fiebere bei den jeweiligen Handlungen und Aktionen mit.
Einzelne Personen entwickeln sich und erfahren eine Wandlung, so dass es immer wieder neue Wendungen und AHA Effekte gibt.
Insgesamt finde ich den Schreibstil sehr flüssig und sehr lehrreich. Sogar für mich als Laien werden die historischen Aspekte sehr einfach, spannend und verständlich erklärt (ich finde man merkt hier die Liebe des Autors zur Materie, ist er doch von Hauptberuf her Historiker).

Autor:
Stefan von der Lahr hat als Lektor für Altertumswissenschaften vielen Gelehrten geholfen, ihre Werke zu veröffentlichen. Nun hat er einmal die Perspektive gewechselt und einen Kriminalroman über die Nachtseiten von Wissenschaft und Kirche geschrieben.

Mein Fazit:
Ein Krimi (oder auch Thriller) der feinsten Art. Gänsehautmomente und Spannung bis zum Schluss. Von mir volle Punktzahl.

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heidi_59s avatar

Rezension zu "Das Grab der Jungfrau" von Stefan von der Lahr

"Im Namen des Herrn"
heidi_59vor 3 Jahren

Das Grab der Jungfrau

Stefan von der Lahr


-= Inhaltsangabe =-


Während sich Rom auf das Dritte Vatikanische Konzil vorbereitet, trauert man in Berkeley am Center for the Tebtunis Papyri um einen ebenso beliebten wie betagten Kollegen: Professor Cyrill Knightley hat nicht besonders gesund gelebt, so dass sein plötzlicher Herztod niemanden überrascht. und doch war dessen Ursache alles andere als natürlich. In den letzten Tagen seines Lebens hat er gemeinsam mit seinem Schüler Bill Oakbridge ein Papyrusfragment aus den ersten Tagen der Kirche in Ephesos entdeckt. Oakbridge ahnt, dass dieser Fund bei einigen Zeitgenossen nicht nur christliche Gefühle wecken wird, und macht sich auf nach Rom, wo er in der Vatikanischen Bibliothek die Rätsel des geheimnisvollen Schriftstücks ergründen will. Doch was er mit seinen Forschungen in der Ewigen Stadt auflöst, entwickelt sich mehr und mehr zu einem Albtraum. Die Jagd ist eröffnet.


-= Leseeindrücke =-

Ein toter Gelehrter in den USA .
Ein Papyrusfragment , aus den ersten Tagen des christlichen Glaubens, dessen geheimer Inhalt ,die Kirche in ihren Grundfesten erschüttern könnte .

Ein Mann , der versucht das Geheimniss des Papyrus zu entschlüsseln .
Ein Kardinal, der ihm dabei zur Seite zu stehen scheint .
Ein guter alter Freund , aus den Zeiten des Studiums , auf dem Mann sich verlassen kann .
Die Kirche , hochrangige Geheimdienste , Polizei und auch die Mafia , liefern sich ein skrupeloses Rennen im Namen der Kirche .
Jeder würde alles tun ,
um das uralte Dokument in den Händen zu halten und sein Eigentum nennen zu können .

Rom in Vorbereitung auf das Dritte Vatikanische Konzil , die ewige Stadt brummt in ihrer Geschäftigkeit .
An jeder Ecke Roms ist die Aufregung um das bevorstehende Ereignis zu spüren .
Was sich hinter den geschlossenen Türen von Vatikanstadt abspielt , ahnt keiner außerhalb der kirchlichen Mauern .
Oder doch ?
Das Auffinden des frühchristlichen Papyrusfragment hat seine riesige Staubwolke in jede Fuge der kirchlichen Stadt hinterlassen .
Wie besessen versucht man das Bekanntwerden des Inhalt zu verhindern und schreckt selbst vor der Missachtung der heiligen Gebote nicht zurück.

Wer wird das Rennen um die wertvolle Schrift machen ?
Die Männer der Kirche ?
Die Polizei ?
Die Mafia ?
Oder die Gerechtigkeit , im Namen des Herrn ?

-= Fazit =-

Das alles und noch viel mehr ,
steht in dem Debüt : “Das Grab der Jungfrau”
des Autors Stefan von der Lahr.

Als Lektor für Altertumswissenschaften , glänzt der Autor hier mit 100 % geschichtlichen Hintergrundwissen .
Das liest sich auf fast jeder Seite des Krimis und zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte . Mit akribischer Feinheit wird jede frühgeschichtliche Begebenheit beschrieben und ausgearbeitet. Selbst die kirchliche Sprache Latein kommt hier nicht zu kurz .
Ab und zu wirds auch noch italienisch .
Die Protagonisten der Geschichte sind sehr vielfältig und auch teilweise lebendig gezeichnet .
Auch die Handlungsorte sind gut und ausreichend beschrieben, so dass der Leser sich gut zurecht finden kann .

Für mich hätte der Erzählstil ruhig etwas weniger ausführlich in den Beschreibungen sein können , etwas weniger steif und wissenschaftlich . Die sich oft wiederholenden Floskeln und auch die immer und immer wieder auftauchenden selben Begrüßungsformeln der Kirchenmänner , haben bei mir den Lesefluss häufig unterbrochen .

Mir hat der Krimi gut gefallen , aber leider fehlen mir persönlich ,
mehr gut ausbalancierte Spannungsspitzen und ein etwas lockerer Schreibstil,
gemixt mit einer guten Portion Wortwitz , um mich zu so richtig zu begeistern .

Ich bin mir ganz sicher , daß Stefan von der Lahr das Zeug zu einem richtig tollen Autor hat , wenn er den Altertumswissenschaftler beim Schreiben etwas mehr im Hintergrund hält und seiner Fantasie dafür mehr Freiraum gibt , um sich dann gekonnt mit der Realität zu verbinden.

Ich möchte für diesen Krimi gerne 3 Sterne ☆☆☆ +
vergeben weil er ein sehr gutes Potenzial hat , das meiner Meinung nach noch mehr ausbalanciert werden sollte damit er richtig fesselnd ist .

heidi_59


Buchdetails

Erscheinungsdatum Erstausgabe : 09.04.2015
Aktuelle Ausgabe : 09.04.2015
Verlag : VERLAG ANTIKE
ISBN: 9783938032893
Flexibler Einband 408 Seiten
Sprache: Deutsch


Lebenslauf
von Stefan von der Lahr
Stefan von der Lahr wurde nach einem Studium der Geschichte, Philosophie und Rechtswissenschaft mit einer althistorischen Arbeit zum Dr. phil. promoviert. Er hat über griechische Dichter und Tyrannen sowie über die Frühzeit der römischen Gesetzgebung geforscht und publiziert. Seit über zwanzig Jahren arbeitet er nun im Verlag C.H.Beck als Lektor für Altertumswissenschaften. Mit diesem Hintergrund ist ihm nichts Menschliches mehr fremd.

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Gespräche aus der Community

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StefanvonderLahrs avatar
Liebe Lovelybooks-Gemeinde,

nach der ungemein anregenden und schönen Erfahrung mit der Leserunde meines Krimis möchte ich gern noch einmal zehn Exemplare verlosen. Die Verlosungsfrist endet am 9. Dezember, so daß Ihr Euch alle noch den Krimi unter den Weihnachtsbaum legen könnt! Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich viel Glück und eine schöne Vorweihnachtszeit!

Fürs neue Jahr wünsche ich Euch: Quod bonum, felix, faustum fortunatumque sit!

Beste Grüße
Stefan von der Lahr


Zur Buchverlosung
StefanvonderLahrs avatar
Liebe Krimifreunde,

weshalb spielen so viele Thriller in den Bereichen Kirche, Antike und Wissenschaft? Jeder wird darauf seine eigene Antwort wissen. Mich interessiert Eure Antwort auf diese Frage! Meine - die ich nach vielen Jahren in Forschung und Wissensvermittlung darauf gefunden habe - könnt Ihr erahnen, wenn Ihr diesen Krimi lest, den ich darüber geschrieben habe.
 
Hoffentlich gute Unterhaltung!
Stefan von der Lahr

Und hier der Inhalt:

Während sich Rom auf das Dritte Vatikanische Konzil vorbereitet, trauert man in Berkeley am Center for the Tebtunis Papyri um einen ebenso beliebten wie betagten Kollegen: Professor Cyrill Knightley hat nicht besonders gesund gelebt, so dass sein plötzlicher Herztod niemanden überrascht... und doch war dessen Ursache alles andere als natürlich. In den letzten Tagen seines Lebens hat er gemeinsam mit seinem Schüler Bill Oakbridge ein Papyrusfragment aus den ersten Tagen der Kirche in Ephesos entdeckt. Oakbridge ahnt, dass dieser Fund bei einigen Zeitgenossen nicht nur christliche Gefühle wecken wird, und macht sich auf nach Rom, wo er in der Vatikanischen Bibliothek die Rätsel des geheimnisvollen Schriftstücks ergründen will. Doch was er mit seinen Forschungen in der Ewigen Stadt auslöst, entwickelt sich mehr und mehr zu einem Albtraum. Die Jagd ist eröffnet.

Hier gehts zur Leseprobe!
Bellis-Perenniss avatar
Letzter Beitrag von  Bellis-Perennisvor 3 Jahren
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Zusätzliche Informationen

Stefan von der Lahr wurde am 31. Januar 1958 in Saarburg (Deutschland) geboren.

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