Stefani Kampmann

 3.8 Sterne bei 68 Bewertungen
Autor von Asphalt Tribe.

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Asphalt Tribe

Asphalt Tribe

 (14)
Erschienen am 27.01.2011

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Rezension zu "Asphalt Tribe" von Stefani Kampmann

Rezension zu "Asphalt Tribe" von Stefani Kampmann
erdbeerliebe.vor 6 Jahren

Asphalt Tribe - so nenne sich Rainbow, Tears, Jewel, Maggot, 2Moro, Og und die Erzählerin Maybe. Kinder und Jugendliche, deren phantasievollen Namen leider nicht über die harte und vor allen Dingen kalte Realität des New Yorker Straßenlebens hinwegtäuschen können. Der Graphic Novel, basierend auf dem Buch von Morton Rhue, erzählt in kantigen, aber wunderschönen Bildern und schnellen Panels die Geschichte der sieben Freunde und ihr Leben in den Winterstraßen der Großstadt. Auch ohne das Original zu kennen ist es eine eindringliche, originelle und traurige Geschichte die uns Maybe hier erzählt.
Meiner Meinung nach stellt der Graphic Novel eine wunderbare Erzgänzung des Romans dar, kommt aber über die zu Tränen rührende und doch etwas tiefgreifendere Erzählung der Vorlage nicht hinaus - zu schnell blättert man sich durch den Band durch, zu wenig Identifikationspotenzial bietet Maybe, die man doch recht kurz nur kennenlernen darf, hier. Nichtsdestotrotz eine klare Empfehlung an alle, die sich für das Buch interessieren - der Novel macht auf alle Fälle Lust auf mehr, und ich kann mir vorstellen, dass wenn man die Persönlichkeiten des Novels hier mochte, bestimmt Lust hat, sich in das Original weiter zu vertiefen (:

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Rezension zu "Asphalt Tribe" von Stefani Kampmann

Rezension zu "Asphalt Tribe" von Stefani Kampmann
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Klappentext:
Sie sind zu acht und sie nennen sich „Asphalt Tribe“ – ein Stamm, der auf den Straßen New York zu überleben versucht. Rainbow, die an der Nadel hängt, und der Anarchist Maggot, 2Moro und Jewel, die sich auf dem Strich den Rausch der Clubnächte verdienen, OG und sein Hund Pest, die kleine Tears und Maybe, die Berichterstatterin. Maybe erzählt von Kälte und Hunger, von Sozialarbeitern und Zuhältern, von durchtanzten Nächten und durchschlafenen Tagen, von Stolz und Erniedrigung. Doch der Preis der Freiheit ist hoch und fordert tödlichen Tribut.

Meine Meinung:
Dies war meine erste Graphic Novel und ich bin wirklich begeistert. Dachte ich zunächst das es nicht möglich sein kann, ein derart ernstes Thema auch wirklich erst in einer Art Comic-Version zu verdeutlichen, so musste ich schnell feststellen, dass dem so nicht ist.
Allerdings habe ich den eigentlichen Roman „Asphalt Tribe“ nicht gelesen, kann also hier nicht sagen, ob zu viel von der Handlung in dieser Graphic Novel fehlt.
Sehr schnell spürt man den Ernst der Straße, der trotz der kurzen Sätze die in Sprechblasen abgebildet sind oder Maybes Gedanken, die man in kleinen Kästchen verfolgen kann.
Maybe ist die Protagonistin hier und berichtet über das harte Leben als Obdachlose in New York. Sie erzählt von Prostitution, Drogen und Gewalt. Sie kümmert sich um ihre Mitmenschen, die ebenfalls obdachlos sind, versucht gemeinsam mit Ihnen zu überleben und sorgt sich um sie.
Das Misstrauen gegenüber Erwachsenen ist hier deutlich zu spüren und teilweise nachvollziehbar.
Auch Maybes Angst, während sie über das Leben der Straße berichtet, kommt hier sehr deutlich zum Vorschein.
Doch nicht nur die Geschichte selbst, sondern auch die grandiosen Zeichnungen, machen diese Emotionen aus.
Ist das Leben auf der Straße wirklich die Freiheit? Wie kann man frei sein, wenn man von Ängsten, Kälte und Schmerz umgeben ist?
Die Figuren sind nicht nur klar beschrieben, einige tauchen auch in „Aktenform“ in diesem Buch auf.
Sie sind auch deutlich gezeichnet, sodass der Leser recht schnell unterscheiden kann, um wen es sich handelt.
Es gibt sehr viele Dialoge aber auch Gedankengänge. Die Sprache und die abgebildeten Szenen sind hart aber zu der Handlung dementsprechend auch angepasst und verdeutlichen den Ernst dieser Geschichte.
Das Buch lässt sich aufgrund der geringen Seitenzahl sehr schnell lesen, doch hatte ich nicht das Gefühl mir würde etwas an dieser Geschichte fehlen. Vor allem aber regt es zum intensiven Nachdenken an. Mich hat dieses Buch so gefesselt, dass ich im Anschluss des Lesens erst einmal tief durchatmen musste und mich versucht habe, im Nachhinein noch mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
Ich denke, somit hat die Geschichte auch noch einen großen Lehreffekt für Schüler oder einfach nur Jugendliche.
Durch die moderne Gestaltung als Graphic Novel, ist dieses Buch vielleicht sogar für Nicht-Leser bzw. Wenig-Leser interessant.
Das Cover ist sehr interessant gestaltet. Es zeigt New York, während es schneit mit den Jugendlichen im Hintergrund. Die Zeichnungen in dem Buch sind schwarz-weiß gestaltet.
Am ende befinden sich noch Informationen über den Morton Rhue und Stefani Kampmann.

Fazit:
Meine erste Erfahrung mit einer Graphic Novel hat mir sehr gut gefallen. Die Handlung ist ernst und genau das schaffte die Illustratorin Stefanie Kampmann auch rüber zu bringen. Diese Graphic Novel ist nicht nur für Jugendliche, sondern auch Erwachsene geeignet und eine tolle Abwechslung zu den eigentlichen Romanen von Morton Rhue.

© Michaela Gutowsky

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Anidays avatar

Rezension zu "Asphalt Tribe" von Stefani Kampmann

Rezension zu "Asphalt Tribe" von Stefani Kampmann
Anidayvor 8 Jahren

Das Buch, auf dem diese Graphic Novel basiert habe ich nicht gelesen, deshalb kann ich dieses mal keinen Vergleich ziehen.
In schnellen, ausdrucksstarken Bildern wird von Kindern erzählt, die auf der Straße leben. Armut, Krankheit, Kälte, Hunger, Tod, Dealerei und Prostitution - nicht wird ausgelassen, ohne dabei mit dem Zeigefinger auf eines der zu diesem Leben verurteilten Kinder zu deuten. Immer mehr wird man in ihre aussichtslose Welt gezogen, in der jede Hoffnung immer wieder von schlimmen Ereignissen überlagert wird.
Leider hatte ich den Eindruck, dass die Handlung sehr schnell vorangeht. Ich hätte mir das ganze etwas ausführlicher gewünscht - Das allerdings kann daran liegen, dass es eine Comicumsetzung ist. Andererseits passt es auch zu der Geschichte, zu dem Leben der Protagonisten. Hier bleibe ich ein wenig mit gemischten Gefühlen zurück.
Sehr positiv bewerte ich das leicht offene Ende, welches wirklich sehr gelungen und trotz des Hoffnungsschimmers nicht verkitscht ist.

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