Stefanie Burgemeister Ich trag dich durch die Nacht: Sie wollte allen helfen und hatte es doch so schwer

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Inhaltsangabe zu „Ich trag dich durch die Nacht: Sie wollte allen helfen und hatte es doch so schwer“ von Stefanie Burgemeister

Sie ist wie eine Fee, die zarte Elisabeth, Tochter des Schäfers Marcus. Doch in ihrer Vergangenheit liegt ein furchtbares Ereignis. Ein Unbekannter hatte die damals 12jährige in der Dunkelheit mit einem Mofa angefahren und verletzt liegen gelassen. Elisabeth weiß, wer es war, doch sie schweigt. Warum? Eines Tages zieht ein Fremder in das Häuschen am Heidesee. Sein Gesicht ist kaum zu erkennen, weil sein Vollbart so dicht ist. Elisabeth verliebt sich in ihn. Wie es ihre Art ist, umsorgt sie ihn, als er krank wird, und dann erlebt sie eine Überraschung. Leseprobe: doch dann brachte sie es nicht übers Herz, einfach zu verschwinden. Das hatte der Fremde nicht verdient. Immerhin hatte er sein eigenes Leben aufs Spiel gesetzt, um sie vor dem Unwetter zu retten. Hastig zog sie ihr nasses Kleidchen aus und wickelte sich in die warme Decke. Dann setzte sie sich etwas unsicher auf das Sofa, das schon da gestanden hatte, als der alte Gustav noch die Kate bewohnte. Das war zwar schon einige Jahre her, und doch hatte sich in diesem Raum kaum etwas verändert. "Hier ist heißer Tee." Auch der Fremde hatte sich umgezogen und sich die Haare getrocknet. Jetzt stellte er eine Kanne mit dem duftenden heißen Getränk auf den Tisch und dazu zwei Tassen. "Mit Zucker oder ohne?" Elisabeth nahm dankend den Zucker. "Hoffentlich hört das Wetter bald auf", sagte sie aus ihren Gedanken heraus, "denn ich muß rasch wieder nach Hause. Mein Vater wird sich große Sorgen machen, daß mir etwas passiert ist." Der Fremde, der mit ihrem Kleid kurz verschwunden war, um es in einem anderen Raum zum Trocknen aufzuhängen, war nach schier end-los erscheinenden Minuten wieder zurückgekommen. "Ich werde Sie später bringen, doch im Augenblick ist es ratsamer, das Gewitter abzuwarten. Haben Sie denn nicht gesehen, daß sich ein Unwetter zusammenbraut? Oder waren Sie so weit von Zuhause entfernt?" "Ich geh gern nach draußen, wenn dunkle Wolken über den Himmel jagen", antwortete die junge Frau verträumt. "Daß es so schlimm wird, konnte ich ja nicht ahnen", fügte sie entschuldigend hinzu. Zum erstenmal stahl sich ein kleines Lächeln in das Gesicht des Mannes. "Sie sind ein seltsames Mädchen", stellte er fest, dann griff er hastig nach seiner Tasse und führte sie an die Lippen. Ganz deutlich war zu erkennen, daß seine Hand zitterte. Alles Freundliche war aus seinem Gesicht verschwunden. "Sind Sie schon lange hier?" versuchte Elisabeth ein Gespräch in Gang zu bringen. "Im Ort redet man bereits von Ihnen." "Das kann ich mir vorstellen. Und was sagt man?" Er furchte die Stirn. "Ich weiß es nicht. Nur, daß sie ein wenig anders sind als die anderen. Das jedenfalls hat man mir erzählt." "Und wie fällt Ihr Urteil aus?" "Ich kann kaum einen Unterschied feststellen. Sie sind ein Mensch wie jeder andere, ein bißchen einsilbig vielleicht, zurückgezogen lebend und irgendwie verbittert. Jedenfalls ist das der Eindruck, den Sie auf mich gemacht haben." "Verbittert?" Er lachte freudlos auf. "Das könnte schon sein." "Und deshalb ziehen Sie sich in die Einsamkeit zurück? Werden Sie lange in Wessendorf bleiben?" "Das weiß ich noch nicht", antwortete der Fremde ausweichend. "Wer sind Sie eigentlich?" "Ich heiße Elisabeth und bin die Tochter des Schäfers. Und wer sind Sie?" "Ich heiße Andreas", antwortete der Fremde zögernd. "Mehr brauchen Sie nicht zu wissen." Die Worte klangen irgendwie seltsam aus seinem Mund, so als hätte er sich mit dem Klang dieses Namens in all den Jahren nicht anfreunden können. Verstohlen beobachtete Elisabeth den Mann, der ihr gegenüber saß. Irgend etwas war an ihm, was ihr auf seltsame Weise vertraut erschien. Sie konnte ihren Blick gar nicht von ihm wenden. Er hatte wunderschöne sanfte Augen, und nur der dunkle Bart paßte nicht so recht.... Schon einmal erschienen unter dem Titel -Heideland wie bist du so schön- Vollständig überarbeitete Neufassung

Nette Geschichte zum zwischendurch lesen.

— LionsAngel
LionsAngel
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