Stefanie Gercke Junigewitter

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Inhaltsangabe zu „Junigewitter“ von Stefanie Gercke

Die junge Restauratorin Alice und ihr Mann Pierre wandern nach Südafrika aus und blühen in ihrem neuen Leben auf. Die Geburt von Sohn Christoph krönt ihr Glück. Gemeinsam überstehen sie die Wirren am Ende der Apartheid. Doch dann verschwinden Christoph und Pierre spurlos. Aller Hoffnungen beraubt, kehrt Alice nach Lübeck zurück, wo sie ein großes Familiengeheimnis erwartet. Auch eine neue Liebe? Mit wiedererwachtem Lebensmut reist Alice noch einmal nach Südafrika und begibt sich auf die Suche.

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    Junigewitter
    himbeerbel

    himbeerbel

    11. February 2017 um 17:47

    Die junge Restauratorin Alice und ihr Mann Pierre wandern nach Südafrika aus und bauen sich dort ein neues Leben auf. Die Geburt ihres Sohnes Christoph krönt ihr Glück. Gemeinsam überstehen sie die Wirren und das Ende der Apartheid. Eines Tages verschwindet Christoph spurlos und als es Jahre später für Alice und Pierre endlich wieder bergauf zu gehen scheint, verschwindet auch Pierre. Daraufhin verlässt Alice Südafrika und kehrt zurück nach Lübeck zu ihrer Familie. Die erste Hälfte des Buches erzählt vom Kennenlernen und Auswandern der Protagonistin Alice und ihrem Mann Pierre nach Südafrika. Als Leser erfährt man einiges über die südafrikanischen Gepflogenheiten und die Lebensweise, über die Armut und die hohe Kriminalität, über die Tier- und Pflanzenwelt und liest wunderbare Beschreibungen der Landschaft. Letzteres weckte in mir auch gleich die Sehnsucht, dieses wunderschöne aber zwiespältige Land irgendwann ein weiteres Mal bereisen zu wollen. Die Autorin verstand es, vor meinem geistigen Auge Bilder aufleben zu lassen und Zusammenhänge zwischen bereits Beobachtetem und im Buch Geschilderten zu entdecken. Auch den geschichtlichen Ausflug in die Zeit der Apartheid fand ich sehr interessant. Eingewoben in die Geschichte zeigte sich das alles noch ein wenig greifbarer. „Der Zulu war ein Klotz von einem Mann, der nie lächelte. Ein Terrorist? Der Gedanke jagte ihr eiskalt durch die Adern. „Sie nennen sich Freiheitskämpfer“, flüsterte sie. „Die Münze hat zwei Seiten.“ (S. 110) Bis zur Mitte dieses Romans war ich begeistert und glaubte schon in Stefanie Gercke eine neue Autorin für mich entdeckt zu haben, doch als sie ihre Protagonistin Alice schließlich nach Lübeck zu ihrer Familie zurückkehren lässt, kippt für mich die Geschichte. „Alice legte das Messer zurück in die Schublade. Allmählich musste sie sich daran gewöhnen, dass dieses wohlgeordnete Land nichts mit dem wilden, aufregenden Afrika zu tun hatte, ihr hier niemand auf Schritt und Tritt nach dem Leben trachtete. Weder vierbeinig, zweibeinig noch schlängelnd ohne Beine. Hier war alles gemäßigt, nicht wild und ungezügelt. Zarte Aquarellfarben, nicht glühend wie van Gogh.“ (S. 258) Plötzlich hatte ich das Gefühl einen beliebigen Familienroman zu lesen, in dem es ein unglaubwürdiges Familiengeheimnis zu lösen und einen Schatz zu bergen gilt, in den eine kitschige Liebesgeschichte eingewoben wurde und die weiteren handelnden Personen lieblos und oberflächlich irgendwelchen Klischees entsprungen sind. Die Charaktere bleiben flach und selbst mit Alice, die mit einigen Schicksalsschlägen zu kämpfen hat, konnte ich nicht mitfühlen, sondern blieb immer ein distanzierter Beobachter. Auch habe ich einige Logikfehler in dem Buch entdeckt, die mir den Lesespaß genommen haben. Die Handlung wirkt konstruiert und ist meist vorhersehbar, weil man als Leser schnell erkennt, dass sich in diesem Teil des Buches einfach alles zum Positiven wenden muss. Insgesamt ließ mich das Buch enttäuscht zurück. So sehr ich den ersten Teil des Buches gemocht und mit 4 von 5 Bewertungssternen versehen hätte, so schlecht fand ich den zweiten Teil, für den ich nur 2 Sterne vergeben hätte. Daraus ergibt sich eine Durchschnittsbewertung von 3 Sternen, mit der gefühlsmäßigen Tendenz zu 2. Ich habe den Eindruck, dass die Autorin in diesem Buch zu viele Geschichten und Ideen unterbringen wollte. Mich hat sie damit nicht überzeugen können, weshalb ich das Buch leider nicht empfehlen kann.

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  • Suedafrika

    Junigewitter
    Muschel

    Muschel

    21. September 2016 um 17:01

    Die Restauratorin Alice geht mit ihrem Mann Pierre nach Afrika. Dort erwartet sie ein dramatisches Leben. Ihr Sohn und kurz darauf auch ihr Mann verschwinden. Gekonnt spannend erzaehlt Stefanie Gercke wieder eine Geschichte aus Afrika, in der wir auch alte Bekannte der Farm Inquaba wiedertreffen. Auch wenn dieser Roman nicht an "Schatten im Wasser" und "Feuerwind" herankann, so ist er doch wieder grosses Kopfkino wie alle Romane aus der Feder von meiner Lieblingsautorin.

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  • Sehnsucht nach Afrika

    Junigewitter
    Starbucks

    Starbucks

    23. February 2016 um 07:24

    Mit ihrem Roman „Junigewitter“ wollte Stefanie Gercke viel. Sie hat versucht, sehr viele Aspekte in ein Buch zu packen. Ob ihr das so recht gelungen ist, ist allerdings fraglich. Zum Inhalt: Die gebürtige Deutsche Alice lernt in einem Junigewitter in London ihren Traummann kennen, flüchtet aus der engen Welt in Lübeck mit ihm in ein ganz neues Leben in Afrika und gründet eine kleine Familie. Aber das kleine Glück wird von Anfang an getrübt durch die Schatten der Apartheid, durch ein Land, in dem man sich niemals ganz sicher fühlen kann und schließlich auch durch mehrere Schicksalsschläge, die Alices Familienglück zerstören. Und die starke Frau zieht ihre Konsequenzen... Der erste Teil von „Junigewitter“ 'rennt' quasi einmal durch die gesamte Geschichte der Apartheid. Hier entsteht das Gefühl, als wolle die Autorin hier ein Buch über Apartheid schreiben oder auch nur ihre eigenen Erlebnisse niederschreiben. Manchmal verliert sich die Handlung so in Nebensächlichkeiten (z.B. fahren sie immer wieder mal ins Wildreservat), dass man eher das Gefühl hat, nun hat die Autorin ihr Tagebuch verarbeitet, und da fuhren sie eben wieder mal ins Wildreservat. Für die Handlung selbst ist dies nicht relevant. Die Geschichte scheint etwas lebendiger und weniger konstruiert, als der Teil in Afrika vorbei ist. Ich möchte hier lieber nicht ins Detail gehen, denn ich finde, schon der Klappentext greift viel zu weit vor. Die Geschichte driftet nun eher ab in eine Liebesgeschichte, scheint aber hier natürlicher erzählt und besser lesbar. Am Schluss folgt eine Auflösung aller Geheimnisse; die zwar etwas weit hergeholt, aber dennoch schlüssig ist. Damit ist „Junigewitter“ ein gut lesbarer Roman, der auch spannend ist, aber trotzdem Schwächen aufweist. Ich fühlte mich z.B. der Protagonistin kaum verbunden, zu gekünstelt schien sie. Fazit: „Junigewitter“ ist ein netter Frauenroman, der sich gut lesen lässt und auch einiges an Spannung bietet. Der Leser merkt schnell, dass die Autorin sich in Südafrika bestens auskennt und ihre Liebe für das Land, aber auch dessen verschiedene Gesichter vermitteln möchte. Dabei hat sie sich vielleicht zuviel vorgenommen und manches Mal den roten Faden verloren, um noch mehr in das Buch zu packen. Dennoch kann man stets gut folgen und auch verstehen, warum ihr Herz an diesem Land hängt. So kann ich gerade noch 4 Sterne für „Junigewitter“ vergeben.

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  • Eine tragische Liebesgeschichte weckt die Sehnsucht nach Afrika

    Junigewitter
    Hexchen123

    Hexchen123

    04. November 2015 um 13:50

    Es war Liebe auf den ersten Blick, als sich Alice und Pierre bei einem Junigewitter in London begegnen. Gemeinsam beschließen sie, nach Südafrika auszuwandern, allen Warnungen zum Trotz. Es ist die Zeit der Apartheit, mit viel Gewalt und dennoch schaffen sie es, sich ein schönes Leben in Afrika aufzubauen. Natürlich gab es auch Tiefschläge, vor allem finanzieller Art. Als der gemeinsame Sohn Christoph auf die Welt kam, ist ihr Glück perfekt. Doch eines Tages ist ihr Sohn verschwunden und Pierre verunglückt Jahre später. Alice geht nach Deutschland zurück und kehrt doch einige Zeit später wieder nach Afrika zurück, um ihren verschollenen Sohn zu suchen. Stefanie Gercke zeichnet auch in diesem Roman wieder ein Afrika, welches Sehnsüchte nach diesem Land weckt. Die Charaktere von Alice und Pierre sind liebevoll und man mag sie sofort. Christoph dagegen ist ein Querschläger, welcher das Leben seiner Eltern nicht unbedingt leicht macht. Doch gegen Ende wird auch seine rauhe Schale geknackt und man sieht in mit ganz anderen Augen. „Junigewitter“ ist ein schöner Roman, welcher eine tolle Liebesgeschichte mit einer weiten Tragik aufweist. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz, da es neben dem verschwunden Sohn auch noch um ein Familiengeheimnis geht. Die Geschichte ist zu keinem Zeitpunkt langatmig, dennoch werden die Schauplätze authentisch dargestellt und die Sehnsucht nach diesem mir fremden Land wächst. Das Cover ist passend gewählt und ich finde es wunderschön. Mein Fazit Wer gerne Afrikaromane liest, ist mit diesem Roman gut bedient. Er lässt sich gut lesen, hat den gewissen Tiefgang und bringt einem Afrika wieder ein Stückchen näher.

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