Mein schlimmster schönster Sommer

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Inhaltsangabe zu „Mein schlimmster schönster Sommer“ von Stefanie Gregg

Erst wenn man alles loslässt, kann das Leben neu beginnen Als Isabel aus dem Krankenhaus entlassen wird, weiß sie, dass nichts mehr ist, wie es war. Zum ersten Mal ist sie spontan: Sie kauft einen VW-Bus und fährt einfach los. Eigentlich will sie in die Provence, aber dann kommt alles anders. Eine Reise beginnt, bei der sie Menschen trifft, denen sie sonst nie begegnet wäre, bei der sie ihr altes Leben loslässt und ein neues anfängt – und vor allem eines findet: die Liebe. „Stefanie Gregg zeigt uns, wo die Hoffnung liegt: Immer direkt vor uns. Aberwitzig und bittersüß.“ Nicole Neubauer Isabel kommt aus dem Krankenhaus zurück: die Diagnose ist niederschmetternd. Ein Tumor. Männerfaustgroß. Mitten in ihrem Körper. Wie es weitergeht, wird sie erst in zwei Wochen erfahren. Aber wie wartet man auf sein Todesurteil oder seine Lebenschance? Die sonst so rationale Isabel macht etwas, was sie noch nicht getan hat: spontan sein. Auf dem Rückweg vom Krankenhaus kauft sie kurzentschlossen einen alten VW-Bus und bricht auf. Eigentlich will sie in die Provence, aber dann kommt es anders. Es ist eine Reise, bei der sie Abschied vom Leben nimmt und ein ganz neues beginnt.

Eine berührende, lehrreiche Geschichte über das Leben

— snowbell
snowbell

Eine Frau findet ihren Weg - humorvoll, aber auch berührend!

— Judiko
Judiko

Zum Lachen, zum Weinen, zum Träumen und noch vieles mehr

— Blintschik
Blintschik

Wenn einen eine furchtbare Diagnose dazu bringt, endlich zu leben, ist nichts mehr unmöglich. Zum Lachen, zum Weinen, einfach wundervoll!

— Maus71
Maus71

Ein Buch, wie ein Roadtrip sein muss. Spannend, gemütlich, rasend-komisch und voller Leben! Unbedingt lesen und mitreisen!

— ConstanzeBudde
ConstanzeBudde

Super Sommerlektüre

— Anne11997
Anne11997

Eine wundervolle, inspirierende Geschichte, die einfach grandios umgesetzt ist.

— Svenjas_BookChallenges
Svenjas_BookChallenges

Ein berührender Roman, der wieder einmal zeigt, wie kurz das Leben sein kann und dass man es genießen sollte, solange es möglich ist.

— Tulpe29
Tulpe29

Ein berührender Roman über Freundschaft, Liebe und darüber, dass wir niemals aufhören sollten zu träumen.

— Angieangelina
Angieangelina

Ein skurriler, witziger und berührender Roadtrip!

— Malon
Malon

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    Mein schlimmster schönster Sommer
    snowbell

    snowbell

    27. February 2017 um 16:40

    Der Roman "Mein schlimmster schönster Sommer" von Stefanie Gregg erzählt von der perfekt durchorgansierten erfolgreichen Unternehmensberaterin Isabel, die eine schlimme Diagnose in einem Krankenhaus erhält und sich auf ärztlichen Rat hin einen kurzen Urlaub gönnen soll. Aus dem Bauch heraus fällt sie die spontane Entscheidung, ihr altes Leben hinter sich zu lassen, einen uralten Bulli zu kaufen und mit dem Musiker Rasso eine abenteuerliche Reise ins Ungewisse zu beginnen. Das Cover ist sehr schön gestaltet worden. Vor einem hellen Hintergrund sind mehrere Balkon in den leuchtenden Farben eines Regenbogens gesetzt worden. Durchbrochen wird diese Darstellung von mehreren Zeichnungen, die wichtige Motive (Bulli, Hund, Feder, Schwalbe, Pusteblume) zeigen und Rückschlüsse auf die Handlung des Romans erlauben. Auch der Titel "Mein schlimmster schönster Sommer" ist in mehreren strahlenden Farben in die Leerstellen zwischen den Balken gesetzt worden und zieht sofort das Interesse des Lesers auf sich, der diese ungewöhnliche Geschichte kennenlernen möchte. Im Verlaufe des Geschehens begleitet der Leser Isabel auf einem abenteuerlichen Road-Trip, der sie viele neue Erfahrungen sammeln lässt. Isabel entdeckt neue Seiten an sich, pfeift auf Konventionen und lernt, das Leben auf sich zukommen zu lassen. Ihre Entwicklung von einer kühlen, nach Perfektion strebenden Geschäftsfrau zu einem spontanen lebenslustigen jungen Frau, der sich fallen lassen kann und Freundschaften mit fremden Menschen knüpft, die ihren bisherigen Lebensstil konterkarieren, ist glaubhaft dargestellt. Auch die anderen Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet worden. Dies gilt vor allem für den Lebenskünstler Rasso, der das neue Leben von Isabel in einer entscheidenen Weise beeinflussen wird. Der Schreibstil ist locker und sehr flüssig, und der Tenor des Romans ist hoffnungsvoll, auch wenn immer die traurige Seite des Lebens mitschwingt. Trotz des ernsten Themas wird es an keiner Stelle sentimental. Kennzeichnend ist eine besondere Mischung aus Ernst, Humor und Melancholie, die den Leser sofort gefangen nimmt und bis zur letzten Zeile des Buches nicht mehr los lässt. Leider kommt das (vorhersehbare) traurige Ende des Romans zu unvermittelt. Natürlich kann dies auch ein stilistisches Mittel sein, um dem Leser vor Augen zu führen, dass Isabel nicht mehr viel Zeit für ihre Träume bleibt.  Trotz des traurigen Ausgangs hat mir der Schluss sehr gefallen, weil er so viel Hoffnung gibt. Isabel hat in sich hineingehorcht und in diesen wenigen Tagen mehr über sich gelernt, als in ihrem vergangenen Leben, und alle anderen Personen sind auch weit über sich hinausgewachsen und haben sich zum Positiven hin verändert. Insgesamt hat mir die Botschaft des Buches, das Leben zu lieben und jede Sekunde zu genießen, sehr gut gefallen. Es ist mein absolutes Highlight im Februar.

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  • Leserunde zu "Mein schlimmster schönster Sommer" von Stefanie Gregg

    Mein schlimmster schönster Sommer
    aufbauverlag

    aufbauverlag

    Erst wenn man alles loslässt, kann das Leben neu beginnen Isabel kommt aus dem Krankenhaus zurück: die Diagnose ist niederschmetternd. Ein Tumor. Männerfaustgroß. Mitten in ihrem Körper. Wie es weitergeht, wird sie erst in zwei Wochen erfahren. Aber wie wartet man auf sein Todesurteil oder seine Lebenschance? Die sonst so rationale Isabel macht etwas, was sie noch nicht getan hat: spontan sein. Auf dem Rückweg vom Krankenhaus kauft sie kurzentschlossen einen alten VW-Bus und bricht auf. Eigentlich will sie in die Provence, aber dann kommt es anders. Es ist eine Reise, bei der sie Abschied vom Leben nimmt und ein ganz neues beginnt.  Hier zur Leseprobe:  http://www.aufbau-verlag.de/media/Upload/leseproben/9783746633213.pdf Mehr zu »Mein schlimmster schönster Sommer« unter http://www.aufbau-verlag.de/index.php/mein-schlimmster-schonster-sommer.html Leserunde mit Autorin Stefanie Gregg Stefanie Gregg, geb. 1970 in Erlangen, studierte Philosophie, Kunstgeschichte, Germanistik und Theaterwissenschaften bis zur Promotion. Nach Stationen im Bereich Bucheinkauf und als Unternehmensberaterin widmet sich die Autorin jetzt nur noch dem Schreiben. Mit ihrer Familie wohnt sie in der Nähe von München. Jetzt bewerben! Bewerbt euch, indem ihr auf den "Bewerben"-Button klickt und folgende Frage beantwortet: Welches Buch habt ihr zuletzt gelesen?  Wir freuen uns auf euch und einen regen Austausch!  Euer Team vom Aufbau Verlag  * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlich haben.

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    • 204
  • Ein Road Trip, lustig und traurig zugleich

    Mein schlimmster schönster Sommer
    Judiko

    Judiko

    27. February 2017 um 15:25

    Kennst du den Himmel über Berlin? Isabel oder auch Miss-alles-plant-genau erhält eine Hiobsbotschaft. Sie hat einen männerfaustgroßen Tumor. „14 Tage“, sagte der Arzt, „so wissen wir mehr. Machen sie doch einfach mal ein paar Tage Urlaub.“ 14 Tage des Bangens und der Hoffnung. Wie sollte sie diese Zeit bloß überstehen? Entlassen aus dem Krankenhaus, setzt sie sich in ein Taxi und kommt zufällig an einem alten VW Bus vorbei. Ganz spontan entschließt sie, was sie sonst niemals tut, diesen Bulli muss ich haben, um in die Provence zu fahren.  Sie mietet diesen sofort und flüchtet... und das nicht nur vor der Wahrheit und der Zeit des Wartens. So traurig diese Geschichte auch klingt, sie ist weit mehr. Ich musste so oft lachen, weil das, was Isabel auf ihrem Road Trip so alles erlebt, einfach nur skurril und urkomisch ist. Da hätten wir z.B. den Rastermann Rasso Liebermann und ja, er ist weiß Gott ein lieber Mann. ;-) Ihm gehört der Bulli. Da er noch etwas zu erledigen hat, ergibt es sich von selbst, dass er Isabel einfach begleitet. Er zeigt ihr dabei seine Art von Leben. Eine Welt ganz anders als die ihre. Der Rastermann lebt von der Musik, zieht dabei ganz gerne auch mal einen durch und lebt so von einen in den nächsten Tag. Und dann haben wir da noch Gandhi, den kennt ihr ja sicherlich alle. Nein, DEN kennt ihr sicherlich nicht! Streuner, Piet und wie sie alle heißen, sie alle zeigen Isabel einen Weg, was sie wirklich will. Einfach nur glücklich sein – in diesem Moment. Da ich oft lachen musste, aber mit dem Hintergrund, dass Isabel ja eine schlimme und traurige Diagnose bekommen hat, hatte man beim Lesen ein komisches Gefühl. Man war so hin und her gerissen, zwischen den Gefühlen. Stefanie Gregg hat es, für mich, perfekt geschafft, diese beiden Gefühle zu vereinen, denn schließlich heißt es nicht umsonst. Glück und Trauer liegen so nah - Der Kreislauf des Lebens! Ihren Schreibstil fand ich großartig. Modern und jugendlich frisch. Die Geschichte, mit seinen knapp 300 Seiten, hat man sehr schnell durch. Ein bisschen zu schnell, wie ich finde. Ich hätte gerne noch ein bisschen mehr von Isabel & Co. gelesen. Besonders das ersehnte Ende kam dann doch ein bisschen plötzlich und so schlug ich die letzte Seite, mit einem Kloß im Hals, einem lachenden und einem weinenden Auge, zu. Findet sie tatsächlich ihr Glück und bekommt sie eine zweite Chance? Besonders gefreut hat es mich, wohin Isabel, mit dem Bulli, so alles gereist ist, da ich einige der Orte, als Kind, selbst gesehen habe. So landen Isabel und Rasso dann auch mal in Füssen, mit dem naheliegenden Schloss Neuschwanstein und Jeder weiß, dass auch dieser Himmel dort, eigentlich der Selbe ist, wie überall. Und trotzdem ist der über Berlin, irgendwie  auch einzigartig, wie dieses Buch! Komm' Mondenkind, ich zeig‘ dir den Himmel über Berlin. Fazit: Eine Frau findet ihren Weg. Humorvoll und doch auch sehr berührend! Vielen Dank Stefanie Gregg, für diese schöne Idee <3... ...und vielen Dank auch an den Aufbau Verlag, für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar.

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  • Sehr berührend

    Mein schlimmster schönster Sommer
    monerl

    monerl

    27. February 2017 um 12:49

    Was ist das für ein Gefühl, wenn einem von einer Sekunde auf die andere das Leben weggenommen wird? Wie kann man mit diesem Gefühl und diesem Wissen umgehen? Isabel entscheidet im Taxi, auf der Rückfahrt von Krankenhaus nach Hause, ihr Leben umzukrempeln und sich Zeit zu gönnen. Zum ersten mal in ihrem Leben. Denn sie ist jung, sehr erfolgreich, in einer guten Beziehung mit Georg und eigentlich glücklich. Das glaubte sie bis jetzt. Doch wenn sie so glücklich war, warum konnte dieses männerfaustgroße etwas in ihr wachsen? Warum fühlte sich dieses Etwas so wohl in ihrem Bauch? Auf ca. 300 Seiten begleitet man als Leser die neue Isabel, die sich zum Ende ihres Lebens endlich als die wiederfindet, die sie mal sein wollte. Eine spontane Frau, die sich ins Leben fallenlässt, genießt und offenherzig lacht, Menschen kennenlernt und Freundschaften schließt. Dieses Buch berührt an vielen Stellen. Holt es uns doch wieder zurück zu unserem Kern, um in uns hineinzuhorchen und zu erfühlen, ob wir nach außen hin diejenigen sind, die wir auch wirklich sein wollten. Ob wir auch immer wieder mal innehalten und betrachten, welche Wünsche wir uns erfüllt haben und ob unser jetziger Weg so richitg ist. Es ist nichts Neues, das Stefanie Gregg uns mit und durch Isabel sagen will. Doch vergessen wir leicht, was im Leben wirklich zählt.  Isabels Roadtripp ist angehäuft mit Seltsamkeiten, die sie auch nur deshalb erleben darf, da sie endlich die Uhr loslässt, nicht mehr Terminen nachjagt und sich mit Äußerlichkeiten zufrieden gibt. Sie erlebt einen Hippie-Tripp als "Mondenkind" und trifft auf die echte Liebe.  Für den Leser ist da aber auch noch Isabels Freund Georg. Von jetzt auf nachher ist seine Freundin verschwunden. Erst ist er verärgert, doch dann überwiegt das Gefühl der Sorge und später das der Angst. Ist ihr etwas passiert? Oder hat sie ihn wirklich verlassen? Kann es tatsächlich sein, dass sie entführt wurde?  Obwohl mir Georg eher unsympathisch war, darf man ihn nicht vergessen, hat er doch ebenso einen wichtigen Kampf auszufechten. Er muss sich, wie auch Isabel, gezwungenermaßen Gedanken über sein Leben machen und seine Zeit und Liebe mit Isabel erörtern. Und damit entsteht kurz darauf die für mich berührendste Szene des Buches, als er auf einem Bild einer Überwachungskamere Isabel wiedererkennt und sie so doch nicht kennt. Sie ist es! Sie lacht herzlich und dieser Ausdruck auf ihrem Gesicht, genau so wie auf dem Bild, ist ihm fremd. So hat er sie noch nie gesehen. Er erkennt, Isabell ist jetzt glücklich.  Das Ende war vorauszusehen und doch kam es zu plötzlich. Das ist mein einziger Kritikpunkt. Die Geschichte hätte gut noch 50 Seiten vertragen, um den Protagonisten mehr Tiefe zu verleihen. Kaum hat man sie erfasst, sind sie auch schon wieder weg. Ich hatte durchaus Mitgefühl für Isabell und auch für Georg, hatte Freude empfunden und auch gelacht. Doch irgendwie ist alles etwas oberflächlich geblieben. Ich hatte nicht genug Zeit, um mich im Buch festzuhalten. Vielleicht war das von der Autorin auch so beabsichtigt. Isabel hat ja auch nicht mehr so viel Zeit für ihr schönes Leben übrig, noch weniger als sie eigentlich denkt. Es könnte somit ein stilistisches Mittel gewesen sein. Aber mir persönlich fehlte irgendwie noch ein bisschen was. Ich wollte auch eine Freundin von Isabel werden, doch für mich war die Zeit zu kurz, um eine tiefe Freundschaft zu schließen. Stefanie Gregg hat viele bekannte und doch vergessene Weisheiten zwischen diese schönen Buchdeckel gelegt. Es würde den Rahmen sprengen, sie alle hier aufzuschreiben. Deshalb kann ich jedem dieses Buch ans Herz legen. Macht es euch gemütlich und lest es. Und dann prüft, ob ihr glücklich seid. Ich wünsche es euch von Herzen.___________________________________________________________________https://monerls-bunte-welt.blogspot.de/2017/02/buchvorstellung-mein-schlimmster.html

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  • Sommerliches Abenteuer im einem Hippie-Bus

    Mein schlimmster schönster Sommer
    Blintschik

    Blintschik

    26. February 2017 um 23:15

    Isabell bekommt den Rat Urlaub zu machen, da sie einen Tumor hat, und diesen Rat setzt sie auch sogleich um. Spontan kauft sie sich einen Hippe-Bus und macht sich auf eine Reise, die doch anders als geplant wird und sie nie vergessen wird. Ich habe bei diesem Buch gelacht, geweint, mitgefiebert und über das Leben nachgedacht. Es gibt mittlerweile viele Bücher über Leute, die aufgrund einer Krankheit versuchen ihr verbleibendes Leben zu verändern und dieses Buch ist wirklich ein sehr gutes Exemplar dieser Sorte. Erfrischend anders und eine perfekte Mischung aus Humor und ernsten Situationen. Es würde wohl kaum einer auf die Idee kommen seinem Krebs einen Namen zu geben oder ihm mit verschiedenen Dingen zu vergleichen, wie Tennisbällen oder Kirschkernen. Aber hier wird dieses ernste Thema locker mit Humor umschrieben, obwohl jeder weiß wie schlimm so etwas wirklich sein kann. Die Geschichte wird aus Isabels Sicht erzählt, wobei es zwischendurch Rückblicke gibt, in denen sie sich an Krankenhausbesuche erinnert und wie schlimm diese waren. Es gibt einen spürbaren Kontrast zwischen diesen Szenen, da die Rückblenden sehr viel ernster sind als die Gegenwart. Hin und wieder wird auch aus der Sicht anderer Personen beschrieben. Meiner Meinung nach könnte man diese Teile jedoch weglassen, da dort nichts Besonderes passiert und man nur von den Gedanken erfährt, die irgendwie selbstverständlich sind. Der Schreibstil ist locker und sehr flüssig und leicht zu lesen und man taucht sofort in die Geschichte ein, ohne überrumpelt zu werden. Die einzelnen Personen habe ich wirklich ins Herz geschlossen. Besonders Isabels Begleitung Rasso, der wie der typische lockere Hippie scheint bereichert diese Geschichte sehr. Die Freundschaft der Beiden wächst im Laufe der Geschichte immer mehr und ist sehr herzlich und natürlich. Mir hat auch gefallen, dass keiner der Beiden perfekt war und jeder seine Probleme und Fehler hatte, bei denen sie sich gegenseitig geholfen haben und dadurch gewachsen sind. Bei ihrem Abenteuer haben die Beiden noch allerhand andere witzige Leute getroffen und sind in die seltsamsten und verrücktesten Situationen gekommen. Das lesen dieser Abenteuer war wirklich herrlich komisch. Ich musste wirklich oft lachen, auch wenn zwischendurch immer wieder der Ernst der Lage unterschwellig zu spüren war. Aber der Mix aus ernst und lustig wurde von der Autorin wirklich perfekt getroffen. Das Ende war etwas schnell, wenn auch irgendwie schön, aber ich hätte mir etwas mehr Auflösung der Situation gewünscht. Trotzdem war es sehr gefühlvoll und irgendwie verträumt. Es ist ein Buch über ein sehr ernstes und trauriges Thema, dass einen jedoch nicht runterzieht beim Lesen, sondern einen zum Lachen bringt. Ein durchgeknalltes Abenteuer, das einen zum Nachdenken bringt und einem zeigt, dass man sein Leben in vollen Zügen leben sollte bevor es zu spät ist. Ich hatte beim Lesen wirklich wahnsinnig viel Spaß und empfehle es auf jeden Fall weiter. Das Buch ist es wirklich wert gelesen zu werden.

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  • Einsteigen und mit auf die Reise gehen

    Mein schlimmster schönster Sommer
    Antek

    Antek

    22. February 2017 um 18:41

    „Stefanie Gregg zeigt uns, wo die Hoffnung liegt: Immer direkt vor uns. Aberwitzig und bittersüß.“ Diesem Werbeversprechen wird von der Autorin mit ihrem wunderbaren, berührenden, traurigen, aber dennoch humorvollen Roman mehr als gerecht. Isabel Drivers ist eine erfolgreiche Unternehmensberaterin, die, wie ihr großzügiger Lebensgefährte Georg, völlig für die Arbeit lebt. Ihr ganz persönlicher schlimmster, schönster Sommer beginnt mit der Diagnose eines männerfaustgroßen Tumors im Bauch. Bis weitere Untersuchungsergebnisse vorliegen, rät ihr Arzt ihr bei der Entlassung aus dem Krankenhaus zwei Wochen Urlaub zu machen. Schicksal, oder Zufall? Ganz egal auf dem Heimweg entdeckt sie in einem gelben Campingbus, genau einem solchen, von dem sie mit 18 geträumt hat durch Sardinien zu reisen, ein Zu- verkaufen-Schild und beschließt zum ersten Mal im Leben spontan und verrückt zu sein. Aus Kaufen wird mieten und den Besitzer Rasso, den coolen Hippie-Typ mit den blonden Rastalocken, gibt es sogar noch obendrauf. Gemeinsam brechen die beiden zu einem Roadtrip auf und schon bald lernt Isabel in „einem Drogenbus mit Guru und 50.000€ aus einem Bankraub“ an Bord, was im Leben wirklich zählt. Die Autorin hat mich mit ihrem Roman von der ersten Seite ab gefangen genommen. Der Schreibstil liest sich locker, leicht und ich bin fast durch die Seiten geflogen. Sie spielt mit unterschiedlichen Perspektiven, was mir gut gefallen hat. Den Großteil darf Isabel aus der Ich-Perspektive berichten, was sie einem beim Lesen ganz nahe sein lässt. In einzelnen zwischengeschobenen kurzen Kapiteln darf man auch in die Köpfe einzelner Nebendarsteller blicken, was ich sehr interessant und gut gemacht fand. Es gibt unheimlich viele humorvolle, Szenen, teilweise habe ich Tränen gelacht, so aberwitzig, wenn auch vielleicht teilweise etwas überzeichnet,  sind die Gestalten, auf die die beiden bei ihrer Reise treffen. Wenn ich nur an den Guru denke, der sie eine Weile begleitet hat, und dessen wohl vernünftigster Satz war „Wahrscheinlich braucht ihr kein irdisches Essen, aber ich habe Hunger“ muss ich jetzt noch grinsen. Aber Stefanie Gregg hat alles andere als nur einen witzigen Unterhaltungsroman geschaffen. Nicht nur einmal war ich tief betroffen, ich habe gelitten, ich habe mich gefreut, ich habe viel nachgedacht, ich war richtig traurig. Für mich war das Lesen eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle, so hat mich diese traumhafte Geschichte mit auf die Reise genommen. Isabel war mir von Anfang an super sympathisch und ich konnte mich nicht nur sehr gut in sie hineinversetzen. Nein viel mehr, ich hatte das Gefühl, in ihr zu stecken und mich gemeinsam mit ihr auf diese verrückte Reise zu begeben. Ich habe ihre Schmerzen im Bauch fast mit einem Magenziehen gespürt. Ich habe mir, wie sie bewusst gemacht, was durch mein ebenso wie ihr durchstrukturiertes Leben die letzten Jahre an mir vorbei gegangen ist. Ich habe mich mit ihr an den verrückten Dingen, die sie erlebt hat, gefreut, ich habe mir viele ähnliche Fragen gestellt und ich habe von Anfang bis Ende um ihr Leben gebangt. Rasso ist ein Typ, den man einfach mögen muss. Er ist natürlich. Den starken Mann spielen, liegt ihm völlig fern, was ihn für mich zum eigentlich starken Mann macht. Er träumt davon, von seiner Musik leben zu können. Vielleicht ist er das andere Extrem. Aber für seine Träume zu leben, offen zu sein für die Dinge, die das Leben für einen bereit hält, ist mit Sicherheit ein gutes Rezept für Freude und Zufriedenheit im Leben und ist es nicht das, was wirklich zählt? Die Nebendarsteller sind toll gezeichnet. Lebensgefährte Georg war mir anfangs alles andere als sympathisch, konnte er mit Krankheit eigentlich nichts anfangen, mit der Treue nimmt er es auch nicht so genau. Allerdings erfährt man im Verlauf des Romans auch, warum dies so ist und er verändert sich sehr zum Positiven. Piet, der Biologe, der den Hunger in Afrika bekämpfen will, war mir von Anfang an sympathisch. Verrückte Reisebekanntschaften gibt es mehr als genug, beim Guru angefangen, über Jesus auf Zeit, bis hin zur hängebusigen FKK-Verfechterin. Aber auch liebenswerte Bekanntschaften, wie z.B. Lenchen mit ihrer Familie oder Piets Mama mit dem guten Zwetschgenkuchen, fehlen nicht. Eigentlich ist mir das Cover meist nicht wichtig, aber hier möchte ich es doch lobend erwähnen, vor allem auch, weil das Layout auch innen wirklich ansprechend ist. Geschwungene Kapitelnummern, Schirmchen von Pusteblumen, die sich immer wieder auf den Seiten verstecken und eine herrlich angenehm große Schriftgröße machen das Lesen auch optisch zum großen Vergnügen. Alles in allem ein wunderbares Gesamtpaket, das sich nicht nur zum Lachen, Träumen und Weinen eignet, sondern auch wieder ein bisschen in Erinnerung ruft, das Leben mehr zu genießen, bevor es zu spät ist. Vollste Leseempfehlung und begeisterte 5 Sterne für diesen tollen Roman.

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  • Einsteigen und leben!

    Mein schlimmster schönster Sommer
    ConstanzeBudde

    ConstanzeBudde

    20. February 2017 um 22:12

    Es gibt Bücher, in die verliebt man sich schon auf den ersten Blick. So auch hier: Die bunten Regenbogenfarben und nicht zuletzt die Skizzen von Pusteblume und dem unvergleichlichen VW-T1-Bus weisen vielversprechend auf eine tolle Geschichte hin, die zum Träumen, Lachen und Weinen einlädt. Mein schlimmster, schönster Sommer ist genau das. Ein Roman über das, was wirklich zählt im Leben. Da ist zuerst einmal natürlich Protagonistin Isabel. Sie ist (vermutlich) todkrank - so genau weiß sie das zu Beginn der Geschichte nicht. Aber Stefanie Greggs Roman ist auch kein weiteres dramatisches Krebsbuch. Zwar ist Isabels Erkrankung immer mal wieder Thema, und natürlich Aufhänger des Ganzen, und es wird nichts, was mit der Krankheit zu tun hat, beschönigt. Doch Isabels Tumor wird nicht mehr als notwendig in den Fokus genommen - und lässt somit zum Glück Raum für ganz viel Leben. Denn Leben ist das, was an Isabel in den letzten Jahren eigentlich immer vorbeigegangen ist. Sie ist nur von einem Termin zum nächsten gehetzt, und auch die wenigen kurzen Urlaube waren eher repräsentativ. Wenn sie eins nicht war, dann spontan. Deshalb traut sie sich im ersten Augenblick selbst nicht ganz, als sie einen alten VW-Bus vom Fleck weg kauft, um sofort damit "ins Blaue" zu fahren. Ihren halben Plan, nach Frankreich zu fahren, gibt sie schnell auf, als sie zustimmt, den Besitzer des Busses, den beinahe klischeehaften Hippie Rosso, in seinen Heimatort zu begleiten, der sich dort um das Erbe seiner Mutter kümmern will. Stefanie Gregg zeichnet ihre Charaktere unheimlich liebenswürdig und authentisch - mitunter vielleicht nahe an Klischees, aber nie zu übertrieben, sondern genau richtig, um eine berührende und unterhalt- same Roadnovel zu kreieren. Rosso, mit seinen Dreadlocks und Batik-Shirts, der gerne von seiner Musik würde leben können; Isabel, die ihr Business-Kostüm gegen einen bunten Rock austauscht und viel mehr auf das Innere als aufs Äußere zu achten lernt; Georg, der merkt, dass eine Beziehung doch mehr ist, als nur miteinander zu wohnen - und Piet, der nicht ganz hoffnungslos romantisch ist. Und dann sind da natürlich noch die vielen schrägen, skurrilen Weggefährten, die ein paar Kilometer im VW-Bus mitfahren. Manche sind absolut zum Abgewöhnen und man ist mit Rosso und Isabel erleichtert, wenn sie wieder aussteigen, andere sind "doch gar nicht so schlimm". Schade ist, dass man nach 290 Seiten selbst aussteigen muss. Doch zum Glück bleiben viele bunte Erinnerungen und die Lust auf den nächsten Roadtrip. - Vielleicht dann doch in die Provence? Oder lassen wir uns doch besser überraschen. Dank Isabel, die auf der Fahrt immer wieder über Worte und Sprache nachdenkt, bleibt zwischen den Zeilen eine wunderschöne Message zurück: Man kann manches schönreden, aber wenn die Worte fehlen, dann kann man es schönleben - und das ist viel wichtiger!

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  • Super Sommerlektüre!

    Mein schlimmster schönster Sommer
    Anne11997

    Anne11997

    20. February 2017 um 19:57

    Das Cover: Das Cover finde wunderschön und gehört zu einer meiner Lieblingscovern. Man erkennt einen hellgelben Hintergrund. Darauf sind Balken in unterschiedlichsten Sommerfarben. Auf jedem Balken ist wiederrum ein Motiv zu erkennen, zum Beispiel den VW-Bus, ein Hund oder eine Schwalbe. Dieses Bild macht direkt Lust zum Lesen. Meine Meinung: Die Handlung war wunderschön geschrieben. Man konnte sich die Umgebung sehr gut vorstellen, was mir sehr gefallen hat. Zusätzlich wirkt die Geschichte sehr frei und gelassen, obwohl es eine schwierige Situation für Isabel ist. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Leider war der Schluss etwas zu plötzlich. "Männerfaustgroß."- erster Satz Die Charaktere haben mir auch gut gefallen, denn es ist keine typische Liebesgeschichte. Man lernt viele neue Personen kennen mit unterschiedlichen Eigenschaften und Verhaltensweisen. Die Protagonisten sind sehr schön ausgearbeitet und zeigen unterschiedliche Reaktionen. "Komm, Streuner!" - letzter Satz Der Stil hat mir sehr gefallen. Wie auch die Geschichte hatte er etwas Freiheit, aber auch den Ernst der Lage. Er spannend und flüssig zu lesen.    Das Ergebnis: Dieses Buch ist wunderschön geschrieben und ist ein super Sommerbuch. Durch Witz und Freiheit wird das Leben beschieben. Ich kann es jedem empfehlen. Es gehört jetzt schon zu einer meiner Lieblingsbücher.

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  • Isabel

    Mein schlimmster schönster Sommer
    kira35

    kira35

    20. February 2017 um 12:19

    Kurzbeschreibung: (Klappentext) Als Isabel aus dem Krankenhaus entlassen wird, weiß sie, dass nichts mehr ist, wie es war. Zum ersten Mal ist sie spontan: Sie kauft einen VW-Bus und fährt einfach los. Eigentlich will sie in die Provence, aber dann kommt alles anders. Eine Reise beginnt, bei der sie Menschen trifft, denen sie sonst nie begegnet wäre, bei der sie ihr altes Leben loslässt und ein neues anfängt - und vor allem eines findet: die Liebe. Meinung / Fazit: Die Leseprobe und der Buchtitel ließen mich neugierig werden. Ein Sommer - schlimm und schön? Mit dem Wissen einen männerfaustgroßen Tumor im Bauch zu haben und dem Rat des Arztes nach zwei Wochen Urlaub sich wieder bei ihm vorzustellen, verlässt Isabel das Krankenhaus. Eigentlich gehört Spontanität so gar nicht zu Isabel, als Businessfrau plant sie alles weit im Voraus. Doch als sie den gelben VW-Bus sieht entscheidet sie spontan, lässt ihrem Lebenspartner und Kollegen Georg eine kurze Nachricht und ihr Handy da. Gemeinsam mit dem Besitzer des Bullis, Rasso Liebermann, geht es nach Süden. Eigentlich will Isabel in die Provence, doch Rasso hat noch einiges in Bayern zu erledigen... Eine Fahrt, auf der ich Isabel gerne begleitet habe, mal mit einem lachenden, mal mit einem weinenden Auge. Durch den flüssigen Schreibstil und die gut gezeichneten Charaktere flogen die Seiten nur dahin. Auch wenn es eine fiktive Geschichte ist, so zeigt sie doch, wie man auch in schweren Zeiten, Positives im Leben finden kann. Von mir eine Leseempfehlung.

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  • Leserunde zu "Die Indianische Kalenderchallenge 2016/2017"

    Indianisches Horoskop / Geburtstagskalender (Wandkalender immerwährend DIN A3 quer)
    stebec

    stebec

    Halli Hallo meine Lieben, Vorab: Es handelt sich hier um eine Challenge. Der Kalender kann nicht gewonnen werden!.Wie wir es schon angekündigt haben, möchten kattii und ich euch dieses Jahr auch wieder mit einer Horoskop-Challenge bespaßen. Da wir uns gedacht haben, dass zwei Jahre hintereinander das gleiche Horoskop ziemlich langweilig werden kann, haben wir uns dazu entschlossen dieses Jahr die Chinesischen Sternzeichen durch die Indianischen zu ersetzen. Wir haben auch noch ein paar kleine Änderungen vorgenommen, damit das Punktesammeln nicht mehr so kompliziert ist, wie letztes Jahr und somit das Lesevergnügen ganz im Vordergrund steht. Außerdem gibt es am Ende der Challenge auch eine Kleinigkeit zu gewinnen. Kommen wir also erstmal zu dem wichtigsten. Die Regeln:1. Wir sammeln diesmal Totems und keine langweiligen Punkte ;)2. Jeden Monat bekommt ihr zwei Aufgaben zu einem Tierkreiszeichen. Die Aufgaben beziehen sich immer auf eine negative und eine positive Charaktereigenschaft. 2.1. Für jede gelöste Monatsaufgabe gibt es ein Totem.3. Zusätzlich bekommt ihr von uns 12 Jahresaufgaben, die ihr über den gesamten Challengezeitraum lösen könnt. Die sind sozusagen eure Joker, falls ihr mal eine Monataufgabe nicht lösen könnt. Diese sind dafür etwas aufwändiger bzw. kniffliger.3.1. Für jede Jahresaufgabe gelöste Jahresaufgabe gibt es ein Totem.4. Denn um am Ende der Challenge in den Lostopf zu hüpfen, müsst ihr mindestens 24 Totems gesammelt haben.5. Gerne könnt ihr die Jahresaufgaben auch zusätzlich lösen. Eure Chance auf den Gewinn beeinflusst das jedoch nicht. 6. Wie auch letztes Jahr bekommt ihr die doppelten Totems, wenn ihr die Monatsaufgaben zu dem Tier löst, was euer Sternzeichen ist. ACHTUNG: Die Jahresaufgaben sind hiervon ausgeschlossen. 7. Eine Rezension oder Kruzmeinung zu den Büchern ist diesmal Pflicht und muss in einem Sammelpost festgehalten werden. Ob ihr diesen in dem Thread erstellt oder doch lieber mit eurem Blog teilnehmen wollt, ist euch überlassen. 8. Die Rezensionen oder Kurzmeinungen müssen immer bis zum 5ten des Folgemonats online sein. 9. Die Monatsaufgaben postet katti immer am 20ten des vorherigen Monats.10. Da noch nachträglich viele Anfragen eingehen. Ist die Anmeldefrist aufgehoben. Man kann jederzeit in die Challenge einsteigen, aber die gelesenen Bücher können nicht nachträglich gezählt werden. Es gelten die Bücher die ab Zeitpunkt der Challenge gelesen wurden.11. Sagt uns bitte bei der Anmeldung, wann ihr Geburtstag habt, damit wir die doppelten Totems nachvollziehen können.12. Wir behalten uns vor jeden Teilnehmer, der drei Monate abwesend war/ist, anzuschreiben und ggf. aus der Challenge auszuschließen.Natürlich interessiert euch auch, was es zu gewinnen gibt:Die Gewinne:1. Ein Überraschungpaket im Wert von 20-30€2. Zweimal einen Buchgutschein im Wert von 10 € von der Bockumer Buchhandlung.Ihr seht wir haben einiges geändert, sodass die Challenge etwas einfach und vielleicht auch attraktiver wird. Wir wünschen euch jetzt erstmal viel Spaß und hoffen, auf eine rege Teilnahme.Fragen können wie immer gerne im dazu vorgesehenen Thread gestellt werden.Die Teilnehmer:Ann-Kathrin Speckmann 07.09.1995 => 8 TotemsBücherwurm 25.06.=> 6 TotemsBuchgespenst 07.01.1981 => 16 TotemsFederzauber 20.06.1982 => 10 TotemsInsider2199 26.03.1968 => 15 Totemsjanaka 02.10.1965 => 14 TotemsJisbon 06.09.1994 => 8 TotemsLadySamira091062 09.10.1962 => 8 Totemslouella2209 22.09.1978 => 17 TotemsPaulamybooksandme 18.04.1993 => 4 Totemssomebody 01.03.1980 => 3 TotemsTatsu 08.10.1988 => 16 Totems

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    • 332
  • berührend, humorvoll, nachdenklich

    Mein schlimmster schönster Sommer
    ulla_leuwer

    ulla_leuwer

    19. February 2017 um 12:22

    Meine Meinung: Ein sehr berührendes Buch, das einen auch nachdenklich werden lässt. Was würde man selber machen, wenn festgestellt wird, dass sich im Körper ein sehr großer Tumor befindet? Isabels Arzt rät ihr bis zur nächsten Untersuchung 14 Tage Urlaub zu machen. Sie fasst ganz spontan einen Entschluss und wird es nicht bereuen.  Eigentlich wollte sie Rasso nur den VW-Bus abkaufen und damit in die Provence fahren. Aber es kommt alles anders und vor allem als sie es sich vorgestellt hat. Was Isabel und Rasso alles erleben, hat die Autorin sehr gut geschildert, humorvoll aber auch nachdenklich. Muss man erst krank werden, bevor sich einiges im Leben ändert? Georg, der Lebengefährte und auch Isabel machen sich sehr viele Gedanken und überdenken auch einiges. Entscheidungen müssen getroffen werden, Einstellungen ändern sich. Traurig, aber auch realistisch, erst in solchen Momenten wird einem vieles bewusst. Ich habe Isabel gern begleitet, wenn man es bei diesen Voraussetzungen so sagen kann. Auf jeden Fall hat mich ihre Geschichte sehr berührt. Aber ich konnte auch feststellen, wie sehr Isabel diesen Sommer genießen konnte. Über den Inhalt und das Ende des Buches werde ich hier mit Sicherheit nichts verraten. Der Buchtitel ist so gut ausgewählt, dass er viel verrät aber auch alles offen lässt. Das Buchcover passt wunderbar zu dem Inhalt des Buches und gefällt mir sehr gut. Schlicht und doch passend Fazit: Berührend, humorvoll und nachdenklich, alles wechselte sich ab. Und es gibt immer einen Grund, weshalb sich alles so entwickelt. Auf jeden Fall empfehle ich das Buch sehr gerne weiter.

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  • Rezension zu "Mein schlimmster schönster Sommer"

    Mein schlimmster schönster Sommer
    ElkeK

    ElkeK

    19. February 2017 um 06:40

    Inhaltsangabe: Isabel Drievers, erfolgreiche Unternehmensberaterin, hat einen Tumor im Bauch – männerfaustgroß. Und bis zur großen OP hat sie 14 Tage Zeit, sagt ihr Arzt und rät ihr außerdem, in den Urlaub zu fahren. Und ehe Isabel es sich versieht, hat sie einen gelben VW-Bulli von Rasso gemietet. Spontan möchte sie in die Provence fahren und Rasso begleitet sie ein Stück, denn er hat noch etwas zu erledigen. Georg, Isabels Lebensgefährte, findet ihre Nachricht und ihr Handy zu Hause vor. Ein ungewohntes Gefühl macht sich in ihm breit: Sie ist für ihn nicht erreichbar. Isabel hingegen findet es herrlich, einfach Zeit zu haben und sich um nichts Gedanken machen zu müssen. Sie erlebt abenteuerliche, schöne und nachdenkliche Momente mit Rasso, einem zugelaufenen Streuner und dem attraktiven Piet, der genau wie sie den Film „Der Himmel über Berlin“ mag. Zum ersten Mal fühlt Isabel sich frei, doch bei den Untersuchungen im Krankenhaus wird noch mehr entdeckt und sie wird dringend gesucht … Mein Fazit: Wer träumt denn nicht mal davon? Einfach eine spontane Entscheidung treffen und sich mal für ein paar Tage frei fühlen – ohne jegliche Verpflichtungen oder Bindungen? Gerade wenn man Familie hat, ist es fast unmöglich. Auch ich habe schon davon geträumt, spontan die Koffer zu packen und für ein paar Tage an die Ostsee zu fahren. Aber wie bei vielen anderen würde ich Chaos hinterlassen. Nun ja … Isabel ist erfolgreiche Unternehmensberaterin und lebt mit Georg, ebenfalls erfolgreicher Unternehmensberater, seit drei Jahren zusammen. Ihr Leben ist der Beruf, für Freunde oder Familie bleibt da kaum Zeit, für eine tiefere Entwicklung der Beziehung ebenfalls nicht. Als Isabel vom Arzt sozusagen in den Urlaub geschickt wird, nimmt sie es wörtlich, ohne darüber nachzudenken, was Georg davon halten könnte. Denn er findet kaum Zeit für sie und im Laufe der Geschichte wird Georg auch klar, dass er Isabel nicht wirklich kennt. Sie ist immer adrett angezogen, immer höflich und freundlich, durchaus kultiviert und als Gastgeberin für berufliche Abendessen perfekt. Aber ist sie wirklich glücklich in der Beziehung? Isabel spürt sehr schnell, wie die Fesseln ihres Lebens bald von ihr abfallen. Zwar zwingt der männerfaustgroße Tumor sie gelegentlich zum langsameren Tempo, aber sie hat dennoch Spaß, kann ihre Gedanken schweifen und ihr bisheriges Leben Revue passieren lassen. Sie versuchte immer das Richtige zu tun, für Georg und für ihre Mitmenschen. Sie spürt sehr schnell, dass sie selbst dabei auf der Strecke geblieben ist und entdeckt einen unbändigen Lebenshunger. Nach dem turbulenten Beginn ihrer Reise und einigen skurilen Erlebnissen in den Bergen von Bayern weiß sie, was ihr gefehlt hat. Es ist ein wunderschönes Buch über das Leben und ein Plädoyer für die Spontanität und Lebensfreude. Manchmal ist es vielleicht besser, sich auch mal auf etwas einzulassen. Zugegeben – es kann echt schwer sein, aber womöglich lohnt es sich und dieses Buch vermittelt genau das: Es lohnt sich, manchmal auszusteigen und die Dinge auf sich zukommen zu lassen. Ich konnte mir Isabel, Rasso und den Streuner sehr gut vorstellen, sie waren für mich greifbar und auch sehr emotional. Schade, das Piet da nicht so viel Raum bekam, aber auch er ist sehr sympathisch und liebevoll gezeichnet. Georg wurde mir hingegen immer unsympathischer. Aber Gott sei Dank merkte Georg selbst irgendwann, wie der Hase lief. Meist erzählt Isabel aus ihrer Perspektive, aber kurze Kapitel erzählen auch von Georg, wie er mit der Situation umgeht. Schön gemacht – es wurde mir als Leserin deutlich, wie oberflächlich die Beziehung doch war. Ein wunderbares Buch, welches nachdenklich stimmt und den Leser auf eine schöne Reise durch Bayern mitnimmt. Von mir bekommt es volle fünf Sterne und eine klare Lese-Empfehlung.

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  • Mein schlimmster schönster Sommer ... oder: worauf es im Leben ankommt!

    Mein schlimmster schönster Sommer
    Ninasan86

    Ninasan86

    18. February 2017 um 18:19

    Zum Inhalt: Erst wenn man alles loslässt, kann das Leben neu beginnen Als Isabel aus dem Krankenhaus entlassen wird, weiß sie, dass nichts mehr ist, wie es war. Zum ersten Mal ist sie spontan: Sie kauft einen VW-Bus und fährt einfach los. Eigentlich will sie in die Provence, aber dann kommt alles anders. Eine Reise beginnt, bei der sie Menschen trifft, denen sie sonst nie begegnet wäre, bei der sie ihr altes Leben loslässt und ein neues anfängt – und vor allem eines findet: die Liebe. „Stefanie Gregg zeigt uns, wo die Hoffnung liegt: Immer direkt vor uns. Aberwitzig und bittersüß.“ Nicole Neubauer Isabel kommt aus dem Krankenhaus zurück: die Diagnose ist niederschmetternd. Ein Tumor. Männerfaustgroß. Mitten in ihrem Körper. Wie es weitergeht, wird sie erst in zwei Wochen erfahren. Aber wie wartet man auf sein Todesurteil oder seine Lebenschance? Die sonst so rationale Isabel macht etwas, was sie noch nicht getan hat: spontan sein. Auf dem Rückweg vom Krankenhaus kauft sie kurzentschlossen einen alten VW-Bus und bricht auf. Eigentlich will sie in die Provence, aber dann kommt es anders. Es ist eine Reise, bei der sie Abschied vom Leben nimmt und ein ganz neues beginnt. Über die Autorin: Stefanie Gregg, geb. 1970 in Erlangen, studierte Philosophie, Kunstgeschichte, Germanistik und Theaterwissenschaften bis zur Promotion. Nach Stationen im Bereich Bucheinkauf und als Unternehmensberaterin widmet sich die Autorin jetzt nur noch dem Schreiben. Mit ihrer Familie wohnt sie in der Nähe von München. Mein Fazit und meine Rezension: Isabel hat alles in ihrem Leben erreicht, für das es sich zu leben lohnt. Doch dann erhält sie eine schockierende Diagnose: sie hat einen Tumor im Magen - Männerfaustgroß. Was also tun? Die Ärzte müssen noch feststellen, ob er gutartig oder bösartig ist. Sie soll nach Hause und dort auf die lebensverändernde Nachricht warten, einfach ausharren und so tun als wäre nichts. Aber Isabell kann das nicht. Kurzerhand kauft sie einen gelben VW Bus, tauscht ihre teuren Business-Anzug gegen einen langen Rock mit Sonne und Mond und reist gemeinsam mit einem Rastalocken-Jungen namens Rasso quer durch Bayern um dessen verblichene Mutter abzuholen und in alle Winde zu verstreuen. Isabell will in die Provence und sich ihren Traum erfüllen. Doch es kommt immer anders als man denkt: plötzlich hat sie einen Hund, übernachtet in einem Nudistencamp, wird von der Polizei wegen eines Banküberfalls und Drogenbesitzes gesucht und findet vielleicht doch noch einen Sinn in ihrem Leben... Diese Geschichte kommt völlig unverblümt daher. Bereits zu Beginn erfährt der Leser, dass Isabell krank ist. Sie kommt aus dem Krankenhaus und überlegt, was sie zwei Wochen lang tun soll, bis das Ergebnis der Biopsie vorliegt. Was also soll man tun? Isabell, die eigentlich Business-Frau durch und durch ist, für ihr Leben einen Plan hat und immer die Oberhand über ihre Pläne hatte, verfällt zunächst in eine Art Starre - doch so schnell sie gekommen ist, so schnell ist sie auch schon verflogen! Durch Zufall trifft sie auf den lebenslustigen Studenten Rasso, der sich mit seiner Band selbstständig machen will - nur das Geld dazu fehlt. Isabell kommt da gerade Recht, der Bus ist ihm im Weg und das Geld dafür ist gut angelegt. Das sich die Beiden überhaupt nicht kennen und sich auch so gar nicht gleichen, stört sie nicht. Dieses ungleiche Reisepaar hat es mir von Anfang an angetan! Isabell war nicht mehr wieder zu erkennen! Während dieser Reise merkt sie, worauf es im Leben wirklich ankommt und dass man nun mal nicht alles planen kann. Ab und an muss man einfach spontan sein. Und so kommt es auch, dass sie auf einem Rastplatz ihr Business-Outfit mit einem Hippi-Mädchen tauscht und einen langen Rock mit Sonne und Mond trägt. Das "Mondenkind" ist geboren. Isabell hat mich während dieser Reise wirklich beeindruckt. Es ist nicht so, dass sie ihre Krankheit nicht wahrhaben will, im Gegenteil: vielmehr trotzt sie ihr und zeigt ihrer Krankheit ,dass sie trotz allem leben kann, dieses Mal aber tatsächlich ein Leben, das lebenswert ist, voller Abenteuer, Spontaneitäten und vor allen Dingen: ohne Plan! Ihr Männerfaustgroßer Tumor ist da, nach wie vor, sie merkt ihn einfach, aber sie lässt sich nicht von ihm unterkriegen. Was sie jedoch nicht weiß ist, dass ihre Reise bald zu Ende ist. Während dieser Geschichte hat sich Isabell um 180 Grad gedreht: sie tritt fröhlicher auf und tut Dinge, die man auch als Leser nicht von ihr erwartet hätte. Sie achtet mehr auf sich und tut die Dinge, die ihr wirklich Spaß machen und damit überrascht sie sich selbst. Rasso ist noch mehr Kind als Erwachsener. Erst, als seine Mutter stirbt, merkt er, dass er nicht mehr das Kind sein kann, dass ihm niemand nochmal so unter die Arme greifen und helfen kann, sondern das er nun auf sich selbst gestellt ist. Er hilft mit seiner Art und seiner Sicht, die Dinge zu sehen und zu begreifen, nicht nur Isabell, sondern auch sie hilft ihm sehr weiter. Beide Charaktere entwickeln sich auf der gemeinsamen Reise. Ich habe das Buch mit gemischten Gefühlen gelesen. Zunächst war ich sehr überrascht über Isabells impulsives Handeln: den Bus kaufen, eine ungeplante Reise antreten, dann von einem Abenteuer ins nächste stolpern und dabei noch jede Menge Spaß haben. Isabell hätte sich bestimmt niemals zu träumen gewagt, was sie alles erleben würde, ich auch nicht. Mir hat diese Geschichte sehr gefallen, obwohl sie mich etwas wehmütig und mit einem bittersüßen Nachgeschmack zurück lässt. So viel kann ich euch aber verraten: diese wunderschöne, traurige Geschichte ist lesenswert! Es geht hier nicht um eine große Liebe, um dunkle Geheimnisse, gefährliche Liebschaften oder aber um Mord und Totschlag, aber es geht um eine Frau, die den Platz in ihrem Leben findet und sich nicht unterkriegen lässt. Tue die Dinge, die dich glücklich machen!

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  • Mein schönster schlimmster Sommer

    Mein schlimmster schönster Sommer
    Claudias-Buecherregal

    Claudias-Buecherregal

    18. February 2017 um 11:08

    Während des Gespräches im Krankenhaus legt der Arzt Isabel nahe 14 Tage Urlaub zu machen, bis die endgültigen Befunde da sind. Für sie zunächst komplett absurd, weil sie als Karrierefrau sich niemals Zeit für sich selbst nimmt. Doch auf der Fahrt nach Hause kommt sie an einem alten VW-Bus mit einem „zu verkaufen“-Schild vorbei. In einer Kurzschlussreaktion kauft sie dieses Fahrzeug und will damit in die Provence fahren. Natürlich kommt alles anders. Plötzlich hat sie Mitreisende, erlebt Ungewöhnliches und ob sie jemals in der Provence ankommen wird, ist ungewiss. Aber ihr gelingt es endlich alles loszulassen und das Leben zu genießen. Die Grundidee des Buches ist nicht wirklich neu. Ein Mensch erfährt. dass es gesundheitlich große Probleme gibt/geben könnte und bricht daraufhin aus seinem alten Leben aus. Mich hat der Roman trotzdem interessiert, denn bisher habe ich noch nicht viele Bücher mit dieser Handlung gelesen und ich fand es spannend, dass keine „Bucket-List“ abgearbeitet wird, sondern Isabel sich einen VW-Bus schnappt und sich damit treiben lassen will. Der Schreibstil ist einfach, hat mir teilweise aber nicht so ganz zugesagt. Ich finde die Idee gut das schwierige Thema nicht nur ernst und traurig aufzubereiten, sondern dieses auch mit etwas Humor zu versehen. Bei mir hat das jedoch nicht funktioniert. Isabel bekommt einen Mitreisenden (der mir sehr sympathisch war) und zusammen beginnen sie die Reise. ****SPOILER**** Doch dann werden sie in eine Straftat verwickelt, treffen auf einen religiösen Spinner, finden sich zwischen Nudisten wieder usw. ****SPOILERENDE**** Das wirkte auf mich alles gekünstelt, krampfhaft und lustig unterhalten konnte es mich nicht. Fazit: Bücher mit dieser Handlung lese ich kaum. Leider hat das „Experiment“ nicht funktioniert. Man kann das Buch lesen, aber mich hat es nicht abgeholt. Vor allem der „Humor“ hat mir nicht zugesagt, daher war die Unterhaltung nur mittelmäßig. 2,5 Sterne. Taschenbuch: 304 Seiten Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (17. Februar 2017) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3746633214 ISBN-13: 978-3746633213

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  • Eine inspirierende Geschichte, die einfach grandios umgesetzt ist!

    Mein schlimmster schönster Sommer
    Svenjas_BookChallenges

    Svenjas_BookChallenges

    17. February 2017 um 16:22

    Der Klappentext hat mich direkt angesprochen und ich habe mich auf einen lustigen, vielleicht auch manchmal absurden Roadtrip an der Seite der todkranken Isabel gefreut. Ob ich mich da zu früh gefreut habe? Definitiv nein! Denn schon nach den ersten Seiten war mir klar: Das hier ist etwas ganz Besonderes. Wieso? Weil es eine Geschichte ist, die berührend ist, ohne schmalzig zu sein. Die ans Herz geht, ohne übermäßig sentimental zu sein. Die einen zum Lachen bringt, ganz ohne erzwungene Komik. Eine Geschichte, die ganz einfach so ist wie das Leben: Überraschend, dramatisch, alles andere als rosarot und doch so wunderschön. Es geht zugegebenermaßen um ein Thema, das in der Romanwelt (und vor allem im Jugendbuch-Genre) aktuell sehr präsent ist. Ein Thema, das definitiv wichtig ist, aber zu oft viel zu dramatisch umgesetzt wird. Es geht um Krebs - genauer gesagt um einen männerfaustgroßen Tumor in Isabels, Greggs Protagonistin, Bauch. Ohne unnötiges und ellenlanges Vorgeplänkel wird man als Leser sofort auf den ersten Seiten damit konfrontiert, praktisch in die Situation hineingeworfen - ganz genauso, wie das die Diagnose mit dem Patienten tut. Aber man hat gar keine Zeit, allzu lange darüber nachzudenken, denn schon stürzt sich die eigentlich sehr bodenständige und konventionell veranlagte Isabel Hals über Kopf in ein völlig verrücktes Abenteuer. Dieser erfrischend andere, klare und von vorne bis hinten ehrliche Erzählstil trägt die Geschichte und macht sie in meinen Augen zu etwas ganz Außergewöhnlichem. Gregg verzichtet einfach auf übermäßige Sentimentalitäten, wie man sie aus anderen Romanen mit diesem Themenschwerpunkt kennt, aber ohne dass die Geschichte dadurch distanziert oder gar kalt wirken würde. Es ist eben, wie es ist, und sowohl Isabel als auch der Leser muss sich damit abfinden. Das ermöglicht es, den folgenden Roadtrip quer durch Bayern so richtig genießen zu können. Wie auch Isabel entspannt man sich schon direkt nach dem spontanen Bullie-Kauf und lässt sich einfach treiben. Dabei jagt eine abstruse Begebenheit die nächste - ob das nun Nackt-Yoga mit einer Gruppe veganer Senioren oder der Urnentransport in Rassos Bullie ist. Dabei wirkt jedoch nichts aufgesetzt, sowohl die Charaktere als auch die Schauplätze und Geschehnisse sind von vorne bis hinten authentisch. Und dann gibt es da noch einen Autor, auf den Gregg immer wieder diskret anspielt. Ein Autor, der das Lieblingsbuch ihrer Protagonistin Isabel geschrieben hat. Und diese Parallele ist einfach bemerkenswert, denn es handelt sich dabei um Wolfgang Herrndorf (Tschick), der dem Tumor in seinem Gehirn zuvor kam und sich 2013 das Leben nahm. Wenn man Herrndorf und seine Werke kennt, dann merkt man beim Lesen von Mein schlimmster schönster Sommer ganz deutlich, dass sich Stefanie Gregg von ihm hat inspirieren lassen. Keine Resignation angesichts der Krankheit, aber einfach Akzeptanz und (klingt abgedroschen, ist aber so) "das Beste daraus machen". Übrigens fasst es der Titel des Romans auch ziemlich gut zusammen: Dieser Sommer ist der schlimmste für Isabel, weil sie von ihrer Krankheit erfährt und akzeptieren muss, dass sie bald sterben könnte. Aber es ist auch ihr schönster Sommer, weil sie endlich mal richtig lebt, aus ihrem Alltag ausbricht und verrückte Dinge tut, durch sie vor allem sich selbst völlig neu entdeckt. Krebs ist scheiße, keine Frage. Aber dieses Buch zeigt, dass es immer Hoffnung gibt - Hoffnung auf das Leben, das man tief im Inneren führen möchte. Mein Fazit: Berührend, tiefgründig, ehrlich und lustig-traurig: Mein schlimmster schönster Sommer von Stefanie Gregg ist ein ganz besonderes Buch, in das ich mich bereits nach den ersten Seiten verliebt habe. Das Thema ist traurig, keine Frage - aber so unglaublich gut umgesetzt, dass man sich einfach mit Isabel freuen muss. Dass sie diese eine Chance nutzt und im Angesicht des Todes endlich das tut, was sie schon lange hätte tun sollen: Leben. Die Geschichte ist einfach inspirierend und Greggs Erzählstil so klar und auf den Punkt, dass man sich ihr nicht entziehen kann. Ein absolutes Must-Read!

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