Stefanie Höfler

 4.4 Sterne bei 30 Bewertungen
Autorin von Tanz der Tiefseequalle, Mein Sommer mit Mucks und weiteren Büchern.
Stefanie Höfler

Lebenslauf von Stefanie Höfler

Renommierte Kinder-und Jugendbuchautorin: Die deutsche Autorin und Lehrerin Stefanie Höfler wurde geboren 1978. Ihr Debütroman "Mein Sommer mit Mucks" wurde sogleich für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und erhielt den Nachwuchspreis für deutschsprachige Kinder- und Jugendbuchliteratur. Schon während ihres Germanistik, Anglistik und Skandinavistiks Studiums an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg und an der University of Dundee, Schottland hat sie Geschichten verfasst. Das nicht nur ihr erstes Buch, sondern auch ihr zweiter Jugendroman "Der Tanz der Seequalle" im März 2017 für Preise ausgezeichnet und nominiert wurde, zeigt ihr außerordentliches Talent fürs Schreiben. Trotz ihres Erfolges arbeitet sie weiterhin als Lehrerin und Theaterpädagogin im Schwarzwald, weil sie den Kontakt zu den jungen Menschen nicht missen möchte und der aktive Umgang mit Kindern sie zu neuen Büchern inspiriert.

Neue Bücher

Tanz der Tiefseequalle

 (14)
Neu erschienen am 07.12.2018 als Taschenbuch bei Julius Beltz GmbH & Co. KG.

Alle Bücher von Stefanie Höfler

Tanz der Tiefseequalle

Tanz der Tiefseequalle

 (14)
Erschienen am 07.12.2018
Mein Sommer mit Mucks

Mein Sommer mit Mucks

 (8)
Erschienen am 23.05.2018
Der große schwarze Vogel

Der große schwarze Vogel

 (7)
Erschienen am 10.07.2018
Mein Sommer mit Mucks. In Einfacher Sprache

Mein Sommer mit Mucks. In Einfacher Sprache

 (1)
Erschienen am 12.01.2018

Neue Rezensionen zu Stefanie Höfler

Neu

Rezension zu "Tanz der Tiefseequalle" von Stefanie Höfler

Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt über Ausgrenzung und Freundschaft.
Claudia107vor 2 Monaten

Klappentext: "Manchmal ist es diese eine Sekunde, die alles entscheidet: Niko, der ziemlich dick ist und sich oft in Parallelwelten träumt, rettet die schöne Sera vor einer Grapschattacke. Sera fordert Niko daraufhin zum Tanzen auf, was verrückt ist und so aufregend anders, wie alles, was in den nächsten Tagen passiert. Vielleicht ist es der Beginn einer Freundschaft von zweien, die gegensätzlicher nicht sein könnten - aber im entscheidenden Moment mutig über ihren Schatten springen. "


Das Buch lässt sich mit seinen gerade mal 189 Seiten richtig schnell lesen und wird immer abwechselnd von Sera und Niko erzählt, was man sehr gut unterscheiden kann, da jede Person eine eigene Druckschrift hat.

Sera ist hübsch und beliebt, Niko dick und wird von seinen Mitschülern ständig gehänselt, er wehrt sich allerdings überhaupt nicht. Bis eines Tages Sera von einem Mitschüler begrapscht wird und Niko einschreitet und somit ihr Beschützer wird. 

Die Freundschaft zwischen Sera und Niko entwickelt sich recht langsam und hängt am seidenen Faden durch Unsicherheit von beiden Seiten.

Was mir besonders gut gefallen hat sind die relativ kurzen Kapitel und das Buch ist mit seinen gerade mal 189 Seiten auch echt dünn, was auch Lesemuffel zum Lesen motivieren könnte. Zudem ist die Geschichte auch in Jugendsprache verfasst.

Fazit: Ein wirklich tolles Buch, das zum Nachdenken anregt und mir richtig gut gefallen hat. Absolute Leseempfehlung! 

Kommentieren0
12
Teilen

Rezension zu "Der große schwarze Vogel" von Stefanie Höfler

Ein trauriges Thema und zuviel Distanz
NeriFeevor 4 Monaten

Der große schwarze Vogel ist eine Geschichte von Stefanie Höfler aus dem Jahr 2018. Das Jugendbuch ist im Beltz-Verlag erschienen. In der Geschichte geht es um den vierzehnjährigen Ben, der, ganz unerwartet, an einem strahlenden Oktobertag, seine Mutter verliert.

Darum gehts

Ben hat einen jüngeren Bruder, Karl, der aber von allen nur Krümel genannt wird. Weil der Vater in ein tiefes Loch fällt, wohnen die Brüder zunächst bei Tante Gerda. Während Krümel immer wieder weg läuft, der Vater die Jazzmusik seiner verstorbenen Frau hört und sein bester Freund Janus nicht recht mit ihm umzugehen weiß, geht Bens Leben irgendwie weiter. Und trotz großem Verlust und tiefem Schmerz, geschieht plötzlich auch Schönes.

Die Aufmachung des Buches ist sehr farbenfroh gestaltet. Die Illustrationen zeigen Blätter verschiedener Bäume, die den Herbst ankündigen. So wird ein direkter Zusammenhang zum herbstlichen Tag hergestellt, an dem die Mutter stirbt und gleichzeitig auf ihre naturbezogene Persönlichkeit hingewiesen. Die Mutter liebte ausgiebige Waldspaziergänge und Pflanzen aller Art.

Höfler erzählt die Geschichte fast lautlos, geradezu distanziert. Sie lässt wenig Raum für große Emotionen, scheint ihren Leser schonen zu wollen. Die Kapitel wechseln zwischen der Woche, in welcher Bens Mutter stirbt und seinen Erinnerungen an sie. Jeder der Protagonisten scheint für sich zu trauern und jeder tut dies auf seine ganz persönliche Art. Obwohl die Thematik selbst tiefe Trauer und großen Schmerz verspricht, ist es die Hoffnung und das Leben selbst, die Ben an das Gute denken lassen. Trauerbewältigung aus eigenem Antrieb und nach eigenem Ermessen gelingt hier auf sehr stille Weise.

Es sind nicht ausschließlich die positiven Aspekte, die Ben bei dem Gedanken an seine Mutter verspürt. Er hat ganz genau ihre regelmäßigen, heftigen Wutausbrüche im Kopf, wenn er an sie denkt. Aber eben auch ihre Leidenschaft für Jazz-Musik und ihre tiefe Liebe für die Natur und ihre Familie, ihre roten Haare, die überall herum liegen und ihren großen Mund.

Zum Ende hin wird die Autorin etwas lauter, hält aber den ruhigen Ton. Für meinen Geschmack hätte die Erzählung mehr Tiefgang, mehr Emotionen vertragen können. Stefanie Höfler versucht den Tod eines nahen Angehörigen als Literaturthema für junge Menschen zu enttabuisieren, läuft aber Gefahr, aufgrund großer Distanz zur Trauer genau das zu verfehlen. Insgesamt ist es eine sehr schöne Geschichte, sofern diese Formulierung, in Anbetracht der Thematik erlaubt ist. Die Charaktere sind sympathisch, ihre Handlungen jedoch oft zu starr. Der leise Ton kann für betroffene Jugendliche aber durchaus der richtige sein.

Ich danke dem Beltz-Verlag.

Kommentieren0
2
Teilen

Rezension zu "Der große schwarze Vogel" von Stefanie Höfler

Rezension: Der große schwarze Vogel
killmonotonyvor 5 Monaten

Trauerbewältigung als Jugendbuch-Thema — Sprachlich wunderschön und toll umgesetzt.

Dieses Buch sprach mich sofort mit seinem Klappentext an. Außerdem ist “Der große schwarze Vogel” von Stefanie Höfler ja schon ein Eyecatcher. Das Buch ist geschmückt mit Federn und Blättern in herbstlichen Farben. Wer das Buch erst einmal gelesen hat, versteht direkt den Zusammenhang: Bens Mutter liebt die Natur, den Wald, alle Pflanzen und Tiere. Mit ihrer Familie macht sie wöchentliche, ausgedehnte Spaziergänge durch den örtlichen Wald und setzt sich für die Umwelt ein. Sie ist zwar aufbrausend und oft auch wütend, aber ihre Wut verfliegt immer schnell. Dann ist sie wieder die tollste Mutter, die es für Ben und seinen kleinen Bruder Krümel (eigentlich Karl) geben kann. Bis sie eines Tages stirbt. Die kleine Familie muss nun lernen, wie man mit diesem Riss, der mitten durch einen durch geht, lebt. Alles erinnert noch an sie, alles riecht noch nach ihr und überall liegen ihre langen, roten, lockigen Haare. Bens Vater kommt mit dem plötzlichen Verlust überhaupt nicht zurecht, igelt sich in seiner Trauer ein und scheint dabei völlig zu vergessen, dass er noch zwei Kinder hat. Während Ben und Krümel erstmal bei ihrer Tante wohnen, versuchen die beiden Brüder, das Beste aus der Situation zu machen und dafür sorgen sie erst einmal dafür, dass das Begräbnis ihrer Mutter gerecht wird.

"Mas Todestag war ein strahlender Oktobertag. Wenn in einer Geschichte jemand stirbt, dann meistens an einem Regentag. Oder an einem nebelverhangenen Tag, an dem kein Sonnenstrahl die Wolkendecke durchdringt. Das passt besser zum Tod, unterstreicht die düstere Stimmung."

Berührend und mit einer sehr feinen Sprache erzählt Stefanie Höfler uns die Geschichte von Ben, Krümel und ihrem Vater und wie sie mit dem Tod ihrer Mutter bzw. Ehefrau umgehen. Dabei wird kapitelweise gewechselt zwischen Jetztzeit und Vergangenheit, wir erfahren in Rückblicken Bens von einzelnen Momenten, Augenblicken und Szenen aus der Zeit, als seine Mutter noch am Leben war. Ben glorifiziert seine Mutter in seinen Rückschauen niemals, überlegt sich nicht, was er hätte anders machen können, er betrachtet die Dinge, wie sie waren und wie sie sind. In der Schule kämpft Ben mit den Blicken der anderen, und plötzlich steht ihm nicht mehr nur sein bester Freund zur Seite, sondern auch ein Mädchen, das vorher keine zwei Worte mit ihm gewechselt hat. Ben findet heraus, dass auch sie — oder vielmehr ihr Bruder — dem Tod bereits begegnet ist. Dieses Band schweißt die beiden immer mehr zusammen und es entsteht eine Freundschaft, die vielleicht auch zu etwas mehr werden könnte.

In diesem Jugendbuch lernt die Familie, mit dem Tod umzugehen und zu heilen. Die Konstellation hat mich leicht an “Trauer ist das Ding mit den Federn” erinnert, das ich neulich erst gelesen habe. Und dennoch sind die beiden Bücher sehr unterschiedlich. Zumal Ben und seiner Familie keine riesige Krähe bei der Trauerbewältigung hilft; das schaffen die drei auf ihre Art ganz allein. Und darum ist “Der große schwarze Vogel” auch keine “Fantasie”-Geschichte, sondern eine, die genauso überall auf der Welt passieren kann (und auch passiert).

Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: https://killmonotony.de/rezension/stefanie-hoefler-der-grosse-schwarze-vogel

Kommentare: 1
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 49 Bibliotheken

auf 12 Wunschlisten

von 2 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks