Stefanie Kasper Das verlorene Dorf

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Inhaltsangabe zu „Das verlorene Dorf“ von Stefanie Kasper

Oberbayern 1843: Als sich die junge Waise Rosalie in den Bauern Romar verliebt, scheint sie ihr Glück gefunden zu haben. Doch die Waisenhausvorsteherin warnt Rosalie vor dieser Ehe und macht sonderbare Andeutungen. Rosalie heiratet Romar dennoch und folgt ihm in sein Heimatdorf, das tief im Wald verborgen liegt. Eines Nachts hört Rosalie ein Neugeborenes weinen, das am nächsten Tag als angebliche Totgeburt begraben wird. Dann kommt eine junge Frau, mit der Rosalie sich angefreundet hat, auf mysteriöse Weise zu Tode. Rosalie wird bald bewusst, dass in Romars Dorf nichts ist, wie es scheint und dass auch sie selbst in tödlicher Gefahr schwebt ...

Sehr spannend, man kann kaum aufhören. Die Personen sind gut dargestellt und man ist mitten im Geschehen, kann förmlich sehen und riechen...

— Yvibooks
Yvibooks

Ein einsames Dorf, eigenartige Bewohner, viiiel Wald und ein Waisenhausmädchen. Eine Mischung die eine tolle Story verspricht.

— Sammyandme_
Sammyandme_

Spannend und düster mit fesselnder Handlung und zwielichtigen Charakteren. Nur auf die letzten beiden Kapitel hätte ich verzichten können.

— Mary-and-Jocasta
Mary-and-Jocasta

Wirklich spannend und super zu lesen!!

— daneegold
daneegold

Hier wird einem gruselige Spannung durch eine fiktive Realität an einem damaligen realen Ort gegeben.

— Suhani
Suhani

Für mich war dieses Buch einfach nur perfekt. Von dem Schreibstil, den Charakteren bis zu der Story.

— LauraHei
LauraHei

Düster, spannend und geheimnisvoll. Mir hat das Buch gut gefallen.

— QueenSize
QueenSize

Vorhersehbare Handlung, dennoch spannend geschrieben mit einer düsteren Atmosphäre.

— AdrienneAva
AdrienneAva

Schön düstere Stimmung aber magere und vorhersehbare Handlung

— Aglaya
Aglaya

Geheimnisvoll, düster und unheimlich erscheint diese Dorfgemeinschaft. Fesselnd geschrieben, dennoch vorhersehbar!

— sommerlese
sommerlese

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    Das verlorene Dorf
    Mary-and-Jocasta

    Mary-and-Jocasta

    15. February 2017 um 17:38

    Als die junge Waise Rosalie Ende des 19. Jahrhunderts ins Ostallgäu zieht, ahnt sie nicht, dass bald darauf eine Begegnung ihr Leben für immer verändern wird. In Romar, einem Bauern aus einem abgelegenen Dorf, scheint die einsame Frau ihr Glück gefunden zu haben. Schon bald darauf heiraten die beiden und Rosalie setzt zum ersten Mal einen Schritt nach Haberatshofen, Romars und nun auch ihr Zuhause. Die Dorfgemeinschaft ist freundlich und zum ersten Mal in ihrem Leben fühlt sich Rosalie nicht ausgegrenzt. Doch schon bald kommt es zu unerklärlichen Todesfällen in dem  sonst so friedlichen Dorf und Rosalie beginnt, zu zweifeln… Zugegebenermaßen bin ich sonst nicht der größte Fan von Storys, die in Deutschland spielen. Für mich eignet es sich einfach nicht als Land für geheimnisvolle Thriller oder sogar Fantasy, dafür ist mir Deutschland immer zu nüchtern. Doch dieses Buch hat mir das glatte Gegenteil bewiesen. Ich muss sagen, ich bin positiv überrascht. Allein die Idee hinter dem Roman finde ich sehr spannend: Ein abgeschiedenes Dorf, in dem seltsame Todesfälle und unerklärliche Phänomene auftreten und Dorfbewohner, die von alledem nichts wissen wollen. Es ist mal etwas Neues und besonders anregend durch die aus der Realität gegriffenen Ansätze, die auch hinten im Buch nochmal erläutert werden. Auch die Figuren konnten mich überzeugen. Rosalie als Hauptfigur und personale Erzählerin wurde recht tiefgründig beleuchtet. In ihrem Außenseiterdasein als Waise konnte sie einem richtig leidtun, weshalb ich sofort mit ihr mitgefiebert habe und wissen wollte, wie es mir ihr weitergeht. Ihr großer Drang nach Zugehörigkeit erscheint in diesem Kontext... Weiterlesen?

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  • Das verlorene Dorf - einsam, unheimlich, großartig!

    Das verlorene Dorf
    Sammyandme_

    Sammyandme_

    15. January 2017 um 17:43

    {ausgelesen: Das verlorene Dorf von Stefanie Kasper} Als Taschenbuch im Goldmann-Verlag erschienen, 384 Seiten dick und für 9,99€ zu haben. {Darum gehts:} Augsburg 1841: Rosalie hat schneeweiße Haut und Haare, rot-leuchtende Augen und wird deshalb im Waisenhaus Augsburg seit kleinauf gemieden. Es wird erzählt sie wäre eine Hexe und könne Menschen verfluchen, so auch die kleine Marie, die deshalb an einem mysteriösen Fieber starb. Es scheint als solle Rosalie nichts gutes widerfahren, sei sie auch noch so bemüht. Als sie bald darauf Romar kennenlernt und dieser sie bittet seine Frau zu werden, zieht sie gerne mit diesem in sein verstecktes Dorf, mitten im Wald. Die "Haberatshofener" sind gut zu Rosalie und nehmen sie herzlich in die Gemeinde auf. Doch irgendetwas scheinen sie zu verheimlichen... {Meine Meinung:} Das Buch liest sich leicht, der Schreibstil ist sehr flüssig und man findet sofort in die Geschichte. Langatmige Phasen gab es für mich keine und die Autorin versteht es eine unheimliche, düstere Atmosphäre zu erschaffen. 😍

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  • spannend, endlich mal wieder ein gutes Mysterybuch

    Das verlorene Dorf
    Tanja13

    Tanja13

    04. January 2017 um 09:14

      Das verlorene Dorf ist ein Buch in dem die mysteriöse Geschichte eines Dorfes erzählt wird. Die Hauptfigur ist die Waise Rosalie, die sich aufgrund ihres Aussehens als Außenseiterin fühlt und deswegen einen Mann in eben diesem abgelegenen Walddorf heiratet. Bald merkt sie, dass nicht alles Gold ist was glänzt und stellt auf eigenen Faust Nachforschungen an und merkt bald, dass dies ihr Ende sein könnte. Das Buch ist ein superspannendes Mysterybuch, das ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Autorin hat einen sehr guten Schreibstil und lässt auch bei der Handlung keine Zweifel oder Unstimmigkeiten aufkommen. Das Buch ist genau das richtige für alle, die ein spannendes Buch über geheimnisvolle Geschehnisse lieben.    

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  • Eine Geschichte, die mich gefesselt hat!

    Das verlorene Dorf
    Suhani

    Suhani

    13. August 2016 um 00:29

    Das Cover hatte schon beim ersten Sehen meine Aufmerksamkeit.  Düster, nebelig, irgendwie bedrückend und unheimlich und mit dem Klapptext hatte das Buch dann auch gleich einen Platz auf meiner WuLi.  Ein Buch das mich voll und ganz gepackt hat! Der düstere Eindruck vom Cover spiegelt die Spannung der Geschichte wider und dieser Eindruck war von Anfang an da und hielt bis zum Schluss, somit war die Spannung von vorne bis hinten durchgehend gegeben. Rosalie ist durch eine Krankheit überall eine Außenseiterin und als ihr Krankheitsbild beschrieben wurde, kam mir gleich "Albino" in den Sinn - und so war es auch. Zu der Zeit war es aber wohl unbekannt und wurde als "Böses" angesehen. Wie alles Unbekannte und Unerklärliche in der Zeit als böse angesehen wurde. Als erstes lernt man Rosalie als noch kleines Kind kennen, das von allen gemieden wird und ihr von den Anderen nur übel mitgespielt wird, so das sie sich ganz zurück zieht und sich nur mit Malen von düsteren Bildern in ihre eigene Welt flüchtet. Und doch zieht sie immer Ärger auf sich und wird der Heimleitung unbequem. Irgendwann wollen sie Rosalie dann loswerden und geben sie als jugendliche in ein anderes Waisenhaus. Dort arbeitet sie als Küchenhilfe und findet in der ersten Köchin eine Bezugsperson, die sie so nimmt wie sie ist. Langsam fast sie Vertrauen, auch wenn die anderen sie wieder ausgrenzen und so wächst sie als junge Frau heran.  Eines Tages lernt sie dann Ronar kennen, der seine Jagdbeute in die Küche bringt und als Fleischspende dort abgibt. Ronar scheint schüchtern zu sein und auch anders, denn er gehört zu dem Waldvolk. Eine eingeschworene Gemeinschaft, über die keiner was Genaues weiß. Eine Dorfgemeinschaft tief im Wald, die niemanden Fremden duldet, wo nicht einmal die Polizei oder sonstige Obrigkeit eine Handhabe hat. Ein Dorf, das in einer anderen Welt lebt.  Deswegen warnen alle Rosalie vor Ronar, denn auch wenn seine Fleischspenden immer wieder gerne angenommen werden, so will aber keiner anderweitig mit ihm zu tun haben. Im Wald gehen unheimliche Dinge vor sich, heißt es. Und doch trifft sich Rosalie bald heimlich mit Ronar, der sie so nimmt wie sie ist. Ronar stört sich nicht an ihre Andersartigkeit und zeigt ihr seinen Lieblingsplatz im Wald, erzählt ihr von seinem Dorf und wie er sich die Zukunft vorstellt, nur mit in sein Dorf will er sie nicht nehmen. Die Gemeinschaft duldet keine Fremden. .... Allen Warnungen zum Trotz will Rosalie Ronar heiraten. Sie liebt ihn und fühlt sich zum ersten Mal normal und unbeschwert. Das ändert auch nichts dran, das sie sich immer beobachtet fühlt, sobald sie mit Ronar im Wald spazieren geht und auch nicht der komische Traum, als sie mit Ronar auf der kleinen Waldlichtung ist, genauso wenig, als er noch eine Nacht vor der Hochzeit bei ihr ins Fenster steigt und sie inständig bittet ihn nicht zu heiraten ..... Am Tag ihrer Hochzeit holt Ronar sie dann zusammen mit seinen Brüdern als geschmückte Braut in sein Dorf - ohne dass jemand sonst mitkommen darf. Dort wird sie wie nie zuvor in ihrem Leben liebevoll und herzlich in die Gemeinschaft aufgenommen und vom Dorfältesten getraut. Alles scheint so wundervoll zu sein, eine kleine Gemeinschaft. So herzlich wie eine einzige Familie nicht sein kann. Wo keiner den anderen ausschließt und sie ist nicht die einzige mit einer Andersartigkeit. Im Dorf gibt es auch Mitglieder die anders sind, aber egal ob körperlich oder geistig anders, jeder ist ein wertvolles Mitglied der Gemeinschaft und endlich kann Rosalie sich frei fühlen und frei handeln, ohne das sie schief angesehen wird - solange sie das Dorf nicht verlässt und sich an die Regeln hält ...... Ich sag Euch, das Buch hat mich nicht wieder los gelassen! Das war ein Buch genau nach meinem Geschmack und hat mir mehr gegeben als ich erwartet hatte. Historische Romane lese ich liebend gern, denn da geht es meistens ja schon düster zu - heißt ja nicht umsonst "Finsteres Mittelalter". Und hier wird es dann auch noch gruselig, aber nicht im herkömmlichen Sinne wie in Geistergeschichten. sondern gruselig, weil es auch genau so hätte sein können.  Das Mythische sind hier keine Gespenster, sondern das unerklärliche, weil man nicht weiß WAS da im Wald vor sich geht.  Gruselig, weil erst alles so normal erscheint, man aber schon spürt, das da was nicht stimmt und sich erst alles nach und nach aufklärt, aber immer wieder Situationen auftreten, bei dem man (ich) den Atem angehalten habe und sich die Nackenhaare aufstellen. Ich habe mit Rosalie gebangt und konnte sie so gut verstehen, in all ihrem Handeln und Denken und hatte teilweise genauso viel Angst um sie und Ronar, wie Rosalie selbst. Ich könnt noch so einiges schreiben, aber ich will natürlich nicht spoilern, denn das würde jedem Leser die Geschichte verderben.  Jeder soll die Geschichte selbst erleben und sie wird noch um einiges interessanter, da es den Ort wirklich gibt. Das macht das Ganze noch unheimlicher, wie ich finde - auch wenn es so eine Geschichte nicht wirklich an dem Ort gegeben hat. Aber eine Legende der "Weißen Frau im Sachsenrieder Forst" hat es an dem Ort schon gegeben. Die Anmerkung der Autorin kann man auch zuerst lesen, ohne das sie was von der Geschichte verrät, aber so hat man dann immer im Hinterkopf, das es den Ort und seine Gegebenheiten wirklich gegeben hat und macht die Geschichte noch lebendiger und wirklicher. Mein Fazit: Wer eine Geschichte mit Mystery und Geister nicht im herkömmlichen Sinn von toten Geistern und dergleichen erleben möchte und dem sich trotzdem zwischendurch die Nackenhaare aufstellen sollen, dem kann ich diese Buch wärmsten empfehlen. Hier wird einem gruselige Spannung durch eine fiktive Realität an einem damaligen realen Ort gegeben. Ein Buch, von dem ich mehr als Begeistert bin!,

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  • Ein grandioses Buch

    Das verlorene Dorf
    LauraHei

    LauraHei

    23. June 2016 um 23:59

    Cover:  Das Cover ist in sehr dunklen Farben gehalten, wie zum Beispiel Blau/ Türkis und Grau/ Schwarz. Der einzige "Lichtblick" ist hinter der Schrift. Ich finde, das Cover ist sehr gut gewählt, da man dort sehr viel sehen und hineininterpretieren kann. So kann man sich vorstellen, dass man auf dem Cover den Sachsenrieder Forst sieht und den Kirchturm von Haberatschofen. Meine Meinung: Ich finde das Buch einfach nur grandios gut! Es ist sehr spannend geschrieben und man kann das Buch kaum zur Seite legen, weil man immer wissen möchte, wie es weitergeht und wie sich alles "auflöst". Stefanie Kasper schafft es, dass man immer wieder neue Theorien aufstellen und verwerfen muss. Man kann mit der Protagonisten Rosalie total mitfühlen und ich war sehr schockiert darüber, wie manche /die meisten Menschen sie behandelt haben nur weil sie ein wenig anders aussieht  als Andere.Die Stimmung wurde total gut getroffen und sie ist die meiste Zeit über sehr drückend und düster. Es gibt allerdings zwischendurch immer ein paar Lichtpunkte, wodurch einen diese düstere Stimmung nicht "erdrückt".Mein Fazit: Für mich war dieses Buch einfach nur perfekt. Von dem Schreibstil, den Charakteren bis zu der Story. Daher gebe ich dem Buch auch 5 Sterne!

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  • Das verlorene Dorf - unbedingt lesen

    Das verlorene Dorf
    Lese_gerne

    Lese_gerne

    13. February 2016 um 11:19

    Oberbayern im Jahr 1843: Die Waise Rosalie kommt von Waisenhaus Augsburg in das Waisenhaus in der Nähe von Schongau. Obwohl die Waisenhausvorsteherin sie warnt heiratet sie Romar, der aus Haberatshofen stammt. Die Bewohner des Dorfes werden einige Gerüchte nachgesagt. Doch Rosalie wird herzlich im Dorf empfangen. Eines Nachts hört sie ein neugeborenes Baby schreien. Am nächsten Tag heißt es, es wäre eine Todgeburt gewesen. Es gibt mysteriöse Dorfversammlungen, zu denen Rosalie nie mit eingeladen wird und auch fernbleiben soll. Langsam wird Rosalie klar, dass irgend etwas mit dem Dorf nicht stimmt. ************************ "Das verlorene Dorf" ist ein Mystik-Thriller und eigentlich nicht im Genre Romane einzuordnen. Wer diese Art von Bücher mag, dem wird "Das verlorene Dorf" mit Sicherheit gefallen. Ich kenne von Stefanie Kasper auch schon das Buch "Das Haus der dunklen Träume", das auch ein Mystik Thriller ist. Das Dorf Haberatshofen soll es mal wirklich gegeben haben. Am Schluss des Buches kann man den Dorfbrunnen sehen und einen Gedenkstein, an der Stelle wo das Dorf mal existiert hatte. Die Geschichte ist natürlich fiktiv aber super spannend. Das Buch beginnt mit einer Legende über eine weiße Frau, die im Sachsenrieder Forst ihr Unwesen treibt und für einige mysteriöse Ereignisse sorgt. Ich konnte sehr gut mit Rosalie mitfühlen, die langsam dem Geheimnis der Dorfes auf die Schliche kommt. Das Buch habe ich sehr gerne gelesen und freue mich auf den neuen Mystik Thriller "Der dunkle Grund des Sees" von Stefanie Kasper, der im Juli 2016 erscheint und wieder im Allgäu (diesesmal am Forgensee) handeln wird.

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  • Schöne Stimmung, magere Handlung

    Das verlorene Dorf
    Aglaya

    Aglaya

    03. February 2016 um 19:55

    Das Waisenkind Rosalie ist als Albino geboren und hat es deshalb im Waisenhaus Mitte des 19. Jahrhunderts nicht einfach. Als Romar sie heiratet und in sein Dorf im Wald bringt, meint sie, ihr Leben wende sich nun zum besseren. Doch irgendetwas scheint hier nicht mit rechten Dingen zu und her zu gehen.   Die Geschichte von „das verlorene Dorf“ wird von einem Erzähler aus der Sicht von Rosalie geschildert. Das Buch lebt dabei nicht von der etwas mageren Handlung, die noch dazu recht vorhersehbar ist, sondern von der düsteren Stimmung. Ich fühlte mich zunächst etwas an den M. Night Shyamalan Film „Signs“ erinnert, doch glücklicherweise passt da nur die Grundstimmung, und nicht das hanebücherne Ende (des Films meine ich, das Ende des Buches passt sehr gut zur Geschichte, wenngleich auch sehr viel offen bleibt). Die Spannung, die durchaus vorhanden ist, bezieht sich aufgrund der Vorhersehbarkeit auch nicht wirklich auf die Handlung sondern mehr darauf, ob sich übersinnliche Elemente in die Geschichte mischen, und ob Rosalie am Ende überleben wird.   Der Schreibstil der Autorin Stefanie Kasper lässt sich flüssig lesen und ist der Zeit angepasst, in der die Geschichte spielt. So fühlt sich die Lektüre authentisch an, ohne Anachronismen (bis auf ein paar kurze eingeschobene Kapitel, die wohl aus der heutigen Zeit erzählt werden. Was sie mit der Hauptgeschichte zu tun haben, bleibt unklar).   Leider wurde ich mit den Charakteren nicht wirklich warm. Rosalie ist die einzige, über die der Leser etwas mehr erfährt, alle anderen bleiben blass, ihre Motive unklar. Auch mit Rosalie hatte ich meine Mühe, ihre Naivität, die sich für mich nur durch ihr Aufwachsen als Waise im 19. Jahrhundert erklären liess, regte mich oft so auf, dass ich sie nur schütteln wollte, damit sie mal ihre Augen aufmacht. Auch ihr Vertrauen, das sie so lange in ihre Mitmenschen steckt, konnte ich nur bedingt nachvollziehen. Einerseits waren die Dorfbewohner praktisch die ersten Menschen in ihrem Leben, die sie nett behandelt haben, andererseits sollten gerade ihre schlechten Erfahrungen mit anderen Menschen sie misstrauisch gemacht haben.   Mein Fazit Schöne, düstere Grundstimmung, aber etwas magere, vorhersehbare Handlung.

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  • Stefanie Kasper - Das verlorene Dorf

    Das verlorene Dorf
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. January 2016 um 15:06

    Kurzbeschreibung:  Oberbayern 1843: Als sich die junge Waise Rosalie in den Bauern Romar verliebt, scheint sie ihr Glück gefunden zu haben. Doch die Waisenhausvorsteherin warnt Rosalie vor dieser Ehe und macht sonderbare Andeutungen. Rosalie heiratet Romar dennoch und folgt ihm in sein Heimatdorf, das tief im Wald verborgen liegt. Eines Nachts hört Rosalie ein Neugeborenes weinen, das am nächsten Tag als angebliche Totgeburt begraben wird. Dann kommt eine junge Frau, mit der Rosalie sich angefreundet hat, auf mysteriöse Weise zu Tode. Rosalie wird bald bewusst, dass in Romars Dorf nichts ist, wie es scheint – und dass auch sie selbst in tödlicher Gefahr schwebt... *Quelle* Zur Autorin:  Stefanie Kasper stammt aus Peiting im Bayerischen Oberland und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen im Ostallgäu. Gleich mit ihrem ersten Roman, Die Tochter der Seherin, gelang ihr ein großer Erfolg, dem viele weitere folgten. Meinung:  Oberbayern im 19. Jahrhundert: Die junge Rosalie wächst in einem Waisenhaus auf, denn sie wurde von ihren leiblichen Eltern ausgesetzt, da sie ein Albino ist. Dieses Anderssein macht sie zur Außenseiterin, denn sie ist den Mitmenschen aufgrund ihres fast weißen Haars und ihren rötlich schimmernden Augen unheimlich. Durch ihre verstörenden Zeichnungen von Tod und Verderben wird sie von den anderen Kindern und auch den Erziehern gemieden. Nach ihrem Heimaufenthalt geht sie nach Schongau, wo sie eine Anstellung als Beiköchin im hiesigen Waisenhaus antritt. Dort lernt sie den Bauern Romar kennen, der aus dem entlegenen Dorf Haberatshofen stammt, einer kleinen Gemeinde mitten im Wald, von der Außenwelt regelrecht abgeschottet. Sie verliebt sich in ihn und die beiden heiraten alsbald. Im Dorf wird Rosalie zunächst freundlich aufgenommen und findet in Romars Cousine Sara eine Freundin. Doch schon bald mehren sich unheimliche Vorkommnisse in Haberatshofen, die Rosalie an der Gemeinschaft und auch an ihrem Ehemann zweifeln lässt. Was hat dieses Dorf zu verbergen? Stefanie Kasper hat mit Das verlorene Dorf einen stimmungsvoll-atmosphärischen Roman verfasst, der eine Mischung aus historischem Kriminalroman mit Mystery-Anteilen darstellt. Die Protagonistin Rosalie ist seit ihrer Kindheit eine Außenseiterin, vor der viele Menschen in ihrem Umfeld Angst haben, denn als Albino wird sie als eine Art Monstrosität angesehen. Ihre Krankheit ist im 19. Jahrhundert noch so gut wie unbekannt und sie wird als Nachtmensch bezeichnet. Als sie sich in Romar verliebt und er ihr einen Heiratsantrag macht, fühlt sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben glücklich und hört nicht auf die Warnungen, die ihr die Köchin Cäcilia mit auf den Weg gibt. So muss Rosalie erfahren, dass die zunächst sehr freundlichen Haberatshofener mehr mit ihr im Sinn haben, als sie nur als Ehefrau von Romar in ihrer kleinen Gemeinde willkommen zu heißen. Die Nebencharaktere wie Romar, seine Cousine Sara, mit der sich Rosalie schnell anfreundet und auch die anderen Dorfbewohner sind von Anfang an mysteriös und der Leser merkt schnell, dass sich hinter ihrer Maske der Freundlichkeit viel mehr verbirgt. Stefanie Kasper erzählt die Geschichte von Rosalie sehr stimmungsvoll und atmosphärisch. Über der ganzen Geschichte hängt eine Wolke aus Düsternis und es geschehen Dinge, bei denen man rätselt, ob sie nun wirklich passieren oder ob sich Rosalie manches nur einbildet. Anfangs braucht man ein wenig Geduld, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt, doch ab der Stelle, als Rosalie mit Romar nach Haberatshofen geht, wird es spannend und die unheilvollen Geschehnisse nehmen ihren Lauf. Zwar stößt man relativ schnell auf das Geheimnis der kleinen Dorfgemeinschaft, doch dies tut der Handlung nur wenig Abbruch. Interessant zu erfahren war, dass es eine alte Legende gibt, die sich um die Weiße Frau im Sachsenrieder Forst dreht und das Dorf Haberatshofen im 19. Jahrhundert wirklich existiert hat, von seinen Bewohnern allerdings verlassen wurde und in Vergessenheit geriet. Dies belegen 2 Fotografien im Anschluss an die Geschichte. Fazit:  Das verlorene Dorf ist eine Mischung aus historischem Kriminalroman mit einem Mystery-Anteil, der viel vom Aberglauben der damaligen Zeit lebt und gelungen Fiktives mit einer ehemals real existierenden Gemeinschaft verbindet.

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  • Das mysteriöse Dorf

    Das verlorene Dorf
    sommerlese

    sommerlese

    23. January 2016 um 14:49

    "*Stefanie Kasper*" schrieb den historischen Mystik-Roman "*Das verlorene Dorf*", der im "*Goldmann Verlag*" erscheint. Oberbayern 1844: Rosalie ist eine Waise, sie hat Leukopenie und wird mit ihrer hellen Haut und den leicht rötlichen Augen von den anderen Kindern ausgegrenzt. Sie verliebt sich in Romar, der aus einem einsamen Walddorf stammt, um das sich unheimliche Gerüchte ranken. Allen Warnungen zum Trotz heiratet Rosalie Romar und folgt ihm in die merkwürdige Dorfgemeinschaft. Kurz nach ihrer Ankunft bemerkt sie schaurige Anzeichen für ein gruseliges Treiben im Dorf. Stefanie Kasper verbindet in ihrem atmosphärisch düsteren Roman die mystische Legende der Weißen Frau im Sachsenrieder Forst mit dem Dorf Haberatshofen in Bayern, welches Mitte des 19. Jahrhunderts von seinen wenigen Bewohnern unter anderem aus Wasserknappheit aufgegeben wurde. Heute erinnert ein Gedenkstein an die ehemalige Kapelle des Dorfes. Dabei bedient sie sich einer Handlung, die Fiktion mit der geheimnisvollen Geschichte mischt und erzeugt mit ihrem dichten Erzählstil eine gruselige Stimmung, die mit schlimmen Ereignissen mehr und mehr bedrohlich wird. Die Landschafts- und Stimmungsbilder haben mich tief mit in den Wald hineingenommen und die unheimliche Situation unter den Dorfbewohnern wirkten recht bedrückend und bedrohlich. Anfangs verstehe ich die Außenseiterin Rosalie, die als Nachtmensch verschrien ist und ihr Glück bei ihrem Mann Romar sucht. Aus Liebe zu ihm folgt sie ihm in dieses mysteriöse Dorf, in dem Menschen mit Handicap und wahre Sonderlinge leben. Sie hat ihnen gegenüber keine Vorbehalte und arrangiert sich damit. Als jedoch erste Anzeichen von Bedrohung auftreten, wird sie zwar misstrauisch, will aber die Wahrheit nicht erkennen. Zu glücklich ist sie mit Romar und eine Freundin hat sie ebenfalls gefunden. Hier wird die Geschichte etwas überzogen. Die tragischen Ereignisse nehmen zu und sie reagiert immer noch nicht. In der Mitte des Buches war mir eindeutig bewusst, was in diesem Dorf passiert. Damit nahm automatisch die Spannung ab, ich habe aber dennoch die unterhaltsame Geschichte wegen der wunderbar schaurigen Atmosphäre und des lebendigen Schreibstils gern weiter verfolgt. Die große Auflösung war keine Überraschung, die Gründe für die Gruseltaten sind abstrus und befremdend. Trotzdem ist dieser Roman durch die bildhafte Beschreibung von Wald, Stimmung und Geschehnissen etwas ganz Besonderes. Das verlorene Dorf enthält einen Hauch von Mystery, etwas Fantasy und auch reale Züge, die mit einem interessanten Schreibstil eine düstere Atmosphäre aufbauen. Ein unterhaltsamer Roman, für alle, die sich gern einer schaurigen Stimmung aussetzen wollen.

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  • Schön melancholisch

    Das verlorene Dorf
    Annabel

    Annabel

    17. January 2016 um 19:50

    Dieses Buch zu lesen fühlte sich für mich an, wie früh am Morgen bei Nebel im Wald zu sitzen. Melancholisch, kühl, intensiv, etwas schaurig und vor allem drückend. Denn schon von Anfang an fällt kaum Licht in Rosalies Leben. Sie ist ein Albino und im Deutschland von 1844 somit eine Missgeburt und für manch einen ganz und gar eine Hexe. Verlassen von ihren Eltern wächst sie in einem Heim auf, kennt weder Freunde noch Zuneigung. Lediglich Schwester Agnes und später Cäcilia, eine Köchin, stehen zu ihr, auch wenn es beide gleichermaßen abschreckt, dass Rosalie regelmäßig Tote zeichnet. Sie ist noch nicht ganz erwachsen, als die Romar kennenlernt. Ich habe ihn sofort gemocht, denn er ist keiner dieser geleckten, stoppelbärtigen Schönlinge, die man zuhauf in vielen vielen Büchern findet, sondern ein Mann. Ein männlicher Mann. Supermännlich. Außerdem hat er eine sehr warme und empfindsame Art, mit Rosalie umzugehen. Somit ist es kein Wunder, dass sie gar nicht zögert, als er sie bittet, seine Frau zu werden. Die ersten Fragen kommen schon da auf, denn er macht ein riesiges Geheimnis aus dem Dorf, in dem er lebt. - Haberatshofen. Das ist ein kleines Dorf, in dem nichtmal 30 Leute leben. Als Rosalie das erste Mal auf die Bewohner trifft, wird sie herzlich in dieses verwunschene, schöne Dorf aufgenommen. Eigentlich wirkt alles perfekt, doch fängt Rosalie schon bald an, Fragen zu stellen. Alles beginnt mit einer angeblichen Totgeburt, auf welche weitere, mysteriöse Tode folgen. Außerdem folgen die Dörfler strengen Regeln, die der jungen Braut ebenfalls nicht ganz geheuer sind. Auch mir stellten sich immer mehr Fragen, weswegen ich Rosalies Geschichte innerhalb von zwei Tagen verschlungen hab. Es ist nicht so, dass man vor Spannung zerfressen und deswegen gehetzt wird, das Buch schnell zu beenden, allerdings hat die Autorin einen derart sanften und trotzdem beklemmenden Schreibstil, dass ich gar nicht gemerkt habe, wie die Seiten dahinflogen. Ich war beim Lesen wirklich in diesem Dorf, fühlte mich wie eine Augenzeugin. Die Gefühle der Protagonisten färbten auf mich ab und so nahm mich „Das verlorene Dorf“ ganz und gar ein. Ich muss aber sagen: Dieses Buch ist mehr tragisch als gruselig. Eigentlich hatte ich einen gewissen Horror erwartet, stattdessen sind es eher die dunklen Geheimnisse, die der Geschichte die gewisse Würze geben. Zudem sind jene Geister, die in Haberatshofen ihr Unwesen treiben, sehr reale Geister. Und das ist das Gänsehaut verursachende an alledem.- Dass das, was man liest bis zum Ende sehr glaubwürdig bleibt. Denn jene Abgründe traue ich der Menschheit allemal zu. Zwar habe ich das Ende in manchen Teilen vorhersehen können, doch gab die Autorin auch genug Hinweise darauf. Die Spannung bestand letztendlich dann darin, dass man den Verdacht bestätigt bekommen wollte. Trotzdem gab es noch einige Überraschungen und es gefällt mir, dass sogar eine gewisse Frage offen geblieben ist, die wohl jeder für sich beantworten soll. Fazit Vielleicht kein Buch, das dir den Schlaf raubt, aber eines das dich an der Existenz der Menschlichkeit zweifeln lässt.

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  • Das verlorene Dorf

    Das verlorene Dorf
    BeaSwissgirl

    BeaSwissgirl

    15. January 2016 um 08:42

    Mein Leseeindruck subjektiv aber spoilerfrei ;) Beim stöbern nach " grusligen" Büchern bin ich über dieses hier gestolpert und da mich das Cover und auch der Klappentext sofort angesprochen haben durfte es bei mir einziehen..... Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich flüssig lesen, gewöhnungsbedürftig war für mich anfangs die "altmodische" Sprache, die aber ja absolut zur Geschichte passt. Der Autorin ist es sehr gut gelungen mir diese düstere unheimliche Atmosphäre zu vermitteln. Die Charakter wurden für den Verlauf genügend ausgearbeitet, werden mir aber nicht gross in Erinnerung bleiben. Den Einstieg in die Geschichte fand ich ganz toll gewählt, da er mich als Leser direkt anspricht und vor allem auch sehr neugierig macht. Zu Beginn empfand ich auch noch diese unterschwellige Spannung, mit der Zeit wurde es aber für meinen Geschmack immer wie zäher und langweiliger. Es ergaben sich leider viel zu viele Wiederholungen, die den Verlauf unnötig in die Länge zogen und gegen Ende wurde die Geschichte in ein zwei Kapitel schnell noch abgehandelt, dass fand ich sehr schade! Ein mystischer Roman mit einer tollen Stimmung und einem ansprechendem Schreibstil, der mich aber leider weder fesseln noch mitreissen konnte. Von daher vergebe ich 3 Sterne

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  • Super, Super Super!

    Das verlorene Dorf
    ErbsenundKarotten

    ErbsenundKarotten

    Ich habe gestern “Das verlorene Dorf“ von Stefanie Kasper, erschienen als Taschenbuch im Mai 2015, beim Goldmann Verlag, beendet. Das Buch war ein Weihnachtsgeschenk von meinem Bruder <3 Ich bin begeistert! Super! Ich weiß jetzt schon, dass dieses Buch zu meinen Lesehighlights 2016 zählen wird! Super, super, super klasse! Naja, ich komme jetzt erstmal zur Handlung: 1844: Unsere Hauptprotagonistin Rosalie wird von ihren Eltern verstoßen und ausgesetzt, sodass sie im Waisenhaus aufwächst und dort aufgrund ihrer “Andersartigkeit“, denn sie ist ein Mensch mit Albinismus, von fast allen gemieden wird. Als ihr nach einigen Jahren aufgrund einiger Zwischenfälle der Verweis ihrer Anstellung im Waisenhaus bevorsteht, lernt sie - wie es der Zufall so will - Romar, einen Waldmann aus dem Dorf Haberatshofen kennen. Trotz wirklich alamierender Warnungen von allen Seiten nimmt sie dessen Heiratsantrag an und zieht mit ihm in das umstrittene Dorf Haberatshofen. Obwohl sie sich anfangs so geborgen und endlich einer Gemeinschaft zugehörig fühlt, geschehen immer mehr merkwürdige und unheimliche Dinge, sodass auch Rosalie sich langsam fragt, ob die Warnungen vor den Waldmenschen vielleicht doch berechtigt waren? Das verlorene Dorf ist so ein grandioses Buch, ich war von der ersten Seite an darin gefangen und einfach nur geflasht. Der Schreibstil der Autorin könnte nicht besser sein, die Charaktere waren allesamt einzigartig und so toll beschrieben, ebenso die Umgebung, so schön schaurig. Es lief wirklich ein Film vor meinen Augen ab, so bildgewaltig! Die Atmosphäre im Buch ist düster, unheimlich und soooo fesselnd, man muss weiterlesen, denn man muss unbedingt wissen, was als nächstes passiert. Das Ende dieses Buches ist dann so unvorhersehbar und so unbeschreiblich gut, ich wäre von alleine niemals auf diesen Abschluss gekommen. Super! Super! Super! Wenn ich könnte, würde ich mehr als 5 Sterne dafür geben, ich bin so begeistert. Lest dieses Buch! Ach und übrigens: Das Dorf Haberartshofen hat es wirklich mal gegeben. Ich werde mir jetzt nach und nach alle weiteren Werke der Autorin zulegen.

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    • 4
  • Schön düster!

    Das verlorene Dorf
    Yllin

    Yllin

    03. November 2015 um 21:35

    Das verlorene Dorf Autor: Stephanie KasperGenre: Historisch, MysteryFreigabe: keineErschienen: 20.04.2015Seiten: 384Einband: TaschenbuchVerlag: GoldmannISBN: 978-3-442-47977-1Preis: 9,99€ (D) / 10,30€ (A) Rating: ♥♥♥♥ Inhalt "Oberbayern 1843: Als sich die junge Waise Rosalie in den Bauern Romar verliebt, scheint sie ihr Glück gefunden zu haben. Doch die Waisenhausvorsteherin warnt Rosalie vor dieser Ehe und macht sonderbare Andeutungen. Rosalie heiratet Romar dennoch und folgt ihm in sein Heimatdorf, das tief im Wald verborgen liegt. Eines Nachts hört Rosalie ein Neugeborenes weinen, das am nächsten Tag als angebliche Totgeburt begraben wird. Dann kommt eine junge Frau, mit der Rosalie sich angefreundet hat, auf mysteriöse Weise zu Tode. Rosalie wird bald bewusst, dass in Romars Dorf nichts ist, wie es scheint – und dass auch sie selbst in tödlicher Gefahr schwebt ..." - Quelle: Verlag Cover ♥♥♥♥♥ Das Cover von Das verlorene Dorf hat mich von Anfang an angesprochen: die düstere Farbgebung zwischen blau, grau und dunkelgrün trifft genau meinen Nerv und fühlt sich kühl und unheimlich an. Schaut man sich das Bild länger an, meint man beinahe die Feuchtigkeit des Nebels und die Kälte des wolkenverhangenen Himmels zu spüren und auch das raue 'KRAH KRAH' der Krähen und der erdige Geruch des Waldes kommen einem beim Betrachten ganz unwillkürlich in den Sinn. Zumindest geht es mir so. Aber vielleicht habe ich auch nur eine blühende Fantasie! Vergleicht man jedenfalls Cover und Inhalt wird man sehr schnell feststellen: kaum ein anderes Bild hätte die mulmig-düstere und bedrohlich-kalte Stimmung des Buches besser einfangen können als dieses. Man fühlt sich geradezu mitten im Wald, irgendwo in Haberatshofen und damit dem Grauen seiner Bewohner ausgesetzt. Wunderbar ausgewählt! Charaktere ♥♥♥♥♥ Rosalie: Durch einen Gendefekt wurde Rosalie mit elfenbeinfarbener Haut, weißblonden Haaren und roten Augen geboren - sie ist ein Albino und damit damals wie heute ein äußerst seltener Anblick. Man kann sich sehr wohl vorstellen, in welche Schwierigkeiten sie ihr ungewöhnliches Äußeres bringt, besonders vor dem Hintergrund des noch immer sehr konservativen 19. Jahrhunderts: als Säugling von ihren Eltern mitten im Wald ausgesetzt, wurde sie von einer Kirchenschwester gefunden und im Waisenhaus großgezogen, doch bis auf ihre Ziehmutter und Retterin findet sie dort weder Zuneigung, Freunde oder irgendeinen Anschluss. Im Gegenteil - von so gut wie jedem um sie herum, seien es die anderen Schwestern oder die anderen Kinder, wird sie als "Nachmensch" und "Hexenkind" verstoßen und gefürchtet. Das ändert sich auch nicht, als Rosalie schließlich erwachsen wird und als Köchin in einem Waisenhaus versucht einen Platz im Leben zu finden. Als eines Tages Romar, ein Mann aus Haberatshofen, das Waisenhaus besucht und ihr schon nach kurzer Zeit seine tiefste Zuneigung beteuert, ändert sich ihr Leben drastisch. Sie wird seine Frau und geht mit ihm nach Haberatshofen, ein kleines Dorf mitten im Wald, das Fremde grundsätzlich ablehnt und dessen Einwohner kaum jemand zu Gesicht bekommt. Ich mag Rosalie, denn sie macht im Verlauf der Geschichte eine so unfassbare Wandlung durch, dass man nicht anders kann, als die ganze Zeit nur stolz auf sie zu sein: von der zurückgezogenen, wortkargen, unsicheren Rosalie ohne einen Platz in der Welt wird sie zu einer selbstbewussten, starken - und für das 19. Jahrhundert sogar "relativ" emanzipierten" - Ehefrau, die bereit ist alles zu geben, um die zu schützen, die sie liebt. Dabei ist sie manchmal sehr naiv, um nicht zu sagen gutgläubig, doch in Anbetracht der Tatsache, dass ihr oftmals nichts anderes übrig bleibt, als immer nur das Beste von allen zu denken, weil es sie sonst den einzigen Ort kosten könnte, der ihr je ein Zuhause war, ist psychologisch mehr als nachvollziehbar. Sie ging mir dabei niemals auf die Nerven und ich habe mit Rosalie gebangt, gelitten, gelacht und sie geliebt! Romar: Als Romar das erste Mal auftaucht kam er mir schon suspekt vor: zotteliges Haar mit einem geflochtenen Bart, heruntergekommene Kleidung und mit dem Geruch des Waldes an seiner Haut, habe ich mir immer einen schrumpeligen Waldschrat vorgestellt. Mit der Zeit wandelte sich mein Bild von Romar, denn er entwickelt sich im Laufe des Buches sowohl für den Leser, als auch für Rosalie zu einem äußerst ambivalenten Charakter. Während man im einen Moment glaubt, dass er seine frisch angetraute Ehefrau liebt und ehrt, verhält er sich ihr gegenüber auf der anderen Seite immer wieder abweisend, hart und rau, sodass man plötzlich vom Gegenteil überzeugt ist. Genau wie alle anderen Dorfbewohner ignoriert er all ihre Fragen, all ihre Sorgen und Unsicherheiten und schweigt darüber, quält und grämt sich jedoch sichtlich dabei. Manchmal hätte ich ihn am liebsten geschüttelt oder geschlagen, damit er ihr endlich die Wahrheit sagt. Genau wie der Rest des Dorfes lässt Romar einen oft Zweifeln. Ist er eine Bedrohung für Rosalie? Wird er sie schützen? Liebt er sie? Liebt er sie nicht? Welche Verbrechen versucht er zu verstecken? Auch Romar habe ich geliebt. Trotz seiner stets Zweifel säenden Art hatte er etwas unfassbar Faszinierendes, das mich lange bei der Stange gehalten hat. Es fühlte sich an, als sei Romar der einzige Anhaltspunkt dafür, dass mit dem Dorf Haberatshofen etwas nicht stimmt und man erwartet ständig, dass die Wahrheit irgendwann aus ihm heraus bricht, während man gleichzeitig fürchtet, dass er Rosalie jederzeit in den Rücken fallen könnte. Trotz allem behandelt er sie, gerade für das noch immer patriarchalisch geprägte, deutsche 19. Jahrhundert, die meiste Zeit überraschend gut und auf ebenbürtiger Ebene. Nur in besonders verzweifelten Momenten erinnert er sie daran, dass sie seine Ehefrau ist und ihren Mann nicht hinterfragen sollte. Historisch nicht ganz korrekt oder vielleicht bloß eine ganz frische Liebe? Either way: Romar hat mir sehr gut gefallen! Sara: Romars Cousine Sara war für mich genau wie Romar stets sehr ambivalent: Auf der einen Seite wirkt sie - anders als die anderen Haberatshofener - offen, aufgeschlossen, fröhlich und immer ehrlich und erschleicht sich damit nicht nur einen Platz in Rosalies Herzen, sondern auch in dem des Lesers. Auf der anderen Seite wirkt sie einfach immer zu perfekt, zu liebenswürdig und zu aufgeschlossen, sodass man die ganze Zeit Angst hat, dass Rosalie hier einer grandiosen Lügnerin auf den Leim geht, die bloß ihr Vertrauen erschleichen möchte. Dabei findet man weder beweise für Saras Unschuld, noch für ihre Schuld und das treibt einen durchweg in den Wahnsinn, besonders, wenn man Zeuge wird, welche Geheimnisse Rosalie ihrer Freundin Sara so alles anvertraut. Man ist darauf angewiesen, ihr einfach zu vertrauen, genau wie Rosalie es tut. Und trotzdem ist da immer dieser bohrende Zweifel, der besonders dann aufkeimt, wenn Sara genau wie Romar Rosalies Fragen einfach übergeht. Sehr gelungen! Schreibstil ♥♥♥♥ Stefanie Kaspers Schreibstil ist zwar nicht übermäßig anspruchsvoll oder detailliert, dafür aber unglaublich feinfühlig, atmosphärisch und dem historischen Thema durchaus angemessen. Dabei fühlt er sich oft eigentümlich und genau im richtigen Maße altmodisch an, um genau in die Zeit zu passen, in der die Handlung spielt, ohne dabei die Zielgruppe 'Gelegenheitsleser' zu verfehlen. Dieser schmale Grad zwischen gut verständlicher und historisch angemessener Sprache hat mich sehr fasziniert. Besonders gut fand ich dabei die Beschreibungen des örtlichen und dörflichen Lebens, der hierarchisch-patriarchalisch geprägten Gesellschaft und der ärmlichen Einfachheit des Alltags. Gleichzeitig fühlt sich Kaspers Roman durch die relativ modern gezeichnete Figuren zeitlos an, sodass es mir - bevor ich die Jahreszahl kannte - relativ schwer viel, die Handlung einer bestimmten Epoche zuzuordnen. Die Geschichte hätte sich ebenso gut im 20. Jahrhundert abspielen können. Wichtige zeitgeschichtliche Themen wie Krieg, Krankheit, Armut, Hungersnot, etc. werden nur sehr leicht angerissen und weniger thematisiert. Das ist aber verzeihlich, denn die Handlung spielt sich ohnehin hauptsächlich in einem von der Gesellschaft abgeschiedenen Dorf ab, das unter seinen ganz eigenen Bedingungen und Regeln existiert. Erwartet man bei Das verlorene Dorf jedoch korrekte historische Fakten und Darstellungen, könnte man enttäuscht werden. Ansonsten hat mir die Mischung zwischen historisch, zeitlos und modern den Zugang zum Text eher erleichtert. Ganz besonders schön fand ich die sprachlichen Facetten "Emotion" und "Atmosphäre", die in diesem Roman besonders fein nuanciert ausgearbeitet sind. Man wird stets herausgefordert Worte und Handlungen einer Person start voneinander zu unterscheiden und dabei auf die kleinsten Veränderungen in ihrem Verhalten wahrzunehmen. Ein besonders schönes Beispiel hierfür ist die - in der Literaturgeschichte sehr, sehr bekannte - körperliche Reaktion auf die eigene Unehrlichkeit: Wenn ein Charakter ganz offensichtlich lügt, fährt er sich zumeist unbewusst mit den Fingern oder der Hand über den Mund. Als Literaturwissenschaftlerin habe ich mich über dieses sprachliche Detail in einem belletristischen Roman ganz besonders gefreut. Handlung ♥♥♥♥ Es hat bei mir eine ganze Weile gedauert, bis ich so richtig in die Handlung des Buches reingekommen bin. Gerade zu Beginn hat es einige Längen, die sie für mich ganz besonders durch die Ungerechtigkeiten ergeben haben, denen Rosalie in ihrer Zeit im Waisenhaus ausgesetzt ist. Die ganze Zeit dachte ich: Nun ist es aber gut, wir wissen nun, dass Rosalie ein armes Mäuschen ist - aber was ist denn nun mit dem Dorf? Auch wollte ich mit Rosalies schüchterner Selbst-Ausgrenzung nicht so recht warm werden. Erst, als sie schließlich ins Dorf kommt, beginnt die Geschichte an Spannung zuzunehmen. Dabei vollführt die Handlung aber keinen rasanten, unfassbaren Schlenker, die einen vor Spannung fast vom Sitz pusten, sondern die Intensität - das "Gänsehaut-Feeling", das sich einstellt - steigt ganz langsam an und schickt dem Leser bohrende Zweifel, während sich Rosalie sich in ihrem gewöhnlichen Bäuerinnen-Dasein einlebt und dabei die Charaktere kennen und lieben lernt. Einzig und allein die Ahnung, dass etwas nicht stimmt und die dafür fehlenden Beweise halten den Leser bei der Stange und die gut gestreuten Vorfälle, die sowohl als Bedrohung, als auch als Zufall deutbar sind, erinnern einen regelmäßig daran, dass Rosalie sich in großer Gefahr befinden könnte. Mein Problem dabei: Sowohl Rosalie als auch der Leser werden sehr schnell gewarnt, das etwas mit dem Dorf nicht stimmt und die Hinweise sind zwar sporadisch gestreut, aber dabei oftmals so offensichtlich gestaltet, dass den Leser irgendwann nur noch die Naivität der Protagonistin Rosalie von der Wahrheit trennt. Soll heißen: Ich hatte das Geheimnis des Dorfes schon nach den ersten hundert Seiten entschlüsselt und musste darauf warten, dass Rosalie auch endlich dahinter kommt, oder zumindest anfängt, sich die Wahrheit einzugestehen. Nichtsdestotrotz sind Spannung und Atmosphäre des Buches so gut gewählt - und Rosalies Schicksal bleibt bis zum Schluss unvorhersehbar - dass ich das Lesen durchweg genossen habe. Gesamtwertung ♥♥♥♥ Das verlorene Dorf hat mich mehr als nur überrascht. Da ich ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen bin - und eigentlich auch gar keine Erfahrungen mit historischen oder mysteriösen Romanen habe - konnte ich eigentlich auch gar nicht groß enttäuscht werden. Mit seiner liebreizenden Protagonistin, seiner ungreifbaren gruselig-düsteren Atmosphäre, seiner schockierenden Grundthematik und seinem zeitlos-sprachlichen Aufbau hat mich Stefanie Kapers Roman komplett überzeugt und ich würde ihn sofort jedem ans Herz legen, der kein Problem mit moralisch verwerflichen oder grenzwertigen Themen und ein bisschen Grusel-Schauer hat. Wunderbar kurzweiliges Buch zur Halloween-Zeit und mit einem Ende, bei dem mir das Lachen im Hals stecken geblieben ist! Spannung ♥♥♥♥Romantik ♥Humor ♥Gewalt ♥♥♥Action ♥♥

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  • Meine Leseeindruck

    Das verlorene Dorf
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    27. October 2015 um 18:48

    Und wieder bin ich einem Buch aufgrund des Covers erlegen. Diese düstere Stimmung, die mich bereits beim Anblick des Buches befiel, machte mich sehr neugierig. Auch der Klappentext versprach Spannung und gute Unterhaltung. Die ersten Seiten fand ich sehr spannend, machten mich zugleich auch stutzig, da es sich ja um einen Roman handeln sollte. Jedoch hatte ich eher den Eindruck, einen Thriller oder Horrorroman in Händen zu halten. Spannend empfand ich dann auch die nächsten Seite und Kapitel. Die Protagonisten, hauptsächlich Rosalie, fand ich sehr gut dargestellt, so dass ich auch die Emotionen spüren konnte. Dann jedoch kam der Abbruch des Ganzen. Zahlreiche Wiederholungen, sehr viel Fantasyelemente und nicht mehr nachvollziehbare Handlungen. Ich hatte stellenweise das Gefühl, als wäre die Geschichte ausgeschöpft oder erschöpft. Dennoch verfiel ich dem Zwang weiterlesen zu wollen. Und immer wieder hatte ich die Hoffnung, dass es wieder mystisch und spannend wird. Das Ende jedoch hatte mich komplett aus sehr Bahn geworfen. Wollte man den Leser gefühlsmäßig auf eine falsche Fährte locken und diese dann abrupt enden lassen? Oder war einfach aus der Geschichte nicht mehr rauszuholen? Ich weiß es nicht. Deshalb bin ich auch mit etlichen Fragezeichen zurückgeblieben. Wie geht es weiter? Was ist dann geschehen? Was ist mit dem Dorf passiert? Wo sind die restlichen Bewohner geblieben? Für mich war das Ende sehr unrund und nicht wirklich passend und stimmig zur gesamten Geschichte. All die vielen Worte bis die Story zum eigentlichen Punkt kam und dann - Ende. Hm....   Fazit: Ich kann auch nicht wirklich sagen, ob mir das Buch gefallen hat, oder nicht. Es war anders. Anders als erwartet und anders als angekündigt. Ist es ein Roman? Oder ein Mysterythriller? Eine fantastische Geschichte? Irgendwie von jedem Genre etwas. Ein Roman mit Mystery und Fantasie Elementen.    

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  • Ein Dorf mit düsterer Atmosphäre...

    Das verlorene Dorf
    psycho_bonbon

    psycho_bonbon

    17. October 2015 um 15:26

    Ein Dorf, tief im Wald verborgen, wo nichts ist, wie es scheint… Rosalie, eine junge Waise die andersartig ist als ihre Mitmenschen. Ein Schattenmensch mit heller Haut und Augen wie glühende Höllenkohlen. Das ist es was die Menschen in ihrer Umgebung über sie denken. Sie ist zurückhaltend und verschlossen und um ihre Gefühle Ausdruck zu verleihen zeichnet Rosalie. Allerdings keine bunten Bilder mit Sonnenschein und Blumenwiesen, sondern düsterer Bilder, Bilder toter Menschen… Als Rosalie älter wird trifft sie auf Romar und verliebt sich in ihn. Trotz Warnung der Waisenhausvorsteherin heiratet Rosalie Romar und folgt ihm in sein Heimatdorf, welches tief im Wald verborgen liegt. Die Bewohner des Dorfes empfangen Rosalie mit offenen Armen und behandeln sie nicht wie eine aussätzige. Anfangs scheint alles perfekt und sie scheint ihr Glück gefunden zu haben. Doch eines Nachts hört Rosalie ein neugeborenes Weinen, das am nächsten Tag als angebliche Totgeburt begraben wird. Dann kommt eine junge Frau auf mysteriöse Art ums Leben und Rosalie begreift langsam, das in Romars Dorf nichts ist, wie es scheint. Bald darauf kommt Rosalie einem uralten Familiengeheimnis auf die Spur und schwebt selbst in tödlicher Gefahr… Fesselnd, packend und Spannend! Die Autorin hat die Geschichte von Rosalie und Romar rund um das Dorf Haberatshofen (welches bis 1845 wirklich existierte) und der Legende der Weißen Frau aufgebaut und beide Faktoren gekonnt miteinander verknüpft. Sie hat es geschafft eine düstere Atmosphäre zu schaffen, die bedrückender nicht sein kann. Auch die Spannung kommt bei diesem Buch nicht zu kurz und kann sich bis zum Schluss hinweg halten. Als Roman würde ich dieses Buch nicht bezeichnen. Eher als Mystery-Thriller. Der Schreibstil ist am Anfang etwas schwierig, aber sobald man in der Geschichte drin ist mag man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Stefanie Kasper schafft es innerhalb kürzester Zeit Bilder in den Kopf zu zaubern, sodass man das Gefühl hat, man steckt mittendrin in der Geschichte. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn die Protagonistin in meinen Augen ziemlich naiv war. Dieses Buch hat es geschafft mein Lesehighlight 2015 zu werden.

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