Stefanie Kasper Der dunkle Grund des Sees

(17)

Lovelybooks Bewertung

  • 20 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 3 Leser
  • 15 Rezensionen
(4)
(6)
(4)
(2)
(1)

Inhaltsangabe zu „Der dunkle Grund des Sees“ von Stefanie Kasper

Als ihre Adoptivmutter Elisa stirbt, zieht die Grafikerin Isabel Radspieler wieder zu ihrem Adoptivvater ans Ufer des Forggensees, wo sie sich um den alten Mann kümmern möchte. Doch in ihrem ehemaligen Kinderzimmer findet sie einen Brief von Elisa mit einer ungewöhnlichen Bitte: Isabel soll das Schicksal von Elisas Eltern und Schwester aufklären, die 1954 spurlos verschwanden, als der Forggensee aufgestaut und ihr Dorf geflutet wurde. Isabel taucht tief in Elisas Geschichte ein und kommt einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur. Was sie nicht ahnt, ist, dass sie damit sich selbst in große Gefahr bringt ...

Einfach nur schlecht. Schlechte Dialoge, langweilige Story und nervige Charaktere

— Fleur91

Eine Familiengeschichte rund um den Forggensee, Vergangenheit und Gegenwart, Geheimnisse und Gefahr. Etwas zu ausufernd, am Ende spannend.

— rike84

Mystisch und düster – eine Familiengeschichte die aus dem Schatten der Zeit gezerrt wird. Spannend, fesselnd, grandioses Setting.

— missmistersland

Interessante Story über den Forggensee

— ChattysBuecherblog

Angenehmes Krimifutter, unblutig und spannend, aber ein wenig unspektakulär.

— Alexandra_Luchs

Leider eine totale Enttäuschung! Sehr Schade..

— SophieNdm

Eher Familiendrama, denn Kriminalroman. Spannend, wenn auch mitunter verwirrend.

— DunklesSchaf

Der lange Weg zur Wahrheit

— Fluse

Interessanter aber sehr ruhiger Krimi auf zweit Zeitebenen.

— Nenatie

Spannende Sogwirkung!

— AnnaSalvatore

Stöbern in Krimi & Thriller

Das Porzellanmädchen

Anfangs fand ich es sehr gut. Spannend ist es durchgängig, doch irgendwann war mir die Geschichte zu abstrus, das Ende vorhersehbar.

killerprincess

Dunkel Land

Ungewöhnliches und erfolgreiches Ermittlungsduo

Love2Play

Geister der Nacht

Spannung greifbar, tolle Story

Anni59

Flugangst 7A

Super spannend und einfach nur klasse! Mal wieder ein richtig toller Thriller von Sebastian Fitzek! Absolut zu empfehlen!

CorniHolmes

Untiefen

Eine mutige, unbeirrbare Heldin und eine mutige, unbeirrbare Schreibweise ergänzen sich zu einem außergewöhnlichen Debüt.

RubyKairo

In tiefen Schluchten

Leider ein enttäuschender Auftakt

Ginger1986

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Hat mich überrascht - leider im negativen Sinne

    Der dunkle Grund des Sees

    Fleur91

    21. July 2017 um 23:30

    Dieses Buch lässt mich etwas ratlos zurück. Nachdem mir das Buch "Das verlorene Dorf" der Autorin so gefallen hat, war dieses hier eine reine Enttäuschung. Ich kann fast gar nicht glauben, dass die gleiche Autorin hier am Werk war.Dieses Buch enthält wohl mit die schlechtesten Dialoge, die ich je gelesen habe. Die Charaktere agieren für mich sehr oft auf eine Art und Weise, die ich absolut nicht nachvollziehen kann. Noch dazu ist die Geschichte einfach lieblos und uninteressant erzählt. Ständig werfen sich die Parteien den Ball zu, was absolut nicht spannend, sondern einfach nur ermüdend war.Die Charaktere führen nicht nur dämliche Dialoge, sondern sind auch noch ziemlich nervig. Vor allem die Protagonistin. Das Buch bekommt von mir trotzdem zwei Sterne, weil ich einfach nicht glauben konnte, was ich da lese und es einen unfreiwillig komischen - für einen Krimi sehr unpassenden - Unterhaltungsfaktor hatte. Außerdem wollte ich anfangs noch wissen, wie es ausgeht. Das wurde mit jeder Seite aber auch weniger, am Ende hab ich dann nurnoch quergelesen und ehrlich gesagt ist es mir auch egal, wie es nun ausgegangen ist.

    Mehr
  • Forggensee, Familiengeschichte, Krimi

    Der dunkle Grund des Sees

    rike84

    05. March 2017 um 17:28

    Am Ufer des Forggensees wohnen die Adoptiveltern von Isabel Radspieler. Als Elisa, Isabels Adoptivmutter, im Sterben liegt, soll die Tochter unbedingt nach Hause kommen. Sie schafft es leider nur zur Beerdigung rechtzeitig, zieht dann allerdings wieder in ihr altes Kinderzimmer, um sich um den Vater zu kümmern. Dort findet sie in ihrem alten Versteck ein mysteriöses Erbe, versteckt von ihrer Mutter vor dem Tod. Sie soll herausfinden, was mit den Eltern und der Schwester von Elisa 1954 passiert ist. Diese waren spurlos verschwunden, nachdem der Forggensee aufgestaut und das Dort geflutet wurde. Und so macht sich Isabel auf die Suche und stößt bei ihren Recherchen auf Familiengeheimnisse, Zeitzeugen und Gefahren. Stil, Machart, Meinung Dieser Kriminalroman ist mehr Roman als Krimi. Es liegt zwar zu jeder Zeit etwas Bedrohliches über der Erzählung, in erster Linie hält die Autorin sich jedoch mit den regionalen Besonderheiten rund um den Forggensee in Gegenwart und Vergangenheit auf und legt einen großen Fokus auf die emotional arg gebeutelte Hauptperson. Zunächst kam ich genau deshalb schlecht in die Erzählung hinein. Ich muss dazu sagen, dass ich- Nordlicht- keinen Schimmer hatte, dass es überhaupt einen Forggensee gibt oder was da historisch so los war. Ich denke mir, das die bayrischen Leser auf Grund der Bekanntheit des Forggensees wahrscheinlich sofort Feuer und Flamme sein werden. Trotzdem war ich zunächst ziemlich ernüchtert von der Lektüre und hatte wenig Lust, diese überhaupt fortzusetzen. Ich hatte den Teaser auf der Rückseite des Buches gelesen und es dauerte zunächst ziemlich lange, bis die Handlung überhaupt über die Ankündigungen hinausging. Das ist natürlich recht ernüchternd, wenn man hohe Erwartungen an die Ermittlungen und Familiengeheimnisse der Vergangenheit hegt.   Die Hauptperson ist einem nicht gerade sympathisch. Mitleid hat man mit ihr, da ihre Zwangsstörung sie an so ziemlich allem hindert. Da ich mir nun eher eine Ermittlung in Sachen Krimi erhofft hatte, war mir die Perspektive der zumeist handlungsunfähigen Isabel doch viel zu lang. Andererseits ist das auch mal etwas anderes und man bekommt einen wahrscheinlich ganz realistischen Einblick in Angststörüngen, die mir auch gut recherchiert erschienen (ich habe aber keine Ahnung, kann das deshalb nur mutmaßen). Die Recherchen zum Thema Forggensee und dessen Vergangenheit schienen mir auch sehr fundiert, ich habe zunächst auf Wikipedia nachschauen müssen, wo genau der liegt und was es damit auf sich hat. Nach meiner kurzen Lektüre würde ich sagen, die Autorin hat mit großer Leidenschaft zu dem Thema gut recherchiert. Meine anfängliche Trägheit und Frustration hat sich dann mit dem letzten Drittel der Geschichte gelegt. Endlich wurde es spannend, die Familiengeheimnisse und Verkettungen in der Vergangenheit hatten es doch in sich und der Plot war im Nachhinein auch sehr gut. Ehrlich gesagt hätte ich das Buch jedoch nach einer Zeit abgebrochen, würde ich meine Verpflichtung als Buchblogger nicht ernst nehmen. Ich lese nicht jedes schlechte Buch bis zum bitteren Ende, aber dieses hier hatte noch Potential genug, sodass ich nicht aufgeben wollte. Das wurde dann auch belohnt. Ich mag gerne Krimis, die sich mit Geschehnissen in der Vergangenheit beschäftigen und einen guten Plot und eine gute Auflösung haben. Hier war es mir jedoch ein sehr zäher Einstieg. Dieses Buch ist eine eigenständige Erzählung ohne Potential für eine Fortsetzung. Hier habe ich gekürzt, mehr gibt’s auf meinem Blog www.dietipperin.wordpress.com Fazit Ich hatte bis zur Hälfte des Buches mehrmals überhaupt keine Lust, weiterzulesen. Es hat mich wenig gepackt, der Fokus auf den regionalen Begebenheiten und der gelähmten Hauptperson haben mich gelangweilt.  Dann wurde meine Geduld doch noch belohnt und es offenbarte sich ein guter Plot mit mehreren Versionen der Vergangenheit und einer realen Gefahr in der Gegenwart. Wer auf Regionalkrimis, historisches und eine langsam in Gang kommende Geschichte mit vielen Details und anfangs wenig Spannung steht, für den ist dieses Buch genau richtig. Wer aus der Gegend um den Forggensee kommt oder dort Urlaub machen möchte oder gemacht hat, für den ist das Buch quasi ein Muss. So ein richtiger Krimi mit Spannung und der Jagd nach dem Mörder, das ist für mich im Idealfall noch etwas anderes. Ich vergebe noch 3 Sterne, da ich am Ende des Buches auf einmal doch gefesselt war und ich etwas neues gelernt habe.

    Mehr
  • Mystery meets Roman inklusive Mord

    Der dunkle Grund des Sees

    missmistersland

    15. November 2016 um 11:42

    Der Stil von Stefanie Kasper ist etwas ganz besonderes.  Ich finde es lässt sich nicht direkt als Kriminalroman deklarieren – viel mehr Mystery meets Roman inklusive Mord – aber das ist natürlich kein echtes Genre, also verstehe ich das „Kriminalroman“ auf dem Cover. Wie in den vorherigen Büchern gibt es eine weibliche Hauptrolle. Isabel ist adoptiert und leidet zudem unter einer psychischen Krankheit – um so schwerer ist die Aufgabe welche ihr Tante Elisa überträgt zu bewältigen. Elisa möchte das Rätsel um ihre Familie gelöst wissen. Stefanie Kasper schafft es erneut eine interessante Familiengeschichte mit einer genialen mystisch düsteren Stimmung zu verbinden. Wieder spielt der Roman nicht weit entfernt von mir… ein extra Pluspunkt. Während dem Lesen merkt man schnell er etwas zu verbergen hat, doch lässt man sich genau so schnell aufs Glatteis führen. Mehr als einmal musste ich meine Idee über das was geschehen sein könnte überarbeiten. Das Ende ist plausibel, knackig ohne zu kurz zu sein und lässt mich jetzt schon wieder auf das nächste Buch hin fiebern. Mein „Liebling“ unter den Büchern der Autorin bleibt weiterhin Das verlorene Dorf an Platz eins, daher „nur“ vier Sterne. Dennoch eine absolute Leseempfehlung für alle die gerne Mystery lesen!

    Mehr
  • pure Enttäuschung

    Der dunkle Grund des Sees

    Lee-Lou

    14. October 2016 um 20:10

    Elisa, die ihre Familie auf unerklärliche Weise verliert.Isabel, die von einer Pflegefamilie zur anderen kommt, ihre große Liebe verliert und mit einer sozialen Phobie zu kämpfen hat ... U.a. diesen Themen werden so oberflächlich behandelt, als würde man einer Person davon erzählen und im Anschluss gleichgültig mit der Schulter zucken. Ich habe schon lange kein Buch mehr in der Hand gehabt, welches so lieblos fast schon wie hingerotzt wirkt.Stefanie Kasper hat sich in dieser Geschichte so tiefgründige Themen ausgedacht, die sie aber durch ihren Schreibstil total zerstört. Emotionen, die die Protagonisten durchleben, kamen bei mir nicht ein einziges Mal an! Obwohl sie mich mit Das verlorene Dorf und vor allem Das Haus der dunklen Träume unglaublich begeistern konnte... umso mehr hat Kasper mich hier enttäuscht.

    Mehr
  • Spannung bis zur letzten Seite

    Der dunkle Grund des Sees

    CanisLibrum

    06. October 2016 um 16:27

    Der Roman spielt am Forggensee, Deutschlands flächenmäßig größtem Stausee, der im bayerischen Allgäu liegt. Der Stausee erhielt seinen Namen von dem ehemalig überfluteten Weiler Forggen. In ihrem Roman erzählt Stefanie Kasper von einer Tragödie, die Elisa Radspieler ihr ganzes Leben lang verfolgt hat – das Verschwinden, oder wie sie sich sicher ist die Ermordung ihrer Eltern und ihrer jüngeren Schwester. Ihr letzter Wunsch ist es, dass ihre Adoptivtochter Isabel das Rätsel löst. 2004 am Forggensee: Isabel Radspieler ist Tom Radspielers Adoptivcousine und seit einigen Monaten auch seine Freundin. Das von seiner Tante Elisa und seinem Onkel Quirin adoptierte Mädchen ist ihm über die Jahre immer mehr ans Herz gewachsen, bis sich der um ein Jahr ältere Tom schließlich in sie verliebt hat. Isabel besteht darauf, die Tante und den Onkel nicht länger anzulügen und ihnen von ihrer Liebe zu erzählen. Auch Toms Vater Michael, Quirins Bruder, soll davon erfahren, was Tom aber so gar nicht recht ist. Michael Radspieler ist ein aalglatter Politiker, Geschäftsmann und Alleinerzieher. Für Elisa und Quirin ist die Beziehung zwischen Tom und Isabel kein Problem, doch Michael ist dagegen und befiehlt Tom sich von seiner großen Liebe zu trennen. Auf die Frage nach dem Warum erzählt ihm sein Vater Dinge, die Tom lieber nicht gewusst hätte und ihn dazu bringen, sich tatsächlich von Isabel zu trennen. Die Trennung verläuft nicht gut und die beiden gehen im Streit auseinander. Isabel beginnt zu trinken, verkriecht sich und hat Angstzustände, sie kann die nächsten Jahre kaum unter Menschen gehen ohne eine Attacke zu haben. Im Jahr 2015 liegt Elisa im Sterben und möchte Isabel vorher unbedingt noch einmal sehen, doch seit ihrer Diagnose werden Isabels Angstzustände immer schlimmer, sie kann kaum noch ihre Wohnung verlassen und erfindet deshalb auch immer wieder Ausreden, warum sie nicht an den Forggensee zurückkehren kann. Doch Elisa hat keine Zeit mehr und als es tatsächlich zu spät ist, sieht sich Isabel mit der Tatsache konfrontiert, dass ihr jetzt nichts anderes übrig bleibt, als in ihren alten Heimatort zurückzukehren, um dem Begräbnis der verstorbenen Adoptivmutter beizuwohnen. Natürlich trifft sie dort auch auf Tom und trotz ihres noch immer gebrochenen Herzens trifft sie sich mit ihm am See. Sie erzählt ihm, dass sie wieder zurück nach Hause kommt, weil es der letzte Wille von Elisa war, dass sie sich um Quirin kümmert. Auch Tom ist vor einem Jahr und nach dem Schlaganfall seines Vaters wieder an den Forggersee zurückgekehrt. Nachdem Isabel wieder in ihr altes Kinderzimmer eingezogen ist, muss sie sich erst   einmal mit der Situation zurecht finden, dass ihr Onkel ihr wirklich sehr böse ist, weil sie es nicht geschafft hat, ihre Tante vor ihrem Ableben noch einmal zu besuchen. Als sie sich einrichtet findet sie eine Kiste mit ihrem Namen darauf, die voll ist  mit Kassetten. Dieser Kiste ist ein Brief ihrer Tante beigelegt. In diesem Brief wendet sich die Verstorbene an Isabel, sie erzählt ihr von dem tragischen Ereignis rund um ihre Familie, von der sie glaubt, dass sie 1954 nicht durch das Aufstauen des Forggensees ertrunken sind, sondern ermordet wurden.. Sie bittet Isabel, das Rätsel um das damalige Verschwinden ihrer Eltern und ihrer jüngeren Schwester aufzuklären. Genauere Informationen zu den Vorkommnissen hat sie ihr auf den Kassetten hinterlassen. Doch was beinhalten diese Aufzeichnungen? Kann Isabel sich ihren eigenen Ängsten stellen und den letzten Willen ihrer Tante erfüllen? Wie gefährlich ist es, die Vergangenheit aufzurollen und was hat Tom mit der ganzen Geschichte zu tun?Dieser Roman spielt sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit – episodenweise von 1954, das Jahr in dem die Gegend um Forggen geflutet  wurde und somit der Forggensee entstanden ist, bis ins Jahr 2016. Die Geschichte wird durch einen Erzähler, nicht durch die Charaktere selbst, erzählt. Ich empfand das beim Lesen sehr angenehm, da man einen guten Überblick behält und sich nicht ständig in andere Rollen hinein versetzen musste, vor allem, weil die Geschichte trotzdem aus verschiedenen Perspektiven geschildert wird. Anfangs war das ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit habe ich mich an die Herangehensweise des Autors gewöhnt.  Das Buch ist vom sprachlichen Standpunkt aus betrachtet, anspruchsvoll geschrieben, dennoch hat es die Autorin geschafft, dass der Roman einfach zu lesen und verstehen ist. Auch die Erzählung rund um die Entstehung dieses Stausees, welcher nicht fiktiv ist,  hat meine Neugier geweckt , sodass ich hierzu  tolle Hintergrundinformationen im Internet recherchieren konnte, was nicht unbedingt nötig gewesen wäre, da im Buch selbst  dieses Thema verständlich und aufschlussreich behandelt wurde. Ihre Figuren hat Stefanie Kasper absolut toll dargestellt, man ist vom ersten Moment an auf Isabels Seite. Die junge Frau, die durch die Dinge, die ihr in ihrem Leben passiert sind, eine Verhaltensstörung hat, wächst einem sofort ans Herz. Sie ist zwar nicht die typische, mutige Heroin in diesem Roman, aber sie wächst langsam an ihrer Aufgabe, die ihr die Adoptivmutter hinterlassen hat. Sie muss da natürlich nicht alleine durch. Ihre erste große Liebe Tom, der sie einst verlassen hat, jetzt aber wieder in ihr Leben tritt, unterstützt sie in ihrem Heilungsprozess. Die beiden verlieben sich wieder, falls sie je entliebt waren, und Tom möchte, dass Isabel wieder gesund wird. Seine Figur kam mir anfangs ein wenig überheblich gegenüber Isabel vor, doch im Endeffekt meint er es nur gut mit ihr. Auch damals bei ihrer Trennung. Die Adoptivmutter Elisa ist zwar nicht mehr am Leben, aber die Kassetten und somit ihre Geschichte und die Geschichte der Familien Radspieler und Forggenmüller haben es in sich, verbergen viele Geheimnisse, lösen diese aber auch auf. Sie geben einen Einblick in die sowohl traurige als auch glückliche Vergangenheit der beiden Familien bis zur Flutung der Heimat. Die Autorin hat in dieser Geschichte ein realistisches Bild der Familien, der Geschehnisse und der Örtlichkeiten gezeichnet. Dass der Roman einen realen Hintergrund hat, fand ich nennenswert  und dass ich bis zum Ende nicht sicher war, was 1954 tatsächlich passiert ist, spricht für die Geschichte.FazitEin gelungener Kriminalroman, ein wenig Romantik, Spannung bis zur letzten Seite und ein unerwartetes Ende. Liebe Grüße, Canis Librum

    Mehr
  • Mein Leseeindruck

    Der dunkle Grund des Sees

    ChattysBuecherblog

    20. September 2016 um 11:44

    Erst kürzlich bin ich auf die Autorin aufmerksam geworden und habe sofort Gefallen an ihrem Schreibstil gefunden. Somit war klar, dass ich auch das vorliegende Buch lesen wollte. Schnell hatte ich mich in die Geschichte um den Forggensee eingelesen. Was mich früher nie wirklich interessiert hatte, wurde mit einem Mal für mich sehr spannend. Gab es wirklich Geheimnisse im See. Geheimnisse die damals, als der Ort überschwemmt wurde, mitgerissen wurden. Dank Internet konnte ich mich schnell darüber informieren und war gespannt, was die Autorin alles in ihrer Story ansprechen würde. Es beginnt im Jahre 2004 mit Isabel und Tom. Ihre Jugendliebe wird durch eine Beichte von Toms Vater jäh zerstört. Die Autorin macht es hier sehr spannend, da nicht verraten wird, was der Vater erzählt hat. Zeitsprung - 2015 Isabels Adoptivmutter stirbt und sie trifft auf dem Friedhof ihre alte Liebe: Tom. Aber nicht nur das wirft sie aus der Bahn. Sondern auch Kassetten, die sie auf dem Dachboden entdeckt. Darin bittet ihr Adoptivmutter um Aufklärung eines vergangenen Falles. Nämlich, was ist mit ihrer Familie in Forggen passiert. Isabel begibt sich auf Spurensuche und entdeckt .... Nein, mehr möchte ich nicht erzählen, da dieser Roman wirklich ganz besonders ist. Nun, ich würde ihn nicht wirklich als Kriminalroman bezeichnen, sondern eher allgemein als Roman. Ich finde, dass sehr viel familiäre Elemente darin gekommen, ebenso wie geschichtliche Hintergründe und auch die Krankheit der Isolierung von der Außenwelt. Die familiären Elemente, wie z.B. die Vergewaltigung und mit der Schuld und dem Wissen zu leben, wird sehr deutlich beschrieben. Man spürt die Zerrissenheit und den Vorwurf innerhalb der Freunde bzw. Familie. Nicht zu vergessen wäre aber auch die Hintergründe des Forggensee. Eine kleine Gemeinde verschwindet in den Fluten eines Stausees und man kann noch immer beim Ablassen des Sees alte Fragmente der Mühle bzw. das Kreuz erkennen. Für mich sind die Informationen auf jeden Fall eine Reise wert. Aber auch die Krankheit: Soziale Phobie wird anschaulich beschrieben. Wie sehr müssen die Menschen darunter leiden, wenn sie sich nicht mehr in die Gesellschaft wagen. Erschreckend zu wissen, dass jeder Zehnte irgendwann mal in seinem Leben an diesen Punkt kommt. Auch hierüber möchte ich gerne mehr wissen. Fazit: Mir hat dieses Buch gut gefallen. Alleine die Geschichte um den Forggensee vermischt mit einer dramatischen Familiengeschichte, haben mich fasziniert. Es gab zwar ab und zu kleine Hänger in der Geschichte, die sich aber problemlos mit Überblättern der Seite beheben ließ. Hier könnt ihr meine komplette Rezension lesen: http://chattysbuecherblog.blogspot.com/2016/09/der-dunkle-grund-des-sees.html

    Mehr
  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

    Mehr
    • 1191

    ChattysBuecherblog

    18. September 2016 um 14:54
  • Der dunkle Grund der Geschichte...

    Der dunkle Grund des Sees

    Alexandra_Luchs

    04. September 2016 um 11:47

    In “Der dunkle Grund des Sees” verwebt die Autorin geschickt wahre Ereignisse, wie die Anstauung des Forggensees in den 1950er Jahren, mit dem fiktiven Drama um das spurlose Verschwinden einer Familie. Dadurch entsteht ein ruhiger und dennoch spannender Krimi, der aber leider nicht viel Neues mit sich bringt. Als Isabels Adoptivmutter Elisa stirbt, macht sie sich getrieben von Schuldgefühlen und Neugier daran die Geschichte ihrer Familie zu erforschen. Als 1954 der Foggernsee angestaut wurde, verschwand Elisas ganze Familie spurlos. Ihren letzten Wunsch, das Schicksal der Eltern und Schwester aufzuklären, möchte Isabel nun unbedingt erfüllen. In wechselnden Abschnitten verfolgen wir die Geschichte von Isabels Nachforschungen in der Gegenwart und den Ereignissen 1954. Ein wenig klischeebeladen sind leider beide Perspektiven: die Vergangenheit erzählt eine spannende Geschichte, ist aber voll von Dorfklüngel und den dazu passenden Figuren. Die engstirnige Großelterngeneration, amerikanische Besatzer und verbotene Beziehungen. Schön arrangiert und dennoch alles nicht neu. Ähnlich erging es mir bei den Abschnitten in Isabels Gegenwart. Ihre Nachforschungen sind spannend und ruhig aufgebaut, alles könnte so schön sein. “Doch die Suche nach der Wahrheit, bringt die junge Frau in Gefahr.”  Das wirkt arg konstruiert und ist zudem in meinen Augen völlig unnötig, auch ohne diese erzwungene Bedrohung hätte die Geschichte doch genug gefesselt. Denn eigentlich sind es die ruhigen Passagen, die Gespräche der Figuren und Betrachtungen über den See und seine Geschichte, die mich doch durchweg interessiert haben. Auch Isabel (unsere Hauptfigur und Dreh- und Angelpunkt der Geschichte) mit ihrer Sozialphobie gibt dem Buch eine besondere Perspektive. Ihre Probleme im Umgang mit Menschen und wie sie diese versucht zu überwinden, geben ihr Tiefe und lassen sie als Charakter bedeutsam erscheinen. Sprachlich ist “Der dunkle Grund des Sees” eher unaufgeregt, eine direkte Sprache die ohne viele Schnörkel oder Metaphern auskommt. Ganz geradeaus erzählt und mit einem schönen Tempo, kommt im Buch keine Langeweile auf. Die Hoffnung jedoch, dass am Ende die Verknüpfung der einzelnen Teile der Handlung zu einem großen Aha-Erlebnis führen, hat sich leider nicht bewahrheitet. In sich zwar logisch aber seltsam erwartet kommt die Geschichte zu ihrem Ende. Ein Buch genauso geeignet für träge heiße Tage auf der Sonnenliege, wie für regnerische Herbstabende. Angenehmes Krimifutter, unblutig und spannend, aber ein wenig unspektakulär.

    Mehr
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

    Mehr
    • 3931
  • Der dunkle Grund des Sees von Stefanie Kasper

    Der dunkle Grund des Sees

    SophieNdm

    22. August 2016 um 02:31

    Inhalt:Als ihre Adoptivmutter Elisa stirbt, zieht die Grafikerin Isabel Radspieler wieder zu ihrem Adoptivvater ans Ufer des Forggensees, wo sie sich um den alten Mann kümmern möchte. Doch in ihrem ehemaligen Kinderzimmer findet sie einen Brief von Elisa mit einer ungewöhnlichen Bitte: Isabel soll das Schicksal von Elisas Eltern und Schwester aufklären, die 1954 spurlos verschwanden, als der Forggensee aufgestaut und ihr Dorf geflutet wurde. Isabel taucht tief in Elisas Geschichte ein und kommt einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur. Was sie nicht ahnt, ist, dass sie damit sich selbst in große Gefahr bringt ... Meine Meinung:Generell muss ich sagen, dass ich doch ziemlich hohe Erwartungen an das Buch hatte. Zum einen, weil sich der Klappentext einfach super interessant angehört hat, (das wäre genau mein Beuteschema) und zum anderen, weil ich von der Autorin bisher nur positive Meinungen über ihr anderes Buch ("Das verlorene Dorf") gehört habe. Naja entweder habe ich das "falsche" Buch erwischt oder es soll einfach nicht sein.. Jedenfalls hat mir die Geschichte überhaupt nicht gefallen.Es gab meiner Meinung nach oft über viele, viele Seiten null Spannung und nur uninteressante, irrelevante Handlungen. Generell finde ich, dass die Spannung für einen Krimi einfach viel zu kurz kommt. Dann die Protagonistin Isabel.. Meine Güte war die nervig. An dieser Figur gab es wirklich nichts, was mich nicht aufgeregt hat.. Ich konnte absolut keine ihrer Handlungen im entferntesten nachvollziehen. Teilweise waren ihre Entscheidungen widersprüchlich (im Bezug auf Tom) und absolut nicht sinnvoll. Auch die Rückblicke in Elisas Vergangenheit fand ich ziemlich zäh und fad. Zum Ende hin ist die Geschichte immer verworrener und verdrehter geworden und hat letztendlich keinen gescheiten, glaubhaften Abschluss bekommen. Es kam mir ein bisschen so vor, als ob die Autorin einen gern auf eine falsche Fährte gelockt hätte, sich dann aber doch nicht getraut und irgendein Mittelding daraus gemacht hat. Fazit:Wirklich schade, hier hätte man auf jeden Fall mehr rausholen können. Die Grundidee fand ich gut! Ich bin nach diesem Buch auch unschlüssig, ob ich noch andere Werke der Autorin lesen möchte.

    Mehr
  • Familiengeheimnis: Der dunkle Grund des Sees - Stefanie Kasper

    Der dunkle Grund des Sees

    DunklesSchaf

    21. August 2016 um 16:52

    Forggensee – ein Stausee, der 1954 entstand und den Weiler Forggen, der ihm seinen Namen verlieh, flutete. Isabels Adoptiveltern, Elisa und Quirin Radspieler gehörten zu den Kindern, die in Forggen aufwuchsen. Doch das ist lange her. Isabel, zurück in ihrem Heimatdorf, nachdem Elisa an Krebs gestorben ist, macht sich auf Elisas Wunsch hin auf die Suche nach den Spuren ihrer verschwundenen Familie. Elisa hat Kassetten besprochen, die Isabel nun nach und nach hört und damit das Geheimnis der Familie Forggenmüller versucht aufzudecken, die kurz vor der Flutung von einem Tag auf den anderen verschwanden. Bis auf Elisa, welche die Nacht woanders verbracht hatte. Daran, dass ihre Familie ohne sie weggegangen ist, kann Elisa nicht glauben, doch was ist damals passiert? Isabel hört nicht nur Elisas Geschichte, sondern stochert in einigen Erinnerungen und wühlt auf, was manche lieber weiter verborgen hätten. Isabel Radspieler ist eine schwierige Protagonistin, um Ermittlungen anzustellen. Sie leidet an einer Sozialphobie, geht kaum aus ihrer Wohnung und diese ist nun auch nicht der Traum, sondern ziemlich verwahrlost. Sie schafft es noch nicht einmal, die Wohnung zu verlassen, um ihre Adoptivmutter Elisa am Krankenbett zu besuchen, erst zur Beerdigung. Alles denkbar schlechte Bedingungen, um an einem Geheimnis zu knabbern und dies zu lösen. Allerdings kann Tom, ihr Cousin und früherer Freund/Liebhaber, der sie überraschend fallen hat lassen und Isabel so diese Trennung nie verwunden hat, dazu überreden, eine Therapie zu machen, nachdem sie ihn auf der Beerdigung wieder trifft. Danach ist es besser, doch immer wieder spielt Isabel ihre Angst dazwischen und sie kommt in Situationen, in denen ihr die Worte fehlen bzw. sie um diese ringen muss. Und obwohl Tom in dieser Hinsicht einen positiven Effekt auf Isabel hat, kam ich nur schwer mit der Romanze der beiden zurecht. Ich bin eh kein Freund von Liebesbeziehungen in Krimis – wobei auch hier der Titel Kriminalroman weit gefasst ist, denn eigentlich ist es eher die Geschichte einer Familie, in der ein Geheimnis gehütet wird und auch Todesfälle vorkommen – aber hier war ich wirklich genervt davon. Tom und Isabel kommen wieder zusammen, trennen sich, kommen wieder zusammen… puh. Gar nicht meins. Was mich aber am meisten stört, ist die Tatsache, dass Isabel Tom bedingungslos wieder in ihrem Leben akzeptiert, obwohl die Trennung  damals mehr als schmerzhaft war und er ihr auch keinen Grund genannt hatte. Für mich nicht nachvollziehbar. Aber neben dem ganzen persönlichen Geplänkel gibt es ja auch noch das Geheimnis um den Forggensee. Eine spannende Sache – man kann heute, wenn der Stausee abgelassen ist, wohl noch zu den Ruinen des damaligen Weihers wandern. Dazu passend finde ich übrigens auch das Cover sehr gelungen. Abwechselnd befindet man sich nun im Hier und Jetzt, aber eben auch in der Zeit vor der Flutung. Elisa und ihre Schwester Sybille, sowie die Söhne Radspieler, Michael und Quirin, sind Nachbarskinder und so im Alter zwischen 7 und 12 kurz vor der Flutung, doch Elisa hat ihre Erinnerungen nicht unbedingt chronologisch aufgezeichnet und so ist man gemeinsam mit Isabel ab und an verwirrt. Überhaupt viel es mir manchmal doch schwer die vielen Informationen zu ordnen und einen Überblick über die offenen Fragen zu halten. Zudem wird ziemlich lange kaum eine Frage beantwortet, sondern nur noch neue Fragen aufgeworfen. Um das Geheimnis bis zum Schluss zu wahren, werden dann sogar verschiedene Lösungen angeboten, unter denen der Leser bzw. Isabel wählen kann, bzw. diese glauben kann, bis dann die letztendliche Lösung auftaucht. Die Spurensuche mit den Ausschnitten aus der Vergangenheit, aber auch die Fragen, die Isabel jetzt stellt, sind spannend zu verfolgen, die privaten Dinge zwischendrin eher nicht so und haben mich auch genervt. Nichtsdestotrotz waren diese Dinge natürlich alle schön verwoben und es galt sie zu entwirren. Fazit: Eher Familiendrama, denn Kriminalroman. Das Geheimnis um die Forggenmüller war spannend zu verfolgen, wenn auch manchmal verwirrend. Das private Geplänkel konnte mich nicht überzeugen und hat mich genervt.

    Mehr
  • Sehr ruhiger Krimi

    Der dunkle Grund des Sees

    Nenatie

    18. August 2016 um 21:48

    InhaltIsabel Radspieler lebt alleine in einer kleinen Wohnung. Sie ist von zu Hause ausgezogen. Doch als ihre Adoptivmutter Elisa stirbt zieht sie wieder zu ihrem Adoptivvater ans Ufer des Forggensees. Elisa hat aber ein kleines Geheimnis für Isabel hinterlassen. In ihrem Zimmer findet Isa einen Brief und alte Kassetten mit der bitte das Schicksal von Elisas Familie aufzuklären. Die Familie ist im Jahr 1954 spurlos verschwunden, kurz bevor der Forggensee aufgestaut wurde und das Dorf dafür weichen musste. Eine spannende Suche beginnt.MeinungLetztes Jahr habe ich die Autorin entdeckt, ihr Buch Das verlorene Dorf konnte mich überzeugen. Der Inhalt von Stefanie Kaspers neuem Buch klang auch sehr interessant und ich wollte das Buch lesen.Das Buch ist ein Krimi der auf zwei Zeitebenen spielt. Man begleitete Isabel in unserer aktuellen Zeit durch ihr Leben und erfährt dann nach und nach etwas über das leben ihrer Adoptivmutter, die von Isabel nur Tante Elisa genannt wird, nach dem zweiten Weltkrieg.Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen. Man hat nicht die typischen Heldinnen die ihr Leben meistern. Isabel lebt alleine und hat durch ein sehr Einschneidendes Erlebnis eine starke Soziophobie entwickelt. Sie versteckt sich in ihrer Wohnung und lässt niemanden gerne in ihre Nähe. Sie sagt auch keinem irgendetwas und versucht gegenüber ihrer Tante und ihrem Onkel. Isabel und ihre Krankheit waren wirklich gut dargestellt. Ganz ohne Klischees oder Bewertungen, einfach die Realität. Und der Leser begleitet sie auch auf dem schweren Weg und dem Kampf gegen die Soziophobie. Dabei erhält sie auch Hilfe von ihrem Cousin und Onkel.Elisas Geschichte wird immer wieder ein bisschen eingestreut. Sie hat Isabel viele selbstbesrpochene Kassetten hinterlassen mit deren Hilfe Isabel versucht einen alten Fall zu klären. Auch Nachforschungen in der heutigen Zeit versucht Isabel anzustellen.Der Fall ist wirklich knifflig und interessant. Man kann miträtseln und eigene Theorien entwickeln. Das ganze Buch ist eher ruhig und entwickelt sich sehr langsam und unaufgeregt. Teilweise plätschert alles so vor sich hin, es wird aber nicht langweilig. Die Geschichte entwickelt einen Sog und man möchte immer weiter lesen und das Geheimnis lüften.Der Schreibstil ist gut zu lesen und wunderschön.Insgesamt ein interessantes aber ruhiges Buch, ein bisschen mehr Spannung hätte ich mir aber gewünscht.4 Sterne.

    Mehr
  • Auf der Suche nach der Wahrheit

    Der dunkle Grund des Sees

    buecherwurm1310

    17. August 2016 um 16:47

    Isabel traut sich kaum aus dem Haus, denn sie kann nicht unter Menschen sein. Seit sich Tom kurz nachdem sie ihre Beziehung bekannt gemacht haben von ihr trennt, geht es ihr sehr schlecht. Selbst als ihre Adoptivmutter im Sterben liegt, schafft sie es nicht, zu ihren Adoptiveltern zu fahren. Erst zur Beerdigung reist sie an und trifft dort Tom wieder. Als sie zu ihrem Adoptivvater zieht, findet sie in ihrem ehemaligen Zimmer in einem Versteck eine Brief von Elisa und an ganze Menge besprochener Kassetten. Elisa möchte, dass Isabel herausfindet, warum Elisas Eltern und ihre jüngere Schwester Sybille 1954 spurlos verschwanden, kurz bevor über dem Heimatdort der Familie der Forggensee aufgestaut wurde. Es ist eine sehr eindringliche und düstere Geschichte, die uns Stefanie Kasper hier erzählt, aber eine Geschichte, die einen gefangen nimmt. Isabel hat sich in einer verwahrlosten Wohnung vor den Menschen versteckt. Sie schafft es kaum, sich das Notwendige im Supermarkt zu holen. Aber sie verheimlicht ihre Soziophobie sogar vor den Adoptiveltern. Doch Elisa hatte schon länger eine Ahnung und durch ihren letzten Willen soll die mit Schuldgefühlen behaftete Isabel aufgerüttelt werden. Sie soll das Schicksal der Familie aufklären und sich selbst wieder ins Leben holen. Quirin, Isabels Adoptivvater, kann ihr die Abwesenheit nicht verzeihen und braucht eine Weile, bis er begreift, dass Isabel ihre eigenen Probleme hat. So sehr sie andere Menschen meidet, so vertrauensvoll wendet sich Isabel wieder Tom zu, der sie zu einer Therapie überredet. Isabel will danach mit Hilfe von Tom aufklären, was in der Vergangenheit geschehen ist. Doch sie stoßen nur auf Schweigen oder Lügen. Immer wieder gibt es neue Versionen. Aber was ist die Wahrheit? Isabel will ihrer Tante ihren Wunsch erfüllen und gibt nicht auf, dabei begibt sie sich in große Gefahr. Am Ende klärt sich alles und man ist schockiert über das Verhalten der Beteiligten. Schon damals hat das Vergangene einen großen Einfluss auf das Leben der betroffenen Familien. Als dann auch noch der Verlust der Heimat droht, verändern sich die Menschen und es gibt Gewalt und Manipulation und erschreckendes Handeln. Es entwickelt sich eine Abhängigkeit, die bis in die Gegenwart wirkt. Ich kann das Verhalten der Personen oft nicht nachvollziehen und die Abgründe, die sich dann auftun, sind furchtbar. Das Ende hatte ich so nicht erwartet, aber es ist schlüssig. Ein bestürzendes Familiendrama, das mich wirklich gepackt hat.  

    Mehr
  • Der lange Weg zur Wahrheit

    Der dunkle Grund des Sees

    Fluse

    13. August 2016 um 17:41

    Isabel Radspieler ist jung, verliebt und nicht wissend, dass dieses Glück nur von kurzer Dauer sein wird. Denn Tom, ihre unfassbar große Liebe, verlässt sie, kurz nachdem die Eltern von dieser Beziehung erfahren. Isabel bleibt zurück, ohne Erklärungen und muss ihr Leben in andere Bahnen bringen. Leider spielt ihr genau dieses Leben übel mit und so gerät sie immer weiter hinein in ihre Krankheit, eine Krankheit, die ihr alles raubt, denn sie leidet unter sozialer Phobie. Selbst als ihre Adoptivmutter Elisa im Sterben liegt, schafft sie es nicht, sich auf den Weg zu machen. Nach dem Tod ihrer geliebten Tante zieht Isabel wieder zurück, zu ihrem Adoptivvater ans Ufer des Forggensees. Sie lässt sich helfen und beginnt fortan, der Krankheit die Schulter zu zeigen und lässt sich mehr und mehr auf ihren Onkel ein. Und auch Tom spielt wieder eine Rolle ... Gemeinsam mit Tom will sie Antworten suchen. Denn im ehemaligen Kinderzimmer findet Isa einen Brief von Elisa mit einer großen Bitte. Isabel soll das Schicksal von Elisas Familie aufklären. Eine Familie, die 1954 spurlos verschwand, als der Forggensee aufgestaut, die Heimat geflutet wurde. Auf der Suche nach der Wahrheit stoßen Tom und Isabel einmal mehr auf neue Fragen und müssen sich immer wieder neu orientieren und schauen, wem sie überhaupt glauben können. Je tiefer Isabel gräbt, je näher kommt sie einem dunklen Geheimnis, einem Geheimnis, welches nicht nur ihr Leben verändert wird sondern auch Opfer fordert, weitere Opfer, denn damals verschwand nicht nur Elisas Familie .... Und es gab damals nicht nur ein Geheimnis ... Wer es sprachlich ausgefüllt mag, von Familientragödien, die in verschiedenen Zeitebenen spielen, fasziniert ist, sollte hier zugreifen. Kritisch sehe ich allerdings, dass der Weg zur Wahrheit sehr lang ist, dem Leser werden für eine gelöste Frage direkt zwei neue präsentiert. Aber das mag rein persönliche Empfindung sein.

    Mehr
  • Der dunkle Grund des Sees - ein Buch mit Sucht Potenzial

    Der dunkle Grund des Sees

    Lese_gerne

    04. August 2016 um 15:23

    Gewidmet allen, der Heimat Geflohenen, der Heimat Betrogenen Isabel Radspieler wird als Kind von Elisa und Quirin Radspieler adoptiert. Sie wächst in einem Haus im Ostallgäu in der Nähe des Forggensees bei den beiden auf. Als 2015 ihre Adoptivmutter Elisa stirbt zieht Isabel von Bamberg wieder zurück in ihr Elternhaus am Forggensee. Isabel hat in ihrem Kinderzimmer ein Geheimfach in dem immer noch persönliche Dinge wie Tagebücher von ihr oder Schmuck versteckt sind. In diesem Fach entdeckt sie einen Brief und besprochene Kassetten von Elisa. Isabel soll das Schicksal von Elisas Eltern und Schwester aufklären, die 1954 spurlos verschwanden. Zu dieser Zeit wurde der Forggensee aufgestaut und das Dorf Forggen geflutet. Doch irgend jemand möchte nicht, dass Isabel die Wahrheit erfährt und versucht sie daran zu hindern. Isabel kommt einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur und bringt sich damit selbst in Gefahr.... ************************ Da ich von Stefanie Kasper schon die Bücher „Das dunkle Haus der Träume“ und „Das verlorene Dorf“ kenne war ich sehr auf ihr neuestes Buch gespannt. Mir gefällt es, dass die Bücher in der Heimat der Autorin im Ostallgäu handeln und meistens auch ein Allgäuer Dialekt einfließt. Das Buch beginnt sehr düster mit Elisas Krankheit, Beerdigung und mit Isabels Sozial Phobie, die sie als erwachsene Frau entwickelt hat. Da hat mir Isabel schon leid getan, die sogar mit einem normalen Einkauf im Lebensmittelladen mit sich kämpfen musste. Als sie Elisas Kassetten hört wandern wir in die fünfziger Jahre zurück, als es noch den Weiler Forggen gab. Im Buch darf Forggen ein Dorf sein. In Wahrheit war es ein Weiler von fünf Hausnummern, das zusammen mit den Ortschaften Deutenhausen und Brunnen bei der Aufstauung des Forggensees 1954 geflutet wurde. Das hat mich etwas an den Kirchturm von Alt-Graun im Reschensee in Südtirol erinnert. Stefanie Kasper versteht es sehr gut in ihren Büchern eine Sucht auszulösen. Bis zum Schluss ist nicht klar wie die Geschichte ausgehen könnte und man muss unbedingt weiterlesen um endlich die Lösung zu erfahren. Sie versteht es wirklich gut Spannung in die Geschichte zu bringen. Außerdem gefällt mir der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit immer sehr gut. Das hat mir schon bei dem Buch „Das Haus der dunklen Träume“ so gut gefallen. *************************** Ich kann dem Buch eine klare Leseempfehlung aussprechen. Wer gerne Familiengeheimnisse löst und dem es nichts ausmacht, dass das Buch leichte Thriller Eigenschaften hat wird viel Freude damit haben.

    Mehr
    • 2
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks