Stefanie Kremser

 3,9 Sterne bei 144 Bewertungen
Autorenbild von Stefanie Kremser (©)

Lebenslauf von Stefanie Kremser

Stefanie Kremser wurde im Dezember 1967 in Düsseldorf geboren und lebte in zwei weiteren Städten in Nordrhein-Westfalen und Hessen, bevor sie im Alter von sieben mit ihren Eltern nach Südamerika zog. Sie wuchs dreisprachig zwischen den Welten auf: ihre neue Heimat war São Paulo, in Brasilien, die väterliche Familie lebte in Cochabamba, Bolivien, die mütterliche in Deutschland, nahe Neuss. Noch in São Paulo besuchte sie eine Fotografieschule und zog mit zwanzig weiter nach München, um Dokumentarfilm an der Hochschule für Fernsehen und Film zu studieren. Sie arbeitete als Dokumentarfilmerin in Südamerika, Afrika und Europa, bis sie das Fach zur Autorin wechselte - um gleichzeitig von Portugiesisch, ihrer bisherigen Kultursprache, ins Deutsche zu wechseln. Nach der Veröffentlichung ihres ersten Romans "Postkarte aus Copacabana" begann sie auch als Drehbuchautorin zu arbeiten und schuf mehrere Drehbücher für den Münchener Tatort (einer davon nominiert für den Adolf Grimme Preis) und fürs Kino. www.stefaniekremser.de

Alle Bücher von Stefanie Kremser

Cover des Buches Der Tag, an dem ich fliegen lernte (ISBN: 9783462049091)

Der Tag, an dem ich fliegen lernte

 (71)
Erschienen am 09.06.2016
Cover des Buches Die toten Gassen von Barcelona (ISBN: 9783462043259)

Die toten Gassen von Barcelona

 (66)
Erschienen am 18.08.2011

Neue Rezensionen zu Stefanie Kremser

Cover des Buches Die toten Gassen von Barcelona (ISBN: 9783462043259)
E

Rezension zu "Die toten Gassen von Barcelona" von Stefanie Kremser

Krimi, Stadtführer und Kritik an der Immobilienbranche in einem
Eselsohrevor 9 Monaten

Eine junge Frau möchte die Geburtsstadt ihrer Mutter erkunden und wird einen guten Freund durch die Stadt geführt. Dadurch lernt man die Stadt wirklich ein wenig kennen. Sie stolpert (im wahrsten Sinne des Wortes) über eine Leiche und gerät in die Mordermittlungen und erhält immer tiefere Einblick hinter die schönen Fassaden und tollen Immobilien. 

Insgesamt ist ein spannendes Buch, in dem Morde aufgeklärt werden, man tiefere Einblicke in das Vorgehen der Immobilienbranche erhält und mehr über das Leben in Barcelona, die Bars, Restaurants und Parks erfährt. 

Wirklich lesenswert. 

Kommentare: 1
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Cover des Buches Der Tag, an dem ich fliegen lernte (ISBN: 9783839813362)
Frau_M_aus_Ms avatar

Rezension zu "Der Tag, an dem ich fliegen lernte" von Stefanie Kremser

Solange uns jemand auffängt, wenn wir fallen
Frau_M_aus_Mvor 10 Monaten

Weder der Buchtitel noch das Cover des Buches finde ich besonders ansprechend. Aber wie so oft, ist das Äußere eine Sache, der Inhalt eine andere. Jedenfalls war ich von der Leseprobe total begeistert. Nach dem Lesen des ganzen Romans bin ich es immer noch, auch wenn sich die emotionale Tiefe nicht über die ganze Geschichte hinzieht.

Die Autorin Stefanie Kremser wuchs in einem deutsch-brasilianischen Elternhaus in Sao Paulo, Brasilien auf. Der inhaltliche Bezug auf Brasilien ist daher sehr authentisch.

Die zentrale Figur ist Luisa, manchmal auch Lulu genannt. Sie wird einige Stunden nach ihrer Geburt von ihrer Mutter nicht nur verlassen, sondern auch im fünften Stock aus dem Fenster fallen gelassen. Sie überlebt das, weil sich im richtigen Augenblick jemand in der Nähe befand, der sie auffangen konnte. Eine geradezu symbolische Situation. Das Leben kann weitergehen, solange uns jemand auffängt, wenn wir fallen. Luisa wächst in der Studenten-WG ihres Vaters auf. Das ist eine ganz ungewöhnliche Kindheit, aber jedenfalls nicht die schlechteste Lösung.

Es ist immer jemand da, der sich um Luisa kümmert. Zeitweise wohnt auch ihr Retter Fergus, ein britischer Rugby-Spieler und Schreiner mit in der Gemeinschaft. Es sind Bewohner, die sich alle in einer Sondersituation befinden: Nicht mehr bei dem Eltern zu leben, aber auch noch keine eigene Richtung eingeschlagen zu haben. Es ist so ein Schwebezustand, in dem die Dinge reifen, bis es zu einer neuen Qualität kommt. Luisas Vater Paul kann sich auf keine neue Partnerschaft einlassen. Er kann einfach nicht mit Luisas spurlos verschwundenen Mutter Aza abschließen.

Wie so oft im Leben ist es auch hier so, dass wir die erforderlichen Informationen erhalten, wenn die Zeit reif dafür ist. Als Luisa 7 Jahre alt ist, löst sich die Studenten-WG auf, und Paul fällt eine Information in die Hände, die auf Azas möglichen Aufenthaltsort hinweist. Es stellt sich heraus, dass Aza einer der Nachfahren von Auswanderern aus dem bayrischen Dorf Hinterdingen ist, die 1893 nach Brasilien ausgewandert sind. Eine Geschichte mit langen Schatten in Brasilien und auch in Deutschland.

Paul nimmt eine Lehrerstelle in Sao Paulo an. Sie leben also in Brasilien und suchen nach Aza. Sie finden sie auch, haben wenig Zeit, mit ihr zu sprechen, denn Aza ist nur kurze Zeit bei ihrer Familie zu Besuch und gerade auf dem Weg zu ihrem Flug nach USA, wo ihr Mann und ihr kleiner Sohn leben. Sie füllt die Lücken in Luisas Geschichte. Und ganz leise, fast überliest man es, wird mitgeteilt, dass Paul gar nicht Luisas biologischer Vater ist.

Die Geschichte wird erzählt aus der Sicht des kleinen Kindes Luisa. Die Leichtigkeit, der Humor und die unvoreingenommene Offenheit der Erzählweise machen dieses Buch zu einem leicht lesbaren, emotional stellenweise sehr berührendem Lesestoff.

Der letzte Satz des 1. Kapitels ist eine bzw. die Botschaft dieses Romans: ".. und ich lernte,dass Liebe, ganz wie der Sinn des Lebens, ein ebenso ernstes und schmerzvolles Thema war wie Verlassenheit, ja, dass man lieben konnte, obwohl man verlassen worden war – und verlassen konnte, obwohl man liebte." Viele Dinge werden nicht direkt ausgesprochen, vor allem aber nicht bewertet, be- bzw. verurteilt. Die Geschichte ist wie sie ist. Es bleibt einem sowieso nichts anderes übrig, als das Beste daraus zu machen. Sie spricht bestimmt diejenigen Leser in besonderem Maße an, die eine ähnlich spektakuläre Familiengeschichte haben.

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Cover des Buches Der Tag, an dem ich fliegen lernte (ISBN: 9783462049091)
Seitenwandlerins avatar

Rezension zu "Der Tag, an dem ich fliegen lernte" von Stefanie Kremser

Ungewöhnlich, fast skurril und dennoch glaubwürdig erzählt
Seitenwandlerinvor 2 Jahren

Das Buch erzählt die ersten sieben Lebensjahre der kleinen Luisa aus ihrer eigenen Perspektive - beginnend an dem "Tag, an dem sie fliegen lernte." Das war der Tag ihrer Geburt und auch der Tag, an dem ihre Mutter sie aus dem Krankenhausfenster fallen ließ. Dass sie überlebte, verdankt Luisa nur einem zufällig vorbeispazierenden Rudgy-Spieler, der fortan mit ihr, ihrem Vater Paul und weiteren Mitbewohnern in einer Studenten-WG leben wird. 

Luisas Leben ist geprägt von der Frage, wer ihre Mutter, diese Aza, eigentlich war - und wie es dazu kam, dass sie ihr Baby aus dem Fenster fallen ließ. Entsprechend begeben sich Paul und Luisa mit Hilfe der WG auf Spurensuche...

****

Der Plot ist dicht, spannend und macht einige überraschende Wendungen. Man möchte immer wissen, wie es weitergeht. Die Ideen sind ungewöhnlich, mitunter fast schon skurril. Das Buch bewegt sich irgendwo zwischen einem realitätsnahen Roman und einer Fabel mit völlig unwahrscheinlichen, aber dennoch bedeutungstragenden Elementen.

Auch schließt man die Figuren sofort ins Herz: Die kleine Luisa, die mit kindlicher Naivität durch ihr ungewöhnliches Leben stapft; ihr tapferer Vater Paul, der als alleinerziehender Papa besteht und auch noch nebenbei sein Studium schafft; der Lebensretter Fergus, der fortan zu so etwas wie einem gutherzigen Onkel wird... und noch einige mehr!

Nicht zuletzt ist der Roman mit viel Sprachgewalt und -witz geschrieben. Der Schreibstil ist mal fast selbstironisch, mal augenzwinkernd, immer empathisch. Eine Autorin, die wirklich Sprache für sich und ihre Geschichte nutzen kann.

Sehr empfehlenswert also! Dennoch aber keine fünf Sterne, denn ich habe sehr gemischte Gefühle darüber, wie das Thema der Beinahe-Kindstötung behandelt wird. Dieses Ereignis wird im Buch zum "Fliegenlernen" stilisiert --- doch ein Kind aus dem Fenster fallen zu lassen ist unverzeihlich; kein Akt der Befreiung des Kindes, sondern ein Akt des Tötens. Auch wenn ich zugestehe, dass das ganze Buch wohl eher metaphorisch zu verstehen ist, finde ich das eine grenzwertige Darstellung eines in der Realität schrecklichen Vorgangs.


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Gespräche aus der Community

Ein warmherziger Roman über die Suche nach der eigenen Herkunft

Stefanie Kremser hat mit "Der Tag, an dem ich fliegen lernte" einen Roman voller ungewöhnlicher Wendungen von den skurrilen Folgen einer Auswanderung, von der Sehnsucht, die eigene Herkunft zu erkunden, und der Langlebigkeit von Familienlegenden geschrieben. Hier könnt ihr dieses gefühlvolle Buch in unserer Leserunde diskutieren!

Mehr zum Inhalt:
Als Luisas Mutter Aza gleich nach der Geburt das Weite sucht und zurück in ihr Heimatland Brasilien flüchtet, nimmt Luisas Vater Paul das Kind zu sich in die Münchener Studenten-WG. Erst viele Jahre später machen sich die beiden auf, um Azas Beweggründen auf die Spur zu kommen.
Luisa hat ihr Leben dem beherzten Einsatz des Engländers Fergus zu verdanken, der sie kurz nach der Geburt rettet. Fergus zieht dann auch gleich mit Luisa in die WG ihres Vaters Paul, der nicht verstehen kann, dass Aza einfach so abgehauen ist. Ihr Name ist fortan in der WG tabu. Als sich jedoch die heranwachsende Luisa für die Geschichte ihrer Mutter zu interessieren beginnt und Paul merkt, dass er verstehen muss, um mit Aza abschließen zu können, machen sich die beiden auf, um ihren Spuren zu folgen. Die Reise führt zunächst nach Hinterdingen, einem kleinen bayerischen Dorf, das in der Vergangenheit von Azas Familie eine große Rolle spielt. Doch hier nimmt die Geschichte nur ihren Anfang. Weiter erzählt wird sie in Brasilien, wo ein Teil der Hinterdingener 1893 ein neues Leben begann.


Zur Leseprobe

Mehr zur Autorin:
Stefanie Kremser wurde im Dezember 1967 in Düsseldorf geboren und lebte in zwei weiteren Städten in Nordrhein-Westfalen und Hessen, bevor sie im Alter von sieben mit ihren Eltern nach Südamerika zog. Sie wuchs dreisprachig zwischen den Welten auf: ihre neue Heimat war São Paulo, in Brasilien, die väterliche Familie lebte in Cochabamba, Bolivien, die mütterliche in Deutschland, nahe Neuss. Noch in São Paulo besuchte sie eine Fotografieschule und zog mit zwanzig weiter nach München, um Dokumentarfilm an der Hochschule für Fernsehen und Film zu studieren. Sie arbeitete als Dokumentarfilmerin in Südamerika, Afrika und Europa, bis sie das Fach zur Autorin wechselte - um gleichzeitig von Portugiesisch, ihrer bisherigen Kultursprache, ins Deutsche zu wechseln. Nach der Veröffentlichung ihres ersten Romans "Postkarte aus Copacabana" begann sie auch als Drehbuchautorin zu arbeiten und schuf mehrere Drehbücher für den Münchener Tatort (einer davon nominiert für den Adolf Grimme Preis) und fürs Kino.

Gemeinsam mit dem KiWi-Verlag verlosen wir für die Leserunde 25 Exemplare des Romans "Der Tag, an dem ich fliegen lernte" von Stefanie Kremser.* Wenn ihr eines der Bücher für die Leserunde gewinnen wollt und die Chance nutzen wollt, mit der Autorin selbst zu diskutieren, beantwortet einfach folgende Frage:

Was bedeutet Heimat für euch?

Ich wünsche euch viel Glück für eure Bewerbung und viel Spaß bei der Leserunde mit Stefanie Kremser!



*Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten und dem Schreiben einer abschließenden Rezension.


361 BeiträgeVerlosung beendet
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Letzter Beitrag von  StefanieKremservor 8 Jahren
Danke, Stjama, wie schön.
Was mag wohl hinter dem Namen "Die toten Gassen von Barcelona" stecken? "Was Donna Leon für Venedig ist, wird Stefanie Kremser für Barcelona werden" - so lautet das Zitat, das in Zusammenhang mit diesem Buch genannt wird und auf die Liebe zur Stadt Barcelona hinweisen soll, die in diesem Roman steckt. Es handelt sich dabei um den ersten Roman der bisher als Drehbuchschreiberin für den Tatort bekannten Autorin Stefanie Kremser. Die Autorin wird diese Leserunde aktiv begleiten und mit euch an der Diskussion teilnehmen - bei Fragen nutzt bitte die Kategorie "Fragen an die Autorin"! Auf jeden Fall erwartet uns ein Krimi, der neben seinem liebevoll gestalteten Hintergrund der wunderschönen Stadt Barcelona mitreißen und mitfiebern lassen soll. Hier erfahrt ihr mehr zur Geschichte: "Anna Silber reist nach Barcelona in die Geburtsstadt ihrer Mutter, um dort einen alternativen Reiseführer zu schreiben. Doch schon bei ihrer Ankunft liegt ein toter Mann auf der Straße, und ein kleiner Junge drückt ihr ein Bleistückchen in die Hand, das vielleicht dem Toten – oder dem Mörder? – gehörte. Der Tote ist nicht das einzige Opfer – ein Serientäter scheint umzugehen, doch wo ist das Muster, wo das Motiv? Durch einen Zufall kommt Anna dem Täter auf die Schliche – und gerät dabei selbst in große Gefahr. Stefanie Kremser, die in Barcelona lebt, hat einen Roman geschrieben, der warmherzig und spannend zugleich von Mord und Verbrechen, aber auch von Freundschaft, Loyalität und Liebe erzählt. Ein spannender Krimi, der den Leser über die Plätze und durch die Gassen Barcelonas führt und zugleich einen Blick hinter die Kulissen dieser faszinierenden Mittelmeermetropole wirft." So fließt die ganze Liebe zu dieser Stadt in die Geschichte ein. Trotz der toten Gassen, die der Titel beschreibt, können wir uns also auf eine lebendige Erzählung freuen. Eine Geschichte, die uns eine Stadt näherbringt, die wir so vielleicht noch nicht kannten. Wenn ihr nun heiß darauf seid, euch schon bald mitten in der Geschichte rund um Anna Silber wiederzufinden und eins von 25 Testleseexemplaren zu gewinnen, dann beantwortet einfach folgende Frage: Wenn ihr Urlaub an einem Schauplatz aus einem eurer Bücher machen könntet, an welchen würde es euch verschlagen? Vielleicht habt ihr ja selbst heimlich Lust, einem Krimischauplatz beizuwohnen ;-) Unter allen, die bis einschließlich 10.08.2011 ihre Antwort in das Feld Bewerbungen schreiben werden die 25 Exemplare verlost und ihr könnt euch auf eine spannende Diskussion mit der Autorin und ein paar spannende Lesestunden freuen! Wir wünschen viel Spaß und viel Glück allen, die teilnehmen werden!
387 Beiträge
schlumelines avatar
Letzter Beitrag von  schlumelinevor 11 Jahren
Oh, mir ist aufgefallen, dass ich total vergessen habe die Rezension hier noch zu posten, aber hier kommt sie: Anna Silber hat ihre gesamte Familie verloren. Den Tod ihrer Liebsten hat sie noch nicht verwunden und so begrüßt sie den Auftrag für ein Projekt nach Barcelona zu reisen als willkommene Ablenkung. Anna soll über diese Stadt einen alternativen Reiseführer schreiben und findet Unterkunft bei einem alten Bekannten. Der Journalist Rafael stellt ihr seine Wohnung zur Verfügung, denn er ist gerade dabei mit seinem Freund Quim, der bei der Mordkommission arbeitet, eine gemeinsame Wohnung zu beziehen. In der Nähe von Rafaels Wohnung hat es einen Todesfall gegeben. Ein Mann ist von einem Hochhaus herabgestürzt. Schnell steht fest, dass es sich nicht um einen Selbstmord handelt, denn der Tote wurde zuvor bereits erwürgt. Und nicht nur das: Es gibt eine ganze Reihe ungeklärter Mordfälle in letzter Zeit. Quim und seine Mordkommission stehen vor einem Rätsel, vor allem aber sehen sie die Verbindung nicht, die zwischen den Todesfällen besteht. Anna Silber macht sich gerne daran den Ermittlern zu helfen, liegt ihr etwas Detektivsinn doch im Blut. Bei ihren Recherchen den Reiseführer betreffend kommt sie Stück für Stück des Rätsels Lösung auf die Spur, macht dabei aber auch Bekanntschaft mit einer dunklen Seite Spaniens und der wundervollen Touristenstadt Barcelona. Hier werden auf ganz miese Art Immobiliengeschäfte betrieben. Häuser verkommen, Mieter werden vergrault und dann werden die Objekte für andere Zwecke vermarktet. Barcelona verändert sich, das Flair einer Stadt wird überschattet durch miese Geschäfte. Die Geschichte wird größtenteils aus der Sicht von Anna in der Ich-Perspektive geschildert. Einschübe gewähren dem Leser auch einen Blick auf eine andere Person, die eine entscheidende Rolle im Buch spielt. Nach dem Lesen des Buches wird auch die Verbindung zum Cover klar. Was zunächst nicht auf einen Krimi schließen lässt, sondern eher auf einen historischen Roman, ist die auf dem Cover abgebildete Statue einer Heiligen. Diese aber ist der Schlüssel zur Lösung des Falles und damit ein wichtiges Puzzlestück bei der Suche nach dem Täter. Das Buch lässt sich flüssig lesen und beschreibt auch in außergewöhnlicher Weise die Stadt Barcelona. Hier werden sich allerdings Kenner dieser Stadt wohler fühlen als solche, die noch nie in Barcelona waren. Etwas gestört haben die vielen Zufälle, die Anna dazu verhelfen der Lösung immer ein Stückchen näher zu kommen. Wenn man bedenkt wie groß Barcelona ist, so war das dann doch ein wenig zu viel des Guten. „Die toten Gassen von Barcelona“ ist nicht nur Krimi sondern mehr als das und trotz einiger weniger Abstriche ein gelungener und auch nicht alltäglicher Roman.

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in 192 Bibliotheken

von 45 Lesern aktuell gelesen

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