Stefanie Kremser Der Tag, an dem ich fliegen lernte

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Inhaltsangabe zu „Der Tag, an dem ich fliegen lernte“ von Stefanie Kremser

Von fliegenden Babys und einem bayerischen Dorf im Urwald

Eigentlich hat Luisa ihr Leben den starken Armen von Rugbyspieler Fergus zu verdanken. Er rettet sie kurz nach der Geburt, während ihre Mutter Aza zurück in ihre brasilianische Heimat flüchtet. Luisa wächst daraufhin behütet in der chaotischen WG ihres Vaters Paul auf. Erst Jahre später beginnt sie sich für die Geschichte ihrer Mutter zu interessieren, und auch Paul hat sich noch lange nicht mit dem Verlust seiner großen Liebe abgefunden. Zusammen machen sich Vater und Tochter auf eine abenteuerliche Suche, die sie vom bayerischen Dorf Hinterdingen bis zu dessen Zwilling im brasilianischen Urwald führt.

Dieses warmherzige, wendungsreiche Hörbuch erzählt von den skurrilen Folgen einer Auswanderung, von der Sehnsucht, die eigene Herkunft zu erkunden, und der Langlebigkeit von Familienlegenden.

Anna Thalbach stand bereits mit sieben Jahren das erste Mal für einen Kinofilm vor der Kamera. Seitdem arbeitet sie gleichermaßen erfolgreich für Theater, Film und Fernsehen. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme macht Anna Thalbach das fröhliche Staunen der kindlichen Luisa genauso hörbar wie die Großartigkeit und den Schmerz, die in der Liebe liegen.

Was bedeutet Herkunft für die eigene Identität? Eine ungewöhnliche, wunderschöne, warmherzig erzählte mögliche Antwort

— Botte05

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  • Fliegen kann viel mehr sein als nur das

    Der Tag, an dem ich fliegen lernte

    Botte05

    27. May 2018 um 06:39

    Der Titel "Der Tag, an dem ich fliegen lernte" scheint sich unmittelbar zu erschließen, als Luisa gerade das Licht der Welt erblickt. Indem ich mich auf die Reise durch dieses Buch begebe, erkenne ich, dass "fliegen Lernen" so viel mehr an Bedeutungen haben kann. Ist es der Vorgang an sich? Ist es die Reise durch das Leben? Ist es das mit dem Flugzeug? Oder ist es eine Umschreibung für die Lebensreise, wenn ich mich selbst gefunden habe und mich auf meinen ureigenen Weg begebe? Luisa plumpst in die Welt und gewinnt direkt einen Freund fürs Leben in dem Engländer Fergus. Ihr Vater Paul lebt in einer WG, so dass Luisa zwar mutterlos, jedoch wohlbehütet aufwächst, von allen geliebt und nie allein. Obwohl Luisa nichts zu fehlen scheint, gewinnt die Frage nach der eigenen Herkunft an Gewicht. Und auch wenn es nicht offen diskutiert wird, normal ist es letztlich nicht, dass eine Mutter ihr Neugeborenes sofort verlässt. So kommt der Tag, an dem Vater und Tochter ihr bisheriges Leben hinter sich lassen und sich auf Spurensuche nach Brasilien begeben, der Heimat von Aza, Luisas Mutter. Mit diesem Buch hat Stefanie Kremser mir eine ungewöhnliche, wunderschöne, warmherzig erzählte Geschichte an die Hand gegeben, in die ich - ehe ich mich versehe - tief eintauche und die Protagonisten auf ihrer Reise gerne begleite. Meine anfänglichen Vorbehalte ob der Umstände hinsichtlich Luisas Start ins Leben weichen der entfachten Neugier sowie dem Wunsch herauszufinden, was Herkunft und eigene Identität für eine eigene Biographie bedeuten können. Dabei erhalte ich nicht nur eine Blick hinter die Biographie von Luisa und ihrer Mutter Aza, sondern auch in die ihrer Ahnen, welche 1893 die Weichen für die Zukunft neu ausgerichtet haben.  Stefanie Kremser, Der Tag, an dem ich fliegen lernte, Verlag Kiepenheuer & Witsch, 304 Seiten, 19,99 €, Erscheinungstermin 14.08.2014

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  • Luisa

    Der Tag, an dem ich fliegen lernte

    Kallisto92

    05. April 2017 um 20:57

    Der Tag, an dem ich fliegen lernte, geschrieben von Stefanie Kremser, handelt von Luisa. Luisa wurde gerade neu geboren ,als ihre mutter sie aus den 5. Stock des Krankenhaus wirft und selbst nach Brasilien zu ihrer Familie flüchtet. Doch Luisa hat Glück, den ein Rugbyspieler namens Fergus führt gerade seinen Hund aus und fängt die kleine auf. Danach bringt er sie ins Krankenhaus zurück und es wird gerätzelt wo die kleine bleiben soll. Luisa wächst in der WG ihres Vaters Paul auf. Als sie 7 ist beschließt Paul Aza zu suchen. Im weiteren Buch geht es darum wie die Vorfahren von Aza und Luisa aus ihren Land ausgewandert sind und wie die suche in Brasilien läuft. Das Buch ist flüssig geschrieben,Man kann es auch schnell durchlesen, jedoch wird aus der Sicht des Babys geschrieben, das wie ein erwachsener denkt. Was richtig aus der Familie wird erfährt man leider auch nicht. Irgendwie ist das ein Buch wo ich mir mit meiner Meinung nicht so sicher bin. Man muss einfach der Typ für solche Bücher sein,aber ich bin doch eher für Wahre Begebenheiten oder meine Elfen und Engel

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  • Im Aza-Land

    Der Tag, an dem ich fliegen lernte

    walli007

    30. August 2016 um 20:47

    Wenn Ferguson sie nicht gerettet hätte, hätte Luisa nie die Gelegenheit bekommen nach ihrer Mutter zu suchen. Aza hat München kurz nach der Geburt ihrer Tochter fluchtartig verlassen. Obwohl ihr Start ins Leben etwas holprig war, hat Luisa eine schöne Kindheit. Ihr Vater Paul nimmt sie mit an die Uni und bei ihren Großeltern auf dem Land ist sie herzlich willkommen. Pauls WG sind ihre Familie. Erst nach einigen Jahren beginnt sie nach ihrer Mutter zu fragen und erntet zunächst nur betretenes Schweigen. Bis Irene kleine Geschenke an die WG-Bewohner verteilt, die schließlich auch einen Hinweis auf den Aufenthaltsort ihrer Mutter Aza enthält. In drei Teilen erzählt Luisa die Geschichte ihres jungen Lebens. Sie beginnt mit der Geborgenheit in ihrer Wohngemeinschaft, mit ihrem neugierigen und liebenswert altklugen Wesen. Doch auch die Familie Stangassinger lässt sie zu Wort kommen, von denen gelockt von Versprechungen im neunzehnten Jahrhundert einige nach Brasilien ausgewandert sind. Weder in Bayern noch in Brasilien scheint der Sippe das große Glück beschieden gewesen zu sein. Dennoch machen sich Paul und Luisa auf in dieses ferne Land, um herauszufinden, was abgeht im Aza-Land. Nach einem Beginn mit einem Knall entwickelt sich eine ganz andere Story als erwartet. Liebenswerte Personen, die etwas chaotisch erscheinen, durchleben eine besondere Zeit. Die mutterlose Luisa ist schon besonders mit ihren orangen Haaren und der dunklen Haut. Sehr einfühlsam beschreibt die Autorin die ersten Jahre der Kleinen und auch das Schicksal der unterschiedlichen Zweige der Stangassingers. Allerdings werden durch den Beginn des Romans Erwartungen geweckt, die im weiteren Verlauf der Handlung nicht erfüllt werden. Da gibt es kein kapriziöses Leben eines ungewöhnlichen Kindes, keine großen Gefühle für den Vater, keine spannende Suche nach der Mutter. Die erheblichen Teile der Erzählung über ein kleines bayrisches Dorf mit seinen urstämmigen Bewohnern verändert die Farbe des Romans und er wird ernster und langsamer. Damit verliert das Buch an Stimmigkeit. Dennoch bekommt die Handlung durch den schönen Vortrag von Anna Thalbach große Lebendigkeit. 3,5 Sterne

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  • Bayrisches Hinterdingen in Brasilien

    Der Tag, an dem ich fliegen lernte

    Daphne1962

    21. August 2015 um 21:15

    gelesen von Anna Thalbach. Alleine das Hören ist schon ein Genuß. Mutterlos ist sie aufgewachsen, aber nicht unglücklich. Denn Luisa, genannt Lulu hat eine große Ersatz-Familie, die immer für sie da ist. Einen Vater Namens Paul, ihren Lebensretter Fergus, die Mitbewohnerin Irene und den Studenten Max.   Das sie den Tag nach der Geburt noch erleben durfte hat Louis dem beherzten Einsatz von Rugbyspieler Fergus zu verdanken. Ihre Mutter Aza flüchtet zurück in ihre brasilianische Heimat. Luisa wächst daraufhin behütet und von allen umsorgt in der chaotischen WG ihres Vaters Paul auf. Sie ist einfach der Mittelpunkt hier. Auch Fergus wird ein treuer Mitbewohner und guter Freund der kleinen Familie. Als sie älter wird und immer wieder was aufschnappt beginnt sich das Kind für die Geschichte seiner Mutter zu interessieren. Paul hat sich ebenfalls noch lange nicht mit dem Verlust seiner großen Liebe abgefunden. Gemeinsam machen sich Vater und Tochter auf eine abenteuerliche Suche, die sie von dem bayerischen Dorf Hinterdingen bis zu dessen Dorf-Zwilling, gegründet 1893, im brasilianischen Urwald führt.  Diese lebendige und warmherzige Geschichte, die so phantasiereich erzählt, aber nicht überladen wirkt, macht süchtig. Die Autorin hat es geschafft, mich in deren Bann zu ziehen. Von solchen Hörbüchern möchte ich gerne noch viele finden. Wer wissen möchte, warum Aza ihr Kind nicht haben wollte und ob Vater und Tochter sie finden können, der sollte dieses Hörbuch unbedingt hören.

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